Einfach geschmacklos: Werbung mit Holocaust-Mahnmal

Donnerstag, 18. Juli 2019

Immer wieder erreicht mich beruflich Werbung für unnützes Zeug. Das lösche ich und gut.

„gutachter-radar.de“ hat dem Fass aber heute den Boden ausgeschlagen. Man wirbt in einer pdf-Datei mit Bildern des Holocaust-Mahnmals zur Ermordung von Millionen Menschen jüdischen Glaubens im Nationalsozialismus.

 

Ich hab mal geantwortet:

Guten Tag,

haben Sie eigentlich den Verstand verloren, für die Werbung Ihres unnützen Produkts Bilder des Holocaust-Mahnmals zu missbrauchen?
Man fasst einfach nicht, was in manchen Köpfen vor sich geht.

Hiermit fordere ich Sie auf, mir gemäß DSGVO mitzuteilen:
– welche Daten Sie von mir gespeichert haben
– woher diese Daten stammen
– mir schriftlich anzuzeigen, sämtliche meiner Daten zu löschen
– mich danach nie wieder zu kontaktieren. Sollte es doch dazu kommen, werde ich vor juristischen Schritten nicht zurückschrecken.

Mit freundlichen Grüßen

Und dabei habe ich mich noch zusammengerissen.

 

Nachtrag:

Man hat geantwortet:

Hallo, das ist nicht das Holocaust-Mahnmals. (sic)

Ne. Vermutlich der Vorgarten von Bernd Höckes Nachbarn.

Ich hab dann mal einen Link zur Google-Bildersuche geschickt.

Antwort:

Das sieht dem vielleicht ähnlich allerdings sind die Fragmente von der Länge her kürzer.

Ohne Worte.

Thema: Ach geh mir wech | Kommentare (0)

13 Jahre willsagen.de

Freitag, 12. April 2019

Vor 13 Jahren ist mein Blog online gegangen. Anhand der Beiträge ist das leider aufgrund einer unvorsichtigen Datenbank-Aktion meinerseits in 2016 nicht mehr nachvollziehbar, aber ich habe ein Chatlog mit Jog von damals gefunden. Warum es das gibt, weiß ich gar nicht. Jedenfalls sind da meine ersten WordPress-Gehversuche festgehalten und die Namenfindung. Die Domain habe ich an dem Tag registriert.

10:04 ich hab da http://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php schon mal geguckt, werde da aber nicht schlau draus
  hab die wp-config-sample.php im Editor geöffnet.
  Weiß aber nicht, was ich da jetzt in die vier Felder eintragen soll
10:05 Jog: musste mal auf die strato-seite gehen.
  da gibts irgendwo „datenbank“
  da stehen die angaben, die du eintragen musst
 Ich: ok.
10:07 Da steht Datenbank und dann darunter DB173582 das ist wohl der DB_NAME
 Jog: jo
  server ist irgendwas.starto.de
 Ich: server? Oder „DB__HOST“?
10:08 Jog: db_host
 Ich: und was ist „irgendwas“`?
 Jog: das steht auch auf deiser stratoseite
10:09 Ich: jo, ich habs
  ok, dann speichere ich das jetzt und schiebs hoch
10:12 ok, scheint zu klappen
10:19 Ich: fertig
 Jog: jo. eht einfach, gelle
 Ich: jo, steht nur nix drin 🙂
10:20 jetzt muss ich noch ecto haben oder so?
 Jog: nicht zwangsläufig
 Ich: hm
 Jog: kannst die beiträge ja auch im backend erfassen.
10:21 da solte son schicker wysiwyg-editor dabei sein
 Ich: jo, da muss ich mich mal durchfummeln
  jo, den sehe ich schon
10:39 Ich: mal sehen, ob ich mir damit ne neue Homepage fummeln kann
10:55 Ich: wenn man so links einfügt, werden die immer im gleichen Fenster geöffnet. Kann man das irgendwo ändern? Ich finde besser, wenn ein neues Fenster geöffnet wird
10:56 Jog: kA, ich weiss nicht, wie das da läuft
10:57 Ich: jo
  Könntest du mal bitte versuchen, eine Kommentar zu schreiben?
  http://www.500web.de/blog/index.php
10:58 Jog: geht nicht: you must be logged in to write a comment
 Ich: jo.
10:59 Verstehe, da müsste ich dir wohl einen Userrang und so geben… mom
 Jog: ne, su musst irgendwo einstellen, dass jeder ein kommentar schreiben kann
  ohne anmeldung
 Ich: jo, das hab ich gerade umgestellt
11:00 müsste jetzt gehen
11:01 Jog: jo
11:02 Ich: muss ich wohl erst freischalten oder so
 Jog: jo
11:03 Ich: hm, das is ja auch so ne Sache
11:05 Jog: kannste ja auch anders einstellen
 Ich: Das suche ich gerade
11:11 Ich: Aber registrieren musstest du dich nicht, oder?
 Jog: nope
11:14 Ich: aber du konntest deinen Kommentar lesen, mit dem moderate-Hinweis?
11:15 Jog: jo
11:17 Ich: Vielleicht könntest du bei Gelegenheit nochmal einen Kommentar schreiben…?
11:18 Jog: is
11:19 Ich: jetzt gehts ohne moderate 😉
 Jog: jo
 Ich: ok
11:26 Ich: hab das so eingestellt (hoffe ich) dass man nur einmal freigeschaltet werden muss
11:38 Ich: würde nur gern die Menüleiste rechts eindeutschen.
11:40 Jog: musste das template bearebeiten
11:41 sollte auch über dieses backend gehen
 Ich: ja, hab ich schon durchsucht, aber nicht gefunden. Zumindest nicht in dem Theme. Das isses aber wohl nicht
 Jog: meine schon
  bin mir aber nicht sicher
11:42 Ich: im style.css steht z. B. Categories nicht im Klartext drin. Holt es sich wohl woanders her
11:43 Jog: mit der css datei hat das auch nichts zu tun
  sch mal nach temples oder so
 Ich: aso
  ne, ich glaube ich habs. gibt ein sidebar.php
  da steht sowas drin
 Jog: jo
  das hört sich sinnig an.
11:44 Ich: Ich lerne noch was . Aber sicherheitshalber den Inhalt erstmal kopiert…13:28 Ich: muss mal neu booten
13:33 re
13:37 Jog: wb
 Ich: Endlich mal wieder: von 14:00 bis ca. 14:30 werden noch einmal die Server nicht zur Verfügung stehen … (Kein Fax, keine Datenbank, keine Mail, kein Internet etc.) !!!
14:15 Ich: re
14:22 Jog: wb
  ging ja doch schneller
14:24 Ich: wer weiß, ob das alles war…
14:30 Ichwww.willsagen.de is doch auch ne schön Domain. Das is so ne typische Floskel von mir…

 

Thema: Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Kommentare (2)

9V-Blockbatterietester

Montag, 25. März 2019

Na, Musiker aller Länder, die ihr in euren Funkmikrofonen, aktiven Gitarren und Bodentretern kleine 9V-Blockbatterien oder Akkus einsetzt:

Wisst ihr auch nie, wie voll die Batterie noch ist? Reicht’s für den Gig noch, oder lieber ne neue rein und damit die Umwelt belasten?

Ich hab mir jetzt einen kleinen 9V-Tester gebaut. Eigentlich ist das nur ein kleiner Baustein („Panelmeter“ bzw. „digitales Voltmeter“), der mit der gemessenen Spannung auch gleich die Anzeige betreiben kann. Da hab ich einen Batterie-Clip angelötet und schnell ein Gehäuse konstruiert und gedruckt. Fertig!

 

 

Wenn der Clip nicht gebraucht wird, verschwindet er im Gehäuse. 🙂

 

Thema: Neues aus der Bastelbude | Kommentare (0)

[Merker] Hydrofoil-Tretboote

Mittwoch, 20. März 2019

Im Rahmen meiner Tretboot-Recherchen hatte ich vor länger Zeit auch schon mal Videos von pedalbetriebenen Tragflächenbooten (Hydrofoils) gefunden. Ich dachte, ich hätte mir die hier mal irgendwo gemerkt, das stimmt aber wohl nicht.

Da wäre z. B. dieses hier:
Eine bunte Palette!

Oder das hier:
Das könnten fast solche Schwimmer wie meine sein. Sieht doch sehr geil aus!

Das hier sieht echt flott und wendig aus:

Falls der Hybrid-Antrieb nichts wird, gibt es also weitere Ziele!

Thema: im Fluss, Linkomat | Kommentare (0)

[Mac] Photobooth Voransicht spiegeln

Montag, 19. November 2018

Vor etlichen Jahren habe ich für Filmaufnahmen durch eine Art Fernglasokular etwas gebastelt, so dass man gleich eine Voransicht auf einem Laptop hatte. Eine Webcam wurde mit passendem Adapter auf das Okular gesteckt. Es gibt ja verschiedene Tools, mit denen man das Bild mitschneiden kann. Problem: Mit den meisten Tools handelt man sich eine furchtbare Latenz ein, so dass es extrem schwierig ist, das gewünschte Ziel anzuvisieren.

Womit es am besten ging, war mit einer Microsoft Webcam am Macbook Air. Zur Verwendung kam dabei Photobooth, dieses Bordmittel, um sich selbst mit der eingebauten Webcam zu fotografieren und zu filmen. Damit war die Latenz absolut akzeptabel, aber man hat man ein neues Problem: Die Voransicht ist gespiegelt. Für die von Apple vorgesehene Photobooth-Funktion ist das ok: Man sieht sich darin wie im Spiegel. Für meine Anwendung ist das leider nicht zu gebrauchen.

Nun gibt es zwar in Photobooth die Möglichkeit, die Aufnahmen beim Speichern spiegeln zu lassen. Die Voransicht ist dann aber immer noch falsch. Lange habe ich nach einer Lösung gesucht. Nun habe ich sie wieder gesucht. Und gesucht. Und gesuuuucht. … Und gefunden! Nämlich hier. Dort kann man ein Package herunterladen, in dem alles steckt, was man braucht. Ein kleines Dateilein und eine Anleitung. Damit kann man dann unter „Effekte“ die ungeschönspiegelte Voransicht einstellen, zu finden im letzten Effekte-Panel. Eingefügt werden muss die kleine Datei in library/Kompositionen.

(Ich schreibe das hier auf, damit ich es beim nächsten Mal leichter wiederfinde. Ich hoffe, User glossywhite, es ist ok, wenn ich das Spiegeldings hier spiegele, damit es nicht verloren geht: Package) Danke dafür!

 

 

Thema: an Apple a day, Linkomat, Wichtigpopichtig! | Kommentare (0)

1Evals – ein Tricopter im Starwars-Style

Donnerstag, 8. November 2018

Nachdem sich mein Klappcopter leider in der Luft zerlegt hatte, wollte ich mir möglichst rasch wieder einen neuen Copter bauen. Ein Tricopter hatte es mir angetan, außerdem sollte es etwas sein, dass vielleicht nicht ganz so hässlich ausssieht, wie diese fliegenden Heuwender.

Slave 1. Starwars-Fans wissen gleich, das ist das Raumschiff von Boba Fett, dem mandalorianischen Kopfgeldjäger, ein echt fieser Möpp. Sieht auf dem Boden ein bisschen aus wie ein Bügeleisen. Und fliegt dummerweise im interstellaren Flug mit dem „Griff“ voran. Naja. Die große Frage war: Ist es schlimm, wenn das Teil wie beim Manövrieren rückwärts fliegt? Denn die Anordnung der Rotoren ergab sich im Grunde schon durch den Grundriss von Slave 1: Sozusagen, einer „vorn“ (ganz eigentlich ja unten), zwei an den Seiten neben dem Cockpit. Rotoren müssen ja sein, weil es leider noch keinen Repulsoren und Ionen-Antriebe für Modelle gibt. Auch in der 1:1-Welt gibt es wohl noch Probleme bei der Umsetzung. Nun ist es in der Flight Software meiner Flight Control nicht vorgesehen, dass der einzelne Rotor auch vorn sein könnte. Außerdem mal ehrlich: Im Atmosphärenflug sieht es nun mal mit dem Cockpit voran am besten aus. Also würde meine Slave 1 meistens liegend rückwärts fliegen. Und damit sich keine eingefleischten Starwars-Fans grämen müssen, nenne ich mein Modell 1Evals. Slave1 rückwärts.

Für den Rumpf besorgte ich mir bei ebay erst mal ein Modell von „Hasbro“, einer Firma, die allerlei Figuren und Modelle rund um Science-Fiction-Filme an den Mann bringen, und formte den Rumpf mittels Tiefziehtechnik ab.

Das Chassis habe ich aus Sperrholz ausgesägt und zusammengeleimt.

Nach dem Zusammenkleben der beiden Teile und Anmalen des Rumpfes sah es schon ein bisschen nach was aus. Die Ausleger für die Motoren sind Teile von Rohren dieser Lichtgrenzenlampen zum 25. Jubiläum des Mauerfalls. Das sind prima Kohlefaserrohre mit 12 mm Durchmesser.

Als nächstes kam die Flugtechnik hinein: 3 Motoren mit 3 Reglern, Empfänger, Stromversorgung und der Hauptrechner, die Flight Control (CC3D).

Im Gegensatz zu Quadro- und Nochmehrcoptern sind die Motoren beim Tricopter nicht starr montiert. Der hintere ist schwenkbar, um die Drehung um die Hochachse zu ermöglichen („yaw“). Also musste ein Schwenkmechanismus her. Dazu habe ich meinen 3D-Drucker. Details dazu kann man sich hier bei „thingiverse“ ansehen. Mit dem 3D-Drucker hab ich auch die Motorhalter für die beiden seitlichen Motoren gedruckt.

Hier teste ich die Mimik mit einem Servotester:

Und hier ist die Regelung durch die Flight Control schon im Gange:

Die Anordnung des Heckrotors musste leider relativ weit hinten erfolgen, weil der Propeller beim Schwenken natürlich genug Freiraum braucht und nicht gegen den Rumpf schlagen darf. Hier macht das Chassis noch ohne Rumpf seine ersten Rutscher.

Den Rumpf, oder vielleicht besser die Karosserie oder Haube, habe ich mit zwei Magneten vorn und hinten befestigt. Das ist ausreichend fest. Seitlich klemmt die Haube noch an den Auslegern für die Motoren. Dem Erstflug stand nun nichts mehr im Wege. Nach dem Einstellen der Parameter mittels „libre flight“, einer Chrome-App zur Programmierung diverser Flight Controls für alle möglichen Modellarten, ging es raus auf’s Feld. Vom ersten Moment an flog das Modell wirklich sehr angenehm. Einerseits agil, andererseits aber auch stabil. (Nur das Landen hat hier nicht so gut geklappt.)

Als nächstes sollte noch Beleuchtung angebracht werden. Natürlich an der Unterseite (eigentlich ja Rückseite …) die „Triebwerke“, zwei runde helle Punkte und ein heller Balken, naja, und noch ein bisschen Gedöns wie

Cockpitbeleuchtung, und dann fiel mir noch ein Arduino in die Hände, an dem noch ein Servo hing: Warum nicht auch noch schwenkbare „Laserkanonen“ bauen? Gesagt, getan. Der Arduino schwenkt nun alle paar Sekunden 3D-gedruckte „Kanonen“ hin- und her und dann blitzt es abwechselnd in schneller Folge. Ob man von den LEDs was im Hellen sehen kann, wage ich ja zu bezweifeln. Egal.

In diesem Foto sieht man auch die Stromversorgung für den Arduino samt Servo und Beleuchtung: 12 V kommen direkt vom Flugakku an den Magneten an: vorn minus, hinten plus. Sobald die Haube aufgesetzt wird, fließt dann auch der Strom.

So sieht das dann im Dunkeln aus, wobei ich allerdings links und rechts unterhalb des Cockpitfensters noch zwei Leuchtdioden angebracht habe, die hier noch nicht zu sehen sind.

Außerdem musste natürlich noch ein Pilot hinein. Auch einen Boba Fett gab es in (einigermaßen) passender Größe bei ebay. Der musste allerdings seiner Beine entledigt werden, damit er noch zwischen das ganze Kabelgekröse passt. Den habe ich nun doch in der normalen Sitz-/Liegeposition angebracht. Guckt er halt immer nach oben beim Fliegen.

Das Abfluggewicht liegt nun mit Akku bei 788 g und damit 88 g mehr als beim Erstflug. Das sollte dennoch kein Problem sein. Die Flugzeit wird etwas kürzer sein. Aber 8 statt 10 Minuten mit einem 2400 mAh-Akku (3s) sind für mich auch ok.

Fertig. Hoffentlich fällt er mir nicht so schnell vom Himmel. :/

Thema: Fusselflieger, zum Abheben | Kommentare (0)

Ich möchte doch nur einen Beitrag auf @uebermedien lesen

Mittwoch, 31. Oktober 2018

In meinem Feedreader ploppt ein Beitrag von “Übermedien” auf, der eine Zeitschrift behandelt, die ich früher, teilweise sicherlich 30 Jahre und länger zurück, viel gelesen habe. Es geht um die FMT (Flugmodell und Technik) über Modellfliegerei. Auch heute noch greife ich vielleicht ein Mal im Jahr z. B. für eine Bahnfahrt im Kiosk zu.

Den Verfasser stört im Teaser, dass das Layout und irgendwie alles ganz furchtbar sei, aber andererseits auch perfekt, und er verstehe kein Wort. Unter anderem die Frage, wie man eigentlich beurteilen will, warum alles auch inhaltlich furchtbar schlimm ist, obwohl der Verfasser, wie er selbst zugibt, vom Thema keine Ahnung hat, finde ich spannend.

Mein Interesse ist also geweckt, und ich suche die Möglichkeit, den Beitrag die Leseerlaubnis für einen einzelnen Beitrag käuflich zu erwerben. Ich meine mich zu erinnern, dass das mal über Blendle ging. Dort müsste ich sogar noch ein paar Cent Guthaben liegen haben. Aber die Option gibt es nicht mehr, wie ich schnell ergoogle. Ich finde nur die Möglichkeit, ein Abo – wenn auch auf Probe – abzuschließen. Ich will eigentlich kein Abo. Auch kein Probeabo, weil ich ja jetzt schon bereit bin, für diesen einen Beitrag eine angemessene Summe zu bezahlen. Ich stelle mir für den einmaligen Lesespaß so maximal 2 € (allerhöchstens) vor, was etwa 1/3 des Preises für eine FMT-Ausgabe (6,40 €) entspricht, in der man rund 100 Seiten redaktionelle Inhalte finde, wie mir gerade noch der Übermedien-Teaser verrät.

Ich befürchte auf der Abo-Seite nun eine langwierige Anmeldeprozedur, gleichwohl ist mein Interesse immer noch nicht vollständig erkaltet. Aber schon beim Anklicken der Seite, auf der man das Abo abschließen soll, taucht sofort diese Meldung auf. Spontan habe ich keine Lust mehr.

Ich habe weder eine Ahnung, was Drittanbieter-Cookies sind, geschweige denn, wie ich sie jemals ausgeschaltet habe, noch, wie ich sie wieder zulassen könnte. Und ich habe vor allem keine Lust, mich genau jetzt darum zu kümmern und irgendwelche Verrenkungen zu machen, um nun sogar nicht nur ein Probe-Abo, sondern gar eine Mitgliedschaft abzuschließen, das/die ich nicht will. Mein Geld will man an dieser Stelle nicht.

Ich rede mir ein, dass ich dann wohl doch nicht so viel verpasse, gebe auf und bastle an einem Modellflieger weiter.

Thema: Draußen nur Kännchen, nich so dolle | Kommentare (2)

Ich kann jetzt tiefziehen und tischstichsägen

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Derzeit bin ich dabei, einen neuen Copter zu bauen, nachdem sich mein Klappcopter in der Luft desintegriert hat. (Seufz.) Das mit dem Klappen war ja ganz nett, gebraucht habe ich es dann aber praktisch nie. Der Plan war mal, den Copter in den Rucksack zu stecken und mal hierhin, mal dorthin mitzunehmen. Hab ich eigentlich nie gemacht. Als er dann ziemlich kaputt war, hatte ich keine Lust mehr, ihn zu reparieren. Also nehme ich einen großen Teil der Komponenten für einen neuen Copter.

Jetzt möchte ich mal ein Original (*hust*) nachbauen. Gut. Original ist bei Dingen, die es in echt gar nicht gibt, immer schwierig. Naja, jedenfalls soll es ein Tricopter-Modell des Slave 1, also des Raumschiffs von Boba Fett aus Star Wars werden. Das ist natürlich alles andere als ein Tricopter, sondern ein Dings mit Repulsoren und Ionen-Triebwerken oder so. Die gibt es aber leider nicht für Flugmodelle, und so sollen links und rechts sowie hinten, ne vorne, eben Propeller drankommen. Dazu später mehr.

Tiefziehkiste

Jedenfalls war der Plan, mir ein Hasbro-Modell vom Slave 1 zu besorgen und das abzuformen. Als leichter und ausreichend stabiler Rumpf bietet sich tiefgezogener Kunststoff an. Also musste eine Tiefziehkiste her. Im Grunde ist das eine Kiste, die oben mit einem Lochblech versehen wird. Dann kommt ein Anschluss für einen Staubsauger dran. Den Kunststoff (PET-G-Platten) spannt man in einen Rahmen ein, macht ihn warm und drückt ihn bei angeschaltetem Sauger über das abzuformende Modell, das auf dem Lochblech liegt. Sowas gibt es fertig zu kaufen. Eine Kiste war aber vorhanden, so dass ich mich mit der Bestellung eines Rahmens, eines Staubsaugeradapters, eines Lochblechs und natürlich Kunststoffmaterial begnügte.

In die Box kamen noch zwei Wände, damit das Lochblech, das ich mit Silikon aufgeklebt habe, sich nicht durchbiegt.

Da meine Slave-1-Form sehr hoch baut, wollte sich der Kunststoff nicht sauber um das Modell legen. Lässt man den Staubsauger eingeschaltet, kann man mit dem Heißluftfön noch gut nachhelfen. Insgesamt bin mit meinem Ergebnis jedenfalls zufrieden. Klar, die Details sind natürlich auf der Innenseite viel scharfkantiger. Aber so sehr kommt es mir nun auch nicht drauf an. Passt scho‘.

 

Stichsägetisch

Das Chassis wollte ich aus Holz bauen. Durch den Ei-förmigen Grundriss muss man allerlei krumme Linien aussägen. Schnell glitt die Maus zum ebay-Kleinanzeigen-Link und der Suchbegriff „Bandsäge“ füllte sich quasi von selbst ins Suchfeld ein. Aber ach. Kein Platz und zu teuer, der Spaß. Außerdem: Wie soll man mit der Bandsäge Löcher aussägen? Man kann das Sägeband ja nicht mal eben teilen und wieder zusammenschweißen (supergroße und tolle Bandsägen haben natürlich so eine Schweißvorrichtung, aber nicht die Hobbydinger).

Ich erinnerte mich an eine alte, kleine Black&Decker-Stichsäge. Wenn ich die unter einen Tisch schraube und ein schmales Sägeblatt durchschauen lasse, wäre das doch was. Also schnell im Baumarkt eine kleine Multiplexplatte besorgt, etliche Löcher gebohrt, zwei Vierkanthölzer angeschraubt (eins als Bein, eins zum Einspannen im Schraubstock), damit war ich im Grunde schon fertig.

Denn schon vor längerer Zeit hatte ich in ein Verlängerungskabel einen Taster eingebaut und auf ein Brett geschraubt. Und dann lag da immer noch so ein kleiner Dimmer für die Steckdose herum. Damit hatte ich nun also eine Möglichkeit, die Säge mit dem Fuß zu betätigen (den Schalter an der Säge habe ich mit einem Kabelbinder dauerhaft eingeschaltet) und kann auch noch die Geschwindigkeit zu regeln. Tja, was soll ich sagen? Geht super!

 

 

Thema: Neues aus der Bastelbude | Kommentare (0)

Ist die Straßenmusik am Ende?

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hint: Wohl kaum.

Seit einiger Zeit gibt es Stress im Mauerpark. Die Polizei geht entweder wegen Beschwerden, oder aus eigener Motivation gegen dort spielende Musiker vor. Auch an anderen Stellen gibt es regelmäßig Stress. Im ersten Moment ist mein innerer Aufschrei groß. Schaut man sich die Szenerie aber mal genauer an, fragt man sich, ob das noch Straßenmusik ist, oder eher ein Open-Air-Konzert, auf dem alle Bands mehr oder weniger gleichzeitig gegeneinander spielen. In nach meinem Geschmack viel zu geringer Distanz stehen die Musiker an sonnigen Sonntagen beinahe aufgereiht an dem Hauptweg, der von der Eberswalder Straße Richtung Gleimstraße verläuft. Oder auf der Wiese. Oder unter den Bäumen. In den Büschen tuckern hier und da Stromaggregate, um die Verstärker mit dem dringend benötigten Strom zu beliefern, denn für die teilweise auf Sackkarren und Bollerwagen, aber auch in Transportern hergebrachten Modelle gibt es längst keine Akkustromversorgung mehr. Alles vermischt sich zu einer Kakophonie aus gut gemeinten Tönen und Wohlstandslärm.

... und dann war Schluss.

Mit dieser Art Dichte und Beschallung verbunden ist eben auch eine Lautstärke, die weit über das hinausgeht, was ich mal unter Straßenmusik kennengelernt habe: Meistens solo mit Gitarre suchte man sich eine Ecke, von der man sich akustische Vorteile versprach, weil sich der Schall möglichst Richtung (hoffentlich zahlungswilligem) Publikum ausbreitete. Wer ein Blasinstrument spielte, z. B. Saxophon, war lautstärkemäßig gegenüber den Gitarrenbardinnen und -barden im Vorteil, konnte allerdings nicht gleichzeitig singen. Kompromiss war dann das Akkordeon, das für meinen Geschmack aber immer nach einer Mischung aus Kirchenmusik und Heilsarmee klingt. Naja, und dann gab (und gibt) es noch Solo- und Gruppentrommler und andere mit selbstgebauten folkloristischen Instrumenten. Mal für den Moment ok, aber nach kurzer Zeit zu stressig.

Mehr geht nicht

Natürlich ermöglicht elektrischer Strom auf der Wiese eine ganz andere Bandbreite von Instrumenten. Und es ist für sich genommen wirklich großartig, was einem geboten wird. Tasteninstrumente wären undenkbar, weil man ein Klavier nicht mal eben durch die Gegend karrt und dann erforderlicherweise auch noch stimmt. Oder Bass. E-Bass und Kontrabass sind nunmal stark unterschiedliche Instrumente. Ein Kontrabass ist einerseits sperrig, beim Klang auf der Wiese aber verdammt dünn. Beatboxing ohne Mikrofon bringt’s nicht so. Aber wenn die komplette Band vom „Band“ kommt und man nur ein paar dünne Tönchen dazuzirpt, stellt sich mir doch die Frage, ob das noch im Sinne des Erfinders ist.

Beatbox und Posaune

Jetzt kann man natürlich gleich die Spießer-Keule rausholen und auf mich einprügeln. Das ist schließlich Kunst, und die ist frei. Jaja. Schon gut. Das Ganze hat aber auch etwas mit Respekt und Toleranz zu tun. Und Toleranz ist eben etwas, was man mehr erbringen muss, als einfordern darf. Verstärker haben ja einen Lautstärkeknopf, und will ich meinen Sound auf einer platten Wiese hörbar machen, muss ich eben weiter aufdrehen, als wenn ich mich in eine Mauerecke oder unter eine Unterführung stelle.

Der Ton macht die Musik, nicht die Lautstärke.

Rupert's Kitchen Orchestra

 

Thema: Das Leben, das Universum und der ganze Rest, Draußen nur Kännchen | Kommentare (0)

[Fusselflieger] Copter mit Selfie-Stick

Sonntag, 16. September 2018

Ich weiß nicht mehr, wo ich die Idee herhabe, ich glaube, aus einer Facebook-Gruppe. Jedenfalls fand ich die Perspektive ganz lustig und wollte sowas auch bauen: Einen Selfie-Stick für meinen Copter.

Um die „hübsche“ Haube zu halten, gucken oben aus meinem Copter vier Verschraubungen heraus. Ideal, um dort etwas zu montieren. Ich nahm ein paar Teile eines alten Lenkdrachens, genau gesagt eine dünne Kohlefaserstange, eine dickere sowie einen 90°-Verbinder und montierte das Ganze auf einem kleinen Elektromotor aus dem Schubladenantrieb eines alten CD-Rom-Laufwerks. Der Motor hat keine elektrische Funktion. Er dient hier lediglich einer leichtgängigen drehbaren Lagerung. Das alles habe ich dann noch auf ein Brettchen geklebt, zwei Löcher rein gebohrt und alles mit Glasfasermatte und Sekundenkleber verstärkt.

Am einen Ende der dickeren Kohlefaserstange hängt die Kamera, am anderen Ende ein Gegengewicht. Ich war mir nicht sicher, ob das eher eine Absturzhilfe wird, oder die beabsichtigte Kamerahalterung. Es stellt sich heraus, dass sich der Copter von dem Aufbau nicht großartig beeindrucken lässt.

So sieht das am Boden aus:

 

Heute war der Erstflug dieses hübschen Werks. Dieses Video ist dabei herausgekommen:

Ganz lustig, oder?

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