Hier irrt @saschalobo ausnahmsweise

Dienstag, 6. Februar 2018

Ich schätze Sascha Lobo sehr. Seine Texte sind für mich gut verständlich formuliert, seine Argumentation sachlich und erschöpfend. Da kann man ihm zugestehen, auch mal einen schlechten Tag zu haben. Er echauffiert sich auf Facebook über eine Pressemeldung der Berliner Polizei, die aus seiner Sicht einen falschen Duktus hat, wenn ich das richtig verstehe. Darin kann man ihm durchaus zustimmen. Nur wie er das begründet, halte ich für wenig hilfreich in der Sache.

Zunächst die Meldung in voller Länge. Ich zitiere die hier voll, weil sie ja ggf. überarbeitet werden könnte.

Beim Driften mit dem Auto Fußgänger schwer verletzt
Polizeimeldung vom 05.02.2018
Steglitz-Zehlendorf
Nr. 0296
Bei einem Verkehrsunfall wurde gestern Nachmittag ein Fußgänger in Lichterfelde schwer verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein 23-Jähriger mit seinem BMW gegen 16.30 Uhr wiederholt den Ostpreußendamm zwischen Giesensdorfer und Osdorfer Straße auf und ab. Nach Zeugenaussagen soll er hierbei jeweils mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein. An der Einmündung Giesensdorfer Straße Ecke Ostpreußendamm soll er seinen Wagen mehrmals um die eigene Achse driften gelassen haben. Hierbei kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, erfasste einen 75-jährigen Fußgänger auf dem Gehweg des Ostpreußendammes und verletzte ihn schwer. Der Senior kam mit Frakturen im Rumpfbereich zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Führerschein des 23-Jährigen wurde beschlagnahmt und dessen BMW als Tatmittel sichergestellt. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 übernimmt die weitere Bearbeitung.

Als erstes meint Lobo, dass schon der Begriff „Unfall“ falsch sei. Man kann dazu z. B. bei Wikipedia nachlesen, dass es ein Schadensereignis sein muss, das zumindest für einen der Beteiligten plötzlich und ungewollt eintritt und über eine bloße Gefährdung hinausgeht. Der BGH hat mal gesagt:

„Ein Unfall ist ein plötzliches Ereignis im Straßenverkehr, dass mit den Gefahren des Straßenverkehrs in ursächlichem Zusammenhang steht“.

Wodurch die Gefahren ausgelöst werden, steht dort ausdrücklich nicht. Aus diesem Grunde wird dann auch später in leichte und grobe Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz unterschieden. Auch wenn Lobo es gern anders hätte, tut die Polizei gut daran, diesen Vorfall erst mal als Straßenverkehrsunfall zu klassifizieren. Was später daraus strafrechtlich wird, ist ja etwas ganz anderes. Man kann nur hoffen, dass die Spuren des Geschehens gut dokumentiert wurden. Das ist nämlich leider nicht selbstverständlich.

Als nächstes stört er sich an der passiven Formulierung, der Fußgänger wurde verletzt. Später wechselt der Text aber in die aktive Form: „Hierbei kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, erfasste einen 75-jährigen Fußgänger auf dem Gehweg des Ostpreußendammes und verletzte ihn schwer.“ Schon die Überschrift sei falsch, weil dort der Täter nicht benannt werde: „Beim Driften mit dem Auto Fußgänger schwer verletzt„. Da hätte ich einen Hinweis auf den 23-Jährigen auch nicht verkehrt gefunden, hätte einem das doch gleich anfangs geholfen, den Vorfall besser einsortieren zu können.

Dann meint Lobo aber, „Driften“ sei die Beschreibung eines coolen Fahrmanövers. Aus Laiensicht mag man den Eindruck haben, wenn man Driften nur aus amerikanischen Filmen kennt. Driften beschreibt aber auch den Übergang vom stabilen zum instabilen Fahrvorgang, von Kurvenfahrt zum Schleudern. Für mich liest sich das so, als ob der BMW-Fahrer „Donuts“ gedreht habe. Wenn die Polizei aber von „Donuts“ geschrieben hätte, könnte ich die Aufregung ja verstehen. Hat sie aber nicht, sondern die unaufgeregtere, objektivere Beschreibung gewählt. Kann man daraus so einen Vorwurf drechseln?

Danach bringt Lobo – geradezu unvermeidlich – die Schwanzverlängerung ins Spiel. Ich habe noch nicht nach wissenschaftlichen Studien gesucht, in denen nach einer Korrelation zwischen der Länge des männlichen Geschlechtsorgan und der Tieferlegung und Motorleistung geforscht wurde, und werde das auch nicht tun. Es ist schlicht Polemik. Nichts anderes.

Im nächsten Absatz reibt sich Lobo am Strafmaß: Sechs Monate Führerscheinentzug und 2.350 Euro Geldstrafe. Und für ihn gehört so jemand, anscheinend vor der Aufarbeitung in einem Strafverfahren, ins Gefängnis und auf Lebenszeit der Führerschein entzogen. Das Strafmaß richtet sich nach Tagessätzen. Es wird keine absolute Höhe verhängt. Die ergibt sich durch Multiplikation ihrer Anzahl mit der Höhe der Tagessätze, kann also für den Täter höchst unterschiedlich ausfallen. Vor der Verurteilung ist dem Täter sein Vergehen nachzuweisen. Solange das nicht gelingt, gilt er als unschuldig. Auch wenn Lobo meint, dass ich davon nichts verstehe: Ich hab die Anwendung der Unschuldsvermutung in Strafverfahren zu Straßenverkehrsgeschehen wahrscheinlich öfter erlebt als er.

Seine Vorverurteilung mag ja richtig sein. Es spricht vielleicht sogar einiges dafür. Aber aus meiner Sicht ist es auf Bildzeitungsniveau sich das Geschehen aus der knappen Meldung so zurechtzubiegen, wie man es gerne hätte und so zu tun, als sei man dabei gewesen. Ich habe schon so viele Zeugenaussagen gehört, bei denen sich Fahrzeuge „mehrmals um die eigene Achse gedreht“ haben, wo aufgrund der Spuren mal gerade eine 180°-Drehung verblieb. Zeugen beschreiben irrwitzige Geschwindigkeiten. Aber wenn man mal den Test macht, z. B. bei einem Crashversuch, kommt auch mal die Schätzung 70 km/h zustande, obwohl der Fußgängerdummy nur mit 30 km/h angefahren wurde. Alles selbst erlebt und nicht nur einmal.

Sascha Lobo hat in vielerlei Hinsicht Recht, wenn er die amerikanischen Waffengesetze mit der Diskussion hierzulande vergleicht, was man mit einem Auto so anstellen darf. Und zweifellos muss in der Raserszene hart durchgegriffen werden. Aber bitte auf der Grundlage von Fakten, und nicht einen gerade passierten, unaufgeklärten individuellen Vorfall als Vehikel für einen polemischen Facebook-Rant nehmen. Das hilft nicht weiter. Höchstens am Stammtisch. Sascha Lobo findet den Text der Polizei „in jeder Hinsicht schlimm„. Ich nicht. Jedenfalls nicht in jeder.

 

Thema: nich so dolle | Kommentare (0)

Bässere Zeiten

Montag, 25. Dezember 2017

Dieses Jahr habe ich mir ein schönes Weihnachtsgeschenk selber gemacht.

Schon lange war ich auf der Suche nach einem Bass, mit dem ich seinerzeit, Anfang der 90er Jahre, das Bassspielen begonnen hatte. Es war kein besonderes Instrument, aber ich mochte es, und es musste damals aus finanziellen Gründen weichen, weil ich mich in was Tolleres verguckt hatte (einen Fender Jazzbass, den ich heute noch habe).

 

Kurz vor Weihnachten wurde bei ebay ein „Marina Bass Collection SB301 angeboten, in schwarz, wie er mir damals in Hannover Linden in einem kleinen Musikladen anempfohlen wurde. Eine absolut sehr gute Empfehlung, ließ sich der Bass doch von einem Anfänger wie mir gut spielen und klang sehr ausgewogen.

Der Bass wurde in Prenzlauer Berg angeboten, 20 Minuten zu Fuß vom Büro, für 76,53€ erhielt ich den Zuschlag. Als ich den Bass abholte, dachte ich natürlich daran, dass das mein alter sein könnte, hielten sich die Verkaufszahlen dieses Modells doch vermutlich in Grenzen. Genau genommen, habe ich in Natura so einen nirgends anders gesehen. Beim Verkäufer war es ziemlich dunkel, ich packte den Bass schnell ein, bezahlte und verschwand zurück ins Büro. Dort inspizierte ich ihn genauer. Er ist ziemlich heruntergekommen, viele Macken, der Hals krumm wie eine Banane (hab ich inzwischen ganz gut gerichtet).

Auf einmal fiel mir eine Stelle am Hals auf, die ich sofort wiedererkannte. Ein kleiner Lackierfehler. schwarzer Lack war in Richtung Griffbrett verlaufen und hatte einen schwarzen Fleck gebildet, unter dem Klarlack! Ich weiß noch, wie ich damals versuchte hatte, diesen Fleck zu entfernen, weil ich dachte, das ist Edding oder so. Es ging nicht.

Nun habe ich ihn nach fast 25 Jahre wieder. Meinen Anfängerbass! Ist das nicht eine rührende Weihnachtsgeschichte?

Thema: funky | Kommentare (0)

BassTL, der Bastel-Bass, für Open Stages mit Built-In Limiter

Sonntag, 26. November 2017

Inzwischen hab ich einige Erfahrung mit Auftritten auf Open Stages, offenen Bühnen, Open-Mic-Veranstaltungen, wie auch immer das heißt. Man kommt vorbei, meldet sich an, wartet, spielt 2 bis 5 Stücke und ist fertig. Das geht immer alles sehr flott vonstatten. Schließlich will man nicht lange rumstöpseln und irgendwas einstellen, sondern spielen. Man lernt, ohne Soundcheck geht es auch. Wenn man Glück hat, wie z. B. im Dodo, wo wir am liebsten spielen, dreht der Wirt ein bisschen an den Reglern, bis man sich selbst und die Gäste gut hören können. Hat man Pech, muss man das selbst machen, läuft es richtig scheiße, dreht irgendjemand an den Reglern, der überhaupt keine Ahnung hat. Das gibt es leider öfter, als man denkt.

 


Kommt man mit einem E-Bass vorbei, gehen bei vielen Veranstaltern schon die Alarmglocken an. Die Nachbarn! Wirklich jede Kneipe hat einen Nachbarn, der meint, in Berlin müsste es so ruhig sein wie in Hintertupfingen. Deswegen gibt es gern mal Dezibel-Killer, die radikal eingreifen, wenn man auch nur einen zu lauten Ton spielt und man einige Sekunden lang fast gar nichts mehr hört, oder der „Tonmeister“ dreht gleich alles so leise, dass man nichts, vor allem aber den Bass nicht mehr hört.

 

Seitdem ich das weiß, nehme ich zu Open Stages gern einen „aktiven“ Bass mit, also einen mit elektronischem Vorverstärker. Beim Soundcheck, so es ihn gibt, bzw. beim ersten Stück spiele ich passiv. Da wird man dann „schön leise“ eingestellt. Ich drücke mein Knöpfchen mit dem Vorverstärker, und schon hört man auch wieder was von den tiefen Frequenzen. Soweit so gut. (Und so gemein …)

Aber leider hat das auch seine Schattenseiten: Sobald man etwas slappt oder überhaupt mit mehr Dynamik spielt, fliegen den Gästen, dem Wirt, den Nachbarn, überhaupt allen die Lautsprechermembranen um die Ohren. Dafür hat der Musikgott den Limiter erschaffen. Der grätscht einfach mal kurz rein, wenn es zu laut wird.

Da es bei Open Stages eher nicht so gut ankommt, wenn man erst noch seine diversen Tretminen (aka „Effektgeräte“) anstöpseln muss, und ich einen ausgeweideten Hohner-Headless-Bass zum Rumbasteln in die Finger bekommen habe, dachte ich mir: Kombiniere den Bass mit einem Limiter. Der Hohner-Bass hat zudem den Vorteil, sehr kompakt und leicht zu sein, so dass ich nicht mehr mit dem Gigbag auf dem Rücken an jedem Türrahmen und jeder Leuchtstoffröhre hängen bleibe.

Als erstes habe ich mir den billigsten Limiter besorgt, den ich kriegen konnte. Den hab ich kurz getestet und er macht genau das, was ich will. Der originale Vorverstärker im Hohner B2A fehlte sowieso. Und da ich eh immer mit beiden Pickups vollaufgedreht spiele, Tonblende und Volume voll auf, ist das Layout ziemlich einfach.

Die beiden Pickups werden parallel geschaltet und direkt an den Eingang des Limiters angelötet. Der Ausgang des Limiters kommt dann an die Klinkenbuchse im Bass. Klingt leichter als es ist, weil der Limiter natürlich nicht einfach so in den Bass passt. Also hab ich den Limiter erst mal ausgeweidet. Das Gehäuse brauche ich nicht mehr. Dann mussten die Potis von der Platine herunter. Die kommen ja vorn in den Bass: Volumen, Attack und Threshold statt, Volumen vorderes Pickup, Volumen hinteres Pickup und Tonblende. Mit dem originalen Schalter konnte man vorher zwischen Aktiv und Passiv wählen. Der wird nun Mute-Schalter zum Stimmen und schaltet gleichzeitig die Spannung für den Limiter ein und aus. Die LED zeigte vorher den Betriebsmodus aktiv/passiv an. Die wird gegen die Zwei-Farb-LED des Effektgeräts ausgetauscht.

Der Bass hat auf der Rückseite zwei Fächer: Eines, über das man von der Rückseite an die Potis und die Klinkenbuchse sowie Schalter und LED kommt, ein weiteres, in dem der Vorverstärker und die 9V-Blockbatterie saßen. Dort kommt auch die Batterie wieder hinein. Die Abdeckung mache ich durchsichtig, in das Fach kommt ein kleines Voltmeter hinein, damit man vor dem Auftritt noch kurz checken kann, ob die Batterie noch voll genug ist. 

 

In der Zarge hat der Hohner B2A der ersten Generation neben der Klinkenbuchse noch eine XLR-Buchse. Dort konnte man das pure Passivsignal abnehmen, für Aufnahmen und so. Das brauche ich nicht. Dort kommt der Fußschalter des Effektgeräts hinein.

Die Potis, die ich aus demEffektgerät ausgelötet habe, sind nicht mehr zu gebrauchen. Ich besorge mir neue mit verzahnten Steckachsen, die ich in den Bass einbauen kann. Das Volumenpoti hat eine Rastung in der Mittelstellung. Das ist sehr praktisch. Es wird meine Standardeinstellung sein, und dreht mich ein Open-Stage-Betreiber zu leise, kann ich dort noch etwas nachlegen. Hähähä!

Dummerweise sind die Gewinde der Potis etwas zu kurz und zu dünn. Also werfe ich erst TinkerCad und dann den 3D-Drucker an, um mir kleine Hülsen zu drucken, die die Potis halten. Außerdem drucke ich noch eine weitere Hülse, damit der Fußschalter in der Zarge nicht unnötig weit herausguckt.

Dann löte ich alles zusammen. Und es brummt. Wie verrückt. Nachdem ich alle Einbauten (Schalter, Buchsen usw.) an die Abschirmung angeklemmt hatte (ich dachte, ich hätte das schon gemacht …), hat der Spuk ein Ende und alles funktioniert so, wie ich mir das vorstelle. Auf die Rückseite des Basses kommt noch ein ausklappbarer Hebel für die linke Befestigung des Gurtes. Denn der Bass hängt sonst sehr weit links vorm Körper, jedenfalls in vollkommen anderer Position als z. B. meine Jazzbasse. Ich hab mich ohne die Verlängerung immer um 2 Bünde vergriffen, bzw. mein linker Arm war zu kurz. 

Das gab es in ähnlicher Form an den Original-Steinberger-Bässen. Sah dort natürlich schöner aus. Dieser Ausleger ist aus Blech und dann mit Kunstleder bezogen. Damit der Gurt nicht abrutscht, habe ich alte Dichtungen von Flensburger Bierflaschen draufgesteckt. Leider gibt es die ja nicht mehr in der guten alten Gummi-Qualität.

Jetzt kann der nächste Auftritt kommen!

Zum Schluss noch ein Video vom BassTL-Making.

Thema: Neues aus der Bastelbude | Kommentare (0)

„Die Leute sollen nicht googlen“

Dienstag, 17. Oktober 2017

Gestern Abend hab ich mit meiner 2-Mann-Band an einer Open Stage teilgenommen. Es war das erste Mal, dass wir in dem Laden aufgetreten sind und so hab ich vorher geschaut, wie ich dort hin komme. Ich tippe den Namen des Ladens bei Google-Maps ein und sehe schnell, wo ich hin muss. Was ich aber auch sehe: „Heute geschlossen.“ und morgen auch. Und übermorgen sowieso. Geöffnet von donnerstags bis sonntags.

Leicht irritiert schaue ich auf der Homepage, jedenfalls dort, was ich für die Homepage halte. „DIESER DOMAINNAME IST REGISTRIERT“ leuchtet es mir entgegen. Also wieder googlen. Ok, die beiden Namensteile des Ladens sind noch mit einem Bindestrich voneinander getrennt. Dort gibt es einen Kalender, wo ich auch die Veranstaltung „Offene Bühne“ finde, im Gegensatz übrigens zur Facebook-Seite, auf der nur vergangene Veranstaltung aufgelistet sind.

Ich mache mich auf den Weg und bin auch rechtzeitig vor Ort, wo ich einen recht kauzigen Techniker vorfinde. Zusammen mit dem Menschen hinter der Theke mache ich die beiden auf den Umstand „heute geschlossen“ in Google Maps aufmerksam, und dass man das wohl ziemlich leicht ändern kann. Ja ne, so richtig geöffnet wäre ja heute nicht, weil es eben kein Konzert oder keine Lesung sei, sondern die offene Bühne, meint der Techniker, was ich mit Fragezeichen in den Augen beantworte.

Nunja, die Leute würden sich aber bestimmt vielfach via Google über den Anreiseweg informieren. „Das geht ja auch am besten.“, schiebe ich noch nach. „Unsinn.“ [sinngemäß] schallt es mir entgegen. Da nehme man berlin.de und dann den dortigen Stadtplan. Die Leute sollen nicht googlen.

Ich hab’s dann sein gelassen. Stattdessen haben wir vier Songs vor fast leeren Reihen gespielt.

Thema: Draußen nur Kännchen | Kommentare (0)

Was/Wen ich [nicht] wähle

Freitag, 22. September 2017

Klar gehe ich am Sonntag wählen. Es geht unter anderem darum, die AfD-Nazis möglichst klein zu halten. Ich werde so ein bisschen strategisch wählen. Ich werde nicht direkt verraten, wo ich mein Kreuz mache, aber wie ich zu meiner Wahlentscheidung komme.

Erststimme:

Wer den Wahlkreis persönlich gewinnt, bekommt einen Sitz im Bundestag. Ich müsste/dürfte/könnte Gesine Lötzsch [Linke], die 2013 eine komfortable Mehrheit bekommen hat, zu weiteren vier Jahren im Parlament verhelfen. Alle anderen sind so weit zurück, dass sie allenfalls über Listenplätze ihrer Parteien einen Sitz bekommen. Da ich mit den Linken auf Bundesebene nicht viel anfangen kann, werde ich einen anderen Direktkandidaten wählen. Vermutlich ist es relativ egal, wen man da wählt. Der CDU-Kandidat, Martin Pätzold, hat wohl einen Listenplatz ergattert. Den muss ich daher auch nicht wählen. Das ist mir ganz recht.

Zweitstimme:

Bloß keine GroKo mehr! Das muss ein Ende haben. Also werde ich weder SPD noch CDU wählen. Vielmehr möchte ich dafür sorgen, dass eine der kleineren Parteien, die für mich das kleinste Übel darstellt, drittstärkste Kraft wird. Da drittstärkste Kraft natürlich nicht die NSDAP AfD werden darf, ich mit den Linken aber auch so meine Probleme habe (außer, was Verteidungs-/Rüstungsfragen betrifft), bleiben nur der Lindner-Club, der wieder mitspielen möchte, und die Blassen, äh Grünen übrig.

Ich denke, ich muss etwas Farbe ins Spiel bringen.

Thema: Wichtigpopichtig! | Kommentare (0)

Mal rischtisch hart durchgreifen! Eine kleine Bildergeschichte.

Sonntag, 3. September 2017

Heute im Mauerpark spielte unter anderem ein Gitarren-Duo, das sehr gut dazu zweistimmig sang. Es standen einige Leute herum und hörten bei angenehmer Lautstärke zu.

Schöne Musik!

Am Rand standen ein paar verdächtige Zuhörer. Sie warteten das Stück noch ab.

Verdächtige Zuhörer

Und dann war Schluss mit lustig. Echt ne ganz, ganz große Leistung.

... und dann war Schluss.

Mann, war ich sauer. 🙁

Thema: Ach geh mir wech, Draußen nur Kännchen | Kommentare (0)

[Kombi-Tagebuch] Kleine Inspektion

Donnerstag, 10. August 2017

Kilometerstand 30143

  • Ölwechsel Liqui Moly 15W40
  • Ventilspiel und Kontaktabstand eingestellt
  • Klötergeräusch durch Nachspannen des Keilriemens beseitigt.
  • Achsschenkel abgeschmiert

Thema: cinquecentistisch | Kommentare (0)

[Neues Projekt] Hybrid-Tretboot

Dienstag, 8. August 2017

Kanufahren ist ja ganz nett. Aber zum Sundown-Rumdümpeln doch irgendwie ungeil.

Was will man da: Den Sonnenuntergang mit der Liebsten genießen. Händchenhalten, ein Gläschen Wein dabei. Vielleicht noch einen Snack genießen. Sowas halt.

Größtes Manko beim Kanu ist die Sitzposition. Keine Lehne, die Füße schlafen einem ein, beim Händchenhalten verrenkt man sich und für das Weinglas gibt es auch keine rechte Abstellmöglichkeit. Man müsste also in Lehnstühlen nebeneinander sitzen. Ein Gestell mit zwei Campingstühlen auf zwei aufblasbaren Schwimmkörpern sollte das kleinere Problem sein. Dabei könnte man ja bequem wie bei einem Tretboot in die Pedalen treten. Aber so einen platsch-platsch-platsch-Schaufelradantrieb wie bei gängigen Tretbooten finde ich zum einen zu laut, zum anderen zu ineffizient. Schraubenantrieb ist besser. Dafür braucht mal allerdings eine ziemlich große Übersetzung und außerdem einen Kurbeltrieb, 90°-Winkelgetriebe und Schraubenwelle nebst Ruder.

Was ja auch ginge, wäre ein flüsterleiser Elektroantrieb, den man mittels Tretantrieb mit Strom versorgt. Kleine Elektroaußenborder gibt es ab etwa 150 Euro aufwärts. Die sind so ausgelegt, dass man sie mit einem 12V-Akku (Autobatterie) betreiben kann. Für ein aufblasbares Paddelboot reichen die allemal. Im Urlaub haben wir damit schon ein ca. 3×4 m großes Floß mit 8 Personen bewegt.

Außerdem ist z. B. ebay voll mit kleinen Windenergie-Anlagen, die wiederum dazu gedacht sind, 12V-Akkus zu laden. Wenn man nun statt Wind den Generator mittels Tretkurbeln antreibt, müsste das ja irgendwie funktionieren. Allerdings läuft das alles über diverse Ladeelektronik- und Regelmodule. Da braucht man dann stets einen Akku (von 100 Ah ist die Rede) als Puffer. Und das Gewicht würde ich mir ja eigentlich ganz gern sparen, wenn das alles mobil transportabel bleiben soll. Außerdem hat die erste Recherche ergeben, dass die Windkraftanlagen rund 1000 1/min (oder mehr) benötigen, um einigermaßen Leistung abzugeben. Da ist man dann wieder bei einer Übersetzung von 20:1. Das muss man erst mal hinkriegen.

Was die Energieversorgung betrifft: Man könnte sich übrigens sogar noch ein Solarpanel als Dach vorstellen. Dann hätte man ein Pedal-Solar-Hybridboot. Und wenn man die Luftschraube einfach dranlässt? Wind hat man ja auch oft auf dem Wasser. Dann muss man die Tretkurbeln wieder umlenken. Und nein, die will ich bislang noch nicht weglassen. Das war ja der Anfangsgedanke und ist gleichzeitig die Herausforderung.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Thema: Elektrisiert, im Fluss | Kommentare (2)

Blaue Plakette (H-Plakette)

Dienstag, 8. August 2017

Nur damit das mal irgendwo festgehalten wird:

Viel ist ja derzeit davon die Rede, dass demnächst bestimmte Autos mit blauen Plaketten entweder geadelt oder stigmatisiert werden.

Mein Fiat 500 fährt schon seit Anfang 2008, kurz nach der Einführung der sog. „Umweltzone“, mit einer blauen H-Plakette herum. Dieses Foto habe ich bereits am 15.02.2008 bei flickr eingestellt. Alle anderen blauen Plaketten, die nun kommen werden, sind natürlich deswegen als ungültig anzusehen. Das wird auch daran zu erkennen sein, dass statt einem „H“ eine Zahl oder ein anderer Buchstabe zu lesen sein wird. 😉

H-Plakette

Thema: cinquecentistisch, rolling rolling rolling | Kommentare (0)

Benutz‘ doch mal die Suchfunktion!

Sonntag, 16. Juli 2017

Manche Dinge werden sich im Internet nie ändern: Ob in Foren, Facebookgruppen oder Mailinglisten, egal: Wenn jemand eine Frage hat, die irgendwann schon mal jemand irgendwo im www beantwortet hat, wird es einen geben, der auf die Suchfunktion oder auf Google hinweist.

Das ist so dumm wie unnütz und Zeit verschwendend.

Oft wird der Fragende diese Idee selbst haben, aber ist vielleicht nicht in der Lage, die richtigen Suchbegriffe zu identifizieren, oder er wird von der Fülle der Suchergebnisse erschlagen. Klar: Manch einer ist vielleicht auch einfach zu faul, um zu suchen.

Aber was genau nützt es, anstatt eine inhaltliche sinnvolle Antwort zu geben, sich überhaupt zu befleißigen, etwas in das Kommentarfeld zu tippen? Jemanden allgemein auf Suchfunktion oder Google hinzuweisen, hilft genau gar nichts. Fast immer ist es aber so, dass derjenige, der diesen „wertvollen“ Hinweis gibt, die Frage aus dem Stehgreif beantworten könnte. Das sind eindeutig Menschen, die das „social“ im Begriff „Social Media“ noch nicht so ganz begriffen haben.

Wer also inhaltlich nicht antworten will, sollte bitte einfach weitergehen und die Frage ignorieren, aber niemals, wirklich niemals, wenn er selbst die Antwort kennt, auf die vermaledeite Suchfunktionen oder Google verweisen.

____________________

Bildchen gebastelt mit:
https://imgflip.com/memegenerator/46924219/Batman-Robin

Thema: Is' doch wahr! | Kommentare (2)