{"id":27,"date":"2006-05-08T20:45:51","date_gmt":"2006-05-08T18:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/willsagen.de\/?p=27"},"modified":"2006-05-08T20:45:51","modified_gmt":"2006-05-08T18:45:51","slug":"25-bremer-fiat-500-treffen-was-kommt-und-was-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willsagen.de\/?p=27","title":{"rendered":"25. Bremer Fiat 500 Treffen &#8211; was kommt und was war?"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende war ich auf dem 25. Bremer Fiat 500 Treffen. Demnach war das erste also 1981. Wow, gerade mal 6 Jahre, nachdem die letzten Neuwagen in Deutschland verkauft wurden.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4um war offensichtlich nicht nur Anlass zur Freude. Wurden in den vergangenen Jahren meist bereits Vorank\u00fcndigungen f\u00fcr das n\u00e4chste Treffen verteilt, blieb das diesmal aus. Man \u00fcberlegt, dieses (zumindest in Deutschland) wohl traditionsreichste Fiat 500 Treffen &#8211; ja was? &#8211; sterben zu lassen? auszusetzen? Irgendwas in der Richtung.<\/p>\n<p>Klar, wenn man praktisch keine Arbeit mit der Planung, Vorbereitung, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung des Treffens hat, schaut man verst\u00e4ndnislos in die Runde. Warum ein Erfolgsmodell sterben lassen?<br \/>\nNun, schauen wir mal genauer hin:<\/p>\n<p>Das Treffen hat drei tragende S\u00e4ulen: Harald, Ulrike und Axel. Ich glaube, ich liege schon richtig, wenn ich behaupte, dass Harald und Ulrike wirklich die meiste Arbeit haben und dabei auf ihre ganz eigene Art ein Treffen fabrizieren, das seines Gleichen sucht. Das Bremer Treffen war nie eine Konsum-Veranstaltung. Man musste immer sehen, dass man sich zumindest weitgehend selbst versorgt, ohne Bierbude und Grillstand, wo man andererorts rund um die Uhr versorgt wird. Es wird inzwischen beinahe eine Zeltstadt und Wagenburg aufgebaut, um m\u00f6glichst auch schlechtem Wetter trotzen zu k\u00f6nnen. Inzwischen wird sogar am Freitag Abend frisch Pizza gebacken. Und das mitten auf einer Wiese! Ein Wahnsinnsaufwand!<br \/>\nDann ist da Axel, der traditionell f\u00fcr die ganze Sippe am Samstag abend ein Essen mit allem Zipp und Zapp kocht. Was das allein f\u00fcr die Vorbereitung Tage vor dem Treffen bedeutet, wird einem wohl erst klar, wenn man mal richtig dr\u00fcber nachdenkt, dass nicht nur Rezepte ausgew\u00e4hlt werden wollen, sondern auch teilweise exotische Zutaten zu beschaffen sind. Allein die Menge, Essen f\u00fcr ca. 100 Leute zuzubereiten, ist schon eine nicht mehr ganz triviale Aufgabe.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind au\u00dfer den Dreien noch weitere Helfer t\u00e4tig. Da sind erstmal die weiteren Bremer 500er Fahrer, deren PartnerInnen, aber auch andere, die haupts\u00e4chlich an den Treffentagen selbst z. B. beim Kochen helfen. Ich hoffe, ich tue niemand Unrecht, wenn ich die drei oben aufgez\u00e4hlten besonders hervorhebe.<\/p>\n<p>Und daran erkennt man schon das Dilemma. Auf die Dauer sind drei Leute zu wenig, um &#8222;hauptamtlich&#8220; so ein Treffen zu schultern. Vor allem, wenn auch Kritik nicht immer ausbleibt. Beinahe solange, wie Axel seine Kochk\u00fcnste unter Beweis stellt, muss man am Samstag Abend damit leben, dass es erst zum Einbruch der Dunkelheit etwas zu Essen gibt. Klar lohnt sich das Warten, nur ist es eben schon eine ganz sch\u00f6n lange Durststrecke, selbst wenn man sp\u00e4t fr\u00fchst\u00fcckt. Denn (ziemlich) p\u00fcnktlich um 13.00 Uhr beginnt die Ausfahrt, die den Nachmittag in Anspruch nimmt, so dass vielen ein Mittagessen fehlt.<br \/>\nTrotz reichlichem Kuchenb\u00fcfett knurrt bei der R\u00fcckkehr am Platz der Magen. Fr\u00fcher &#8211; es gab ja nichts  &#8211; hat man brav gewartet, bis aus dem K\u00fcchenzelt zum Essenfassen gerufen wird. In Zeiten von Begleitfahrzeugen, Wohnmobilen, ger\u00e4umigen Anh\u00e4ngern und Wohnwagen springen \u00fcberall auf dem Platz kleine Zelt- und Wagenburgen wie Pilze aus dem Boden. Dort wird dann nach der R\u00fcckkehr erstmal der Grill angeworfen, so dass der erste Hunger &#8211; man isst sich selbstverst\u00e4ndlich satt &#8211; gestillt ist. Schlie\u00dflich will auch der Nachwuchs rechtzeitig verpflegt werden, bevor es Tr\u00e4nen gibt.<\/p>\n<p>Schon hat man die Situation, dass die freudige Erwartung auf Axels lecker Essen gar nicht mehr so gro\u00df ist, weil die M\u00e4gen schon gef\u00fcllt sind. Und es ist doch schade, wenn so viel Arbeit vergebens ist.<\/p>\n<p>Wenn ich mich in die Situation der Treffenausrichter versetze, w\u00e4re mir Anerkennung und Zuspruch sehr wichtig, damit der Spa\u00df am Treffen \u00fcberwiegt. Und den Spa\u00df bringen doch eigentlich nur gl\u00fcckliche Gesichter der freudigen Besucher. Davon gibt es eine ganze Menge, und es w\u00fcrden auch immer wieder &#8211; vor allem der harte Kern &#8211; viele Leute zum Bremer Treffen kommen. Dennoch lie\u00dfe sich das samst\u00e4gliche Mahl besser als Begegnungsst\u00e4tte nutzen, wenn man die Gr\u00fcppchenbildung zumindest zeitweise etwas aufweichen k\u00f6nnte. Hierf\u00fcr w\u00e4re es angebracht, die zeitliche Abfolge der Aktionen am Samstag zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p>Wenn ich das richtig beobachtet habe, hat sich mit der Zeit der  Vorbereitungsaufwand deutlich erh\u00f6ht. Zum einen, um den steigenden Anspr\u00fcchen der Besucher gerecht zu werden, zum Anderen steckt da aber auch eine Eigendynamik hinter, dass man nicht nur den Aufwand vom Vorjahr wiederholt, sondern sich noch zus\u00e4tzlich etwas Neues einfallen l\u00e4sst. Das l\u00e4sst sich aber nur bewerkst\u00e4lligen, wenn die Zahl der freiwilligen Helfer ebenso steigt. Das Gegenteil ist aber eher der Fall.<\/p>\n<p>Was also tun? Das Treffen in dieser Form einschlafen lassen? Zur\u00fcck zu den Wurzeln, Selbstversorgung bis ins Letzte? Konsumorientierung durch Bier- und Pizzabude?<br \/>\nLetzteres wohl kaum. Das w\u00e4re kein &#8222;Bremer Treffen&#8220; mehr. Aber \u00fcber eine Reduzierung des Aufwands und eine neue Logistikplanung sollte man nachdenken, wenn grunds\u00e4tzlich bei den Hauptverantwortlichen noch die Bereitschaft besteht, das Treffen weiterhin auszurichten. Ich w\u00fcrde mich &#8211; wie viele andere auch &#8211; freuen, wenn es nach wie vor den festen Termin am ersten Wochenende nach dem 1. Mai g\u00e4be!<\/p>\n<p>Denn kommen wir mal zum letzten Treffen:<br \/>\nDas Wetter war nat\u00fcrlich bestens! Das ist immer Gl\u00fcckssache und tr\u00e4gt viel dazu bei, dass die gesamte Stimmung gut ist. Und so habe zumindest ich den Eindruck, dass es ein sehr harmonisches Treffen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/45\/141921870_5cf508374d_m.jpg\" align=\"left\" hspace=\"4\" \/>Schon die Anreise zusammen mit netten Leuten aus Wuppertal, Dortmund und dem Ahlener Raum gelang ohne weitere Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Auf dem Platz dann sofort viele alte Bekannte wieder getroffen, Ulrike, Harald, die Kinder(, die Hunde&#8230;), Andreas und Astrid, Arturo war auch schon da und so weiter und so fort. Schnell (?) das Zelt aufgebaut und mal kurz ne Runde geflogen, da wurden nach den ersten Gespr\u00e4chen auch schon die Spaghetti mit leckerer Dortmunder So\u00dfe aufgetischt. Das wichtigste auf nem Treffen ist ja zwangsl\u00e4ufig das &#8222;Treffen&#8220; der Leute, die man l\u00e4nger nicht gesehen hat. Hier und da ein Schl\u00fcckchen Wein und schwupps, Hoppla, das war wohl zuviel des Guten. Das r\u00e4chte sich dann auch am n\u00e4chsten Morgen, der sich eher bis zum Mittag hinzog, dank eines vorgestrigen Br\u00f6tchens von <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/46\/141922201_b45bc974d9_m.jpg\" align=\"right\" hspace=\"4\" \/>Renate aber auch zu \u00fcberstehen war. Mal kurz \u00fcber den Teilemarkt geschlendert, die bestellten Sachen von G\u00fcnni abgeholt, aber auch einen Blick auf die Auslage von Karsten, Martin etc. geworfen.<\/p>\n<p>Dann ist es ja auch schon Zeit f\u00fcr die Ausfahrt. Ich fand es nicht weiter schlimm, dass die Fahrtstrecke diesmal nicht so lang war und zu dem der m. E. gef\u00e4hrliche Kolonnenverkehr mit dem Absperren von Kreuzungen und Einm\u00fcndungen gr\u00f6\u00dftenteils ausblieb, da es endlich mal wieder nach Bremen reinging.<br \/>\nDiesmal zum Stra\u00dfenbahndepot in Sebaldsbr\u00fcck, wobei ich gleich an (500L)Klaus denken musste, der doch k\u00fcrzlich erst n\u00e4here Bekanntschaft mit der Stra\u00dfenbahn gemacht hatte&#8230; So fand ich die <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/47\/141925658_9f90d9bb9f_m.jpg\" align=\"left\" hspace=\"4\" \/>Rundfahrt mit der &#8222;Elektrischen&#8220; durch die Hansestadt recht entspannend und schon gar nicht langweilig. Zeit genug, den leckeren Kuchen zu verdauen. Zu verdauen hatten auch ein paar der Treffenteilnehmer ein Geburtstagst\u00e4ndchen.<br \/>\nLeider hatte Barbara nach der StraBaTour Pech, weil sie sich bei einem Sturz verletzt hat und mit dem Rettungswagen abtransportiert werden musste. Die restliche Zeit des Treffens war sie ob ihrer zweistichigen Naht damit besch\u00e4ftigt, wie sie das ihren italienischen Gesch\u00e4ftspartnern am Dienstag erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Aber ich denke, wenn sie ein paar Mal &#8222;Cinquecento&#8220; und sowas fallen l\u00e4sst, wird sie ein Schmunzel und Zuspruch ernten. Alles Gute von dieser Stelle!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf dem Platz, der Magen knurrt, was tun? <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/56\/141931730_f6e7035681_m.jpg\" align=\"right\" hspace=\"4\" \/>Tja, auch ich habe mich dem Lockruf der mitgebrachten W\u00fcrstchen nicht entziehen k\u00f6nnen und so war ich etwas entspannter, was das Warten auf Axels Abendessen betraf, so dass schnell noch einmal der Flieger gestartet wurde.<\/p>\n<p>Axel hatte wieder alles gegeben und ein zusammen mit vielen weiteren HelferInnen einmal mehr ein Highlight gesetzt. Das Lagerfeuer &#8211; gut bedient von Hans und Detlef &#8211; war wie eh und je zentrale Beratungsstelle f\u00fcr kleine und gro\u00dfe Probleme. Von der kaputten LiMa-Kohle bis zur Vergabe von Diplomarbeiten wurde wohl so ziemlich alles besprochen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/53\/141932578_5fb18b397d_m.jpg\" align=\"left\" hspace=\"4\" \/>Am Sonntag wollte ich z\u00fcgig los, die Pflicht (die Akten) riefen. Darum war nach dem Fr\u00fchst\u00fcck schnell Aufbruchstimmung angesagt. Schnell das Zelt und die restlichen Siebensachen in den Mini der Liebsten verfrachtet und dann solo ohne weitere Komplikationen die knapp 200 km nach Hause gekullert. Der R\u00fcckenwind tat sein \u00dcbriges, der im Westf\u00e4lischen allerdings zum Sturm mutierte. Das war also das 25. Bremer Treffen. Rundum eine gelungene Veranstaltung.<\/p>\n<p>Danke allen Beteiligten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende war ich auf dem 25. 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