Kreuz und quer – auch in der Luft

Mittwoch, 24. August 2016

Die Diskussion, was mit sog. Drohnen erlaubt ist, womit der Volksmund neuerdings “Multicopter mit Kamera” meint, ist in vollem Gange. Jeder weiß es besser als der andere, aber kaum einer kennt sich mit den bestehenden Regeln aus. Dass für Multicopter als erstes mal die gleichen Regeln gelten wie für Modellflugzeuge gelten, liegt eigentlich auf der Hand.

Die Tage hatte ich den Plan, mal auf einem Modellflugplatz der Urlaubsregion fliegen zu gehen. Ich suchte mit der App “Model Airfields” den nächst gelegenen Modellflugplatz und ließ mich dorthin navigieren. Es ging durch ein Gewerbegebiet hindurch, und plötzlich stand ich an einem Segelfluggelände. Im Hintergrund sah ich auch ein paar Modellflieger. Aber vor allem stand ich vor einem Schild, das relativ unmissverständlich sagte, dass das Überqueren bei Flugbetrieb keine gute Idee sei. Der am nahen Platzende stehende Dimona-Motorsegler und zwei in der unmittelbaren Umgebung kreisende Segelflieger zeugten eindeutig von Flugbetrieb. Dass es Modellflieger und Manntragende in unmittelbarer Nachbarschaft gibt, ist nichts neues, und kenne ich z. B. aus Achmer bei Osnabrück. Eigentlich ist Modellflug in einer Zone von 1,5 km um einen Flugplatz verboten. Will man doch mal in der Nähe eines Flugplatzes fliegen, muss man Kontakt mit der Flugleitung aufnehmen.

An einem alten Bulli saßen zwei Leute, von denen sich einer als Flugleiter zu erkennen gab. Ich grüßte freundlich und fragte erst mal, wie das hier so läuft mit parallelem Betrieb von Segelflug- und Modellfluggelände. “Alles kein Problem. Die Segelflieger hier und die Modellflieger jenseits der Platzkante. Manchmal kommen die Modellflieger aber auch ganz schön dicht hier herüber. Grüß mal schön da drüben und mache noch mal drauf aufmerksam, wo die Grenze ist.”, bekam ich mit auf den Weg.

Ich vergewisserte mich, dass gerade kein manntragender Flieger im Anflug war und setzte mich in Bewegung. Auch die Modellflieger wiesen mich kurz ein: “Nicht über die Platzkante, am besten diesseits des Platzes.” und zeigten in die dem Segelflugplatz abgewandte Richtung. Klare Anweisung. Kein Problem, Platz war genug und der Wind blies auch so, dass es mit dem Landeanflug keine Probleme geben würde.

Ich packte also den ersten Akku in meinen neu erworbenen “Bixler”, auf dem bereits eine Kamera hockte, und flog los. Mal hier, mal dorthin, immer auf der angewiesenen Seite des Platzes. Erst landete parallel ein Segelflieger in sicherem Abstand. Schön zu sehen, wie manntragendes und Modellflugzeug parallel ihre Bahn zogen.

Plötzlich rief einer der herumstehenden Modellflieger: “Achtung, Segelflugzeug von rechts!” Ich hatte gerade ganz gute Höhe (schätzungsweise 100 m) und war ziemlich direkt über dem Modellflugplatz, als ein Segelflugzeug von rechts quer über den Modellflugplatz unter meinem Modellflugzeug ankam, um offensichtlich direkt in Richtung Hangar zu landen. Man sieht den Höhenunterschied und die Flugrichtung ganz gut am unteren Bildrand meines kurzen Videos. Eine aufziehende Schlechtwetterfront veranlasste die Flieger, vorzeitig einzupacken. “Das machen die öfter.”, sagte einer der Modellflieger wohl als Reaktion auf meine Verwunderung, wo doch vorher alles so gut geklärt war.

Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt. Es kann sogar gut sein, dass der Pilot im Segelflugzeug mein Modellflugzeug gesehen hat und die Lage so einschätzte, dass ich genügend Höhe hatte, damit er unter mir kreuzen kann. Allerdings fliegt man mit einem Modellflugzeug schon mal Kapriolen, die man mit einem großen Flugzeug niemals fliegen würde. Ein schneller Abschwung, um mal kurz tief über den Platz zu brettern, kommt schon oft vor. Im Gegensatz zu Motorfliegern schleichen sich Segelflugzeuge auch ganz schön an, so dass man sie erst relativ spät wahrnimmt.

Was kann man nun daraus lernen? Eigentlich nicht viel, außer dass Regeln und vor allem Umsicht nicht völliger Unsinn sind. Nur dass die leidige Diskussion über verschärfte Regeln für Modellflieger unsinnig sind, das wird dadurch schon deutlich unterstrichen. Das Einhalten der vorhandenen Regeln reicht völlig.

 

Thema: danke es geht, zum Abheben | Kommentare (0)

Dem Messschieber das Stromsparen beibringen

Freitag, 29. Juli 2016

FullSizeRenderVor vielleicht 10 Jahren kamen sie auf, die Messschieber mit Digitalanzeige. Schluss war’s mit Nonius ablesen. Man misst zwar mit dem Elektronikding nicht unbedingt genau, aber es ist auf jeden Fall einfacher ablesbar. Klar, dass ich an jeder Wirkungsstätte so ein Ding haben musste: Bastelbude, Büro, Drehmaschine usw.

Problem: Ruckzuck waren die Batterien leer. Es mag unterschiedliche Serien geben, aber meine hatten die Eigenschaft, beim bloßen Rumliegen Batterien zu fressen. Da ich den Messschieber im Büro nur selten brauche, nehme ich dort stets die Batterie heraus. Das geht. Aber vor allem beim Bastelbudenmessschieber musste eine andere, besser bedienbare Lösung her: Ein Schalter.

IMG_6662Also hab ich mir den zur Verfügung stehenden Platz mal angesehen und festgestellt, dass der für einen kleinen Schiebeschalter, wie ich sie mal im 10er-Pack gekauft habe, ausreicht. Oben im Gehäuse findet sich ein Deckel, hinter dem sich ein Schnittanschluss verbirgt. Den habe ich noch nie gebraucht und weiß auch gar nichts damit anzufangen. Dort verschwindet der Schalter im Gehäuse, als wenn es immer so gedacht gewesen wäre. Naja, wenigstens ein bisschen.

IMG_6668An den Schalter selbst habe ich zwei dünne Kabel angelötet und sie mit selbstklebender Metallfolie verbunden. Die wiederum klebt auf sog. Kapton-Band. Das ist ganz dünnes Klebeband mit guten Isolationseigenschaften.

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So sieht dann das ganze Werks aus, das in den Messschieber eingepflanzt wird. Auf der Rückseite drückt der Kontakt auf den normalen Pluspol im Batteriefach, auf der Vorderseite auf die Knopfzelle, dazwischen sitzt nun der Schalter. Funktioniert ganz gut, auch mit der originalen Batterie. Das Batteriefach geht eben etwas strammer zu. Das macht aber nichts, sondern schützt vor Wackelkontakt. Der Messschieber freut sich, wenn man erst auf “Off” drückt und dann den Schalter umlegt. Das bloße Ausschalten am neuen Schalter verwirrt ihn manchmal ein bisschen, so dass er beim Wiedereinschalten nicht mehr so genau weiß, was er machen soll.

Fröhliches Messen allerseits!

Thema: Neues aus der Bastelbude | Kommentare (0)

Amazon ist nichts für Geschäftsleute

Mittwoch, 13. Juli 2016

Mal wieder Zeit für einen Rant.

Amazon ist ja schön und gut, solange man sich privat irgendwelchen Mist kauft. Aber wehe, man muss fürs G’schäft was bestellen. Die Sachen kommen ja meistens schnell. Aber was ist mit der Rechnung? Eine Firma versteckt es in den Amazon-Nachrichten, wo man nie nachschaut. Andere senden einem eine Mail, manche drucken sie aus und schicken sie per Post oder legen sie ins Paket, wieder andere bleiben komplett stumm.

Ja, man kann über einen nicht all zu weit entfernten Knopf eine Rechnung für eine Bestellung anfordern. Aber wenn man in einer Bestellung mehrere Artikel von verschiedenen Marketplace-Anbietern zusammengefasst hat, klappt das nicht mehr. Denn, die Rechnungsanforderung über diesen Knopf funktioniert stets nur für den ersten Artikel und damit nur für den ersten Anbieter in der Liste. Rechnung1

M. E. ist das ein ganz klarer Designfehler auf Seiten Amazons. Ich dachte erst, gebe ich einfach allen Anbietern eine schlechte Bewertung mit dem Text “Keine Rechnung, nicht geeignet für gewerbliche Bestellungen. No invoice, not suitable for business.” Schließlich könnten mir die Anbieter einfach (ungefragt) eine Rechnung an die Versandbestätigung heften. Nur die Händler verlassen sich wohl darauf, dass bei Amazon alles richtig funktioniert. Wenn zwei beteiligt sind, ist es immer keine gewesen. Wie auf dem Bau.

Wahrscheinlich muss man jeden Artikel einzeln bestellen. Dann geht es vielleicht über den Knopf “Rechnung anfordern”. Ansonsten muss man, das als Tipp, auf die Verkäuferseite gehen und dann gaaaaaaaaaaaaaanz nach unten scrollen. Dort findet man derzeit (Amazon ändert ja auch mal gerne was) unten rechts dann “Verkäufer kontaktieren” und kann dort sein Glück versuchen.kontakt

 

Ich frage mich, warum man im Warenkorb nicht einfach ein Häkchen “Rechnung als pdf per E-Mail” setzen kann. Das Leben könnte so einfach sein.

Thema: Ach geh mir wech | Kommentare (0)

[Fusselflieger] Von der Lichtgrenze zum Klappkopter

Dienstag, 5. Juli 2016

Klappkopter_01Mich trieb schon länger die Idee um, mir einen Copter zu bauen, der nicht so sperrig ist, wie mein Aquacopter. Mit 450 mm Diagonalabstand der Motoren ist der relativ ausladend. Klar, er wird etwas kleiner, wenn man die Propeller abnimmt, aber wer hat dazu schon immer Lust (ich nicht). So winzig wie diese Race-Copter sollte er für meine müden Augen aber auch nicht sein. Also etwas zum Zusammenklappen. Bis zur Umsetzung dauerte es dann aber doch noch recht lange. Die Idee gärte bestimmt zwei Jahre in mir.

Vor ein paar Wochen legte ich dann los. Wie immer ™ sollte das ganze Werk natürlich nicht viel kosten. Motorabstand ca. 400 mm, Motoren kamen aus einer FPV-Racecopter-Gruppe bei Facebook, als Flightcontrol (also die Rechenplatine) fiel die Wahl auf eine Naze32, 25A-Motorregler, die damit zurechtkommen via Ebay. Die Auslegerstangen, Kohlefaserrohre, stammen von der 25-Jahres-Jubiläumsaktion zum Mauerfall in Berlin am 9.11.2014, der sog. Lichtgrenze. Ich hatte ein paar Aufpasser gefragt, was denn mit den alten Dingern passiert. “Eigentlich müssen die fachgerecht recycelt werden. Aber nimm’ bloß mit. Was weg ist, ist weg.” Und dann habe ich eben ein paar Kohlefaserrohre mitgenommen, die nun zu fliegendem Material geworden sind.

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Als erstes musste mal die Klappmimik her. Als Arretierung dienen Schellen, in die man bei Aufputzelektroinstallationen die Kabelleerrohre klippt. An die Auslegerrohre habe ich quer dünnere Kohlefaserrohre geklebt (erst mit Sekundenkleber, dann mit 5-Minuten-Epoxy, nach dem zweiten Absturz mit Sekundenkleber und Kohlefaserrovings), durch die erst 6mm, nach dem zweiten Absturz 4mm-Nylonschrauben (als Sollbruchstellen – funktionierte mit 6mm eher so gar nicht) gesteckt werden.Klappkopter_04

Verschraubt ist das ganze mit einem Kreuz aus Aluminiumprofilen, die ich mit der sog. Reibetechnik mit Lötzinn verlötet habe. Nach dem zweiten Absturz habe ich das Kreuz dann allerdings aus Kunststoff-U-Profil noch einmal neu gebaut. Durch die Rohre konnte ich prima die Leitungen für die Motoren verlegen. Die werden dann aus dem Profil heraus zu den Motorreglern geführt. Im Bild am fertigen Copter zu sehen.

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Als nächstes war der “Rumpf” dran, also das Teil, das Akku und Elektronik aufnimmt. Dafür nehme ich gern so Bastelplatte aus dem Baumarkt (4 bis 5 mm dick), wohl ein festeres Schaumzeugs oder so, das man mit dem Teppichmesser schneiden kann (in mehreren Zügen). Das ist nicht superstabil, aber einigermaßen leicht und gut zu verarbeiten. Klar, Kohlefaserplatten wären schöner, aber dafür müsste erst mal eine CNC-Fräse her. Also Baumarktzeugs.Klappkopter_06

 

Mit Abstandhaltern sind zwei Platten parallel angeordnet, so dass die vorgesehenen Akkus (3s, 2400 mAh oder 2200 mAh) dazwischen passen. Hinten arretiert den Akku ein Gummiband, vorne wird er durch ein Blech vorm Rausrutschen gehindert, das gleichzeitig als Kühlkörper für den Videosender dient. Auf dem Bild sieht man schon eine kleine Kamera. Die soll später mal für FPV-Fliegen dienen. (First Person View, also Modellfliegen mit Video-Downlink und VR-Brille). So weit ist es aber noch nicht.

Klappkopter_09Hier sieht man den Rohbau schon ganz gut. Die Motoren sitzen auf kleinen Kohlefaserplatten, die ich für kleines Geld bei Ebay gekauft habe (beinahe hätte ich “ersteigert” geschrieben, aber das macht man ja praktisch nicht mehr). Klappkopter_08 Die Platten habe ich erst mit 5-Minuten-Epoxy angeklebt, was nur so mittelgut hielt. Jetzt mit Heißkleber und Kabelbindern. Geht.

Auf der oberen gelben Platte sitzen erst der Empfänger und darauf die Flightcontrol. Darauf läuft die “Cleanflight”-Software. Da kann man verdammt viel einstellen. Ich stehe gerade erst am Anfang der ganzen Parameterspielereien. Die ersten Flüge haben gezeigt, dass der Copter etwas schneller gieren könnte. Das werde ich wohl irgendwo verbessern können. Demnächst. Klappkopter_07

Tja, und nach dem Verteilen der Kanäle war der Copter dann erst mal so weit für die ersten Flüge fertig. Zusammengeklappt sieht das dann ganz kompakt aus, finde ich. Die ersten zwei Akkus habe ich gemütlich auf dem Sportplatz am alten Knast bei uns in Rummelsburg leergeflogen. Ging wunderbar! Als “Landegestell” habe ich mit Magneten eine aufblasbare Ziffer “0” unter dem Copter befestigt. Das federt schön, ist leicht und man kann die Fluglage gut erkennen. Sowas hängen sich Leute wohl ansonsten zu runden Geburtstagen mit einer weiteren Ziffer davor an die Tür oder in die Partylocation.

Klappkopter_02Allerdings sollte noch eine LED-Bar ans Heck. Die könnte blinken, Bremslicht imitieren, Copter “scharf” oder “gesichert”anzeigen (Motoren drehen beim Gasgeben oder eben nicht) und so Spielereien. Dafür muss der Empfänger der Flightcontrol aber statt eines PWM-Signals für jeden Kanal einzeln ein PPM-(Summen)-Signal liefern. Dafür hatte ich noch so einen kleinen Adapter rumliegen, der bislang problemlos seine Arbeit verrichtete. Also dran damit und die LEDs programmiert. Im Trockenlauf sah das alles super aus. Allerdings ist mir dann beim ersten richtigen Flug der Copter aus 2 m Höhe abgestürzt. Alle Motoren schlagartig auf “aus”, und das, obwohl “langsames Sinken” mit 20 sec Motornachlauf als Fail Safe (keine sinnvollen Signale vom Empfänger) eingeschaltet war. An dem Adapter konnte es eigentlich nicht liegen. Also alle Kabel noch mal gecheckt, die geringen Schäden vom Absturz beseitigt und noch mal los. Die ersten paar Minuten ging wieder alles super.Klappkopter_10

Dann wieder plötzlich: Alle Motoren Stop. Schöner Mist, weil die Absturzhöhe nun geschätzt 10 Meter waren. Alle Ausleger abgebrochen (natürlich nicht an den dafür vorgesehenen Sollbruchstellen), Motoren lose, Kreuz verbogen und gerissen. Glücklicherweise war der Einschlag in einer Wiese. Das hält ja dann doch noch einiges ab. Also bin ich noch mal fast zurück auf “Los” gegangen, (ohne 4000 Mark einzuziehen) und habe ein neues Kreuz gebaut, diesmal allerdings aus Kunststoff, weil das mit dem Löten doch zu nervig war und auch nicht so super hielt. Muss ich vielleicht noch mal üben. Die LED-Bar wieder demontiert, den PPM-Adapter weggelassen und alles wieder auf den Zustand zurückgebaut wie bei den ersten beiden Flügen.

Klappkopter_11Tja, und siehe da: Alles super. Fliegt wirklich schön und ist dabei so kompakt, dass er bequem in einen kleinen Rucksack passt. Sieht halt nur bekloppt aus, der Klappkopter. Aber das ist bei meinen Fluggeräten ja nichts neues. Statt der LED-Bar habe ich nun ein paar dauerleuchtende LEDs in gelb und blau an das Kreuz geklebt. Ist dann auch ein bisschen bunt beim Fliegen. Und als nächstes beschäftige ich mich dann mal mit FPV-Fliegen. Wenn nicht ein Gyrocopter dazwischenkommt …

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Ist die Cola zuckerlos, klebt sie nicht auf deiner Hos’

Samstag, 18. Juni 2016

Stadterkundungen sind anstrengend. In Paris allerdings hat man beste Möglichkeiten, sich in einem der zahllosen Straßencafés zu erholen und den umtriebigen Parisern bei ihrer Geschäftigkeit nachzublicken.

ColaZur Erfrischung bestelle ich mir eine Cola, und zwar die Light-Version. Zu viel Zucker ist schließlich nicht gut. Und normale Cola besteht ja praktisch nur aus Zucker. Der Kellner setzt die Cola wenig gefühlvoll auf dem Tisch ab: Eine kleine Flasche sowie ein Glas mit Zitronenscheibe und einer großen Menge Eiswürfel. Schnell die Flasche ins Glas umgefüllt und rein mit dem süßen Zeug, so der Plan. Ich greife das Glas, schaffe es gerade noch, es in meine Richtung zu bewegen, als es “knack” macht und der dicke Glasboden hinunterfällt.

Ich gehe nicht davon aus, dass ich einen besonders intelligenten Gesichtsausdruck zustande bringe, als ich nunmehr praktisch ein Stückchen Glasrohr in der Hand halte, während der Glasboden niederdonnert und sich die Cola in einem Schwung auf meiner Hose ausbreitet. Glücklicherweise nicht direkt in den Schritt, sondern mehr seitlich. Nass bin ich trotzdem.

Während mir der Kellner ein neues Cola-light-Gedeck bringt, versuche ich, den größten Teil der Flüssigkeit mit Papierhandtüchern und Servietten abzutupfen, was mir natürlich nur leidlich gelingt. Meine Hose bleibt erstmal ein größeres Feuchtgebiet. Prima, denke ich. Jetzt kannst du den Rest des Tages (der Eiffelturm und Lafayette standen mindestens noch auf dem Programm) in einer klebrigen Buchse rumlaufen. Aber, oh Wunder! Die Cola trocknet langsam, aber ist kein bisschen klebrig dabei. Klar, klebrig wird sie durch den Zucker. Nicht nur aus Kaloriengründen war die zuckerfreie Variante also eine gute Wahl.

(Zu untechnisch für’s Techniktagebuch, daher hier)

 

Thema: Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Kommentare (0)

Selbstreinigungsfunktion

Donnerstag, 2. Juni 2016

Gerade lese ich beim Techniktagebuch-Kollegen Thomas Wiegold, dass er in seinem Blog “Augen geradeaus” Schwierigkeiten mit Kommentarpöblern hat.

Nach meinem Stress im Fiat-500-Forum habe ich mir ja einige Gedanken dazu gemacht, wie man eine Community besser (was auch immer das sein könnte), sagen wir demokratischer organisieren könnte. Eine Idee war, dass man allen Lesern die Möglichkeit gibt, Kommentare von allen anderen ausblenden zu können. Löschen wäre vlt. zu viel gesagt, weil eine Wiederherstellungsfunktion schon gegeben sein sollte. Ein Kommentator könnte seinen eigenen Beitrag nicht wieder hervorholen, nur andere.

Es wäre wirklich spannend, zu sehen, was dabei herauskommt, gerade in einem Blog, in dem rege kommentiert wird. (Deswegen muss ich das hier gar nicht erst versuchen. Ich wüsste auch gar nicht, wie man das programmiert.)

Thema: Wie getz? | Kommentare (1)

Kawa-Tagebuch: Ölwechsel (und Bremsklötze)

Samstag, 28. Mai 2016

Bei km 49461.

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Mal eben nen Ölwechsel machen. Kein Problem. Karre aufgebockt, Filterdeckel und Ablassschraube lösen, alles ablassen, Filter wechseln (neuen hatte ich schon liegen), alles zu schrauben, neues Öl druff und fertig.

Neues Öl. Klar, der Kanister 10W40 stand schon lange bereit. Sehr lange. Sehr sehr lange. Ich ziehe den Ausgießer raus, drehe den Deckel auf, ziehe den Siegelverschluss auf und sehe eine trübe, dunkelgraue Suppe. Mist. Altöl. Da hatte ich den neuen Kanister wohl am großen Verschluss aufgeschraubt (in dem die Ausgießtülle integriert ist) und dann vergessen, wegzubringen. Nach langer Zeit hatte ich das dann als frisches Öl abgespeichert.

Ich will einen tieferen Blick in den Kanister werfen und versuche, den großen Verschluss zu öffnen. Der wehrt sich. Selbst mit Zange. DAS. KANN. ALLES. NICHT. SEIN. Der war jedenfalls noch nie offen.

Ich schaue mir das Öl genauer an und denke: Wer weiß? Vielleicht ist es immer so grau. Immerhin ist es mit MoS2. Also google ich nach “liqui moly mos2 farbe leichtlauf 10w40” und finde das hier:

Das LIQUI MOLY MoS2 Leichtlauf 10W-40 enthält zum Beispiel Molybdändisulfid. Das ist ein graphitähnlicher Festschmierstoff, der die Reibung im Motor reduziert und dem Öl ausgezeichnete Notlaufeigenschaften verleiht. Weil Molybdändisulfid anthrazitfarben ist, ist das Öl schon ab Werk dunkel gefärbt.

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Also, alles bestens: Öl rein, fertig.

Nachtrag: Ein paar km zuvor habe ich die Bremsklötze vorn gewechselt.

Thema: rolling rolling rolling | Kommentare (0)

Hello world! reloaded

Sonntag, 15. Mai 2016

Blog neu aufgesetzt. Ein paar Bilder scheinen verlustig gegangen zu sein.

Kann auch sein, dass der rss-Feed jetzt nicht mehr über feedburner kommt. Ich hab eh nie verstanden, wofür das gut ist.

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[WordPress] Problem gelöst: Http-Fehler beim Foto-Upload

Donnerstag, 12. Mai 2016

Im letzten Beitrag hatte ich es schon angerissen. Ich hatte seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit dem Foto-Upload. Ich dachte schon, das Ende von “willsagen.de” sei nahe, da kam plötzlich ein freundliches Hilfeangebot von Kathrin Passig, sie würde sich das mal ansehen.

Beim Upload tauchte stets ein (mir) nichtssagender http-Fehler auf, etwa so: html

Kathrin hat dann herausgefunden, dass die Fotos zwar im ftp-Verzeichnis, wo sie hinsollen, ankommen, aber dann geht es irgendwie nicht weiter. Die Lösung hat sie dann hier im letzten Kommentar gefunden. Ich zitiere mal:

Der Fehler liegt offenbar am PHP-Modul Imagick, was für die Komprimierung der Bilder nach dem Upload zuständig ist.”

Mit diesem Plugin lässt sich das reparieren, in dem auf das alte Modul “GD” umgestellt wird. Tja toll. Darauf soll einer kommen.

Thema: Draußen nur Kännchen, Linkomat, Wichtigpopichtig! | Kommentare (2)

[Fusselflieger] Sonic Fighter

Donnerstag, 12. Mai 2016

Hurra, Kathrin hat meinen Bilder-Upload repariert, ich kann wieder bloggen! Dankeschön. 🙂

Vor einiger Zeit habe ich für kleines Geld bei ebay einen Sonic Liner von Multiplex ersteigert. Das ist eines der ersten Modelle aus dem sogenannten Elapor, einem elastischen Schaumwerkstoff, der aus der Nähe wie Styropor aussieht, aber eben nicht so leicht zerbröselt. Ein super Werkstoff für Modellflugzeuge, wie ich bei meinen ersten GehFlugversuchen mit meinem Easy Star (ebenfalls von Multiplex und aus Elapor) erfahren habe.

Der Sonic Liner ist eigentlich ein Fantasie-Flugzeug. Es ist in Entenbauweise ausgelegt, also mit dem Höhenleitwerk (“Canards”) vorn, und den Tragflächen hinten. Dadurch ergibt sich einerseits eine interessante Optik, andererseits gutmütige Flugeigenschaften. Der Sonic Liner soll das Passagierflugzeug der Zukunft darstellen und sieht eigentlich so aus:

Sonic Liner

Vorne ein Cockpit, dahinter die Canards, dann Rumpf mit Fenstern für die Passagiere und hinten Tragflächen sowie Seitenleitwerk.

Nun hatte ich irgendwann mal im Netz ein Foto von einem Sonic Liner gesehen, der zu einer Art “Fighter” umgebaut war. Das hatte es mir angetan, und ich wollte meinen, der aus der Nähe “dank” einiger Bruchstellen, Schrammen und Macken nicht so gut aussah, etwas aufhübschen. Das Ganze sollte im StarWars-Look daher kommen. Erst mal hab ich mir eine Kabinenhaube auf gut Glück besorgt (leider weiß ich nicht mehr, was das für eine ist, denn ich hätte aufgrund eines Sekundenkleberunfalls (nach den Fotos) gern eine neue. Seufz …). Die Haube passte auf Anhieb ganz gut. Außerdem kam noch ein Pilot unter die Haube. Der guckt etwas doof aus der Wäsche. Würde ich aber auch, wenn jemand so fliegt wie ich. Dank Atemmaske sieht man das nicht so. Tja. Und dahinter sieht man schon die R2-Einheit, die in einem StarWars-Fighter ja nicht fehlen darf.

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Image_5Image_6Das Cockpit hab ich dann noch grau ausgepinselt und dem Rest des Sonic Fighters einen (mehr oder weniger gelungenen …) StarWars-Look gegeben. Ok, da muss ich noch üben. Egal. Mir gefällt’s.

Damit das Ding auch etwas besser abgeht, habe ich die alten Bürstenmotoren aus der 400er Klasse gegen bürstenlose Exemplare ersetzt, was ja heute Standard ist. Zur Montage eignen sich diese Röhrchen von den Vitaminpillen sehr gut. Die fliegen jetzt ohne Röhrchen rum.

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Tja, und so sieht das Gerät jetzt aus. Ich hätte ja gern noch Bilder im Flug, nur Fliegen und Fotografieren will mir noch nicht recht gelingen.

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Das Flugbild vom Sonic Fighter ist jedenfalls außergewöhnlich. Mir gefällt es sehr gut. Dadurch ist das Gerät derzeit mein Lieblingsflieger.

 

 

 

Thema: Fusselflieger, zum Abheben | Kommentare (2)