Fête de la Gratis

Einerseits ist die Veranstaltung toll, weil überall viel gute Musik gespielt, andererseits absolut verachtenswert, weil „alle“ dran verdienen, nur die Musiker nicht.

Wer sich heute als Musiker beschäftigt, aber weder zu den oberen Zehntausend, noch zu den staatlich geförderten Künstlern gehört, hat es schwer, wenigstens die Ausgaben für Equipment, Proberaummiete, Fahrtkosten etc. wieder reinzubekommen. Musik hat einfach keinen Wert.
Radio KitchenUnd dann die Fête de la musique. Alle spielen umsonst und draußen am längsten Tag des Jahres! Was für eine tolle Idee, eigentlich. Auch ich werde mich beteiligen, obwohl man das gar nicht unterstützen dürfte. Denn, Equipment (Ton, Licht, Bühne, Dach …), um auf der grünen Wiese eine Bühne aufzubauen, will in der Regel gegen Gebühr geliehen werden. Besucher, die sich ein bisschen Musik anhören wollen, kommen vorbei und holen sich am Getränkestand ein Bier oder einen Wein. Dann noch ne Wurst vom Grill. Rrrring, wieder klingeln irgendwo ein paar Euro in der Kasse.

Nur der Anlass, weswegen die Leute kommen, die Musiker, sie bekommen keinen Cent, während alle drumherum irgendwie davon profitieren. Aber hey, es ist ja Werbung …

 

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