Heute beim Zahnarzt #5

Ich: “Hallo. Frohes Neues Jahr.”

Er: “Hallo. Danke, gleichfalls. Hoffen wir, dass es ein gutes Jahr wird.”

Ich: “Bis jetzt war es ganz o.k. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht.”

Er: “Immer zieht er mich so runter, wenn er herkommt.”

Ich: “Sie können sich ja gleich an mir rächen.”

Und dann kam die Wurzelbehandlung.

Aber mal im Ernst:

Zahnarztwahl ist Vertrauenssache. Aber wie soll man einen Zahnarzt kennenlernen, wenn, man nicht alle Nase lang hingeht und nach Lust und Laune immer mal einen neuen probiert? Sagen wir, alle vier  Wochen ein neuer Arzt, dazwischen je drei Termine, bis man den richtigen gefunden hat?

Also, was macht man in der großen fremden Stadt? Man geht zum Nächstbesten. Bis zum Sommer hatte der seine Praxis genau unter mir. Oder anders gesagt: Bis zum Sommer wohnte ich über ihm. Dann sind wir umgezogen, er ist noch da geblieben.

Mein Zahnarzt ist ein Freak. Er hat einen Zopf, eine Zahnlücke (natürlichen Ursprungs), und im Wartezimmer liegen als Literatur der Spiegel und der Eulenspiegel. Er hat die Gabe, vor der Behandlung sehr genau erklären zu können, wie sich etwas anfühlt, anhört, schmeckt und so weiter (wenn man das will, natürlich). Er erklärt seine Behandlungsmethoden so, dass ich als Laie verstehe, was er macht, und wo die Vor- und Nachteile liegen. Dadurch habe ich den Eindruck, dass er sehr gewissenhaft arbeitet. Sein Team ist ebenso freundlich wie einfühlsam. Das ist wichtig, ich bin ja ein Zahnarztschisser.

Er praktiziert in der Danziger Straße 104 (Prenzlauer Berg), falls ihn mal jemand ausprobieren will.

Autor: Will
Datum: Dienstag, 6. Januar 2009
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