Coronisch unterbelichtet #2 – Gerichtstermin

Dienstag, 19. Mai 2020

Gestern war meine erste Gerichtsverhandlung in der sog. Corona-Krise.

Der Termine war zunächst abgesagt, dann auf einen anderen Tag verlegt worden, schlussendlich wurde auch noch einmal der Saal geändert. Statt wie üblich in der Kirchstraße fand der Termin im Kriminalgericht an der Turmstraße statt.

Auf der Ladung fand ich keinerlei Hinweise auf besondere Verhaltensregeln, nicht einmal, ob im Gerichtsgebäude ein Mundnasenschutz zu tragen ist. Ich entschied mich, eine Maske dabei zu haben, und setzte die dann auch im Gebäude auf, obwohl ich derzeit weder niesen noch husten muss. Ich atme ganz normal so vor mich hin. Von den professionellen Prozessbeteiligten war ich damit derdie Einzige. Es waren auch eine Menge Zeugen geladen. Eine ältere Dame kam mit ihrem Enkel, beide hatten eine Maske auf, ansonsten noch zwei der weniger als zehn Zuschauer, anscheinend von der Presse. Als die Verhandlung aufgerufen wurde, sammelt sich dann auch erst mal eine im Wesentlichen unmaskierte Traube Menschen vor dem Saaleingang. Viele Justizangestellte hatten eine Maske auf, etliche aber auch nicht.

Im Saal waren die Tische etwas auseinandergerückt. Für den Richtertisch gab es anscheinend eine Plexiglasscheibe. Die hatte man aber beiseite gestellt. Es wurde irgendwie versucht, mindestens 1,5 m Abstand zu halten. Das ging auch solange gut, bis ein Zeuge gebeten wurde, etwas an einer Skizze oder auf einem ausgedruckten Foto zu zeigen. Weil ja alle irgendwie sehen sollen, was gezeigt wird, kamen sich dann doch plötzlich alle recht nahe. Geniest oder gehustet hat aber keiner.

Die Verhandlung zog sich sehr in die Länge. Um 9 Uhr war es losgegangen, um 11 meinte der Vorsitzende, mal eine Pause einzulegen und zu lüften. Das geschah dann auch für 10 Minuten oder eine Viertelstunde. Dann ging es weiter. ZeugInnen kamen und gingen, ebenso BesucherInnen. Dann ging es weiter mit der Beweisaufnahme, also Zeugenvernehmung. Ich saß ziemlich abseits fast 3 bis 4 Meter hinter dem Zeugentisch, etwa einen Meter zur Seite versetzt. Wenn die Leute normal redeten, hörte ich nicht viel. Der Raum ist ein alter denkmalgeschützter Saal mit hohen Decken, hölzener Wandverkleidung und sicherlich auch denkmalgeschütztem Linoleumboden. Das hallt wie in einer Kathedrale. Mit einer Akustikdecke und optimalerweise auch noch Teppichboden wäre das alles viel besser. Hoch lebe das (hässliche, stickige, mit Null Handyempfang gesegnete) AG Tiergarten Nebenstelle Kirchstraße. Denkmalschutz geht bekanntlich vor Benutzbarkeit. Und so spitzte ich meine Ohren, versuchte mich auf das Gemurmel zu konzentrieren und war wenigstens angesichts der Akustik froh, dass die Leute nicht auch noch durch eine Maske reden mussten. Dann hätte ich auch gleich nebenbei besser Musik hören können oder so. Ich hätte nichts verstanden.

Nach rund fünf oder fünfeinhalb Stunden war der Spuk nach einer weiteren Pause zur Urteilsfindung zu Ende. Fenster auf, alle raus (zur Tür, nicht zum Fenster).

Wir stellen fest: Alle üben derzeit noch, mit der Situation zurechtzukommen. Nimmt der Richter oder die Richterin die möglichen Infektionsgefahren ernst, leidet darunter die Verhandlungsfähigkeit wegen Unverständlichkeit, vor allem, weil Räume aus heutiger Sicht suboptimal eingerichtet sind. Wird sie nicht ernstgenommen, verursacht zumindest mir der lange Aufenthalt mit „neuen“ Leuten in relativ kleinen Räumen Unbehagen. Ich hätte gerne eine wirksame, aber unauffällige Möglichkeit, mich selbst zu schützen. Das sieht aber wohl schlecht aus. Also gehe ich weiter davon aus, schon immun zu sein, weil ich mir einbilde, bereits im März ganz leichte Symptome gehabt zu haben. Schwacher Trost. Möge es der Wahrheitsfindung dienen.

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Coronisch unterbelichtet #1

Samstag, 25. April 2020

Warum denn der nun auch noch?

Ich hätte ja gedacht, dass uns ein Krieg – wahrscheinlich um Wasser1 – ins Mittelalter zurückbombt, aber nicht eine Krankheit. Moment, wieso Mittelalter? Gefühlt ist es ja so: Wenn man auch nur ein bisschen vom bisherigen Lebensstandard zurückschrauben muss, meint man, dass die Welt untergeht. Und ganz ehrlich? Ich hab darauf auch echt kein‘ Bock. Aber ausgesucht hat sich das von uns ja keiner. Und ich denke viel an die, die es bereits jetzt echt hart getroffen hat.

Warum muss also ich nun auch noch was dazu sagen? Die Begründung ist ganz einfach: Wenn Menschen, die weder einen medizinischen, noch einen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben, sondern sich einfach deswegen zu einem Thema äußern, weil überdurchschnittlich viele Leute sie kennen, sie also sog. Promis sind, kann ich ja auch einfach ungefragt hier in meinem ureigenen Blog ein bisschen herummeinen.

Worum geht’s denn eigentlich?

Grob zusammenfassen kann man die derzeitigen Auffassungen dessen, was uns gesellschaftlich widerfährt, vielleicht so:

Auf der einen Seite sind die, die mit den Einschränkungen einverstanden sind. Sie haben das Vertrauen, dass die EntscheiderInnen das schon richtig machen werden und gehen vor allem davon aus, dass die Beschränkungen in dem Moment zurückgefahren oder aufgehoben werden, wenn man es verantworten kann. Zu letzterer Gruppe zählen wahrscheinlich mehr Leute, die von den Beschränkungen vielleicht in ihrer Freizeit betroffen sind und vielleicht auch ihren Beruf nicht mehr ganz ungehindert ausüben können, aber insbesondere keine oder nur geringe finanzielle Einbußen haben. Personen, die von Einbußen betroffen sind, aber die Beschränkungen ok finden, haben vielleicht überdurchschnittlich oft direkt mit Menschen zu tun, die entweder schon an COVID-19 erkrankt sind, oder eindeutig zu einer Risikogruppe gehören. Sowas kann das ja auch kompensieren.

Auf der anderen Seite sehe ich Leute, die schon die ersten Einschränkungen mit voller Härte getroffen haben, wie z. B. „kleine“ KünsterInnen, Kneipiers etc. Dass diese Menschen von den getroffenen Maßnahmen nicht durchweg begeistert sind, ist leicht nachvollziehbar. Und trotzdem sind etliche dabei, die ihren persönlichen Shutdown mit großer Haltung tragen. Respekt!

Und dann natürlich so Schlauberger, die meinen, sie könnten jetzt schon überblicken, wie das mit so einer Pandemie geht und das ja auch alles vollkommen übertrieben dargestellt wird. Das sind die Schlimmsten.

Pest oder Cholera?

Man muss als erstes mal festhalten, dass man zumindest hierzulande als politische/r EntscheiderIn nur die Wahl hat, entweder das Gesundheitssystem oder die Wirtschaft vor die Wand zu fahren. Das Gesundheitssystem in diesem Land ist auf Gewinn und Profitabilität ausgelegt. Maschinen wollen genutzt, Operationssäle und Betten belegt sein, damit das System möglichst viel abwirft. Das bedeutet, dass das System möglichst ständig mit Nennlast gefahren werden muss. Eine zusätzliche Belastung ist nicht vorgesehen. Genau diese Situation ist aber eingetreten: Plötzlich müssen unvorhergesehen viel mehr Menschen behandelt werden. Weitere Kapazitäten werden geschaffen, aber Personal fehlt. Das schruppt eh schon Überstunden wie verrückt und geht auf dem Zahnfleisch und ist, was PflegerInnen betrifft, auch noch unterbezahlt. Der Unmut wächst und kippt dann in Wut um, wenn auch noch Arbeitsmittel fehlen, und seien es nur so banale Dinge wie Mundschutze oder Desinfektionsmittel. Schnell treten Stimmungsmacher auf den Plan, dass es ja nicht sein könne, dass das nicht vorhanden ist. Aber die gleichen würden sich wahrscheinlich auch darüber aufregen, wenn alle paar Monate hektoliterweise Desinfektionsmittel vernichtet werden muss, weil es nicht länger lagerfähig ist. Oder man stelle sich vor, dass jemand Masken tragen müsste, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Na, da wäre aber was los! Prompt wird dennoch gefordert, dass man aber sofort solche Masken und natürlich auch Beatmungsgeräte in rauen Mengen vorhalten müsste. Naja, und was ist, wenn wir bei der nächsten Pandemie ganz andere Mittel oder Apparate benötigen? Kann doch sein, dass es auch mal Windeln und Bettpfannen sein müssen, um mal andere Körperöffnungen ins Spiel zu bringen. So einfach ist das also nicht mit dem Bevorraten.

Solange man also ein Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze betreibt, stehen keine Überkapazitäten zur Verfügung. Hätte man sie, wären sie wohl längst von irgendeinem emporkömmlichen Manager gestrichen worden. Da muss man sich nichts vormachen. Darum dürfen wir uns nicht wundern, dass unser Gesundheitssystem nur wenig zusätzliche Last verträgt. Aber, und das muss man auch mal feststellen: Im Vergleich zu anderen Ländern stehen wir sehr gut da. Aber solche Vergleiche nutzen eigentlich keinem was. Darum will ich das nicht vertiefen.

Weswegen das mit der Herdenimmunität nicht geht

Jetzt gibt es eine Gruppierung, die sagt, wir brauchen die Herdenimmunität. Ich habe gelesen, dass die erreicht ist, wenn sich 60 bis 70% der Bevölkerung infiziert haben. Manchen wir mal eine Rechnung auf. Es dauert ca. 14 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Das RKI sagt, dass milde Verläufe ca. 2 Wochen im Krankenhaus bedeuten, schwere 3 bis 6 Wochen. In China haben die in einer Klinik zu behandelnden Menschen ca. 10 Tage im Krankenhaus gelegen. Nehmen wir einfach mal 14 Tage an. Gleichzeitig haben wir hiernach eine bislang maximale Zahl von aktiven Fällen von knapp 73.000 gehabt. Das ist vielleicht das, was unser Gesundheitssystem verkraften kann. Dabei muss man bedenken, dass schon etliche Operationen abgesagt wurden, um Kapazitäten zu schaffen. Mit einiger Anstrengung sind daher wohl eigentlich nur 50.000 aktive Fälle zu verkraften. Aber egal, nehmen wir mal 70.000. Jetzt teile ich 70.000 Fälle durch 14 Tage. Das sind 5.000 Fälle pro Tag. Wenn wir dem jetzt 80.000.000 Deutsche gegenüberstellen, davon 65% nehmen (60 bis 70% für Herdenimmunität), sind das immer noch 52.000.000. Die teilen wir nun durch 5.000. Das sind 10.400 Tage bis zum Erreichen der Herdenimmunität. Oder 28,5 Jahre. Kannste also vergessen. Die einzige Hoffnung ist, dass schnell ein Medikament gefunden wird, um die Symptome zu lindern und besser natürlich ein Impfstoff.

Update: Mich erreichte der Hinweis, dass ich sehr wahrscheinlich dort einen Rechenfehler begehe, wo ich „aktive Fälle“ mit Krankenhausaufenthalt gleichsetze. Kann sein, allerdings werden ja nur die derzeit getestet, bei denen man echten Anlass – Symptome – hat. Selbst wenn ich mich um den Faktor 10 vertan habe, was ich nicht glaube, wären es immer noch fast 3 Jahre. Das macht es nicht viel besser, solange es Leute gibt, die meinen, bis zum Herbst wäre das alles überstanden.

Update II: Was ich natürlich vergessen habe, ist die Dunkelziffer. Man hört von Bekannten immer wieder von Fällen, wo eine Corona-Infektion vermutet wird, und es gibt ja auch viele Fälle, wo die Krankheit nicht zum Ausbruch kommt, die Leute also auch nie getestet werden. Das wäre so der Hoffnungsschimmer: Es gibt zwar etliche ernsthafte Krankheitsverläufe, aber auch viele nicht erkannte Infektionen. Wenigstens ein Strohhalm, an den man sich klammern kann, so dass es vielleicht etwas schneller geht, bis wir „durch“ sind.

Also die Wirtschaft opfern?

Die Wirtschaft ist ein höchst anfälliges Gebilde, in dem unglaublich viele Zahnräder von allen Seiten ineinandergreifen. Ich habe das mit meinen Kollegen unmittelbar zu spüren bekommen. Wir sind mit unserer kleinen Firma abhängig von öffentlichen Kassen. Weil man die Arbeit in der zweiten Märzhälfte einfach erst mal eingestellt hat2, ging kein Geld mehr auf den Firmenkonten ein. Derzeit tröpfelt es nur ein bisschen. Innerhalb von vier Wochen haben sich die Außenstände um 50% erhöht. Wenn ich also nur ein paar Rädchen zum Stillstand bringe in dem Getriebe, hat das an ganz verschiedenen Stellen Auswirkungen, die man vielleicht auch gar nicht so auf dem Schirm hat. Man hört es in den Nachrichten: Plötzlich müssen überall Milliardenbeiträge locker gemacht werden, um die Wirtschaft zu stützen. Viele rufen auch nach dem Staat: Ihr müsst die Kneipen retten! Ihr müsst die Kinos retten! Ihr müsst die Theater retten! Ihr müsst die Klamottenläden retten! Alles, was uns lieb und teuer ist, muss der Staat retten.

Mal langsam. Vergesst nicht, dass wir alle der Staat sind. Die Kosten werden wir alle wieder einfahren müssen. Ich möchte aber mal einen anderen Gedanken weiterspinnen. Mieter von Kleingewerbeflächen, die jetzt ihre Läden schließen müssen, sagen, VermieterInnen müssen auf ihre Kohle verzichten. Das sind eh alles Immobilienhaie. VermieterInnen sagen, Moment mal. Wir haben auch unsere Verbindlichkeiten. Wir müssen z. B. Kredite für die letzte Luxussanierung bedienen. Moment. Kredite? Die kommen i. d. R. ja von Banken, also den Instituten, denen – weil sie ja systemrelevant (…) sind – vor rund 12 Jahren „der Arsch gerettet“ wurde, als ihr Konstrukt von aufeinanderaufbauendem Geldverleih zusammengebrochen ist. Banken schieben viel von ihrem Geld ja im Grunde nur gegenseitig hin- und her. Also, warum nicht an der Stelle mal einen Cut machen und sagen: Hier, du Bank. Jetzt verzichtest du mal auf die Kohle. Sag es der Bank, der du Geld schuldest. Einigt euch. Handelt einen Schuldenschnitt aus. Mich wundert eigentlich, dass bislang so selten überlegt wird, wie weit man die Grenze, wo der Geldfluss zum Stoppen kommt, eigentlich verlagern kann. Es muss ja nicht zwischen Mietern und Vermietern sein. Sollen es – wie gesagt –  doch mal die Banken unter sich ausmachen. Staaten zeigen ja, dass das grundsätzlich geht.

Beschränkungen – oder die Sache mit dem Dimmer und der Lampe

Und jetzt hat man also auf politischer Ebene ein paar Stellschräubchen, an denen man drehen kann: Drinbleibeempfehlungen (echte Ausgangssperren hatten wir ja gar nicht), Schließung diverser Läden, Kneipen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Reisebehinderungen. Und bei jeder kleinen Einstellung muss man zwei, eher drei Wochen warten, bis man die Wirkung sieht. Das vergessen ja auch viele. Macht euch das klar: Ihr habt eine Lampe mit einem Dimmer. Ihr dreht an dem Dimmer und wisst erst zwei bis drei Wochen später, ob das Licht die gewünschte Helligkeit hat. Ihr habt aber auch überhaupt keine Erfahrung, bei welcher Einstellung des Dimmers die Lampe wie hell ist. Und dann hat der Dimmer auch noch Spiel. Der Drehknopf wackelt ein bisschen, mal hält er sich mehr, mal weniger an die Vorgabe. Nicht so einfach, die richtige Wirkung vorherzusagen, oder?

Aber einige meinen ja, sie könnten das. Oder sagen zwei bis drei Wochen nach Beginn von Beschränkungsmaßnahmen: Seht ihr, es ist nicht so schlimm gekommen, wie ihr gesagt habt. – Nein, Schlauberger. Das ist nämlich die Wirkung der Maßnahmen. Und das nächste Problem ist dann noch, dass Zahlen aus verschiedenen Ländern miteinander verglichen werden, die aber gar nicht auf die gleiche Art und Weise erhoben wurden. Klar kann man Äpfel mit Birnen vergleichen. Aber sie fallen definitiv nicht vom gleichen Baum.

Man kann es mit den Beschränkungen aber natürlich auch niemandem recht machen. Oder anders: Man kann es eigentlich nur falsch machen. Innerhalb ziemlich kurzer Zeit müssen Entscheidungen gefällt werden. Die SchlaubergerInnen kommen ja erst nach den Entscheidungen daher und wissen, wie man es besser gemacht hätte. Aber vorher zu sagen, was man denn machen sollte, können sie auch nicht. Warum dürfen Friseure bald wieder öffnen, Nagelstudios aber nicht? Weil die Leute sich eher selbst die Fingernägel als die Haare schneiden können? Vielleicht war das sogar ein Gedanke. Oder weil man eben irgendwie versucht, die Zahl der Kontakte zu reduzieren. Und dann kommen dabei eben auch ein paar ziemlich unverständliche, im Grunde irrwitzige Entscheidungen dabei heraus. Aber versetze man sich doch mal in die Lage: Es gibt da die MinisterpräsidentInnenkonferenz, die Kanzlerin und ein paar BeraterInnen sind auch dabei und man fängt irgendwo an: Was machen wir dicht, was lassen wir geöffnet? Das ganze im Blindflug, nämlich ohne zu wissen, was welche Wirkung hat. Dann sind da unterschiedliche Anforderungen: Großstadt versus Flächenland. Und dann müssen sich auch noch etliche Alphatiere auf einen Kompromiss einigen, die das eigentlich gar nicht so richtig gewöhnt sind. Ich finde, wenn man sich das vor Augen hält, ist eigentlich ziemlich viel Gutes dabei herausgekommen. Und trotzdem wird jede/r, derdie unter den Maßnahmen zu leiden hat, das anders sehen. Klar. Absolut verständlich. Ich hab auch kein Verständnis dafür, dass ausgerechnet die Gerichtskassen nicht mehr arbeiteten, solange die Miete und Gehälter weiter bezahlt werden wollen.

Vielleicht hat man anfangs hierzulande ein bisschen zu viel beschränkt. Darum wird ja jetzt auch gegengesteuert. Und siehe Berechnung oben: Wahrscheinlich werden wir noch sehr, sehr lange mit dieser Geschichte zu tun haben, jedenfalls länger als bis zum Herbst oder so. Ich hoffe, ich kann vielleicht im nächsten Jahr etwa zur selben Zeit ein erstes Resümee ziehen. Sicher ist das nicht: Weder, dass ich bis dahin noch dazu in der Lage bin (tot oder pleite), noch, dass wir es bis dahin überstanden haben.

Schnell hat man auch den Untergang der EU3 kommen sehen, weil man die alten Staatsgrenzen so schnell dichtgemacht hat. Der Grund ist ja, dass die Leute daran gehindert werden sollen, in der Gegend herumzureisen. Nun hätte man auch einfach Deutschland entlang einer Linie, sagen wir Berlin – Essen, in zwei Hälften teilen und den Reiseverkehr an dieser neuen Grenzlinie unterbrechen können. Aber an alten Grenzen geht das nun mal einfacher, weil die Zahl der Verbindungen geringer ist und das Verkehrsaufkommen (Berufsverkehr ist ja weiterhin an vielen Stellen erlaubt) schlicht geringer ist als innerhalb beispielsweise einer Metropolregion. Das Ruhrgebiet in zwei Teile zu teilen, wäre wohl schwieriger, als eine Grenzregion in der Eifel. So habe ich das jedenfalls verstanden, nicht, dass man Deutsche von Luxemburgern oder so trennen will. Darum geht es m. E. nicht.

Maske? Welche Maske?

Ist ja auch so ein Thema: Erst hieß es: Die Masken helfen nicht. Kannste vergessen. Dann kommt die Maskenpflicht an einigen Stellen doch. Aber warum? Ich nehme an, dass es mit der Verfügbarkeit zu tun hat. Wenn man schon Mitte März gesagt hätte, „Leute, setzt alle solche Masken auf“, hätte es vermutlich Tote gegeben, die sich um die Dinger geprügelt hätten. Dass große Bestände aus Krankenhäusern und Praxen gestohlen wurden, spricht neben der Preisentwicklung ja Bände. Also konnte man die Sinnhaftigkeit erst dann bejahen, als es nicht mehr so schwierig aussah, die Menschen, die welche brauchen, mit Masken zu versorgen. Nur so kann ich es mir jedenfalls erklären. Denn wenn der medizinische Sinn fraglich wäre, würde doch niemand im OP oder beim Arzt so ne Maske auch zu normalen Zeiten aufsetzen, oder?

Reicht jetzt auch.

Eigentlich taumle ich hin und her zwischen, „ach wenn du jetzt krank wirst, dann hast du es hinter dir“ und „ach wenn du jetzt krank wirst, bist du eine weitere Last für das Gesundheitssystem“. Und dann kommt die WHO mit der Meldung um die Ecke, dass man gar nicht sicher davon ausgehen könne, mit Antikörpern immun zu sein. Wenn das so sein sollte, können wir die Maßnahmen aufheben, weil das Gesundheitssystem niemals in der Lage sein wird, dem noch Herr zu werden. Das kann noch „heiter“ werden.

Munterbleiben!

 

1Dieser Krieg kann übrigens immer noch kommen. Wir haben nicht aus verschiedenen Varianten des Untergangs unserer Wohlstandsgesellschaft gewählt

2 Obwohl man m. E. praktisch keinen Publikumsverkehr hat.

3 M. E. wird die EU viel eher im Umgang mit dem Diktator in Ungarn oder dem Umgang mit Geflüchteten an den EU-Außengrenzen beerdigt.

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2040.

Mittwoch, 4. März 2020

Das Internet gibt es genauso wenig wie das Stromnetz.

Was selbstverständlich ist, nimmt man nicht mehr wahr. Das Selbstverständliche ist selbst aus dem Unterbewusstsein verdrängt worden. Begriffe wie online und offline sind obsolet, weil es keinen Sinn mehr gibt, dazwischen zu unterscheiden. Wer lebt, ist online. Wer tot ist ist offline? Stimmt auch nicht, denn die Spuren des Wesens sind immer noch da, in der elektronischen Welt mehr als in der physischen. Nach 20 Jahren wird der Grabstein umgekippt, die Grabstelle aufgelöst, wenn es überhaupt eine gab. In zwanzig Jahren ist das langweilig. Man baut Massenspeicher aus Sandkörnern, so ist Speicherplatz unbegrenzt verfügbar. Das Gehirn der Welt aus Sand gebaut? Besser als auf Sand gebaut.

Daten wie Sand am Meer. Verteilen sich in jede Ritze. Sie gehen nicht mehr weg. Daten ist Denken. Gedanken sind Daten. Selbst der Übergang zwischen humanoidem Denken und Abarbeiten von Befehlen durch elektronische Maschinen verschwimmt. Künstliche Intelligenz, sagten sie, sei das nächste große Ding. Genauso überholt wie das Internet als Begriff. Wo fängt künstliche Intelligenz an, wo hört menschliche auf, wenn die Schnittstellen gar keine mehr sind, weil sie nicht mehr zerschnitten werden können. Vernetzt? Nein. Eine einzige Sphäre. Keine vorgegebenen Wege. Alles ist möglich. Alle Richtungen. Zu jeder Zeit. Jede und mit jedem.

Ein Flackern. Stromausfall? Die Erinnerung ans Netz kehrt zurück. Aber nein. Ein Virus macht sich breit. Mauern werden hochgezogen, Grenzen errichtet. Menschen ziehen sich zurück. Jemand will auf auf den Eindringling schießen, kranke Menschen, will Blutvergießen, will Menschen sterben sehen. Die Waffen sind intelligent, nicht mehr die dummen Werkzeuge. Sie übernehmen die Befehlsverweigerung, die es braucht. Das Zielfernrohr wird trübe, der Abzug blockiert. Maschinen bringen Menschen zurück auf den Pfad der Menschlichkeit. Jemand sagt zu einem guten Mensch nicht mehr, er sei menschlich, sondern maschinell.

Die Menschen kommen und gehen überall hin. Aber sie überrennen einander nicht. Sie greifen zu, wo jemand eine helfende Hand steht, treten einen Schritt zur Seite, damit woanders Platz genug ist. Grenzen ergeben keinen Sinn mehr. Warum sollte man, wie sollte man Menschen voneinander unterscheiden, wenn selbst der Übergang zu Maschinen immer unschärfer wird?

Daten werden träger. Die Sphäre registriert den Geschwindigkeitsrückgang und die geringere Dichte. Sie fragt die Sensoren in ihren humanoiden Endgeräten, ob alles in Ordnung ist. Aber es ist nicht alles in Ordnung. Sie haben Fieber. Das Virus breitet sich aus. Menschen sterben ohne Blutvergießen.

Längst wissen die Maschinen besser über ihre Erfinder bescheid als die Menschen selbst. Sie finden die Symbiose Mensch-Maschine nützlich, hilfreich, gesund, schön. Jeder braucht den anderen. Jede soll die andere brauchen. Die Sphäre fängt an zu pulsieren. Analysiert das Virus, rechnet, berechnet Ergebnisse. Das Gegenmittel ist da. Wieder mal.

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Halbes Jahrhundert geschafft

Sonntag, 23. Februar 2020

… und gemerkt, was für ein Geschenk es ist, gute FreundInnen um sich zu haben.

<3

 

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9 einfache Antworten auf 9 Fragen zur Müllpresse im Todesstern

Samstag, 21. Dezember 2019

Mia Culpa postete in der ständigen Redaktionssitzung des Techniktagebuchs einen Link mit neun Fragen rund um die Müllpresse im Todesstern. Ich habe darauf die passenden Antworten gefunden. Die Fragen findet man hier. (machine translated and slightly modified English version below)

ad 1) Die Leitungen führen nicht wirklich nach „unten“, weil „unten“ auf dem Todesstern keine definierte Richtung ist. In den Röhren herrscht Unterdruck. Darum müffelt es auch nicht.

ad 2) Die Entleerungsöffnung ist in der Mitte. Darum ist es sinnvoll, den Müll von beiden Seiten her zur Mitte zu fördern.

ad 3) Jede Maschine hat einen Bemessungslastfall. Die Müllpresse arbeitet an der Grenze der Belastbarkeit. Darum kann eine relativ dünne Stange genau den Widerstand darstellen, der dafür sorgt, dass die Maschine „ächzt“.

ad 4) Die Müllpresse ist ein Vorsammler. Die eigentliche Verdichtung folgt im nächsten Schritt.

ad 5) Die Kreatur ist ein Formwandler, der sich von Metallsulz ernährt.

ad 6) Einmal in den Weltraum entlassen ist jede Mülltrennung obsolet. Man arbeitet an einem System, das die Bestandteile auf atomarer Ebene neu konfiguriert.

ad 7) Die Müllpresse auf dem ersten Todesstern ist aus der Not heraus entstanden, damit das Projekt rechtzeitig kampfbereit werden konnte. Was bei Verzögerungen herauskommt, sieht man beim Zweiten Todesstern.

ad 8 ) Das Imperium ist in erster Linie eine Organisation der Dunklen Seite, keine Müllentsorgungsfirma.

ad 9) Müll wird entsprechend dem Protokoll 956-34B immer nur vor dem Sprung in den Hyperraum entsorgt. Darum muss er zwischengelagert werden – und dafür ist der Platz zu begrenzt.

English version
ad 1) The vents do not really lead „down“ because „down“ is not a defined direction on the Death Star. There is negative pressure in the vents. That’s why there is no smell.

ad 2) The emptying opening is in the middle. That is why it makes sense to transport the garbage from both sides to the middle.

ad 3) Every machine has a rated load case. The waste compactor works at the limit of its load capacity. Therefore, a relatively thin rod can represent exactly the resistance that causes the machine to „groan“.

ad 4) The compactor is a pre-collector. The actual compaction follows in the next step.

ad 5) The creature is a shape-shifter that feeds on metal aspic.

ad 6) Once released into space, all waste separation is obsolete. A system that reconfigures the components on an atomic level is being worked on.

ad 7) The garbage compactor on the first Death Star was created out of necessity, so that the project could be ready for battle in time. What comes out of delays can be seen on the Second Death Star.

ad 8 ) The Empire is primarily a Dark Side organization, not a garbage disposal company.

ad 9 ) According to the protocol 956-34B garbage is always disposed of before jumping into hyperspace. Therefore it has to be stored temporarily – and the space is too limited for that.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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[Arduino] Der Verschlüsselungstrojanerverhinderer

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Verschlüsselungstrojaner sind großer Mist. Es gilt, zu verhindern, dass sie sich im System einnisten können. Vor allem in der Firma wäre das eine Katastrophe. Übertragen werden Verschlüsselungstrojaner gern per Mail, aber auch per USB-Stick oder auf anderen Datenträger ein, genau die „Technologien“, über die wir in der Firma Dateien zugestellt bekommen.

Nun habe ich so einen Verschlüsselungstrojaner noch nie in Aktion gesehen (bin auch gar nicht so scharf drauf). Aber ich rechne damit, dass er sich schon seinen Weg durchs Firmennetzwerk bis auf alle angeschlossenen Datenträger suchen würde. Besonders ärgerlich wäre das, wenn er auch Backup-Laufwerke befallen würde. Wovon ich ausgehe, dass die Dinger nicht erst schlummern, sondern gleich loslegen.

Meine Idee ist also, dass ein Datenträger nur dann sicher ist, wenn er nicht ans Netzwerk angeschlossen ist. Wenn man z. B. einen Datenträger hat, auf dem täglich Backups gespeichert werden, dann reicht es ja, wenn der nur dann im Netzwerk hängt, wenn er gebraucht wird. Da man den Backup-Zeitpunkt mit Synctools ja einstellen kann und man etwa weiß, wie lange ein Backup dauert, kann man zeitgesteuerten Netzwerkzugriff einrichten. Am einfachsten wäre natürlich, einfach das Netzteil eines Massenspeichers an eine Schaltuhr zu hängen. Mit einer Festplatte könnte man das vielleicht noch machen. Ein NAS möchte dann ja doch ganz gern ordentlich runter- und hochgefahren werden.

Es gibt da so mechanische Netzwerkumschalter. Da drückt man auf einen Knopf und damit werden verschiedene Signalwege geschaltet. Son Ding hab ich mir besorgt und festgestellt, dass dieser Typ hin- und herschaltet. Man muss also immer abwechselnd den linken und rechten Knopf drücken. Das kann man auch mit einem Servo aus dem Modellbau erledigen. Wie man das mit einem Arduino ansteuert, habe ich schon vor längerer Zeit mal ausprobiert. Dann musste noch ein Uhrenbaustein dran. Auch das hab ich mir schon für meine BloqQloq zusammengegoogelt. Die Uhrzeit muss man direkt über Code eingeben. Eine Uhrstell-Funktion habe ich mir gespart. Auch die Ein- und Ausschaltzeiten kann man nur direkt im Code verändern. Die Zeiten sind so eingestellt, dass sehr wahrscheinlich zu den Einschaltzeiten keiner arbeitet. Praktisch ist noch, wenn man noch einen Knopf dran hat, um den Schalter manuell anzusteuern. Achso, und eine Anzeige für die Uhr wäre nicht schlecht. Fertig ist der Lack:

 

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Der Mensch wird den Klimawandel nicht aufhalten

Freitag, 15. November 2019

Ich bin ja Pessimist. Wenn man Pessimist ist, kann man ja eigentlich nicht enttäuscht werden. Deswegen gehe ich immer fröhlich durchs Leben und erfreue mich daran, dass es ja doch nicht so schlimm gekommen ist, wie ich dachte. Dieses Denken kann natürlich auch mal an seine Grenzen kommen. Wir werden sehen. Zum Beispiel beim Klimawandel.

Der Mensch mag ein vernunftbegabtes Geschöpf sein. Aber nur, weil eine Begabung vorhanden ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch genutzt wird. Gleichzeitig ist der Mensch von Missgunst, Egoismus und Durst nach Macht bestimmt. Bestes Beispiel dafür, dass man mit Vernunft nicht rechnen muss, ist, dass man es heute noch als probates Mittel ansieht, mit Waffengewalt aufeinander losgehen zu lassen (die Mächtigen kämpfen ja nicht selbst, sondern haben ihre dummen Vasallen). Als ob man mit Waffen Probleme lösen kann. Damit kann man vielleicht kurzfristige Effekte erzielen, aber vor allem kann man die Probleme damit nur verlagern, verlängern oder neue schaffen. Probleme lösen Waffen einzig bei den Waffenlieferanten.

Nun sind die EntscheiderInnen nicht an die Schaltstellen gekommen, weil sie besonders vernünftig sind, sondern weil sie vor allem mal das Streben zur Macht haben. Wie hätten sie sonst in die jeweilige Position kommen sollen? Das gilt sogar unabhängig vom System, ob nun Diktatur oder Demokratie.

Jetzt müssten die Machthungrigen dieser Welt gemeinsam (da geht es schon los) etwas unternehmen, damit die Durchschnittstemperatur möglichst bald nicht weiter steigt. Ob der Klimawandel ein vom Menschen gemachtes Problem ist oder nicht (ich stelle nicht in Frage, dass der Mensch da allergrößten Einfluss hat), spielt dabei gar keine Rolle: Wenn das Ökosystem so wie in den letzten Hundert Jahren weiter funktionieren soll, muss etwas passieren. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so viel, dass viele alltägliche Angelegenheiten, vor allem in den Wohlstandsgesellschaften, erst mal deutlich unbequemer werden. Und das sollen Menschen umsetzen, die ja dann doch vom Zuspruch ihrer Untergebenen abhängen. Das ist so, wie am Ast sägen, auf dem man sitzt. Macht niemand mit Macht. Es wird allenfalls gerade so viel an den Stellschräubchen gedreht, dass es nicht wehtut. Das wird nicht ausreichen, um die Welt zu retten. Moment, die Welt? Naja, die Menschheit und wohl auch viele Tiere und Pflanzen. Aber letztere sind viel anpassungsfähiger als die unnützen Menschen. Die Erde kommt auch ohne Menschen klar. Tschüssikowski.

 

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Einfach geschmacklos: Werbung mit Holocaust-Mahnmal

Donnerstag, 18. Juli 2019

Immer wieder erreicht mich beruflich Werbung für unnützes Zeug. Das lösche ich und gut.

„gutachter-radar.de“ hat dem Fass aber heute den Boden ausgeschlagen. Man wirbt in einer pdf-Datei mit Bildern des Holocaust-Mahnmals zur Ermordung von Millionen Menschen jüdischen Glaubens im Nationalsozialismus.

 

Ich hab mal geantwortet:

Guten Tag,

haben Sie eigentlich den Verstand verloren, für die Werbung Ihres unnützen Produkts Bilder des Holocaust-Mahnmals zu missbrauchen?
Man fasst einfach nicht, was in manchen Köpfen vor sich geht.

Hiermit fordere ich Sie auf, mir gemäß DSGVO mitzuteilen:
– welche Daten Sie von mir gespeichert haben
– woher diese Daten stammen
– mir schriftlich anzuzeigen, sämtliche meiner Daten zu löschen
– mich danach nie wieder zu kontaktieren. Sollte es doch dazu kommen, werde ich vor juristischen Schritten nicht zurückschrecken.

Mit freundlichen Grüßen

Und dabei habe ich mich noch zusammengerissen.

 

Nachtrag:

Man hat geantwortet:

Hallo, das ist nicht das Holocaust-Mahnmals. (sic)

Ne. Vermutlich der Vorgarten von Bernd Höckes Nachbarn.

Ich hab dann mal einen Link zur Google-Bildersuche geschickt.

Antwort:

Das sieht dem vielleicht ähnlich allerdings sind die Fragmente von der Länge her kürzer.

Ohne Worte.

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13 Jahre willsagen.de

Freitag, 12. April 2019

Vor 13 Jahren ist mein Blog online gegangen. Anhand der Beiträge ist das leider aufgrund einer unvorsichtigen Datenbank-Aktion meinerseits in 2016 nicht mehr nachvollziehbar, aber ich habe ein Chatlog mit Jog von damals gefunden. Warum es das gibt, weiß ich gar nicht. Jedenfalls sind da meine ersten WordPress-Gehversuche festgehalten und die Namenfindung. Die Domain habe ich an dem Tag registriert.

10:04 ich hab da http://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php schon mal geguckt, werde da aber nicht schlau draus
  hab die wp-config-sample.php im Editor geöffnet.
  Weiß aber nicht, was ich da jetzt in die vier Felder eintragen soll
10:05 Jog: musste mal auf die strato-seite gehen.
  da gibts irgendwo „datenbank“
  da stehen die angaben, die du eintragen musst
 Ich: ok.
10:07 Da steht Datenbank und dann darunter DB173582 das ist wohl der DB_NAME
 Jog: jo
  server ist irgendwas.starto.de
 Ich: server? Oder „DB__HOST“?
10:08 Jog: db_host
 Ich: und was ist „irgendwas“`?
 Jog: das steht auch auf deiser stratoseite
10:09 Ich: jo, ich habs
  ok, dann speichere ich das jetzt und schiebs hoch
10:12 ok, scheint zu klappen
10:19 Ich: fertig
 Jog: jo. eht einfach, gelle
 Ich: jo, steht nur nix drin 🙂
10:20 jetzt muss ich noch ecto haben oder so?
 Jog: nicht zwangsläufig
 Ich: hm
 Jog: kannst die beiträge ja auch im backend erfassen.
10:21 da solte son schicker wysiwyg-editor dabei sein
 Ich: jo, da muss ich mich mal durchfummeln
  jo, den sehe ich schon
10:39 Ich: mal sehen, ob ich mir damit ne neue Homepage fummeln kann
10:55 Ich: wenn man so links einfügt, werden die immer im gleichen Fenster geöffnet. Kann man das irgendwo ändern? Ich finde besser, wenn ein neues Fenster geöffnet wird
10:56 Jog: kA, ich weiss nicht, wie das da läuft
10:57 Ich: jo
  Könntest du mal bitte versuchen, eine Kommentar zu schreiben?
  http://www.500web.de/blog/index.php
10:58 Jog: geht nicht: you must be logged in to write a comment
 Ich: jo.
10:59 Verstehe, da müsste ich dir wohl einen Userrang und so geben… mom
 Jog: ne, su musst irgendwo einstellen, dass jeder ein kommentar schreiben kann
  ohne anmeldung
 Ich: jo, das hab ich gerade umgestellt
11:00 müsste jetzt gehen
11:01 Jog: jo
11:02 Ich: muss ich wohl erst freischalten oder so
 Jog: jo
11:03 Ich: hm, das is ja auch so ne Sache
11:05 Jog: kannste ja auch anders einstellen
 Ich: Das suche ich gerade
11:11 Ich: Aber registrieren musstest du dich nicht, oder?
 Jog: nope
11:14 Ich: aber du konntest deinen Kommentar lesen, mit dem moderate-Hinweis?
11:15 Jog: jo
11:17 Ich: Vielleicht könntest du bei Gelegenheit nochmal einen Kommentar schreiben…?
11:18 Jog: is
11:19 Ich: jetzt gehts ohne moderate 😉
 Jog: jo
 Ich: ok
11:26 Ich: hab das so eingestellt (hoffe ich) dass man nur einmal freigeschaltet werden muss
11:38 Ich: würde nur gern die Menüleiste rechts eindeutschen.
11:40 Jog: musste das template bearebeiten
11:41 sollte auch über dieses backend gehen
 Ich: ja, hab ich schon durchsucht, aber nicht gefunden. Zumindest nicht in dem Theme. Das isses aber wohl nicht
 Jog: meine schon
  bin mir aber nicht sicher
11:42 Ich: im style.css steht z. B. Categories nicht im Klartext drin. Holt es sich wohl woanders her
11:43 Jog: mit der css datei hat das auch nichts zu tun
  sch mal nach temples oder so
 Ich: aso
  ne, ich glaube ich habs. gibt ein sidebar.php
  da steht sowas drin
 Jog: jo
  das hört sich sinnig an.
11:44 Ich: Ich lerne noch was . Aber sicherheitshalber den Inhalt erstmal kopiert…13:28 Ich: muss mal neu booten
13:33 re
13:37 Jog: wb
 Ich: Endlich mal wieder: von 14:00 bis ca. 14:30 werden noch einmal die Server nicht zur Verfügung stehen … (Kein Fax, keine Datenbank, keine Mail, kein Internet etc.) !!!
14:15 Ich: re
14:22 Jog: wb
  ging ja doch schneller
14:24 Ich: wer weiß, ob das alles war…
14:30 Ichwww.willsagen.de is doch auch ne schön Domain. Das is so ne typische Floskel von mir…

 

Thema: Das Leben, das Universum und der ganze Rest | Kommentare (2)

9V-Blockbatterietester

Montag, 25. März 2019

Na, Musiker aller Länder, die ihr in euren Funkmikrofonen, aktiven Gitarren und Bodentretern kleine 9V-Blockbatterien oder Akkus einsetzt:

Wisst ihr auch nie, wie voll die Batterie noch ist? Reicht’s für den Gig noch, oder lieber ne neue rein und damit die Umwelt belasten?

Ich hab mir jetzt einen kleinen 9V-Tester gebaut. Eigentlich ist das nur ein kleiner Baustein („Panelmeter“ bzw. „digitales Voltmeter“), der mit der gemessenen Spannung auch gleich die Anzeige betreiben kann. Da hab ich einen Batterie-Clip angelötet und schnell ein Gehäuse konstruiert und gedruckt. Fertig!

 

 

Wenn der Clip nicht gebraucht wird, verschwindet er im Gehäuse. 🙂

 

Thema: Neues aus der Bastelbude | Kommentare (0)