Beiträge vom Mai, 2010

Hat das iPad doch einen Sinn?

Donnerstag, 27. Mai 2010 9:01

Schöner Mist. Ich dachte, ich bräuchte das iPad nicht. Und nun schreibt Paddy über einen Verwendungszweck, den ich eigentlich mit ein bisschen Do-it-yourself umsetzen wollte. Mangels Material (an dem man sich keinen Bruch hebt), hab ich das (noch) nicht umgesetzt: Das portable Zweit-Display für das Notebook zwecks Vorführungen bei Gericht.

Und jetzt soll es ein Progrämmchen* geben, dass das iPad als Zweitbildschirm zum MacBook anspricht. Allerdings habe ich bislang nur von einer Bildschirmerweiterung gelesen.  Ich möchte aber das gleiche Bild doppelt haben. Käme bestimmt ganz lässig, wenn man dem Richter/der Richterin das iPad zum Gucken in die Hand drückt und die Prozessbeteiligten gleichzeitig bequem auf das MacBook gucken. Oder man nimmt gleich für alle Beteiligte ein iPad mit… In Paddys Kommentaren meint man allerdings, dass die Wiedergabe von größeren Datenvolumen (Videos, Fotos) über WiFi nicht schnell genug funktionieren würde.

Glück gehabt. Ich muss also doch erst mal kein iPad kaufen und kann erstens auf die zweite Generation warten und zweitens auf Erfahrungsberichte. Vielleicht kann man das iPad auch via Kabel als Zweitbildschirm ansprechen?

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*gefällt mir besser als dieses hohle “Äpp”

Thema: Äpfel sind gesund | Kommentare (4) | Autor: Will

Irfanview auf dem Mac: Und alle so YEEAAH!!!

Montag, 24. Mai 2010 20:48

Ich könnte heulen vor Freude:

Gerade bin ich nämlich hier über eine Möglichkeit gestolpert, mein geliebtes Irfanview aufm Mac laufen zu lassen. Dazu wird (irgendwie) winebottler und x11 verwendet, was auch immer das ist. Irfanview in der Mac-Version kann man dann hier bzw. hier herunterladen. In der Diskussion wird natürlich darüber schwadroniert, wie hässlich Windows-Programme sind und wie toll man das alles auch aufm Mac erledigen kann. Mir geht es vor allem um die Batchkonvertierung. Als Bildbetrachter nehme ich meist footagehead. Aber in einem Rutsch Bilddateien zu bearbeiten, geht mit Irfanview immer noch am lässigsten. Und ich habe viel Mac-Zeugs probiert: Automator, GraphicConverter, Shrink-o-Matic, Zonviewer: Nichts kann Irfanview das Wasser reichen.

Danke demjenigen, der das Programm geswitcht hat! Die erste Batchkonvertierung lief gerade wie gewohnt problemlos! :)

Thema: Äpfel sind gesund | Kommentare (0) | Autor: Will

Bremer Fiat 500 Treffen: Gemischte Gefühle

Sonntag, 9. Mai 2010 22:03

Bremen_10_06Seit ewigen Zeiten war ich mal wieder ohne 500er auf einem Fiat 500 Treffen. An eine Abfahrt am Freitag war mangels Zeit nicht zu denken, und samstags hin, sonntags zurück ist mir mit nem 500er einfach zu viel des Guten. Also sind wir am Samstag ziemlich früh gen Bremen (genau Backsberg bei Fischerhude) gestartet und dort gegen 11.30 Uhr aufgeschlagen. Klar. Begeisterungsstürme erntet man nicht gerade, wenn man da mit nem Honda Civic erscheint, aber die Alternative wäre nicht zu fahren gewesen.

Es war mit Sicherheit eines der am schlechtesten besuchten Treffen in der 29jährigen Geschichte. Das hatte m. E. drei Gründe: Erstens das Wetter. Die Vorhersage war durchgehend schlecht. Immer wieder Regen und für die Jahreszeit zu kalt. Letzteres stimmte, geregnet hat es auch wohl ordentlich am Freitag, am Samstag und Sonntag dann aber praktisch nicht mehr.

Der zweite Grund ist das Harzer Treffen, das am folgenden (Himmelfahrts-)Wochenende steigt. Schon seit jeher ist das Harzer Treffen gut besucht. Die geografisch günstige Lage, aber auch die Rundum-Versorgung mit viel Show und so sorgen für regelmäßig hohe Besucherzahlen.

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Und der dritte Grund ist letztlich ein Kommunikationsproblem. Es war nämlich erst spät klar, ob überhaupt ein Treffen in Bremen ausgerichtet wird und dann war (zumindest mir) lange nicht deutlich geworden, ob nach den Problemen im letzten Jahr überhaupt ein offenes Treffen stattfindet, oder man auf eine persönliche Einladung warten muss. Tja. Und da man praktisch keinerlei offizielle Kommunikation betrieben hat, dazu komme ich gleich noch, haben die Faktoren zusammen bewirkt, dass am Ende nur etwa 50 Startnummern vergeben wurden. Dem stehen erhebliche Fixkosten gegenüber, so dass dann auch der Hut (bzw. ne Blechdose) rumging, um die Finanzierungslücke zu schließen.

Gegen Mittag, also relativ kurz nach unserem Eintreffen und der obligatorischen Begrüßungsrunde, ging es zur Ausfahrt los. Andreas und Astrid hatten ihre wunderschöne Multipla mitgebracht, die genügend Sitzplätze zum Mitfahren bot. Herrlich! Eine Fahrt in dem Auto ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Wie gehabt bot das Bremer Umland etliche schöne Fotoperspektiven, um die Kugelautos abzulichten.

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Gegen Abend hatte ich dann leider ein paar äußerst unerfreuliche Gespräche, die sich für mich als ziemlich dummes Geschwätz darstellten, was ich so von den beteiligten Personen nicht erwartet hätte. Es ging im Allgemeinen ums Internet und im Besonderen um das Fiat 500 Forum. Von ein paar Offlinern konnte ich mir (zusammengefasst) anhören, dass in Foren ja nur totaler Schwachsinn verbreitet wird, dass man auf Problemstellungen nie eine Lösung findet, dass das alles ungeordnet sei und überhaupt seien diese ganzen Foren überflüssig wie ein Kropf. Uff. Das saß. Die ganze Arbeit, die ich seit nunmehr fast 9 Jahren z. B. in das Fiat 500 Forum gesteckt habe, abgewatscht und mit Füßen getreten. Besten Dank dafür!

Aber die Gespräche waren auch entlarvend. Entlarvend, was den Anspruch, die Konsumhaltung und die sinnlose Verbreitung von Allgemeinplätzen betrifft. Vor allem Letzteres war besonders krass: Ich musste mir die Überflüssigkeit von Internetforen (alle wurden über einen Kamm geschoren) von jemandem vorhalten lassen, der sich fast gar nicht damit beschäftigt hat, geschweige denn im Fiat 500 Forum angemeldet ist. So war man natürlich auch nicht auf die Idee gekommen, das Fiat 500 Forum zumindest als einen Kommunikationsweg zu nutzen, um klare Ansagen zu machen, ob und wie das Treffen stattfinden würde. Is ja klar, wenn man so denkt. So war das jedenfalls ein ziemliches Rumgeeier.

Bremen_10_14Ich konnte dann wenigstens erreichen, dass sich mein Gesprächsgegner darauf herabließ, dass nicht allgemein Internetforen überflüssig wie ein Kropf seien, sondern, dass er finde, dass sie überflüssig seien (allerdings ohne sich eingehend damit beschäftigt zu haben). Die Penetranz, mit der mir diese unausgegorene Denke entgegengebracht wurde, war schon frappierend. Aber es ging ja noch weiter: Am Ende war das Internet irgendwie für alles Schlechte auf der Welt verantwortlich und wie man überhaupt so blöd sein könne, in sowas Zeit zu investieren. Ich meinte: Dass man z. B. regelmäßig Rückmeldungen bekommt, wenn jemand sein Auto wieder in die Gänge bekommen hat, zähle wohl nicht so richtig.

Natürlich kam auch noch die Meinungsfreiheit auf den Tisch. Das ginge ja gar nicht, dass da jemand (ein Moderator) sitzt, der Wortbeiträge anderer zensiert. Ich habe dann ein gewisses Erstaunen ausgelöst, als ich erst mal erklärte, dass der Betreiber der Internetseite im Zweifel persönlich verantwortlich und haftbar dafür ist, was in seinem Forum geschrieben wird. “Ach so ist das?” – “Ja.” – “Das wusste ich ja gar nicht.” – *kopfschüttel*

Bremen_10_57In größerer Runde ging es dann weiter: Es wäre ja unglaublich, dass man in Internetforen keine Anleitung für ein bestimmtes Problem, es war glaube ich das Auffüllen von Gasflaschen, findet. Ich meinte, dann müsse man entweder besser oder länger suchen. Naja, hieß es dann, aber das wäre ja Mist, dass man da so ewig suchen muss. Das sei ja alles völlig unstrukturiert und chaotisch. Dass ganz viele Foren, die sich um Hobby-Themen kümmern, aber im Prinzip ehrenamtliche Freizeitbeschäftigungen sind und man deswegen vielleicht hinnehmen müsse, auch mal länger suchen zu müssen, war, so mein Eindruck, nicht hinnehmbar. Jedes Forum müsse auf jeden Fall ein in sich schlüssiges Nachschlagewerk sein, kam bei mir an. Und vor allem, was ja gar nicht in Frage kommt: Sich in einem Forum anzumelden und vielleicht selbst etwas zu fragen (geschweige denn auch mal zu antworten). Das wäre ja so ein Aufwand, diese Anmeldung! Und dann auch noch was schreiben! Nein, dafür ist mir meine Zeit zu kostbar!

Und dann setzte noch jemand eins drauf: Jemand mit einem großen Fachwissen, der aber im Forum durchaus dafür bekannt ist, eigentlich nur dann etwas zu fragen, wenn er selbst etwas wissen will oder etwas bestimmtes sucht. Soweit okay, kann man machen. Aber mir dann zu sagen, dass er sich insgeheim darüber amüsiere, wenn mal wieder jemand in seinen Augen irgendwelchen Unsinn geschrieben hat, anstatt sich selbst mal eben ein paar Minuten Zeit zu nehmen und eine richtige oder weiterhelfende Antwort zu schreiben, finde ich schon ein dickes Ding. Er mache das deswegen nicht, weil er ja früher auch nach dem Prinzip “trial and error” alles allein ausprobiert habe, und so müssten die heutigen Schrauber eben auch aus ihren Fehlern lernen. Das finde ich schon echt perfide. Zumal man früher durchaus auch seine Schraubergemeinschaft hatte, die man fragen konnte. Schließlich gab es vor dem Internet bereits gemeinsame Werkstätten, Telefon und Fiat-500-Treffen, wo man sich austauschen konnte, und auch, wenn man denn wollte, anderen helfen konnte, damit sie nicht die gleichen Fehler wie man selbst machen.

Und für mich ist am Ende haften geblieben: Es gibt Social Networking oder wie immer man das nennen will. Und gerade im Internet in Hobbyforen gibt es verdammt viele Leute, die hilfsbereiter sind als so mancher Real-Life-Kontakt. Ich war in dem Moment soweit, zu sagen, das war mein letztes Bremer Treffen. Hier brauchst du nicht mehr hinzufahren, wenn du dir so einen Unfug anhören musst.

Bremen_10_47Glücklicherweise hat der weitere Abend am Lagerfeuer dann wieder einiges herausgerissen. Ich hatte sehr angenehme Gespräche, mit Leuten, unaufgeregten, intelligenten Menschen, die ich einfach immer gern mal wieder treffe. Das hat mich sehr gefreut, mich mit ihnen mal wieder zu unterhalten. Und es hat mir gezeigt: Es ist doch wert, zu solchen Treffen zu fahren. Man muss sich die Leute halt aussuchen, mit denen man sich abgibt. Das war übrigens auch ein “Argument”, das ich mir im ersten Gespräch anhören durfte: Im Internet müsse man sich ja mit jedem Hinz und Kunz abgeben. Wenn ich es mir recht überlege, habe ich gestern diesen Unterschied zwischen Real Life und Internet nicht gesehen. Oder doch: Ich hab die Gespräche irgendwann abgebrochen, bin gegangen und hab mich wie beschrieben ans Lagerfeuer gesetzt. So hat der Abend einen schönen Ausklang gefunden. Auch das Frühstück am nächsten Morgen unter freiem (bedecktem) Himmel mit frisch gebackenen Brötchen war sehr harmonisch und wohl auch in gewisser Hinsicht versöhnlich. Dennoch haben wir uns zügig wieder in Bewegung gesetzt gen Heimat.

Thema: cinquecentistisch | Kommentare (2) | Autor: Will

Fotos von den Anderen

Donnerstag, 6. Mai 2010 14:33

Ich sitze hier gerade wieder vor einem Unfall, den es zu rekonstruieren gilt, und wundere mich. Eigentlich nicht, denn es ist mal wieder etwas ganz Typisches geschehen, was ich bei etlichen Unfällen beobachte.

Früher hat die Polizei auch bei kleineren Unfällen Fotos gemacht. Das ist heute nicht mehr so, im Allgemeinen werden bei kleinen Blechschäden mal gerade die Personalien für den gegenseitigen Austausch aufgenommen. Das ist schon sehr lange so, dass praktisch kaum noch an Unfallstellen fotografiert wird. Doch seit die Handys mit Kameras ausgerüstet sind, hat man wieder vermehrt Unfallstellenfotos zur Verfügung, weil nun die Unfallbeteiligten selbst knippsen. Konnte man vor ein paar Jahren kaum etwas darauf erkennen, sind die Fotos heutzutage gar nicht so schlecht.

Und was machen die Leute? Fotografieren ihr eigenes Auto! Von vorne, von hinten, von links von rechts, von oben, von unten. Schließlich hat jemand gewagt, sich an ihrem goldenen Kalb zu vergehen. Wenn man es schon nicht gleich reparieren kann, sondern hoch auf dem gelben Wagen abtransportiert wird, muss man seinem Schmerz wenigstens durch das massenhafte Auslösen der Handykamera etwas Linderung verschaffen.

Nur woran keiner denkt: Fotos vom Unfallgegner (bzw. besser von seinem Fahrzeug) zu knippsen. Das ist nämlich nach dem Unfall weg, unter Umständen so gar so richtig, weil unglaublich viele Autos, gerade, wenn etwas Schmuh im Gange ist, plötzlich nach Nowosibirsk verschifft werden. Um das eigene Auto zu fotografieren, hat man dagegen noch alle Zeit der Welt.

Also: Falls jemand mal in die unangenehme Situation eines Unfalls kommt, diesen hoffentlich unbeschadet übersteht, fotografiere man nicht das eigene, sondern das Fahrzeug des Unfallgegners und auch die Unfallstelle.

Nur mal so als kleiner Tipp aus der Praxis.

Thema: Wie getz? | Kommentare (0) | Autor: Will

Wer ohne Sünde ist …

Dienstag, 4. Mai 2010 21:14

… werfe den ersten Stein – auf Thierse.

Wo waren sie denn am Samstag, die Kritiker, die jetzt wie die Heuschrecken über den Mann herfallen, der in seinem Heimatbezirk auf die Straße geht (bzw. sich setzt), um die fucking Nazis zu stoppen? Andere werfen ihm vor, seine Aktion sei arrogant oder scheinheilig gewesen.

Ja, was hätte er denn machen sollen, um ein gewisses Zeichen zu setzen? Er konnte sich an irgendeiner Gegendemo beteiligen und normal mitlaufen. Das wäre wohl keine 2 Sekunden in der Abendschau wert gewesen. Er hätte sich schwarz anziehen können, vermummen und irgendwelche Bullen verkloppen. Wohl auch nicht das rechte Mittel. Und er konnte den Ritt auf der Rasierklinge wagen: (Wohl) leicht jenseits der Legalität, aber so sensibel, dass er nicht so richtig über die Strenge geschlagen hat.

Nach meinem (gesunden) Menschenverstand hat er in seiner Situation genau das Richtige getan, um andere zu ermutigen, das Gleiche zu tun (vielleicht mache ich auch irgendwann mal bei sowas mit), und dafür genießt er meine Hochachtung. Und wer jetzt auf ihn einschlägt, die ganzen Scheinheiligen aus dem “Schwarzen Block” im Bundestag und sogar aus seiner eigenen Fraktion, lenken mit ihrer überzogenen Kritik nur vom eigentlichen Problem – zu viele fucking Nazis konnten zu weit durch Berlin marschieren – ab, und man könnte sogar sagen, die Kritiker Thierses nehmen die fucking Nazis dadurch gewissermaßen in Schutz. Sie hätten besser daran getan, nur ein wenig den mahnenden Finger zu heben: “Wolfgang, Wolfgang, das tut man aber nicht.” und dann mit einem Augenzwinkern darüber hinwegzusehen. Aber maßvolles Handeln ist in deutschen Politikerkreisen ja nicht all zu angesagt. Anscheinend sogar dann nicht, wenn man damit am Ende die fucking Nazis stützt, weil man deren Ausnutzung eines demokratischen Grundrechts, des Demonstrationsrechts, zur Verbreitung ihrer antidemokratischen Gedankengrütze, höher hängt als den zivilen Ungehorsam eines hohen deutschen Politikers und Demokraten.

Wolle Thierse – setz’ dich und blockier’se!

Thema: Is' doch wahr! | Kommentare (2) | Autor: Will