{"id":3268,"date":"2011-09-27T20:39:51","date_gmt":"2011-09-27T19:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/willsagen.de\/?p=3268"},"modified":"2011-09-27T20:39:51","modified_gmt":"2011-09-27T19:39:51","slug":"fremdenhass-auf-usedom-am-eigenen-leib-spuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willsagen.de\/?p=3268","title":{"rendered":"Fremdenhass auf Usedom am eigenen Leib sp\u00fcren"},"content":{"rendered":"<p>Disclosure: Dieser Text k\u00f6nnte verbale (!) \u00dcbertreibungen enthalten. Die Fakten stimmen aber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich schon viel fr\u00fcher \u00fcber ein Urlaubserlebnis der anderen Art schreiben. Dann habe ich es vergessen, hatte keine Lust oder keine Zeit, bis ich durch <a href=\"https:\/\/twitter.com\/#!\/HansjoergLeser\/status\/118743817850601476\" target=\"_blank\">diesen Tweet<\/a> wieder auf das Thema <em>Usedom und Fremdenhass<\/em> gekommen bin, denn anders l\u00e4sst sich das Erlebte nicht erkl\u00e4ren. Der Tweet verlinkt auf einen <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/npd-auf-usedom-tiefenbraeune-an-der-ostsee\/4658490.html\" target=\"_blank\">Tagesspiegel-Artikel<\/a> mit be\u00e4ngstigendem Thema: Die Nazis feiern auf der sch\u00f6nen Insel Usedom fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd. Wir waren kurz vor den Wahlen in Meck-Pomm dort. Von jeder Laterne grinste uns so ne gescheitelte, schmalb\u00e4rtige Fratze entgegen. Rasierte Dumpfbacken plakatierten wie die wilden. Es ist zum Kotzen mit diesem braunen Dreckspack!<\/p>\n<p>Fremdenhass prallte uns in Ahlbeck entgegen. Leicht zu erkennen war wohl an unseren Fahrr\u00e4dern, dass wir keine Einheimischen waren. Wir waren irgendwie nicht rechtzeitig abgebogen, um vor den Bahngleisen in Richtung einer Hauptstra\u00dfe zu fahren. In Sichtweite lag ein Bahn\u00fcbergang, dahin f\u00fchrte ein kopfsteingepflasterter Weg. <em>Sie<\/em> fuhr gut 50 Meter voraus. Die Schilder links und rechts des Weges waren mir ziemlich egal, weil meine Augen gebannt auf das starrten, was sich vor mir abspielte. Ein schwarzer Opel Omega B Caravan mit dem Kennzeichen OVP-ZX 6xx kam links aus einer Grundst\u00fccksausfahrt heraus. Er fuhr aber einen so gro\u00dfen Bogen, dass es eigentlich unweigerlich gekracht h\u00e4tte, wenn <em>sie<\/em> nicht und zum Gl\u00fcck auch der Opel gebremst h\u00e4tte. Es war offensichtlich, dass der Penner in dem Opel <em>ihr<\/em> den Weg abschneiden wollte.<\/p>\n<p>Schon \u00f6ffnete sich das Fenster und die wohl hohlste Frucht Ostvorpommerns streckte seine R\u00fcbe heraus. Gleich fing die Pappnase anzuwettern, ob wir (ich war inzwischen hinzugesto\u00dfen und hatte mangels Alternativen direkt vor der Front des schr\u00e4g auf der Stra\u00dfe stehenden Opel-Wracks angehalten) die Schilder nicht lesen k\u00f6nnten. Da ich wie beschrieben andere Sorgen hatte, als Schilder zu lesen, weil gerade meine bessere H\u00e4lfte zu verungl\u00fccken drohte, sagte ich sinn- und wahrheitsgem\u00e4\u00df: &#8222;Was f\u00fcr Schilder?&#8220;. Naja, jedenfalls war es wohl verboten, den Weg zu benutzen (&#8222;Gesperrt f\u00fcr Fahrzeuge aller Art&#8220;). Der Blockwart in seinem Opel hatte wahrscheinlich nur auf eine solche Situation gewartet, uns durch Schneiden und \u00a0Versperren des Wegs zu ma\u00dfregeln und legte nun richtig los, da ich ja nicht gleich den Schwanz eingekniffen und mich g\u00fctigst f\u00fcr den Hinweis bedankt hatte. Ich meinte viel mehr, dass selbst wenn er recht hat, er nicht mit seiner <del>Dreckskarre<\/del> seinem herrlichen Mobil deutscher Produktion uns den Weg zu versperren hat.<\/p>\n<p>Das ging dann ein bisschen so hin und her. Ich lie\u00df auch nicht wirklich locker und stand auch noch mit meinem Fahrrad (aus Ostfriesland) vor seinem Transferleistungsfrachter. Er wollte nicht recht einsehen, dass er vielleicht auch ein bisschen zu hoch ins Regal der Ma\u00dfnahmen gegriffen hatte. Er legte sogar noch einen drauf, und meinte, wir beiden w\u00fcrden uns mal allein im Dunkeln treffen, dann w\u00fcrde er mir das schon <em>erkl\u00e4ren<\/em>. Ich meinte, mal langsam (M\u00e4nnlein). Er schwang sich wieder in seine Mistkarre und setzte nun an, mich samt Fahrrad wegzuschieben und sein Auto nun als Waffe gegen mich einzusetzen. Ich hatte das Fahrrad noch unter mir, gl\u00fccklicherweise das Standbein aber vor der Pedale, sonst h\u00e4tte er mir die Tretkurbel fein ins Schienbein gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Da wurde ich ja doch fuchsig. \u00a0Es schaltete sich \u00fcbrigens noch eine alternde Inseltucke ein, die dem Mistsack in seiner Dreckskarre schnell zur Seite sprang und meinte, ich h\u00e4tte gelogen, dass er mich mit seiner Schleuder samt Fahrrad zur\u00fcckgeschoben h\u00e4tte. Er meinte, man k\u00f6nnte ja nach Spuren an seinem Auto von meinem Fahrrad suchen. Darauf habe ich nur gesagt, dass er sich daf\u00fcr den richtigen Gegner ausgesucht hat. Ich h\u00e4tte an dem Punkt die Polizei geholt, wenn ich Lust gehabt h\u00e4tte, meinen Tag dort zu verbringen (hatte ich nicht) und ich Vertrauen genug gehabt h\u00e4tte, dass man sich aufgrund zu vermutender Stammeszugeh\u00f6rigkeit nicht eventuell auf die Seite des nordostdeutschen Besserossis geschlagen h\u00e4tte (hatte ich auch nicht). So meinte ich, um die Angelegenheit zu beenden, dass er jetzt 10 mal \u00fcbt, aus seiner Ausfahrt zu fahren und wir den R\u00fcckzug antreten. Er meinte nat\u00fcrlich, dass er das nicht n\u00f6tig hatte. Ich hielt es dann aber f\u00fcr n\u00f6tig, noch ein paar Fotos mit meinem Handy zu machen. Zumindest tat ich so. Das sah das M\u00e4nnlein im R\u00fcckspiegel, woraufhin er aus seinem Pampersbomber st\u00fcrzte und sofort verlangte, dass ich die Fotos l\u00f6schen sollte. Ich nur so: &#8222;Reingelegt, reingelegt&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Arschloch! Der schl\u00e4gt bestimmt seine Frau und seine Kinder, w\u00e4hlt rechts und lebt von Transferleistungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Disclosure: Dieser Text k\u00f6nnte verbale (!) \u00dcbertreibungen enthalten. Die Fakten stimmen aber. &nbsp; Eigentlich wollte ich schon viel fr\u00fcher \u00fcber ein Urlaubserlebnis der anderen Art schreiben. 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