FlyCamOne² Praxistest
Die Eigenschaften der kleinen Kamera hab ich bereits beschrieben, was aber taugt das Teil in der Praxis?
Eines vorweg: Am/auf nem Modellflugzeug konnte ich es noch nicht testen. Das erledige ich bei nächster Gelegenheit. So bleibt es also beim Bodenturnen.
Die Qualität der Bilder ist vergleichbar mit der von halbwegs ordentlichen Handykameras. Die Auflösung beträgt zwar nur 1,3MPixel, das reicht für Bilder, die ins Netz sollen, aber allemal. Klar ist, dass die Qualität umso besser ist, je mehr die Sonne scheint. Das ist beim Modellfliegen ja meist der Fall, daher sind recht gute Ergebnisse zu erwarten. Die Fotos, die ich bislang geknippst habe, sind aus dem Handgelenk entstanden. Also nix mit anvisieren, Luft anhalten usw. Schließlich hält das Flugzeug auch nicht an, wenn man fotografiert.
Die Farben wirken etwas blass. Außerdem neigt die Kamera anscheinend dazu, helle Bildanteile überzubewerten. Das kann aber auch ein bisschen mit der tief stehenden Februarsonne zusammenhängen. Auch hier wird der Flugzeugtest nähere Auskunft geben.
Den Indoor-Test (bei habitare am Savignyplatz) hat die Kamera gut gemeistert. Dann muss man allerdings wirklich still halten, wenn es was werden soll.
Die Kamera wird über 3 Knöpfe bedient: Zwei Taster und ein Schiebeschalter (on/off). Ein Taster ist der Auslöser, mit dem anderen werden die Modi durchgeschaltet, die mit dem kleinen 2-stelligen Display angezeigt werden. Auf der Rückseite findet man vier Kontakte, die über den mitgelieferten Sockel beschaltet werden können. Zwei Kontakte für externe Stromversorgung, zwei für den Auslöser, den man mit dem R/C-Empfänger schalten kann. Das muss ich auch noch ausprobieren.
Die Kamera bietet insgesamt 10 verschiedene Funktionsmodi:
VR – Video 640×480
VE – Video 640×480 endlos (die ältesten Daten auf der SD-Karte werden überschrieben)
VL – Video 320×240
PR – Einzelfotos 1280×1024
PE- Foto Automatik, alle 4 Sekunden ein Bild, 1280×1024
SR – Video 640×480 mit Bewegungsmelderauslösung
SE – Video 640x480mit Bewegungsmelderauslösung endlos
SL – Video 320x240mit Bewegungsmelderauslösung endlos
WC – Webcam-Modus. Dafür muss man noch einen Treiber herunterladen.
PC – Verbindung mit dem Rechner, um die Dateien runterzuladen.
Bleibt abschließend noch der Videotest. Ich habe ja ein gespaltenes Verhältnis zu Videos im Internet. Die Dateien sind groß, die Qualität ist schlecht, Quicktime nervt, der Windows MediaPlayer bleibt meist schwarz usw. Was also tun? Die einzige Alternative, die m. E. einigermaßen funktioniert, sind Flash-Videos. Damit sich die Dateigröße in Grenzen hält, hab ich das Video etwas eingedampft. Die Original-Qualität ist gar nicht schlecht! Auch der Ton kommt gut rüber. Das Video zeigt übrigens das Abbiegen mit einer Straßenbahn. Den angekündigten Weg zur Arbeit, den ich mit meiner “Helmkamera” gefilmt habe, erspare ich euch lieber.
Interessant wird noch die Anwendung bei Crashversuchen. Da die Kamera keinerlei mechanische Bauteile enthält und sie zudem preisgünstig ist, ist sie dafür prädestiniert, mal bei dem einen oder anderen Versuch mitzufahren. Ähnlich wie an meinem Fahrradhelm wird sie dann einfach mit Terostat, einem dauerelastischen, abziehbaren Kitt, an beliebiger Position festgeklebt. Da könnte man vielleicht mal filmen, was sich in den Kontaktzonen so tut.


Donnerstag, 10. April 2008 21:11
[...] Juni auf die Gerlitzen-Alm zum Fliegen geht. Mit dem Praxistest liefere ich auch Flugbilder von der FlyCamOne² nach. abgelegt unter Alles was fliegt um [...]
Mittwoch, 16. April 2008 7:11
[...] gut sich der erste Eindruck und Praxistest zunächst anließ, so schlecht ist der Flugtest verlaufen. Das kann man wohl vorwegnehmen. Das [...]