Nur zum Spaß Dilettant

Donnerstag, 23. Mai 2013

Jog hat auf Facebook gestern Folgendes zum besten gegeben:

Always fun to see that some people don’t even manage to shoot decent pictures with a 7k$ camera.

Klar kann man sich darüber lustig machen, wenn einer mit einem sündhaft teuren Gerät nicht umgehen kann. Son bisschen fühle ich mich mit meiner Leica M9 ja auch angesprochen (obwohl er mich wohl nicht gemeint hat, nehme ich an). Aus Profi-Sicht ist es eh Quatsch, sich ne Leica M9 zu kaufen: Im Vergleich zu japanischen Produkten wie Canon 5 D Mark II oder Nikon D3 (aus meiner Sicht damalige Alternativen) kann die M9 eigentlich nichts besonders gut: Keine Zoomobjektive, kein 100%-Sucher, kein Autofokus, rauscht schon bei ISO 1600 wie bekloppt und so weiter und so fort. Genauso ist es ja auch mit einem richtig teuren Sportwagen: Da stellt man sich einen Porsche vor die Tür, kann aber Untersteuern nicht von Übersteuern unterscheiden.

Ich geb’s zu. Ich habe auch Spaß an teuren Sachen, auch wenn ich nicht unbedingt besonders gut damit umgehen kann. Damals mit meinem 911er (der allerdings weniger als ein 5 Jahre alter Golf gekostet hat…), hab ich mich auf nasser Straße gedreht, weil ich mit den Lastwechselreaktionen nicht  so recht umgehen konnte. Aber was konnte ich mir anhören, dass ich eben nicht einen 5 Jahre alten Wolfsburger, sondern so ne Männlichkeitsprothese fuhr? Wenn ich mancher Leute Fotos sehe, möchte ich auf der Stelle im Erdboden versinken, und Schrauben habe ich noch nie gerade reingedreht.  Muss es für mein musikalisches Verständnis ein Musicman oder Fender Jazzbass sein? Hätte für mein unkontrolliertes Gezupfe nicht auch das 199-Euro-Chinapaddel gereicht? Manchmal hatte ich kurzfristig die Möglichkeit, etwas Kohle unnütz auf den Kopf zu hauen. Und so habe ich mir im Laufe der Zeit ein paar schöne Dinge gegönnt, an denen ich einfach Freude habe, nur weil ich sie habe (oder hatte). Da schnurrt der Materialist in mir sanft vor sich hin.

Ich glaube, das alles resultiert mal wieder aus der Neiddebatte. Einer kauft sich was Teures, weil er die Kohle übrig hat, und ein anderer, der das nicht mal eben kann, wird darauf aufmerksam. Bei einem technischen Gerät, das es gekonnt zu bedienen gilt, lauert dann die Gefahr, dass man sich der Blöße des Dilettantentums preisgibt. Mit einer teuren Uhr wäre das nicht passiert: Die Uhrzeit muss man nicht besonders gut ablesen können. Aber eine Kamera will natürlich ordentlich bedient werden. Jedes Foto muss ein Kunstwerk sein! Oder mit einem Porsche muss man selbstredend jede Kurve mit mindestens 0,8 g Querbeschleunigung nehmen und die Fliegen müssen auf den Seitenscheiben kleben. Aber muss man mit einem Makita-Akkuschrauber die Schrauben noch gleichmäßiger und rechtwinkliger reindrehen als mit einem Aldi-Teil?

Ich bin ja der Meinung (wobei ich mir erst in einem gewissen Denkprozess darüber klar werden musste), dass sich auch der Dilettant an schönen und teuren Dingen erfreuen darf, auch wenn er nix damit anfangen kann, ohne dass man sich darüber lustig machen muss. Die neue M240 um den Hals, aber ständig vergessen, den Objektivdeckel abzunehmen. Die D4 in der Tasche, aber die “P”-Einstellung ist schon ganz schön gewagt. Das ganze Geraffel auf den Beifahrersitzes des 911ers gepackt, weil man nicht so genau weiß, wie der Kofferraum aufgeht und warum der überhaupt vorn ist (wo ist der Motor hin?). Und dann nur um die Ecke zum Brötchenholen.

Ja und? Leben und leben lassen. That’s it, folks!

 

 

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Auto ohne Papiere zulassen

Montag, 20. Mai 2013

Es ist schon eine Krux in diesem Land. Darunter hatte schon der Hauptmann von Köpenick zu leiden: Ohne die richtigen Papiere geht gar nix.

Viele meiner Altautotypengenossen haben ihre 2-zylindrige Gehhilfe aus dem Land der Pinien und Oliven über die Alpen geholt. In Italien ist das Zulassungs- und Abmeldungsprozedere ein ganz anderes als hierzulande, daher unterscheiden sich auch die Papiere, die man bekommt oder auch nicht bekommt. Alles, was ich im Folgenden schreibe, setzt natürlich voraus, dass das Auto, um das es geht, nicht geklaut, verpfändet oder sonstwie nicht in Eigentum oder Besitz des Ratsuchenden ist. Außerdem nehmen wir an, dass keine Original-Papiere vorliegen, allenfalls Kopien (die bestenfalls für den TÜV hilfreich sind, um technische Daten abzuschreiben, aber für die Zulassung nicht dienlich, sondern eher hinderlich sind.)

Vor etwa 19 Jahren hatte ich mit meinem Fiat 500 Kombi ein ähnliches Problem: Das Auto stand wohl irgendwo in der Nähe von Venedig auf dem Schrott, und jemand aus Bremen hatte es gekauft. Ich hörte schon damals Schauergeschichten über amtlich beglaubigte Übersetzungen der italienischen Papiere, die ein entsprechend authorisierter Übersetzer vorzunehmen hatte, und schaute mir die mir vorliegenden Kopien irgendwelcher handschriftlich ausgefüllter Papiere an und beschloss, die erst mal im Schreibtisch zu lassen. Damit war kein Staat zu machen, so viel stand fest. Seinerzeit musste man das Auto dann aufbieten lassen. Man schrieb irgendwie an das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg und musste dann einige Wochen warten, bis per Nachnahme eine Unbedenklichkeitsbescheinigung kam, aus der hervorging, dass das Auto in Deutschland nicht als gestohlen gemeldet war oder so. Das war mir vorher ja klar, also sollten sich keine Probleme ergeben. Schon damals war ich davon überzeugt: Es war schon eine gute Idee gewesen, nicht mit den sinnlosen Kopien irgendwelcher italienischer Dokumente zu wedeln. Ich hatte das Auto in Deutschland gekauft, also waren auch die deutschen Behörden meine Anprech-”partner”. Auf welchen Wegen und wie das Auto genau nach Deutschland gekommen war, wusste ich sowieso nicht. Es hat dann auch alles problemlos geklappt. Und ich hatte und habe bis heute auch nicht das Gefühl, etwas Ungesetzliches getan zu haben.

In den letzten Jahren hat sich aber einiges geändert, insbesondere was das sog. “Aufbieten” betrifft. Das geht nun online und erledigt (wohl) gleich die Zulassungsbehörde. Aber immer öfter werden Bestätigungen oder eidesstattliche Erklärungen des Vorbesitzers eingefordert, dass tatsächlich keine Papiere existieren. Was also tun, wenn der Vorbesitzer nicht greifbar ist? M. E. liegt eine legale Lösung darin, einfach einen zusätzlichen Vorbesitzer zu generieren.

Als sich wieder mal jemand mit diesem Problem an mein ehemaliges Forum wandte, der mit kopierten italienischen Papieren bei der Zulassungsstelle abgeblitzt war, schlug ich folgendes Prozedere vor:

Als erstes soll er das Auto per Handschlag an einen Kumpel verkaufen. Das ist ja nicht verboten. Im Gegenteil. Im nächsten Schritt verkauft der Kumpel das Auto wieder an einen selbst zurück, diesmal mit einem Kaufvertrag, in dem steht, dass keinerlei offizielle Papiere zu dem Auto existieren, was ja den Tatsachen entspricht. Ggf. kann man darüber gleich noch eine eidesstattliche Erklärung aufsetzen. Auch hier sehe ich immer noch nichts, was dagegen spricht. Im Grunde ist es doch so, dass die Behörden einfach nur mit dem bedient werden wollen, was die Schalterbeamten auf Geheiß ihrer Vorgesetzten zum Abheften einfordern sollen. Wie gesagt, ich gehe selbstredend davon aus, dass das Fahrzeug rechtmäßig erworben wurde! Wer kriminelle Gedanken hegt, dem werden noch ganz andere Möglichkeiten einfallen, ein Auto vermeintlich legal zuzulassen, was natürlich nicht der Fall ist.

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Wo bleibt der kontextsensitive Adblocker!?!

Montag, 13. Mai 2013

Heute ist Werbeblocker-Tag. Oder Anti-Antiwerbungstag.

Als erstes ist es mir bei SPON aufgefallen, dass ich da son Dings in aggressivem Rot wegdrücken musste, was sich aber nicht ganz wegdrücken ließ.

Vor dem Klick:

Bildschirmfoto 2013-05-13 um 19.53.14

Nach dem Klick. Grmpf.

Bildschirmfoto 2013-05-13 um 19.53.19

Der Hinweis bei Süddeutsche gibt sich in trauerhaftem Schwarz-Grau mit einem Tupfer Hoffnungsgrün und Weltuntergangsmiene des Chefredakteurs:

Bildschirmfoto 2013-05-13 um 19.53.44

Darüber hinaus gibt es wohl noch eine Handvoll Webseiten, die bei dieser Aktion mitmachen.

 

Liebe Redakteure,

ich kann Euch verstehen, dass Ihr die Kohle braucht, die ihr für meine Klickerei bekommt. Auch wenn Frau Meike im Grunde natürlich mit allem recht hat, was sie schreibt, sehe ich das nicht ganz so verbissen wie sie. Ich erschrecke aber auch jedes Mal, wenn ich an einem Rechner eines nicht so gut browsermäßig eingerichteten Menschen sitze, eine mehr oder weniger beliebige Seite aufrufe und mir anschließend die Augen tränen: Es schwurbelt, es blinkt, es reizt mich mit grellen Farben, es liegt über oder unter dem (dann halbdurchsichtigen) Text und so weiter und so fort. Ihr kennt das. Ihr kennt das vor allem aus jahrelanger Kritik an genau dieser Art der Werbung. Vom “Inhalt” mal ganz zu schweigen. Mir ist klar, dass Werbung mir Sachen andrehen will, nach denen ich nicht suche und die ich nicht brauche.

Bei Harry Potter bewegen sich Szenen in der Zeitung. Wäret Ihr die Verantwortlichen der Hogwartsgazette, würde dort nicht der Informationsgehalt schwurbeln, sondern Harry und Hermine würden die Augen verdrehen von der Werbung, die ihnen neue Zauberstäbe und Flugbesen aufschwatzen will (Zielgruppen orientiert, is klar!).

So geht das aber nicht. Ich weiß nur nicht, wie ich rauskriegen soll, ob Ihr das Geschwurbel irgendwann mal abschaltet. Denn Ihr habt mich leider zu lange mit grellbuntem Zeug geärgert. Wir könnten wieder Freunde werden, wenn sich am Rand etwas statische Werbung in unauffälligeren Farben, durch z. B. anderen Zeichensatz und Überschrift “Werbung” oder so aufbauen würde. Aber wenn ich auf der Startseite erst mal wild scrollen muss, bis ich auch nur ansatzweise etwas vom erhofften Inhalt finde, dann taugt Euer Konzept nicht.

Der kontextsensitive Adblocker muss her!
Optimal wäre ja der kontextsensitive Adblocker: Alles, was mit grellen Farben (im Vergleich zur Originalseite) daherkommt, blinkt, schwurbelt und so weiter, wird ausgeblendet. Der Rest bleibt stehen. Was meint Ihr, wenn Ihr dann die geladenen Inhalte protokolliert, wie sich der Markt verändern würde?

Aber bitte kein Abo-Kram.
Wo wir schon dabei sind: Abo-Lösungen finde ich auch Käse. Ich will nicht zig Seiten abonnieren, von denen mich nur ein Bruchteil der Inhalte interessiert. Ich abonniere ja auch nicht alle möglichen Zeitungen, nur weil mir ab und zu ein Aufsatz ganz nett vorkommt. Dieser flattr-Button: Den mögt Ihr anscheinend nicht. Sowas oder ein wirklich angemessener Betrag, der einem nicht wehtut, also jetzt nicht ein Euro für einen Artikel, sondern eher so 10 oder 20 ct. Darüber können wir reden, wenn Ihr Geld von mir außerhalb der Werbung möchtet.

flattr is’ ok
Guckt mal, die TAZ hat auch son Ding. Ziemlich hässlich zwar, aber wie gesagt: Das Dilemma verstehe ich ja. Das TAZ-Ding kann man sogar anlügen. Obwohl das vielleicht gar nicht stimmt, dass ich bezahle, kann ich das trotzdem einfach so wegklicken. Und weil ich dann ehrlich sein möchte, klicke ich dann auch den flattr-Button (vorausgesetzt allerdings, dass mich der Artikel auch bis zu dem Button gefesselt hat und er nicht zu versteckt ist.)

Bildschirmfoto 2013-05-13 um 19.54.12

Nur solange ich mir nicht sicher bin, von Euch nicht mehr angeblinkt oder weggegrellt zu werden, lasse ich den Adblocker eingeschaltet. Und wenn es Euch irgendwann nicht mehr gibt, weil Ihr Euch nicht an meine Bedürfnisse anpasst, kann ich das auch nicht ändern.

So long.

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Ich rase solange, bis es verboten wird!

Montag, 13. Mai 2013

Beiträge über ein Tempolimit sind geil: Egal was du schreibst, du wirst garantiert irgendwie angeranzt. Zumindest aber wahrgenommen. Damit sind dir Kommentare sicher.

Interessant ist ja erst mal, dass man sofort in die Raserecke abgeschoben wird, wenn man nicht ins gleiche Horn tutet, wie toll doch der Gabrielsche Vorschlag ist und dass nur “Tempo 120″ die Welt besser macht. Dabei wage ich mal zu behaupten, dass ich als Gegner von “Tempo 120″ (aber nicht bedingungsloser Befürworter des unlimitierten Fahrens) weniger Zuschnellfahrtickets in den letzten 25 Jahren bekommen habe, als viele “Tempo-120″-Befürworter. Komisch, wo die doch die “Ich -bin-ja-ach-so-vernünftig”-Attitüde verbreiten.

Mich erinnert das auch an eine Diskussion in meiner Nachbarschaft vor etwa 10 Jahren. Wir wohnten dort im Münsterland in einer als Ring angelegten Straße, und zwar in der hintersten Ecke. Befährt man diesen Ring links herum, was etwas bequemer ist, weil man weniger lenken muss, kommt man an einem Kinderspielplatz vorbei. Rechts herum muss man mehr kurbeln, aber kann den Spielplatz meiden. Es gab nicht wenige, die meinten, dass es verboten gehört, an dem Spielplatz vorbeizufahren, da müsse die Straße gesperrt werden. Es waren aber die gleichen, die stets und ständig dort entlang fuhren. Erst, wenn es verboten ist, würden sie es nicht mehr tun. Und so sind mit Sicherheit viele derjenigen, die jetzt “Tempo 120″ krähen, gern mal auf der Autobahn schneller unterwegs – weil es ja nicht verboten ist. Und mir würde es ja Spaß machen, mal zu gucken, wie schnell sich denn der Herr Gabriel derzeit durch den Wahlkampfverkehr manövrieren lässt. Ich ahne da etwas.

Es ist schon eine schizophrene Diskussion.  Und darum habe ich auch den Titel dieses Beitrags so gewählt, obwohl er gar nicht meine Meinung wiederspiegelt. :mrgreen:

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120 oder 210 km/h?

Sonntag, 12. Mai 2013

Ach ja. Die deutscheste aller deutschen Diskussionen: Tempolimit auf Autobahnen.

Im Grunde haben Opa Hans und Sash natürlich recht. Und ich würde mich auch gar nicht zu einem Kommentar hinreißen lassen, wenn sich die beiden nicht in meinen Augen populistischen Methoden bedienen würden. Ich hatte schon angefangen, ihre Kommentarfelder zu füllen, hab mir dann aber gedacht, dass ein kurzer eigene Beitrag vielleicht nicht so schnell untergeht.

Ich finde diese Beispiele bzw. Anmerkungen mit 210 km/h bei Opa Hans oder wie bei Sash mit 200 km/h deswegen populistisch und hergeholt, obwohl es zwar denkbare Varianten sind, weil es sich so liest, als ob alle, die demnächst mit 120 SPD-km/h fahren müssen, zuvor mit 200 oder 210 km/h gefahren wären. Insbesondere halte ich auch diese ewigen 120 km/h lediglich für eine populistisch genutzte, willkürliche Zahl. Warum diskutiert man nicht z. B. über die Umwandlung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h in die zulässige Höchstgeschwindigkeit? Nein, man will sich schließlich an die Grünen ankuscheln: Steuern rauf, Tempo runter. Da ist kein Platz für einen Mittelweg. Man könnte auch mal über 140 km/h nachdenken. Sozusagen als Kompromiss zwischen Tempolimit und freiem Fahren. Genauso wie man für den innerstädtischen Verkehr statt mit der 30 km/h-Keule mal mit dem 40 km/h-Wattebausch wedeln könnte. Aber Kompromisse sind ja so furchtbar undeutsch. Schwarz oder weiß, Kraut oder Wurst, zick oder zack, 30 oder 50, 120 oder 210.

Wenn es der Verkehr zulässt, finde ich übrigens eine Reisegeschwindigkeit von 160 bis 170 km/h recht angenehm, obwohl mein BMW angeblich 250 km/h fährt. Angeblich deswegen, weil ich es noch nie probiert habe, wie schnell der fährt. Warum auch? Ist das wichtig? Und btw.: Genauso ist es mir möglich, einen Lkw mit meinem Fiat 500 zu überholen, ohne den nachfolgenden Verkehr zu gefährden, obwohl der Fiat mal gerade um die 100 km/h fährt. Vielleicht sollte der Gespannfahrer daher auch mal an seiner Fahrtaktik arbeiten. Opa Hans darf ich noch zurufen, dass sein Gespannfahrer aus Frankreich kommend an der französisch-deutschen Grenze mit seinem Gespann immerhin um 30 km/h abbremsen musste. Aus Belgien kommend sogar um 40 km/h. Immerhin dürfen ja viele Gespanne hierzulande unter bestimmten Bedingungen schon 100 km/h fahren. Warum das in Europa so dermaßen unterschiedlich ist und gerade in dem Land ohne Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw die Gespanne mit am langsamsten fahren müssen, muss mir erst mal einer schlüssig erklären.

Ich weiß, dass Fahrzeuge mit geringer Geschwindigkeit mit wesentlich geringerer kinetischer Energie unterwegs sind und daher Unfallfolgen i. d. R. um so geringer sind, je geringer das Geschwindigkeitsniveau ist, auf dem sich ein Unfall abspielt. Ich könnte jetzt noch sagen: Wenn die BMW-Tusse 160 km/h fahren würde und das Gespann 120 km/h, gäb’s kein Problem. :mrgreen:

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Sonnenbrand in Fischerhude

Mittwoch, 8. Mai 2013

Das war wieder ne runde Sache! Zum 32. Mal fand am ersten Maiwochenende (wie immer) das Bremer Fiat-500-Frühjahrstreffen statt. Im 24. sten Jahr bin auch ich dabei. So ganz viele Treffen (maximal zwei oder drei) habe ich dabei nicht ausgelassen. Wenn überhaupt!

Fiat 500 Treffen Bremen 2013

Tja. Und was stellt man so fest in 24 Jahren? Richtig. Man wird älter. Und älter werden auch im Durchschnitt die Treffenbesucher. Denn, wie sollte es anders sein, es fehlt der Nachwuchs. Wer will oder kann sich von der jungen Generation (so man überhaupt einen Führerschein gemacht hat) schon so eine unsichere, kleine, lahme, laute und auch noch relativ teure Gehhilfe leisten? Und eben weil dieses Auto unbequem ist, und man das mit dem Älterwerden auch zunehmend merkt, bleiben auch immer mehr von denjenigen weg, die man früher noch regelmäßig getroffen hat. Oder man hat familiäre Dinge zu erledigen: Konfirmation, Kommunion, Konspiration, Kondolation: Irgendwas ist ja immer, das einen von einem herrlichen Campingwochenende abhält und man die ersten schönen Tage des Jahres stattdessen lieber in kalten, dunklen, feuchten Kirchen oder stickigen Festsälen verbringt. Und so nimmt allenfalls die Zahl der Tagesbesucher zu. Wobei das oft Leute sind, die früher eben auch über Nacht geblieben sind.

Meiner

Manche Gründe für einen Tagesbesuch statt Wochenendausflug kann ich gut verstehen. Mit dem Älterwerden ist leider auch verbunden, dass einige unter schweren Krankheiten zu leiden haben. Das wird mehr und mehr Gesprächsthema. Und so fand ich es wirklich bemerkenswert und schön, z. B. Thomas begrüßen zu können. Es hat mich wirklich gefreut, mich mit ihm unterhalten zu können. Ich wünsche ihm alles nur erdenklich Gute!

Fiat 500 Treffen Bremen 2013

Auch Teilehändler glänzten durch Abwesenheit. Klar. Der Online-Shop machts möglich, dass man sich mit seinen Brocken nicht mehr auch noch am Wochenende in Bewegung setzen muss. Vielleicht traut sich der ein oder andere aber auch nicht mehr mit der teils grauenhaften Qualität der Teile vor die Tür. Dabei hat so mancher doch immer ein paar Teile nötig, gell, Ralf?

Fiat 500 Treffen Bremen 2013

Von denen, die sich aber eben doch nicht haben abhalten lassen, sind dafür m. E. mehr Leute auf eigener Achse mit ihrem 500er gekommen. Das ist natürlich schön, vor allem für die Fotos, wo die Fremdkarren ja doch irgendwie das Bild stören. Aber ich will mal nicht zu laut rumunken. Schließlich war ich auch das eine oder andere Jahr mangels Zeit, Lust oder fahrbereitem 500er mit einem Fremdfabrikat auf dem Backsberg. Egal: Dabei sein ist alles, kann ich nur allen zurufen, die meinen, sich ohne 500er nicht blicken lassen zu können. Alles Quatsch. Es kommt auf die Leute an. Dabei habe ich gar nicht verstanden, warum (zumindest gefühlt, denn Zahlen kenne ich nicht) so wenige gekommen sind: Gerade nach dem langen Winter muss man doch geradezu danach lechzen, endlich wieder bei herrlichem Wetter eine längere Fahrt zu unternehmen. Sich den Wind durchs offene Dach um die Nase wehen zu lassen und sich auch bei Temperaturen nachts knapp über dem Gefrierpunkt nicht die Laune verderben zu lassen, sondern lieber ein paar leere Wasserflaschen zu Wärmflaschen umzufunktionieren.

Fiat 500 Treffen Bremen 2013

Wir waren nach gut 4,5 Stunden Fahrt aus Berlin am frühen Freitagabend wohlbehalten angekommen und schüttelten uns als erstes mal den Lärm aus den Ohren. Wobei, so ein vollgepackter 500er mit drei Schlafsäcken, 2 dicken Isomatten, geräumigem Zelt, 2 Stühlen, Klamotten, 2 Modellflugzeugen, 1 Kasten Bier und etwas Verpflegung ist ja gar nicht mehr sooo laut. Schon nach wenigen Stunden ist das Rauschen in den Ohren wie weggeblasen.

Kombizisch

Das Tolle am Bremer Treffen ist ja, dass man sich immer mehr auf die einzigartige Verpflegung verlassen kann. Seit etlichen Jahren bereitet Harald nicht nur Freitag abends frische Pizza mit allerlei verschiedenem Belag, sondern backt Samstag und Sonntag auch noch Brötchen auf dem Platz. Wo gibt es das schon? Sehr positiv hat sich auch ausgewirkt, dass Axel relativ früh am Samstag wegmusste, so dass, wie Udo meinte, man das Essen nicht nur schmecken, sondern – ganz neu – auch sehen konnte! Essen vor Sonnenuntergang war sonst so ne Sache. Allerdings wäre die Kombination aus beidem: Axel bleibt bis Sonntag und es gibt trotzdem früh Essen, noch besser. Wie sonst auch fing ja doch der eine oder andere nach der Rückkehr von der Ausfahrt an zu grillen. Trotz reichhaltigem Kuchenbüffet fehlt manchem eben ein herzhaftes Mittagessen.

Fiat 500 Treffen Bremen 2013

Seit einigen Jahren nutze ich die Gelegenheit der herrlichen Wümme-Wiesen zum Modellfliegen. So auch dieses Jahr. Eigentlich hatte ich mal damit angefangen, um Fotos aus der Luft zu machen. Das hat etwas nachgelassen, seit ich ambitionierter am Boden fotografiere, aber so ne kleine Keychain-Cam hatte ich doch dabei, um sie vorn auf meinen Experimentalflieger zu packen (davon demnächst mehr). Und so ist wenigstens ein kurzer Film zustande gekommen, auf dem man leider in erster Linie sieht, wie leer es war. Und am Ende ist der Flieger auch noch abgestürzt (und durchgebrochen).

Lagerfeuer gab’s auch, diesmal allerdings vor allem am Samstag Abend etwas kleiner als sonst, da man – trotz steigender Treffenplatzkosten – weniger Holz als in früheren Jahren zum Verbrennen hatte. Ging aber auch, waren ja nicht so viele Leute, die sich um das Feuer scharten. Man musste zwar immer ein paar Meter zurück und dann wieder vor mit seinem Stühlchen, je nach dem, ob und wer gerade Holz nachlegte, aber so bleibt man ja in Bewegung.

Lagerfeuerromantik

Tjoa. Und ruckzuck war der Abend rum. In der Nacht machte ich den Fehler, die Socken auszuziehen. Da war’s dann etwas frisch an den Füßen, ging aber. Am nächsten Morgen grüßte die  Sonne wieder mit voller Kraft vom Himmel. Herrlich, wenn man dann das erste Mal die Nase aus dem Zelt steckt! Dann in Ruhe frühstücken und dummes Zeug quatschen und die Sachen zusammenpacken. Muss ich noch erwähnen, dass wir wieder heile mit dem kleinen Kombi in Berlin angekommen sind und bei einer Reisegeschwindigkeit von knapp 100 km/h rund 5 l/100km verbraucht haben? Muss ich nicht? Doch, ich finde schon. Ist doch super! In diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr!

Dämmerung

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Die Mauer in den Köpfen

Dienstag, 23. April 2013

Gestern rief eine ziemlich entfernte Bekannte an. Eine Westberlinerin. Normalerweise schreibe ich Westberlin ja nicht zusammen, weil das ja so an den Autobahnschildern der DDR stand: Westberlin vs. Berlin Hauptstadt der DDR. Macht man ja nicht. Meinetwegen West-Berlin. Wie auch immer. Oben passt aber die Westberlinerin, denn:

“Bist du dit, der da im Osten, so weit draußen wohnt?”

Ich so (Ich wohne in der Nähe des Ostkreuzes.):

“Osten stimmt, aber weit draußen? Naja, kommt drauf an, was weit draußen bedeutet. Wo fängt denn weit draußen für dich an im Osten?”

- “Na jleich hinter die Jrenze!”

Immerhin hat sie nicht Mauer gesagt. :)

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Die Telekom betuppt mich tasächlich!

Samstag, 20. April 2013

Das ging schnell. Über Twitter hatte ich eben @telekom_hilft wegen meiner Datenvolumendifferenz angetriggert. Und man antwortete mir wirklich schnell. Das ist natürlich positiv. Negativ ist allerdings das Ergebnis. Sascha Lobo hatte mich via Facebook schon auf die mögliche Ursache hingewiesen: Die Telekom rechnet nicht pro kB, sondern in größeren Blöcken:

Abweichungen. Aha. Das macht bei mir aber mal eben gut und gern 30% aus. Das ist aus meiner Sicht etwas mehr als eine “Abweichung”. Wenn ich also z. B. nur ein paar kB durch’s Netz schicke, macht es bei der Telekom gleich “klick” und 100 kB werden “abgebucht”. Na prima. Ich nutze z. B. Touch&Travel. Seit einiger Zeit wird da wohl der Standort andauernd abgefragt. Da gehen vielleicht 5 kB durch den Äther, für die Telekom ist das dann aber gleich das 20-fache! So als Beispiel.

Kein Wunder, dass ich mit meinem Volumen nicht mehr zurechtkomme. Demnächst erhöhen sie die Stufe auf 100 MB. Da macht es dreimal Klick und das Online-Volumen ist verbraucht, oder wie?

So geht es ja nun nicht!

kleingedrucktes

Im Kleingedruckten (allein schon, dass die Schrift hellgrau ist, ist ein Ärgernis) steht, dass die Geschwindigkeit auf 64 kB/s (download), bzw. 16 kB/s (upload) gedrosselt wird. Die Wahl der Einheit “kB/s” suggeriert mir als Techniker doch eine gewisse Genauigkeit bei der Abrechnung. Sonst könnte man ja auch z. B. für den Download 0,1 MB/s schreiben, was 0,064 MB/s  (= 64 kB/s) auf eine Nachkommastelle gerundet, und damit in gewisser Hinsicht, nämlich aus Telekomsicht, ebenso genau wäre.

Mann ey. Muss das denn sein? Jetzt kann man sich wieder um so einen Mist kümmern. Ach ne. Ich kann ja brav für 5 Euro ein weiteres “Ticket” buchen, das dann genauso ungenau abgerechnet wird. Ist ja auch nicht so, dass einem nicht genutztes Volumen gutgeschrieben wird. Da ist der Monat zu 2/3 rum, ich habe eigentlich noch 1/3 meines Volumens zur Verfügung, und wegen “großzügiger” Berechnung gucke ich nun in die Röhre. Ich bin sauer!

:(

Thema: Ach geh mir wech | Kommentare (3)

Beschei** mich die Telekom?

Samstag, 20. April 2013

Gut. Manchen braucht man diese Frage nicht zu stellen. Für die steht die Antwort eh fest. Ich bin dahingegen mit der Telekom als Anbieter meines Mobilfunkvertrages eigentlich ganz zufrieden. Eigentlich.

Denn eben machte es schon wieder “pling!” und eine SMS erreichte mich:

Foto 2

Früher kam das irgendwie nicht so oft vor. Da kam ich mit dem Monatsbudget meines Vertrages von 300 MB* (Complete Mobil S) eigentlich meistens zurecht, wenn ich nicht gerade auf einer Tagung war und keinen Wlan-Zugang hatte, somit UMTS mehr als sonst brauchte. Aber in den letzten Monaten machte es immer öfter schon vor Ende des Monats “pling!”. Also habe ich mal den im iPhone eingebauten Zähler für den Datenstrom am 1. April auf Null gesetzt und eben einen Screenshot davon gemacht:

Foto 1

 

Nicht mal, wenn man “Gesendet” und “Empfangen” zusammenrechnet, kommt man auf 300 MB.

Liebe Telekom, wie erklärt sich das?

______________

*In meinen Vertragsdaten heißt es: Ab einem Datenvolumen von 300 MB wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 KBit/s (Download) und 16 KBit/s (Upload) beschränkt.

 

 

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10 Sekunden reichen, wenn’s gekracht hat.

Donnerstag, 18. April 2013

Da hat mich doch der Probefahrer angetriggert,

und ich glaube, ich muss da mal was klarstellen. Denn, bezugnehmend auf den Lawblogger schreibt Alex weiter:

O2 will Versicherungskonzernen die Technologie anbieten, mit denen die Fahrdaten von Autofahrer per BlackBox im Auto aufgezeichnet und versendet werden können. Dafür können dann bsw. die Versicherungen den teilnehmenden Kunden Rabatte einräumen.
Unfall-Analytiker wie willsagen würden sich darüber sicher freuen.

 

Also, Moment mal.

Mir liegt nichts daran, dass Versicherungen Bewegungsprofile ihrer Kunden aufnehmen. Und da gebe ich Vetter natürlich recht, dass die Datensammelei genau darauf hinauslaufen würde. Für eine Unfallrekonstruktion dahingegen würden die Daten wahrscheinlich eher nicht reichen. Vielleicht als zusätzliche Informationen, aber wenn es darauf ankommt, sind irgendwelche GPS-und Funkzellen-Daten dann doch nicht zu gebrauchen, weil es eben nicht auf eine Geschwindigkeit irgendwann vor dem Unfall ankommt, sondern auf den Punkt, an dem sich die Gefahr verdichtet. Da reden wir meistens von nicht mehr als 3 Sekunden vor dem Unfall, aber wir reden auch von Daten, die man eher Zehntelsekunden- als Sekundengenau haben müsste.

Ich schrob dem Probefahrer über Twitter

140 Zeichen sind dann doch etwas (aber nicht viel) zu wenig, für das, was sich ein Unfallanalytiker wünscht. Erstens interessiert mich nicht, wie schnell eine Person gefahren ist, sondern das Auto. Wer darin saß, ist mir wurscht. Das sind dann andere Fälle, in denen man herausfinden soll, wer gefahren ist. Da nützen einem Bewegungsprofile von z. B. sich zwei identisch bewegenden Handys auch nichts.

 

Was wünsche ich mir also?

Mal vorausgesetzt, der Unfall wurde einigermaßen vollständig aufgenommen. Also, Endstellungen sind fotografiert worden, vielleicht auch ein paar Splitterfelder eingemessen worden. Mit ganz viel Glück hat man möglicherweise auch Spuren gesichert, die auf den Kollisionsort hinweisen oder über Schleuderbewegungen informieren. Dann reichen einem im Grunde relativ wenige Informationen den gesamten Zeitraum betreffend, aber bitte mit einigermaßen guter zeitlicher Auflösung (vulgo Messfrequenz). Für letztere wäre man schon mit 50 Hz ganz gut bedient. Mehr ist natürlich besser, aber man will ja nicht unverschämt sein.

Der Moment, wenn sich die Gefahr verdichtet, liegt meistens 1 bis 3 Sekunden vor dem Unfall. Wenn man dann noch 2 Sekunden dazunimmt, hat man eigentlich für fast alle Fälle genügend Aufzeichnungszeitraum. Nach einem Unfall dauert es etwa genauso lange, bis alles zum Stehen kommt, nehmen wir also auch wieder 5 Sekunden. An Messdaten reichen erst mal die Bewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeugs sowie Längs- und Querbeschleunigung. Mit den neuen Assistenzsystemen, die sich immer stärker in das Führen eines Fahrzeugs einmischen, sollte man auch noch wissen, wann irgendwelche Assistenten angesprochen haben, um unterscheiden zu können, ob meinetwegen der Fahrer vor den Baum gelenkt hat, oder ob der Gegenverkehrausweichassistent der Meinung war, es wäre ne gute Idee, nicht in den 40-Tonner im Gegenverkehr, sondern vor die deutsche Eiche am rechten Rand zu fahren. Dann haben wir es mit immer sensibleren Scheinwerfern zu tun. Da klappen irgendwelche Klappen rauf und runter, gehen Lämpchen aus und an, schwenken Reflektoren in der Gegend herum: Keine Chance, im Nachhinein nachvollziehen zu können, ob das System den Fußgänger am Fahrbahnrand ausgeblendet hat, weil sich zufällig auf einer Seitenstraße ein anderes Fahrzeug mit für den Assistenten erkennbarem Licht näherte, oder der Fahrer einfach mal das Licht ausgeschaltet hat, mal ganz abgesehen davon, dass man die dynamische Schaltung des Lichts nicht manuell für Sichtuntersuchungen schalten kann. Daran hat wieder keiner gedacht.

Usw. usw.. Das sind aber alles keine personen-, sondern fahrzeugbezogene Daten. Genauso, wie man früher die Länge von Brems- und den Radius von Driftspuren im öffentlichen Verkehrsraum vermessen hat, die Verformung von Glühwendeln und Spuren an Sicherheitsgurten gesichert hat, muss man nun eben wissen, was die Elektronik so getrieben hat.

 

Wann ist “Unfall”?

Ein Problem gibt es noch: Wann genau ist der Unfallzeitpunkt? Wenn es richtig kracht, ist das einfach: Wenn die Airbags auslösen, setzt man t=0. In dem Ringspeicher werden die 5 Sekunden alten Daten in einen Speicher geschrieben und noch weitere 5 Sekunden aufgezeichnet. Aber z. B. ein streifender Fußgängerunfall: Dramatisch in den Folgen, kaum zu detektieren für die Systeme. Da muss man sich noch was einfallen lassen. Gibt es einen Fußgängerunfallvermeidungsassistenten, kann der das ja machen. Nunja, und wenn der Autofahrer meint, er hat alles richtig gemacht, soll er auch einen Knopf für manuelle Speicherung bekommen.

 

Gibt’s schon.

Das simple Aufzeichnen von Daten als Angebot der Versicherung im Tausch gegen Beitragsrabatte, ist übrigens nichts neues: Die Axa-Winterthur bietet das in der Schweiz schon seit ein paar Jahren an. Von dieser Blackbox, die autark arbeitet, werden einfach nur ein paar rudimentäre Daten aufgezeichnet, die aber sehr hilfreich sein können.

Btw.: Hier hat ich mich auch schon mal zum “gläsernen Autofahrer” geäußert.

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