Flycamone²: Flugtest (noch) nicht bestanden.

15. April 2008 · Will Sagen

Eines vorweg:

P1060067P1060054So gut sich der erste Eindruck und Praxistest zunächst anließ, so schlecht ist der Flugtest verlaufen. Das kann man wohl vorwegnehmen. Das Problem sind wahrscheinlich in erster Linie die Schwingungen, denen die Kamera beim Flug mit laufendem Motor ausgesetzt ist. Außerdem müssen wahrscheinlich exzellente Lichtverhältnisse herrschen, damit die Belichtungszeit ausreichend kurz ist. Denn sonst sind die Bilder, die offensichtlich zeilenweise geschrieben werden, verwackelt. Das nächste Mal wird auf jeden Fall mit einem Segler getestet. (Mindestens) eine Chance gebe ich der Kamera noch. Aber im Prinzip zeigt sich: Will man hochwertige Luftaufnahmen machen, muss man in eine ordentliche Kamera investieren.

Ich hatte die Kamera auf meinem Flugboot „Puddle Twin“ aufgeschnallt. Die Befestigung mit Klettband und etwas Knuddelkitt zur Schwingungsdämpfung war möglicherweise nicht optimal. Mit der Kamera habe ich zwei Flüge unternommen. Einmal vormittags, einmal nachmittags bei durchaus sonnigem Wetter. Grau und bewölkt ist jedenfalls anders.

PICT0023_modPICT0036Die Bilder vom Vormittag haben sich dadurch ausgezeichnet, dass sie fast alle links im Bild ein Streifenmuster haben. Das hatte ich schon mal bei einem anderen Flugkameraversuch, immer dann, wenn der Motor lief. Außerdem waren die generell matschig, meist verwackelt und insgesamt unscharf.

Nachmittags konnte ich dann komischerweise ein anderes Phänomen beobachten: Die Bilder waren nun grünstichig und hatten ein kariertes Rastermuster. Unscharf waren sie aber immer noch.

PICT0064PICT0087Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Bilder im Nahbereich (etwa 2 bis 10 Meter) eher scharf sind als im (für mich sinnvolleren) Fernbereich. Das sieht man eigentlich ganz gut bei dem Foto links, das noch im Wasser schwimmend aufgenommen wurde. Da fragt man sich natürlich, was eine Kamera soll, die speziell für Modellfliegerei angeboten wird, die ihm Fernbereich nicht so scharfe abbildet wie nah.

Ach, übrigens, habe ich die Fotos einfach mit der automatischen Funktion aufgenommen, alle vier Sekunden ein Bild aufzunehmen. Mit der 2GB-Karte kann man da ewig knippsen. Schließlich habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man mit dem manuellen Auslöser auch fast nie den Moment erwischt, den man festhalten will.

PICT0091PICT0091_modDie Fotos habe ich dann mit Photoshop autotonwertkorrigiert und mit dem Störungsfilter Störungen entfernt. Die Ergebnisse können leider an meine Uralt-Aiptek nicht heranreichen! In den kleinen Voransichten ist das ja ganz nett, aber wenn man die Bilder großklickt, wird die Qualität zunehmend schlechter. Nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ werde ich natürlich weiter testen. Aber es läuft schon darauf hinaus, dass ich ein größeres, wahrscheinlich doppelt so großes, Flugboot bauen werde, in dem eine hochwertige Digitalkamera mitfliegen kann. Denn ich merke schon, dass mir die Flugfotos über Wasser echt richtig gut gefallen!

1 Kommentar

  1. […] hatte ich die Flycamone² auf den Flieger geschnallt. Die Kamera nimmt aber aus unerfindlichen Gründen nach kurzer Zeit […]