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Schrott wird flott #1: Powerbook G4 12″

Donnerstag, 9. Oktober 2008 15:18

Habt Ihr es seinerzeit auch gelesen? Der Jog berichtete von Katzenjammer mit seinem Powerbook. Erst war es k.o., dann tot. Dann kam es wohl erstmal auf den Jogschen Kleiderschrank. Ich meinte, wenn er es wegwirft, soll er es doch mal in meine Richtung werfen. Das hat er dann auch am letzten Wochenende getan! Prima :) Mein erster Mac! Und was für einer! Man muss sich das vorstellen. Es ist ja nicht irgendein Powerbook. Sondern das Powerbook.blogger-Powerbook! The one and only. Yeah!

Powerbook_01Jetzt musste ich es “nur noch” reparieren. Also erstmal eine Bestandsaufnahme: Das Powerbook war teilzerlegt, die Festplatte hat Jog ja noch versucht zu retten. Also gab’s ein Tütchen mit ein paar Blechen und jeder Menge verschiedener Schräubchen dazu. Prima. Bestimmt völlig egal, wohin die kommen… :???:

Powerbook_10Schon als Jog mir sagte, dass sein altes Powerbook vakant sei, habe ich erstmal ein günstiges Ersatz-Combolaufwerk besorgt, denn das war wohl auf jeden Fall kaputt. Eine Festplatte hatte ich noch aus meinem ersten Aldi-Notebook. Zwar nur 20 GB, aber zum Testen sollte das reichen. Außerdem war da ja noch die Sache mit der abgerissenen Buchse. Dort wird der im Gehäuseoberteil sitzende Ein-/Aus-Schalter über ein Kabel mit Stecker am Motherboard angestöpselt. Die Buchse war leider komplett von der Platine gerissen, aber immerhin noch vorhanden! (Hing ja noch am Kabel).

Powerbook_06Was kann schöner sein, als abends am Schreibtisch zu sitzen, Fernseher und Chefin im Blick und ein Powerbook zum Reparieren vor sich zu haben? Ich weiß es nicht… Also ging’s los. Ein wenig im Netz gewühlt, und schon hatte ich auch die hervorragend bebilderten Bastelanleitungen auf ifixit.com gefunden, die mir helfen sollten das Powerbook zu reparieren, jetzt, wo alle Teile und das Powerbook selbst vor mir lagen. Nach und nach habe ich die Seiten auf ifixit.com durchgeklickt, bis sich langsam das Gehäuse des Powerbook leerte und sich immer mehr Teile auf meinem Schreibtisch ansammelten. Neben Schrauben, die ständig an Händen und Unterarmen klebten, lagen irgendwelche Platinen, Abschirmungsbleche, Klebestreifen und was nicht noch alles herum.

Powerbook_11Nachdem ich das Powerbook ziemlich ausgeweidet hatte, setzte ich erstmal diverse Hämmerchen an, um das Gehäuse ein wenig wieder zu richten. Das muss man sagen, ist schon ne feine Sache: Ein Aluminiumgehäuse kann man wieder hinbiegen, Plastik wäre garantiert schon bei der Ursache der Beule gebrochen. Da ich auch das Motherboard lose in Händen hielt, war nun auch der Zeitpunkt gekommen, um mit dem Lötkolben bewaffnet die Steckerbuchse wieder dort zu platzieren, wo sie hingehörte.

Powerbook_12Natürlich passierten beim nachfolgenden Zusammenbau auch ein paar Missgeschicke. So kratzte das Powerbook zum Beispiel doof übern Schreibtisch, und der Deckel für die Speicherluke ließ sich nicht schließen, weil eine Schraube doch etwas zu lang war. Aus dem gleichen Grund konnte ich auch zunächst keine CDs ins Laufwerk schieben, weil der Schlitz ebenfalls durch zu lange Schrauben versperrt war. Aber schlussendlich habe ich es doch nach etwa 3 bis 4 Anläufen geschafft.

Powerbook_13Tja, und dann hat das kleine Powerbook beim Booten auch brav angebissenes Obst angezeigt. Jetzt müssen wir uns mal ein bisschen kennenlernen. Außerdem muss mir der Jog natürlich bei nächster Gelegenheit ein Autogramm draufschreiben. Is’ ja wohl klar! :D

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