I GRILL YOU!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kürzlich packte ich mal wieder ein Töpfchen meines geliebten Krautsalats in den Einkaufswagen, als mich auf dem Deckel ein kleiner roter Aufkleber angrinste. Salatfabrikant Nadler hat derzeit eine Aktion laufen, bei der man eine Grillschürze mit eigenem Aufdruck bekommen kann, man muss nur die Portokosten (3 Euro*) selbst bezahlen. Cool! Dachte ich. Nur, welches Motiv nehmen? Einen Kühlergrill? Eine BMW-Niere auf dem Grillrost? Da kam mir ein anderer Geistesblitz:

Wer kennt ihn nicht, Achmed the dead terrorist? Schnell im weltweiten Netz nach einer passenden Vorlage gesucht und einen neuen Untertitel darunter gephotoshopt. Fertig! Steht mir gut, oder?

*Auf dem Gutscheinzettelchen steht, glaube ich, was von 5 Euro. War dann aber günstiger. Druck und Versand kam von fotokasten.de.

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Ich gelobe …

Dienstag, 20. Juli 2010

… dass ich es nach wie vor geschmacklos finde, Soldaten am Jahrestag der Widerstandskämpfer vor dem Reichstag aufmarschieren zu lassen, einen großen Zaun drumherum zu bauen und das ganze als “öffentlich”, nämlich öffentliches Gelöbnis, zu verkaufen.

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Das Männerauto

Mittwoch, 14. Juli 2010

… ist wieder da.

Man muss schon etwas verrückt sein, sich gut 2 Jahre, nachdem man das Traumauto verkauft hat, genau dasselbe, nicht nur das gleiche, Auto zurückzukaufen. Neben 20.000 km mehr auf der Uhr hat es noch ein wenig gelitten, weil der Interimsbesitzer ein Sportfahrwerk eingebaut hat. Das muss ich nun mal rückbauen lassen. Außerdem hat er komische Lautsprecher in die Türen eingebaut Mal sehen, ob das so bleibt. Ansonsten fühlte ich mich gleich heimisch. Was mich besonders gefreut hat, dass ich meine alten Kennzeichen wieder verwenden konnte.

Ick freu’ mir! Janz dolle, aber echt ma!

carwash

Allerdings wird jetzt wohl mein Fiat 500 Kombi dran glauben müssen. Nach 16 Jahren! Nur, alles geht eben nicht. :sad:

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DAGEGEN!

Mittwoch, 14. Juli 2010

Boah, wie mich das annervt: Da hat NRW (meine “alte Heimat”) nun endlich, hat nun wirklich lange genug gedauert, eine neue Regierung gefunden, die zugegebenermaßen nicht unter dem glücklichsten Stern steht. So ne Minderheitsregierung ist nicht das, was wohl übermäßig lange funktionieren wird und irgendwie sitzt Frau Kraft dort auf einem echten Schleudersitz. Möglicherweise wirkt sich ihr Mut, wenn man das, was sie gerade macht, so bezeichnen will, nicht unbedingt positiv auf ihre weitere politische Karriere aus. Aber egal: Sie hat wenigstens den Mumm, die Aufgabe anzugehen.

Und was machen die anderen, allen voran die sog. Christ-Demokraten? Krakelen laut: “DAGEGEN”. Egal, was kommen wird, sie wollen erstmal pauschal verhindern. Und das ist doch das, was den Leuten den letzten Glauben an den Sinn der Parteienpolitik raubt: Keiner ist mehr in der Lage, u. U. auch mal etwas anzuerkennen, wo der “politische Gegner” eine gute Idee hat oder einfach sinnvoll agiert. Nein, das kommt natürlich hüben wie drüben nicht in Frage! Anstatt, dass man sich in Zeiten, die gute, weitblickende Entscheidungen benötigen, ohne nur auf den nächsten Wahltermin zu schielen, einfach mal zusammenrauft und zusammen an tragfähigen Lösungen arbeitet, wird durch die Bank nur taktiert, Beinchen gestellt und intrigiert.

Kein Wunder, dass sich immer weniger Leute (vulgo Wähler) für den Quark, der in den Parlamenten umgerührt wird, interessieren. Getret’ner Quark wird breit, nicht stark.

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Angeln

Sonntag, 11. Juli 2010

… ist doch nur eine unverfänglichere Beschreibung für Zeit Totschlagen oder ein allgemeines Sozialphlegma. Da stehen sie am Wasser, halten den Wurm rein oder nicht und gucken ins Leere. Meistens steht auch ne Bierbuddel daneben. Außerdem etliche hochpreisige (oder look-a-like) Ausrüstungsgegenstände, die nach ihrer Aufmachung eher an eine paramilitärische Gesinnung erinnern. “Camouflage” ist alles. Der Feind (also der Fisch) soll einen ja nicht sehen (wenn er von seinem Landspaziergang zurückkommt, oder was?) So unbeweglich, wie die Angler am Ufer stehen, würde selbst eine neongelbe Aufmachung bei den Fischen wohl kaum für Unruhe sorgen.

Und Angler haben die Gabe, allen Passanten mit einem einzigen Blick zu verstehen zu geben, dass man unerwünscht ist, bloß kein Geräusch machen darf und sich auch ansonsten besser in Luft auflösen sollte. Durch bunte Dinger, die im Wasser an dünnsten seidenartigen Fäden dümpeln, markieren sie ihr Revier. Inzwischen hält ja auch kein einziger Angler mehr seine Rute selbst fest, sondern hat ein Gestell mit allerlei Sensoren, die sofort losschrillen, wenn mal wieder ein Fisch zu doof war.

Ein besonderes Verhältnis haben Angler gegenüber Leuten, die dem Badespaß nachgehen wollen. An einem kleinen See im Brandenburgischen wurde der Freizeiterholungssuchende dank etlicher Schilder gleich über das Wichtigste aufgeklärt: “Angelgewässer”. Ok. “Baden auf eigene Gefahr”. Das kann ja nicht gutgehen: Angler und Badegäste nebeneinandern. Und prompt:

Klar, dass die Angler, die wahrscheinlich schon seit Wochen dort biwakierten, die Badestelle mit ihren von Gestellen gehaltenen Ruten annektiert hatten. Ein Badegast: “Wo kann man denn hier baden?” Ein Angler: “An der Badestelle in Buckow.” (Anmerkung: Mit 10.000 anderen im Nachbarsee) Damit war das mal gleich geklärt. “Hier jedenfalls nicht.” wäre wohl noch richtiger gewesen, aus Sicht des Anglers, versteht sich. Und dabei bot der See noch etliche andere, vor allem auch schattige Stellen, wo man den Wurm hätte wässern können, der See für Badegäste aber nicht zugänglich war.

Eigentlich wäre das mal die Gelegenheit für einen Bade-Flashmob. Da hätten sie bestimmt ihren Spaß, wenn mal eben ein paar hundert Leute in den See hüpfen. :D

Angeln ist echt voll asi.

Thema: Das Leben | Kommentare (3)

Mit militärischen Ehren

Freitag, 2. Juli 2010

Himmel hilf! Wann werden diese alten Zöpfe endlich abgeschnitten, dass irgendwelche armen Rekruten in komischen Anzügen Spalier stehen und manchmal sogar rumballern müssen, wenn ein Staatsoberhaupt ins Amt eingeführt wird, zu Besuch kommt oder sonst was macht?

Die Zivis machen ja auch keinen Sitzkreis mit Erpeldrehen.

Genau so könnte auch die Küchenmannschaft von Schloss Bellevue ihre Suppenlöffel kreuzen.

:roll:

Thema: nich so dolle | Kommentare (0)

Call me Generaldirektor

Mittwoch, 30. Juni 2010

Heute ist mein letzter Tag als Einzelkämpfer. Nicht, dass ich mich auf’s Altenteil zurückziehen könnte. Nein, dreieinhalb Jahre nach meinem Wechsel vom Münsterland nach Berlin steht der nächste entscheidende Schritt in meiner Berufslaufbahn an. Denn ich trete als Gesellschafter in die Sozietät ein, für die ich bislang bereits als Freiberufler tätig war.

Wow.

Als ich gestern nach Hause geradelt bin (ja, ganz ab und  zu fahre ich auch mal mit dem Rad), sind mir etliche Gedanken durch den Kopf geschossen, was aus mir eigentlich so geworden ist. Irgendwie hätte ich das alles zu Beginn meiner Laufbahn in einem Beruf, von dem ich kurz vor Ende meines Studiums gar nicht recht wusste, dass es den gibt, nie und nimmer geahnt, dass ich mal in den erlauchten Kreis der Chefs eines der renommiertesten Ingenieurbüros für Unfallrekonstruktion aufgenommen werde, dass vom Godfather of Unfallrekonstruktion, wie neulich ein Berufskollege anmerkte, gegründet wurde. Vielleicht bin ich gar nicht so schlecht, sowohl in meinem Job als auch menschlich.

Und bevor ich mir jetzt den passenderweise heute veröffentlichten SPOn-Artikel “Aufstieg im Beruf: Gestatten – Chef” durchlese, sage ich einfach mal danke allen, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

Thema: Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Kommentare (1)

Ein Sommergedicht

Dienstag, 29. Juni 2010

Das Schöne am Sonnenschein ist der Schatten.

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“Rosinenbomber” kaputt ;(

Sonntag, 20. Juni 2010

Zum Glück ist bei der Notlandung der DC-3 in Schönefeld anscheinend niemand ernsthaft zu Schaden gekommen.

Ich werde es vermissen, das sonore Brummen der beiden Sternmotoren, wenn die Maschine über unserem Häuschen ihre Runden drehte. Denn wie es heißt, wird die Maschine wohl nicht mehr repariert, weil sie zu schwer beschädigt ist. Ein Jammer! Immerhin hatte ich es geschafft, wenigstens ein mal mitzufliegen. Und das sogar noch von Tempelhof.

SPon hat auch Bilder.

DC-3_Tempelhof_06

Rosinenbomber

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(FH) muss sein!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Es hat mich mal wieder gewurmt. In meiner alten Firma haben sämtliche FH-Ingenieure das “(FH)” bewusst weglassen und machen das m. W. heute noch so. Nachdem um mich herum nun auch plötzlich Fachhochschul-Diplomingenieure promovieren (wenn auch im Ausland), wollte ich es doch nun mal genau wissen. Also habe ich bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung angefragt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einiger Zeit versuche ich zu recherchieren, wie es sich mit der Abkürzung des akademischen Grades “Dipl.-Ing.” und “Dipl.-Ing. (FH)” verhält.

Wenn meine bisherigen Informationen stimmen, ist es in den einzelnen Bundesländern nicht einheitlich geregelt, ob ein Dipl.-Ing. (FH) das ”(FH)” bei der Nennung seines akademischen Grades anhängen muss oder nicht.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich über die Regelung in Berlin informieren würden: Ist das “(FH)” anzuhängen oder nicht? Besonders hilfreich wäre natürlich eine zitierfähige Quelle. Wird so etwas in einer Verwaltungsvorschrift geregelt?

Die Antwort kam genau so schnell wie eindeutig:

Sehr geehrter Herr Will Sagen,

Ein Diplomgrad wird von den Fachhoch- bzw. Hochschulen in folgender Form verliehen: z.B. Diplom-Ingenieur (FH) von Fachhochschulen, der Dipl.-Ing. von Universitäten. Der Titel muß so geführt werden, wie er verliehen wurde. Läßt ein Fachhochschulabsolvent den Zusatz (FH) weg, suggeriert er anderen Personen, er hätte an einer Universität studiert – was nicht zutreffend ist. Diese falsche Titelführung ist gemäß § 132a Strafgesetzbuch strafbar.*

Und noch einmal kurz nachgefragt, ob das bundeseinheitlich galt und gilt:

Wie bereits geschrieben, gilt diese Regelung in allen Bundesländern und es gibt und gab keine Abweichung.

So. Das wäre dann wohl geklärt. Genau das war auch mein bisheriger Kenntnisstand, aber ich wollte meine Meinung ja nicht schlicht bestätigt bekommen, sondern hab daher etwas verklausuliert gefragt. Das einzige, was mich stutzig macht, ist, dass man von einem “Titel” spricht. Wollen wir die kleine sprachliche Ungenauigkeit mal durchgehen lassen. ;)

*Hervorhebung durch mich

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