{"id":867,"date":"2008-12-06T18:28:22","date_gmt":"2008-12-06T17:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/willsagen.de\/?p=867"},"modified":"2018-08-03T15:29:57","modified_gmt":"2018-08-03T13:29:57","slug":"ich-bin-jetzt-ein-fan-von-ruperts-kitchen-orchestra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willsagen.de\/?p=867","title":{"rendered":"Ich bin jetzt ein Fan von Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra UPDATE: gewesen!"},"content":{"rendered":"<p>Grund f\u00fcr &#8222;gewesen&#8220;, siehe <a href=\"https:\/\/willsagen.de\/?p=6483\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Damals in den 90ern lebte ich in Hannover. Dort gab es seinerzeit, wie es jetzt ist, kann ich nicht sagen, eine au\u00dferordentlich rege Musikszene rundum House, AcidJazz, Soul und eben Funk. \u00dcber meine Fiat-Schrauberbude lernte ich Joachim Schw. kennen, zu dem ich leider den Kontakt verloren habe. Er und sein Bruder, der seinerzeit beim Stadtmagazin Prinz als Redakteur t\u00e4tig war, hatten eine unglaubliche Plattensammlung. Dabei hatte Joachim seinen Fokus auf Funk, insbesondere P-Funk (George Clinton, Bootsy Collins&#8230;) gelegt. Aber auch seine Prince-Bootlegs sind legend\u00e4res Zeug.<\/p>\n<p>Durch ihn ergab sich, dass ich nicht nur mit Pressekarten z. B. zu Soundgarden und De La Soul ins Capitol kam, sondern insbesondere auch die lokale Musikszene Hannovers kennen und sch\u00e4tzen lernte. Neben Tom Oz and the Wet, die es damals eigentlich schon nicht mehr richtig gab, und &#8222;be&#8220; war da auch <a href=\"http:\/\/www.spv.de\/spice\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spice<\/a>, eine Funk-Band, die genau die Gute-Laune-Musik machte, die mir einfach gut gefiel, wie ich damals merkte. Im Vordergrund stand sicherlich die dominante, tiefe, kratzige Stimme des S\u00e4ngers Martin Bettinghaus. Aber auch der Rest der Band war f\u00fcr meinen Geschmack einfach genial. Die Jahre kamen und gingen und damit auch <a href=\"http:\/\/spice.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spice<\/a>. Seit jener Zeit wei\u00df ich, dass es auch eine Musik, eine viel bessere nach meinem Geschmack, neben Marius M\u00fcller-Westernhagen (war ja damals voll angesagt), Bruce Springsteen, Metallica und Guns&#8217;n Roses gab, gibt und geben wird. Seitdem drehen die Scheiben von Tom Oz, Spice und so immer wieder ihre Runden in meinem CD-Player, und eben auch George Clinton oder Bootsy Collins und so Zeugs, gl\u00fccklicherweise gibt es ja auch noch Jamiroquai (lebt Jay Kay eigentlich noch?)<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich gelang es mir, in meiner eigenen Band wenigstens ab und zu mal einen Funk-Song einzustreuen, z. B. Baby love von Mothers Finest oder Play that funky music von Wild Cherry (kennt die wer..?). Allerdings fand in den ersten 5 Jahren des neuen Jahrtausends in Sachen Livemusik praktisch nichts statt, was mit Funk zu tun hat. Jetzt, in Berlin, dachte ich, muss sich das doch \u00e4ndern lassen. Aber, Berlin 2008 ist eben nicht Hannover in den 90ern. Das gilt wohl auch unabh\u00e4ngig von irgendwelchen Dekaden. Denn mein Eindruck ist, dass in Berlin 90% aller kleineren Bands, die mal hier, mal da in einem kleinen Laden spielen, irgendwelchen Hardcore-Garagenpunk-Postgrunge-Metal-Kram spielen. Schwarze Klamotten an, Emo-Trullas im Publikum und dann geht&#8217;s ab: laut, aber nicht sch\u00f6n (f\u00fcr meinen Geschmack). Dabei nimmt man sich oft so ernst, dass es schon wieder zum Lachen ist.<\/p>\n<p>Jedenfalls war ich so in Berlin auf der Suche nach guter Musik (immer dazudenken: f\u00fcr meinen Geschmack). Funk soll es sein, am besten P(ure)-Funk. Und Gute-Laune-Funk. Durch einen gl\u00fccklichen Zufall habe ich neulich, <a href=\"http:\/\/willsagen.de\/?p=703\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie berichtet<\/a>, Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra kennengelernt. Eine (\u00fcberwiegend) junge, lustige Truppe um einen extrovertierten S\u00e4nger (zumindest macht er auf der B\u00fchne diesen Eindruck), dem es offenbar in die Wiege gelegt ist, die Leute mit seiner lockeren Art zu unterhalten. Zwar hat seine Gesangsstimme so gar nichts mit Martin Bettinghaus zu tun, aber dennoch ist das Ensemble in sich stimmig. Anscheinend laufen die F\u00e4den beim Schlagzeuger zusammen, der in Neuk\u00f6lln ein <a href=\"http:\/\/www.rupertskitchen.de\/studio\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studio<\/a> betreibt. Warum die Band unverst\u00e4ndlicherweiser nicht <a href=\"http:\/\/meinfritz.de\/rupertskitchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hannoveraner Funk<\/a> sein will, verstehe ich nicht. Mich ficht das nicht an, ich sehe sie f\u00fcr mich dennoch als legitimen Spice-Nachfolger. Wahrscheinlich ist aus Neuk\u00f6llner\/Berliner Sicht Hannover schlicht zu provinziell. Mag sein, dennoch gibt es unbestritten sehr guten groovenden Musikexport aus Hannover. Keine Ahnung, was man genau meint.<\/p>\n<p>Nach dem Auftritt im <a href=\"http:\/\/schokoladen-mitte.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schokoladen<\/a> war ich jedenfalls Feuer und Flamme, die Band m\u00f6glichst schnell wieder zu h\u00f6ren. Die Gelegenheit ergab sich am Freitag vor einer Woche im <a href=\"http:\/\/frannz.de\/club_index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frannz-Club<\/a> in der Kulturbrauerei. Da gab es von Sennheiser eine <a href=\"http:\/\/www.frannz.de\/event.php?id=1982&amp;special=&amp;year=&amp;month=\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Newcomer Aktion<\/a>. In verschiedenen St\u00e4dten treten junge Bands nacheinander auf. Jeweils f\u00fcr eine halbe Stunde. Zwar kurz, aber egal, ich bin da jedenfalls hingefahren. 6 Euro Eintritt sind ja auch human.<\/p>\n<p>Die erste Band hatte ich schon verpasst, die zweite war so la la. Ganz netter Pop-Rock-Dingens. Aber nichts, was bei mir h\u00e4ngengeblieben ist. Die dritte Kapelle war dann <em>RKO<\/em>. Mag sein, dass mein Blick schon subjektiv getr\u00fcbt ist, aber ich hatte den Eindruck, dass diese Musik bei wesentlich mehr Leuten sofort in die Beine gegangen ist. Jedenfalls war wieder innerhalb k\u00fcrzester Zeit der Laden am wippen und grooven. Zwischendurch hat <em>Chrispy Chris<\/em>, der S\u00e4nger, eine CD angepriesen, die man erstehen konnte. Da es (noch) kein wirklich professionelles Material so richtig zu kaufen gibt, habe ich mal abgewartet, bis ich ihn nach dem Gig zu &#8222;packen&#8220; kriegte. F\u00fcr 10 Euro wechselte der Silberling den Besitzer. &#8222;Ja, es fehlt aber Tasten-Torsten, das ist mehr so Stra\u00dfenmusik.&#8220; &#8211; &#8222;Egal&#8230; Und, macht weiter so!&#8220;<\/p>\n<p>Ja, und seitdem habe ich die CD schon wesentlich \u00f6fter geh\u00f6rt, als alles Profi-Zeugs, was ich mir in den letzten Jahren gekauft habe. Das liegt selbstredend auch daran, dass man stets die netten Auftritte vor Augen (und in den Ohren und Beinen) hat. W\u00e4re ich Silvester in Berlin (sieht im Moment nicht so aus), w\u00fcrde ich mich sicherlich mal ins <a href=\"http:\/\/www.kaffeeburger.de\">Kaffee Burger<\/a> trauen, wo die Combo die Silvesternacht bestreitet.<\/p>\n<p>Also: Wer wie ich gute Musik, intelligente Musik, groovende Musik, Musik-Musik (=Funk) mag, sollte sich in seiner Stadt nach solchen kleinen Bands umsehen. Ich bin jedenfalls bei den Gigs in kleinen L\u00e4den nie entt\u00e4uscht worden. Und wer in Berlin ist, sollte sich mal einen Termin von <a href=\"http:\/\/myspace.com\/rupertskitchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rupert&#8217;s Kitchen Orchestra<\/a> heraussuchen. Nichtsdestotrotz bin ich nat\u00fcrlich immer auf der Suche nach anderer guter Funk-Musik. Mit Sicherheit gibt es noch mehr Funkbands, die sich in ihren Prober\u00e4umen verstecken und vor lauter Gitarrengewummer und dunklen Gestalten sich viel zu selten auf die B\u00fchnen der Stadt trauen. Nat\u00fcrlich bin ich auch stets f\u00fcr Empfehlungen offen. Hauptsache dere&#8217;s Funk in da House!<\/p>\n<p>Yeah.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grund f\u00fcr &#8222;gewesen&#8220;, siehe hier. Damals in den 90ern lebte ich in Hannover. 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