Amazon ist nichts für Geschäftsleute

Mittwoch, 13. Juli 2016

Mal wieder Zeit für einen Rant.

Amazon ist ja schön und gut, solange man sich privat irgendwelchen Mist kauft. Aber wehe, man muss fürs G’schäft was bestellen. Die Sachen kommen ja meistens schnell. Aber was ist mit der Rechnung? Eine Firma versteckt es in den Amazon-Nachrichten, wo man nie nachschaut. Andere senden einem eine Mail, manche drucken sie aus und schicken sie per Post oder legen sie ins Paket, wieder andere bleiben komplett stumm.

Ja, man kann über einen nicht all zu weit entfernten Knopf eine Rechnung für eine Bestellung anfordern. Aber wenn man in einer Bestellung mehrere Artikel von verschiedenen Marketplace-Anbietern zusammengefasst hat, klappt das nicht mehr. Denn, die Rechnungsanforderung über diesen Knopf funktioniert stets nur für den ersten Artikel und damit nur für den ersten Anbieter in der Liste. Rechnung1

M. E. ist das ein ganz klarer Designfehler auf Seiten Amazons. Ich dachte erst, gebe ich einfach allen Anbietern eine schlechte Bewertung mit dem Text “Keine Rechnung, nicht geeignet für gewerbliche Bestellungen. No invoice, not suitable for business.” Schließlich könnten mir die Anbieter einfach (ungefragt) eine Rechnung an die Versandbestätigung heften. Nur die Händler verlassen sich wohl darauf, dass bei Amazon alles richtig funktioniert. Wenn zwei beteiligt sind, ist es immer keine gewesen. Wie auf dem Bau.

Wahrscheinlich muss man jeden Artikel einzeln bestellen. Dann geht es vielleicht über den Knopf “Rechnung anfordern”. Ansonsten muss man, das als Tipp, auf die Verkäuferseite gehen und dann gaaaaaaaaaaaaaanz nach unten scrollen. Dort findet man derzeit (Amazon ändert ja auch mal gerne was) unten rechts dann “Verkäufer kontaktieren” und kann dort sein Glück versuchen.kontakt

 

Ich frage mich, warum man im Warenkorb nicht einfach ein Häkchen “Rechnung als pdf per E-Mail” setzen kann. Das Leben könnte so einfach sein.

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[Fusselflieger] Von der Lichtgrenze zum Klappkopter

Dienstag, 5. Juli 2016

Klappkopter_01Mich trieb schon länger die Idee um, mir einen Copter zu bauen, der nicht so sperrig ist, wie mein Aquacopter. Mit 450 mm Diagonalabstand der Motoren ist der relativ ausladend. Klar, er wird etwas kleiner, wenn man die Propeller abnimmt, aber wer hat dazu schon immer Lust (ich nicht). So winzig wie diese Race-Copter sollte er für meine müden Augen aber auch nicht sein. Also etwas zum Zusammenklappen. Bis zur Umsetzung dauerte es dann aber doch noch recht lange. Die Idee gärte bestimmt zwei Jahre in mir.

Vor ein paar Wochen legte ich dann los. Wie immer ™ sollte das ganze Werk natürlich nicht viel kosten. Motorabstand ca. 400 mm, Motoren kamen aus einer FPV-Racecopter-Gruppe bei Facebook, als Flightcontrol (also die Rechenplatine) fiel die Wahl auf eine Naze32, 25A-Motorregler, die damit zurechtkommen via Ebay. Die Auslegerstangen, Kohlefaserrohre, stammen von der 25-Jahres-Jubiläumsaktion zum Mauerfall in Berlin am 9.11.2014, der sog. Lichtgrenze. Ich hatte ein paar Aufpasser gefragt, was denn mit den alten Dingern passiert. “Eigentlich müssen die fachgerecht recycelt werden. Aber nimm’ bloß mit. Was weg ist, ist weg.” Und dann habe ich eben ein paar Kohlefaserrohre mitgenommen, die nun zu fliegendem Material geworden sind.

Klappkopter_05

Als erstes musste mal die Klappmimik her. Als Arretierung dienen Schellen, in die man bei Aufputzelektroinstallationen die Kabelleerrohre klippt. An die Auslegerrohre habe ich quer dünnere Kohlefaserrohre geklebt (erst mit Sekundenkleber, dann mit 5-Minuten-Epoxy, nach dem zweiten Absturz mit Sekundenkleber und Kohlefaserrovings), durch die erst 6mm, nach dem zweiten Absturz 4mm-Nylonschrauben (als Sollbruchstellen – funktionierte mit 6mm eher so gar nicht) gesteckt werden.Klappkopter_04

Verschraubt ist das ganze mit einem Kreuz aus Aluminiumprofilen, die ich mit der sog. Reibetechnik mit Lötzinn verlötet habe. Nach dem zweiten Absturz habe ich das Kreuz dann allerdings aus Kunststoff-U-Profil noch einmal neu gebaut. Durch die Rohre konnte ich prima die Leitungen für die Motoren verlegen. Die werden dann aus dem Profil heraus zu den Motorreglern geführt. Im Bild am fertigen Copter zu sehen.

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Als nächstes war der “Rumpf” dran, also das Teil, das Akku und Elektronik aufnimmt. Dafür nehme ich gern so Bastelplatte aus dem Baumarkt (4 bis 5 mm dick), wohl ein festeres Schaumzeugs oder so, das man mit dem Teppichmesser schneiden kann (in mehreren Zügen). Das ist nicht superstabil, aber einigermaßen leicht und gut zu verarbeiten. Klar, Kohlefaserplatten wären schöner, aber dafür müsste erst mal eine CNC-Fräse her. Also Baumarktzeugs.Klappkopter_06

 

Mit Abstandhaltern sind zwei Platten parallel angeordnet, so dass die vorgesehenen Akkus (3s, 2400 mAh oder 2200 mAh) dazwischen passen. Hinten arretiert den Akku ein Gummiband, vorne wird er durch ein Blech vorm Rausrutschen gehindert, das gleichzeitig als Kühlkörper für den Videosender dient. Auf dem Bild sieht man schon eine kleine Kamera. Die soll später mal für FPV-Fliegen dienen. (First Person View, also Modellfliegen mit Video-Downlink und VR-Brille). So weit ist es aber noch nicht.

Klappkopter_09Hier sieht man den Rohbau schon ganz gut. Die Motoren sitzen auf kleinen Kohlefaserplatten, die ich für kleines Geld bei Ebay gekauft habe (beinahe hätte ich “ersteigert” geschrieben, aber das macht man ja praktisch nicht mehr). Klappkopter_08 Die Platten habe ich erst mit 5-Minuten-Epoxy angeklebt, was nur so mittelgut hielt. Jetzt mit Heißkleber und Kabelbindern. Geht.

Auf der oberen gelben Platte sitzen erst der Empfänger und darauf die Flightcontrol. Darauf läuft die “Cleanflight”-Software. Da kann man verdammt viel einstellen. Ich stehe gerade erst am Anfang der ganzen Parameterspielereien. Die ersten Flüge haben gezeigt, dass der Copter etwas schneller gieren könnte. Das werde ich wohl irgendwo verbessern können. Demnächst. Klappkopter_07

Tja, und nach dem Verteilen der Kanäle war der Copter dann erst mal so weit für die ersten Flüge fertig. Zusammengeklappt sieht das dann ganz kompakt aus, finde ich. Die ersten zwei Akkus habe ich gemütlich auf dem Sportplatz am alten Knast bei uns in Rummelsburg leergeflogen. Ging wunderbar! Als “Landegestell” habe ich mit Magneten eine aufblasbare Ziffer “0” unter dem Copter befestigt. Das federt schön, ist leicht und man kann die Fluglage gut erkennen. Sowas hängen sich Leute wohl ansonsten zu runden Geburtstagen mit einer weiteren Ziffer davor an die Tür oder in die Partylocation.

Klappkopter_02Allerdings sollte noch eine LED-Bar ans Heck. Die könnte blinken, Bremslicht imitieren, Copter “scharf” oder “gesichert”anzeigen (Motoren drehen beim Gasgeben oder eben nicht) und so Spielereien. Dafür muss der Empfänger der Flightcontrol aber statt eines PWM-Signals für jeden Kanal einzeln ein PPM-(Summen)-Signal liefern. Dafür hatte ich noch so einen kleinen Adapter rumliegen, der bislang problemlos seine Arbeit verrichtete. Also dran damit und die LEDs programmiert. Im Trockenlauf sah das alles super aus. Allerdings ist mir dann beim ersten richtigen Flug der Copter aus 2 m Höhe abgestürzt. Alle Motoren schlagartig auf “aus”, und das, obwohl “langsames Sinken” mit 20 sec Motornachlauf als Fail Safe (keine sinnvollen Signale vom Empfänger) eingeschaltet war. An dem Adapter konnte es eigentlich nicht liegen. Also alle Kabel noch mal gecheckt, die geringen Schäden vom Absturz beseitigt und noch mal los. Die ersten paar Minuten ging wieder alles super.Klappkopter_10

Dann wieder plötzlich: Alle Motoren Stop. Schöner Mist, weil die Absturzhöhe nun geschätzt 10 Meter waren. Alle Ausleger abgebrochen (natürlich nicht an den dafür vorgesehenen Sollbruchstellen), Motoren lose, Kreuz verbogen und gerissen. Glücklicherweise war der Einschlag in einer Wiese. Das hält ja dann doch noch einiges ab. Also bin ich noch mal fast zurück auf “Los” gegangen, (ohne 4000 Mark einzuziehen) und habe ein neues Kreuz gebaut, diesmal allerdings aus Kunststoff, weil das mit dem Löten doch zu nervig war und auch nicht so super hielt. Muss ich vielleicht noch mal üben. Die LED-Bar wieder demontiert, den PPM-Adapter weggelassen und alles wieder auf den Zustand zurückgebaut wie bei den ersten beiden Flügen.

Klappkopter_11Tja, und siehe da: Alles super. Fliegt wirklich schön und ist dabei so kompakt, dass er bequem in einen kleinen Rucksack passt. Sieht halt nur bekloppt aus, der Klappkopter. Aber das ist bei meinen Fluggeräten ja nichts neues. Statt der LED-Bar habe ich nun ein paar dauerleuchtende LEDs in gelb und blau an das Kreuz geklebt. Ist dann auch ein bisschen bunt beim Fliegen. Und als nächstes beschäftige ich mich dann mal mit FPV-Fliegen. Wenn nicht ein Gyrocopter dazwischenkommt …

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Ist die Cola zuckerlos, klebt sie nicht auf deiner Hos’

Samstag, 18. Juni 2016

Stadterkundungen sind anstrengend. In Paris allerdings hat man beste Möglichkeiten, sich in einem der zahllosen Straßencafés zu erholen und den umtriebigen Parisern bei ihrer Geschäftigkeit nachzublicken.

ColaZur Erfrischung bestelle ich mir eine Cola, und zwar die Light-Version. Zu viel Zucker ist schließlich nicht gut. Und normale Cola besteht ja praktisch nur aus Zucker. Der Kellner setzt die Cola wenig gefühlvoll auf dem Tisch ab: Eine kleine Flasche sowie ein Glas mit Zitronenscheibe und einer großen Menge Eiswürfel. Schnell die Flasche ins Glas umgefüllt und rein mit dem süßen Zeug, so der Plan. Ich greife das Glas, schaffe es gerade noch, es in meine Richtung zu bewegen, als es “knack” macht und der dicke Glasboden hinunterfällt.

Ich gehe nicht davon aus, dass ich einen besonders intelligenten Gesichtsausdruck zustande bringe, als ich nunmehr praktisch ein Stückchen Glasrohr in der Hand halte, während der Glasboden niederdonnert und sich die Cola in einem Schwung auf meiner Hose ausbreitet. Glücklicherweise nicht direkt in den Schritt, sondern mehr seitlich. Nass bin ich trotzdem.

Während mir der Kellner ein neues Cola-light-Gedeck bringt, versuche ich, den größten Teil der Flüssigkeit mit Papierhandtüchern und Servietten abzutupfen, was mir natürlich nur leidlich gelingt. Meine Hose bleibt erstmal ein größeres Feuchtgebiet. Prima, denke ich. Jetzt kannst du den Rest des Tages (der Eiffelturm und Lafayette standen mindestens noch auf dem Programm) in einer klebrigen Buchse rumlaufen. Aber, oh Wunder! Die Cola trocknet langsam, aber ist kein bisschen klebrig dabei. Klar, klebrig wird sie durch den Zucker. Nicht nur aus Kaloriengründen war die zuckerfreie Variante also eine gute Wahl.

(Zu untechnisch für’s Techniktagebuch, daher hier)

 

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Selbstreinigungsfunktion

Donnerstag, 2. Juni 2016

Gerade lese ich beim Techniktagebuch-Kollegen Thomas Wiegold, dass er in seinem Blog “Augen geradeaus” Schwierigkeiten mit Kommentarpöblern hat.

Nach meinem Stress im Fiat-500-Forum habe ich mir ja einige Gedanken dazu gemacht, wie man eine Community besser (was auch immer das sein könnte), sagen wir demokratischer organisieren könnte. Eine Idee war, dass man allen Lesern die Möglichkeit gibt, Kommentare von allen anderen ausblenden zu können. Löschen wäre vlt. zu viel gesagt, weil eine Wiederherstellungsfunktion schon gegeben sein sollte. Ein Kommentator könnte seinen eigenen Beitrag nicht wieder hervorholen, nur andere.

Es wäre wirklich spannend, zu sehen, was dabei herauskommt, gerade in einem Blog, in dem rege kommentiert wird. (Deswegen muss ich das hier gar nicht erst versuchen. Ich wüsste auch gar nicht, wie man das programmiert.)

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Kawa-Tagebuch: Ölwechsel (und Bremsklötze)

Samstag, 28. Mai 2016

Bei km 49461.

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Mal eben nen Ölwechsel machen. Kein Problem. Karre aufgebockt, Filterdeckel und Ablassschraube lösen, alles ablassen, Filter wechseln (neuen hatte ich schon liegen), alles zu schrauben, neues Öl druff und fertig.

Neues Öl. Klar, der Kanister 10W40 stand schon lange bereit. Sehr lange. Sehr sehr lange. Ich ziehe den Ausgießer raus, drehe den Deckel auf, ziehe den Siegelverschluss auf und sehe eine trübe, dunkelgraue Suppe. Mist. Altöl. Da hatte ich den neuen Kanister wohl am großen Verschluss aufgeschraubt (in dem die Ausgießtülle integriert ist) und dann vergessen, wegzubringen. Nach langer Zeit hatte ich das dann als frisches Öl abgespeichert.

Ich will einen tieferen Blick in den Kanister werfen und versuche, den großen Verschluss zu öffnen. Der wehrt sich. Selbst mit Zange. DAS. KANN. ALLES. NICHT. SEIN. Der war jedenfalls noch nie offen.

Ich schaue mir das Öl genauer an und denke: Wer weiß? Vielleicht ist es immer so grau. Immerhin ist es mit MoS2. Also google ich nach “liqui moly mos2 farbe leichtlauf 10w40” und finde das hier:

Das LIQUI MOLY MoS2 Leichtlauf 10W-40 enthält zum Beispiel Molybdändisulfid. Das ist ein graphitähnlicher Festschmierstoff, der die Reibung im Motor reduziert und dem Öl ausgezeichnete Notlaufeigenschaften verleiht. Weil Molybdändisulfid anthrazitfarben ist, ist das Öl schon ab Werk dunkel gefärbt.

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Also, alles bestens: Öl rein, fertig.

Nachtrag: Ein paar km zuvor habe ich die Bremsklötze vorn gewechselt.

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Hello world! reloaded

Sonntag, 15. Mai 2016

Blog neu aufgesetzt. Ein paar Bilder scheinen verlustig gegangen zu sein.

Kann auch sein, dass der rss-Feed jetzt nicht mehr über feedburner kommt. Ich hab eh nie verstanden, wofür das gut ist.

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[WordPress] Problem gelöst: Http-Fehler beim Foto-Upload

Donnerstag, 12. Mai 2016

Im letzten Beitrag hatte ich es schon angerissen. Ich hatte seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit dem Foto-Upload. Ich dachte schon, das Ende von “willsagen.de” sei nahe, da kam plötzlich ein freundliches Hilfeangebot von Kathrin Passig, sie würde sich das mal ansehen.

Beim Upload tauchte stets ein (mir) nichtssagender http-Fehler auf, etwa so: html

Kathrin hat dann herausgefunden, dass die Fotos zwar im ftp-Verzeichnis, wo sie hinsollen, ankommen, aber dann geht es irgendwie nicht weiter. Die Lösung hat sie dann hier im letzten Kommentar gefunden. Ich zitiere mal:

Der Fehler liegt offenbar am PHP-Modul Imagick, was für die Komprimierung der Bilder nach dem Upload zuständig ist.”

Mit diesem Plugin lässt sich das reparieren, in dem auf das alte Modul “GD” umgestellt wird. Tja toll. Darauf soll einer kommen.

Thema: Draußen nur Kännchen, Linkomat, Wichtigpopichtig! | Kommentare (2)

[Fusselflieger] Sonic Fighter

Donnerstag, 12. Mai 2016

Hurra, Kathrin hat meinen Bilder-Upload repariert, ich kann wieder bloggen! Dankeschön. 🙂

Vor einiger Zeit habe ich für kleines Geld bei ebay einen Sonic Liner von Multiplex ersteigert. Das ist eines der ersten Modelle aus dem sogenannten Elapor, einem elastischen Schaumwerkstoff, der aus der Nähe wie Styropor aussieht, aber eben nicht so leicht zerbröselt. Ein super Werkstoff für Modellflugzeuge, wie ich bei meinen ersten GehFlugversuchen mit meinem Easy Star (ebenfalls von Multiplex und aus Elapor) erfahren habe.

Der Sonic Liner ist eigentlich ein Fantasie-Flugzeug. Es ist in Entenbauweise ausgelegt, also mit dem Höhenleitwerk (“Canards”) vorn, und den Tragflächen hinten. Dadurch ergibt sich einerseits eine interessante Optik, andererseits gutmütige Flugeigenschaften. Der Sonic Liner soll das Passagierflugzeug der Zukunft darstellen und sieht eigentlich so aus:

Sonic Liner

Vorne ein Cockpit, dahinter die Canards, dann Rumpf mit Fenstern für die Passagiere und hinten Tragflächen sowie Seitenleitwerk.

Nun hatte ich irgendwann mal im Netz ein Foto von einem Sonic Liner gesehen, der zu einer Art “Fighter” umgebaut war. Das hatte es mir angetan, und ich wollte meinen, der aus der Nähe “dank” einiger Bruchstellen, Schrammen und Macken nicht so gut aussah, etwas aufhübschen. Das Ganze sollte im StarWars-Look daher kommen. Erst mal hab ich mir eine Kabinenhaube auf gut Glück besorgt (leider weiß ich nicht mehr, was das für eine ist, denn ich hätte aufgrund eines Sekundenkleberunfalls (nach den Fotos) gern eine neue. Seufz …). Die Haube passte auf Anhieb ganz gut. Außerdem kam noch ein Pilot unter die Haube. Der guckt etwas doof aus der Wäsche. Würde ich aber auch, wenn jemand so fliegt wie ich. Dank Atemmaske sieht man das nicht so. Tja. Und dahinter sieht man schon die R2-Einheit, die in einem StarWars-Fighter ja nicht fehlen darf.

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Image_5Image_6Das Cockpit hab ich dann noch grau ausgepinselt und dem Rest des Sonic Fighters einen (mehr oder weniger gelungenen …) StarWars-Look gegeben. Ok, da muss ich noch üben. Egal. Mir gefällt’s.

Damit das Ding auch etwas besser abgeht, habe ich die alten Bürstenmotoren aus der 400er Klasse gegen bürstenlose Exemplare ersetzt, was ja heute Standard ist. Zur Montage eignen sich diese Röhrchen von den Vitaminpillen sehr gut. Die fliegen jetzt ohne Röhrchen rum.

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Tja, und so sieht das Gerät jetzt aus. Ich hätte ja gern noch Bilder im Flug, nur Fliegen und Fotografieren will mir noch nicht recht gelingen.

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Das Flugbild vom Sonic Fighter ist jedenfalls außergewöhnlich. Mir gefällt es sehr gut. Dadurch ist das Gerät derzeit mein Lieblingsflieger.

 

 

 

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Prince :/

Donnerstag, 21. April 2016

Einer der größten Musiker ist gestorben.

“While my guitar gently weeps” ist alles andere als ein typischer Prince-Song. Hier gespielt zu Ehren von George Harrison, der den Song komponiert hat, ab etwa 3:30 mit einem sagenhaften Gitarrensolo*. Dieses Video habe ich mir sicherlich bislang am häufigsten von allem angesehen, was es auf Youtube gibt. Passt gerade ganz gut zur Stimmung.

Ich hatte das Glück, Prince vor ein paar Jahren in bester Laune in der Waldbühne zu erleben. Unvergesslich.

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Prince ist tot, aber seine Musik wird weiterleben.

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*Wo landet die Telecaster?

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Was ist an Satire eigentlich so schwer zu verstehen?

Mittwoch, 13. April 2016

“Oh, ne, nicht der auch noch!”, werden nun einige denken. Dann bitte weiterklicken. Ich maße mir dennoch an, ein paar Gedanken aufzuschreiben, die mir im Zusammenhang mit Böhmermanns sogenanntem Schmähgedicht nicht ganz unwichtig sind. Die Kanzlerin meint, es sei bewusst ehrverletzend gewesen, was er da gesagt hat. Na klar war es das. Das sollte ja auch so sein. Eine Vorverurteilung sehe ich darin nicht. Er hat es ja nicht einfach dahingesagt, sondern geplant.

Der Kern der Frage ist doch, was ist Satire und was darf Satire?

Der zweite Teil lässt sich einfach beantworten: “Alles.” Vielleicht etwas eingeschränkt: Alles, was sich mit Worten und Bildern ausdrücken lässt.

Was Satire ist, lässt sich schwerer beantworten. Wenn ich hier etwas schreibe, wird man das nicht unbedingt als Satire erkennen können, ich müsste es wohl erkennbar markieren. Bei einem Format wie dem Neo Magazin Royale ist das einfacher: Die Sendung ist von vornherein nicht als ernst zu nehmendes Livestyle- oder Feuilletonmagazin angelegt, sondern eben als Satiremagazin. Wer das bereits nicht erkennt, sollte einfach immer nur die Tagesschau oder, um beim ZDF zu bleiben, “heute” gucken. Dort werden keine Witze gemacht. Bei jeder anderen Sendung kann man sich nicht unbedingt sicher sein, also Vorsicht!

Wir leben ja in Zeiten ausgeprägter Empörungskultur, die sich insbesondere gern an Medienschnippseln hochzieht. Ein Zitat, aus dem Zusammenhang gerissen: Der Mob grölt und postet und liked, als gäbe es kein Morgen mehr. Für die Ergründung des Gesamtzusammenhangs ist die Zeit zu knapp, das Datenvolumen zu gering. Man hat es sich schlicht abgewöhnt, Informationen zu hinterfragen. Man will sich an dem Fragment aufgeilen. Kontext ist irrelevant. Will man Böhmermanns Schmähgedicht einzuordnen verstehen, darf man den Zusammenhang eben nicht außer Acht lassen. Das wird auch die Justiz nicht tun, die sich nun wohl damit zu beschäftigen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bundesregierung im Rahmen des ominösen “Majestätsbeleidigungsparagraphen” einer Strafverfolgung zustimmt, um gegenüber dem Erdogan das Gesicht wahren zu können. M. E. reicht aber auch die persönliche Strafanzeige von Erdogan schon, damit die Staatsanwaltschaft tätig werden kann, Bundesregierung hin oder her. Eine Zustimmung der Regierung würde m. E. mit dem Wissen erfolgen, dass der Sachverhalt nicht für eine Verurteilung reicht. Wenn das anders käme, muss ich mal schauen, wo man die Austrittsformulare aus diesem Land herunterladen kann.

Satire ist immer, aus irgendjemandes Sicht, verletzend, anstößig, ehrabschneidend, widerlich und damit alles andere als schön. Es sei denn, man ist nicht betroffen. Dann kann man vielleicht drüber lachen, aber auch nur vielleicht. Das Beispiel drängt sich ja geradezu auf: Charlie Hebdo: “So nah am Ziel. 2 Menüs für Kinder zum Preis von einem.” mit Bezug auf das Foto von dem toten Flüchtlingskind, das am Strand liegt. Der Cartoon ist geschmacklos, er ist verletzend, aber bei aller Grausamkeit nimmt es die brutale Realität auf’s Korn. Volltreffer ist, wenn sich alle aufregen. Und ja, ich stehe immer noch hinter “Je suis Charlie”. Auch trotz oder wegen einer solchen Karikatur. Weil es möglich ist und möglich sein muss, dass jemand im Rahmen eines satirischen Mediums seine Meinung so kundtut. Gut oder schlecht sind subjektive Maßstäbe. Die haben bei der Frage, ob etwas zu verbieten ist, nichts zu suchen.

Wer nun daherkommt und meint, dass Böhmermann sein Gedicht doch nicht hätte aufsagen dürfen und, weil er es gemacht hat, dafür bestraft gehört, hat die Freiheit der Kunst, zu der auch Satire gehört, nicht verstanden. Nur, weil es einem nicht gefällt, ist es noch lange nicht verboten. Den Nazis gefielen bestimmte Bilder und Bücher nicht. Sie haben sie verboten und verbrannt. Dass das nicht richtig war, ist heute wohl allgemeiner Konsens.

Böhmermann stellt sein Gedicht in einer satirischen Sendung in einen Gesamtzusammenhang, um im Vergleich zum Extra-3-Beitrag, in dem eigentlich nicht mal großartig etwas erfunden wurde, zu zeigen, was gerade nicht mehr erlaubt ist. Aber er deutet es nicht an, sondern sagt es konkret. Das ist beinahe so, wie wenn man jemandem kräftig vor’s Schienbein tritt und dann sagt: “Das darfste nicht machen, das ist verboten.” Geschmacklos und verletzend. Nur ist das eben unmittelbare körperliche Gewalt. Da kann man noch so oft mit den Augen zwinkern und “War nicht so gemeint!” sagen. Satire ist das nicht. Wenn Böhmermann aber nicht als Privatmann in einem ernsten Rahmen, sondern in seiner satirischen Sendung ein paar verbale Entgleisungen vom Stapel lässt, dann ist das Satire. Muss man nicht gut finden, aber eben hinnehmen. Auch ein Staatsoberhaupt. Und ein Papst. Und eine Bundeskanzlerin. Vielleicht auch ich einmal.

 

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