Ich bin doch kein Obama.

Radio1 hat derzeit einen netten Jingle: “Ich bin ein Obama” mit dem O-Ton von Kennedy zusammengebastelt.

Wir hatten uns überlegt, heute Abend auch mal an der Siegessäule zu gucken, was da so los ist, und den Worten des Vielleicht-US-Präsidenten in spe zu lauschen. Nur leider hat das paranoide Sicherheitsdenken der Verantwortlichen, wohl allen voran die amerikanischen Organisatoren, dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Mal angenommen, das Wetter ist schön, das Bier gut gekühlt, die Wurst lecker gegrillt, werden einige Tausend aus allen Richtungen zur Siegessäule strömen – und meistens an einem Zaun landen. Denn es soll nur einen einzigen Zugang geben: In der Nähe des Brandenburger Tors, von der Yitzhak-Rabin-Straße zum 17. Juni oder so. Je nach dem, wie man gehen darf, ist man von der S-Bahn “Unter den Linden” mal eben locker fast 3 Kilometer unterwegs. Klar, das ist im Prinzip nur etwa ne halbe Stunde zu Fuß. Aber wenn sich alles durch einen einzigen Eingang drängeln soll und auch noch jeder einzeln als potentieller Schwerverbrecher gefilzt wird: Da bleiben wir besser zu Hause und packen Umzugskartons. Obama kann man wohl auch im TV sehen. Das muss reichen.

So long.

Autor: Will
Datum: Donnerstag, 24. Juli 2008
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