Was/Wen ich [nicht] wähle

Klar gehe ich am Sonntag wählen. Es geht unter anderem darum, die AfD-Nazis möglichst klein zu halten. Ich werde so ein bisschen strategisch wählen. Ich werde nicht direkt verraten, wo ich mein Kreuz mache, aber wie ich zu meiner Wahlentscheidung komme.

Erststimme:

Wer den Wahlkreis persönlich gewinnt, bekommt einen Sitz im Bundestag. Ich müsste/dürfte/könnte Gesine Lötzsch [Linke], die 2013 eine komfortable Mehrheit bekommen hat, zu weiteren vier Jahren im Parlament verhelfen. Alle anderen sind so weit zurück, dass sie allenfalls über Listenplätze ihrer Parteien einen Sitz bekommen. Da ich mit den Linken auf Bundesebene nicht viel anfangen kann, werde ich einen anderen Direktkandidaten wählen. Vermutlich ist es relativ egal, wen man da wählt. Der CDU-Kandidat, Martin Pätzold, hat wohl einen Listenplatz ergattert. Den muss ich daher auch nicht wählen. Das ist mir ganz recht.

Zweitstimme:

Bloß keine GroKo mehr! Das muss ein Ende haben. Also werde ich weder SPD noch CDU wählen. Vielmehr möchte ich dafür sorgen, dass eine der kleineren Parteien, die für mich das kleinste Übel darstellt, drittstärkste Kraft wird. Da drittstärkste Kraft natürlich nicht die NSDAP AfD werden darf, ich mit den Linken aber auch so meine Probleme habe (außer, was Verteidungs-/Rüstungsfragen betrifft), bleiben nur der Lindner-Club, der wieder mitspielen möchte, und die Blassen, äh Grünen übrig.

Ich denke, ich muss etwas Farbe ins Spiel bringen.

Mal rischtisch hart durchgreifen! Eine kleine Bildergeschichte.

Heute im Mauerpark spielte unter anderem ein Gitarren-Duo, das sehr gut dazu zweistimmig sang. Es standen einige Leute herum und hörten bei angenehmer Lautstärke zu.

Schöne Musik!

Am Rand standen ein paar verdächtige Zuhörer. Sie warteten das Stück noch ab.

Verdächtige Zuhörer

Und dann war Schluss mit lustig. Echt ne ganz, ganz große Leistung.

... und dann war Schluss.

Mann, war ich sauer. 🙁

[Neues Projekt] Hybrid-Tretboot

Kanufahren ist ja ganz nett. Aber zum Sundown-Rumdümpeln doch irgendwie ungeil.

Was will man da: Den Sonnenuntergang mit der Liebsten genießen. Händchenhalten, ein Gläschen Wein dabei. Vielleicht noch einen Snack genießen. Sowas halt.

Größtes Manko beim Kanu ist die Sitzposition. Keine Lehne, die Füße schlafen einem ein, beim Händchenhalten verrenkt man sich und für das Weinglas gibt es auch keine rechte Abstellmöglichkeit. Man müsste also in Lehnstühlen nebeneinander sitzen. Ein Gestell mit zwei Campingstühlen auf zwei aufblasbaren Schwimmkörpern sollte das kleinere Problem sein. Dabei könnte man ja bequem wie bei einem Tretboot in die Pedalen treten. Aber so einen platsch-platsch-platsch-Schaufelradantrieb wie bei gängigen Tretbooten finde ich zum einen zu laut, zum anderen zu ineffizient. Schraubenantrieb ist besser. Dafür braucht mal allerdings eine ziemlich große Übersetzung und außerdem einen Kurbeltrieb, 90°-Winkelgetriebe und Schraubenwelle nebst Ruder.

Was ja auch ginge, wäre ein flüsterleiser Elektroantrieb, den man mittels Tretantrieb mit Strom versorgt. Kleine Elektroaußenborder gibt es ab etwa 150 Euro aufwärts. Die sind so ausgelegt, dass man sie mit einem 12V-Akku (Autobatterie) betreiben kann. Für ein aufblasbares Paddelboot reichen die allemal. Im Urlaub haben wir damit schon ein ca. 3×4 m großes Floß mit 8 Personen bewegt.

Außerdem ist z. B. ebay voll mit kleinen Windenergie-Anlagen, die wiederum dazu gedacht sind, 12V-Akkus zu laden. Wenn man nun statt Wind den Generator mittels Tretkurbeln antreibt, müsste das ja irgendwie funktionieren. Allerdings läuft das alles über diverse Ladeelektronik- und Regelmodule. Da braucht man dann stets einen Akku (von 100 Ah ist die Rede) als Puffer. Und das Gewicht würde ich mir ja eigentlich ganz gern sparen, wenn das alles mobil transportabel bleiben soll. Außerdem hat die erste Recherche ergeben, dass die Windkraftanlagen rund 1000 1/min (oder mehr) benötigen, um einigermaßen Leistung abzugeben. Da ist man dann wieder bei einer Übersetzung von 20:1. Das muss man erst mal hinkriegen.

Was die Energieversorgung betrifft: Man könnte sich übrigens sogar noch ein Solarpanel als Dach vorstellen. Dann hätte man ein Pedal-Solar-Hybridboot. Und wenn man die Luftschraube einfach dranlässt? Wind hat man ja auch oft auf dem Wasser. Dann muss man die Tretkurbeln wieder umlenken. Und nein, die will ich bislang noch nicht weglassen. Das war ja der Anfangsgedanke und ist gleichzeitig die Herausforderung.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Blaue Plakette (H-Plakette)

Nur damit das mal irgendwo festgehalten wird:

Viel ist ja derzeit davon die Rede, dass demnächst bestimmte Autos mit blauen Plaketten entweder geadelt oder stigmatisiert werden.

Mein Fiat 500 fährt schon seit Anfang 2008, kurz nach der Einführung der sog. „Umweltzone“, mit einer blauen H-Plakette herum. Dieses Foto habe ich bereits am 15.02.2008 bei flickr eingestellt. Alle anderen blauen Plaketten, die nun kommen werden, sind natürlich deswegen als ungültig anzusehen. Das wird auch daran zu erkennen sein, dass statt einem „H“ eine Zahl oder ein anderer Buchstabe zu lesen sein wird. 😉

H-Plakette

Benutz‘ doch mal die Suchfunktion!

Manche Dinge werden sich im Internet nie ändern: Ob in Foren, Facebookgruppen oder Mailinglisten, egal: Wenn jemand eine Frage hat, die irgendwann schon mal jemand irgendwo im www beantwortet hat, wird es einen geben, der auf die Suchfunktion oder auf Google hinweist.

Das ist so dumm wie unnütz und Zeit verschwendend.

Oft wird der Fragende diese Idee selbst haben, aber ist vielleicht nicht in der Lage, die richtigen Suchbegriffe zu identifizieren, oder er wird von der Fülle der Suchergebnisse erschlagen. Klar: Manch einer ist vielleicht auch einfach zu faul, um zu suchen.

Aber was genau nützt es, anstatt eine inhaltliche sinnvolle Antwort zu geben, sich überhaupt zu befleißigen, etwas in das Kommentarfeld zu tippen? Jemanden allgemein auf Suchfunktion oder Google hinzuweisen, hilft genau gar nichts. Fast immer ist es aber so, dass derjenige, der diesen „wertvollen“ Hinweis gibt, die Frage aus dem Stehgreif beantworten könnte. Das sind eindeutig Menschen, die das „social“ im Begriff „Social Media“ noch nicht so ganz begriffen haben.

Wer also inhaltlich nicht antworten will, sollte bitte einfach weitergehen und die Frage ignorieren, aber niemals, wirklich niemals, wenn er selbst die Antwort kennt, auf die vermaledeite Suchfunktionen oder Google verweisen.

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Bildchen gebastelt mit:
https://imgflip.com/memegenerator/46924219/Batman-Robin

Theme kapott :(

WäääääÄÄÄäääh! Mein schönes, zeitloses Design ist kapott. Es zerschießt aus Gründen, die ich nicht verstehe, die Kommentarfunktion.

Damit muss ich mich (zumindest zeitweilig) von meiner herrlichen Siebziger-Jahre-Tapete auf der Betonwand verabschieden. Was hab ich das geliebt! Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre ich dieses „Design“ schon hatte. Seufz. Darum gibt es jetzt erst mal ein Standard-Theme von WordPress.

 

Fête de la Gratis

Einerseits ist die Veranstaltung toll, weil überall viel gute Musik gespielt, andererseits absolut verachtenswert, weil „alle“ dran verdienen, nur die Musiker nicht.

Wer sich heute als Musiker beschäftigt, aber weder zu den oberen Zehntausend, noch zu den staatlich geförderten Künstlern gehört, hat es schwer, wenigstens die Ausgaben für Equipment, Proberaummiete, Fahrtkosten etc. wieder reinzubekommen. Musik hat einfach keinen Wert.
Radio KitchenUnd dann die Fête de la musique. Alle spielen umsonst und draußen am längsten Tag des Jahres! Was für eine tolle Idee, eigentlich. Auch ich werde mich beteiligen, obwohl man das gar nicht unterstützen dürfte. Denn, Equipment (Ton, Licht, Bühne, Dach …), um auf der grünen Wiese eine Bühne aufzubauen, will in der Regel gegen Gebühr geliehen werden. Besucher, die sich ein bisschen Musik anhören wollen, kommen vorbei und holen sich am Getränkestand ein Bier oder einen Wein. Dann noch ne Wurst vom Grill. Rrrring, wieder klingeln irgendwo ein paar Euro in der Kasse.

Nur der Anlass, weswegen die Leute kommen, die Musiker, sie bekommen keinen Cent, während alle drumherum irgendwie davon profitieren. Aber hey, es ist ja Werbung …

 

Die großen drei Missverständnis der E-Mobilität

Fehler, die aus meiner Sicht derzeit dauernd bei der Betrachtung von Elektroautos gemacht werden:
  • „Bei der Stromerzeugung entsteht auch CO2“
    Die Elektroenergie kann sicherlich klimaschädlich hergestellt werden, es gibt aber eben C02-neutrale oder sogar schonende Methoden. Bei Verbrennungsprozessen entsteht immer CO2.
  • „Die Erzeugung elektrischer Energie verursacht auch jede Menge giftige Abgase“
    In Ballungsgebieten ist es nicht egal, wo Schadstoffe ausgestoßen werden. Selbst wenn E-Autos nicht klimaschonend betrieben werden, ist der Betrieb in Innenstädten immer noch besser, als dort Verbrennungsgase zu erzeugen.
  • „Die Herstellung von E-Autos und deren Komponenten ist viel giftiger als die herkömmlicher Verbrennerautos“
    Die Produktion der gesamten E-Komponenten steckt im Vergleich zum Verbrennungsauto noch in den Kinderschuhen. Zunächst sieht man in klassischen Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Fertigungsprozessen zu, überhaupt etwas herzustellen, dann wird die Effizienz gesteigert und dann die Umweltverträglichkeit. Heutzutage laufen die letzten beiden Punkte aber schon Hand in Hand, früher keineswegs. Wenn man die gleiche Gesamtentwicklungszeit wie in Verbrennungstechnologie investiert hat, wird aus heutiger Sicht die E-Mobilität unter Garantie besser dastehen als Verbrennertechnologie. Man muss nur Geduld haben. Derzeit sind wir maximal in der Phase der E-Mobilität, als man für Verbrennerautos den Sprit gerade nicht mehr in der Apotheke kaufen musste.

Ihr guckt Fargo, ich flieg Cargo.

Endlich bin ich mal wieder mit meiner Multiplex Cargo geflogen. Das geht nur, wenn der Rasen kurz gemäht ist, der Wind günstig steht, ich die Akkus nicht zu Hause liegen lasse (…) und ich eben Lust auf Cargo habe. Und wenn dann noch jemand da ist, der das ganze filmt, habe ich mal wieder eine schöne Erinnerung an das Rasseln von vier geradverzahnten Getrieben an popeligen 400er E-Motoren. #hach

Die Cargo hab ich mal über das rcline-Forum gebraucht vom User „Ecky“ gekauft, weswegen das Flugzeug immer noch die Kennung D-ECKY trägt, was natürlich für derartige Viermots ein Unding ist. Leider ist Ecky seit 7 Jahren in dem Forum nicht mehr aktiv. Sonst würde ich ihm den Link zukommen lassen. Der Kauf des Fliegers muss ca. 12 Jahre her sein.

Isses nicht herrlich!?!