Lasst mich doch in Ruhe eure Drecks-Werbung anschauen!

21. Oktober 2015 · Will Sagen

Mit das erste, was ich tue, wenn ich einen neuen Browser einrichte, ist es, Ghostery und einen Adblocker zu installieren. Zwar habe ich den Adblocker inzwischen größtenteils testweise ausgeschaltet, aber ersteren, den Tracking-Verhinderer eben nicht. Wenn mich Seiten aussperren, weil ich derlei Software nutze, ist das derzeit für mich in Ordnung. Denn, wenn ich irgendwo Eintritt zahlen muss, und es mir das Geld nicht wert ist, bleibe ich auch draußen.

Wenn mir aber jemand sagt, ich sei Asi und ich soll einfach alles abschalten bzw. derlei Software nicht nutzen und eben solche Seiten, die mir unpassende Werbung auf den Rechner liefern, nicht aufrufen, hat er die Funktion des Internets nicht verstanden. Denn, ich tippe ja nicht „weh weh weh Punkt chip Punkt deh eh“ ein, sondern ich folge einem Link entweder von einer Seite auf eine andere oder aus einer Suchmaschine. Wie auch immer. Jedenfalls sieht man oft genug gar nicht unbedingt, dass man eine solche Seite ansurft.

Aber was mich betrifft, ist die Optik der Seiten mit überbordender Werbung nur eines von zwei Problemen.  Ja, blinkende Werbung nervt oder auch der dauernde Hinweis jetzt aber mal schnell den super-duper-Newsletter zu abonnieren, dessen Wegklick-Button sich so schön transparent versteckt. Tatsächlich glaube ich, dass viele Seitenbetreiber inzwischen darauf achten, dass die Werbung nicht zu sehr nervt. Aber das ist eben nur die eine Seite der Medaille.

Ich verstehe ja nicht viel davon. Aber den Werbern ist ja wohl wichtig, dass man weiß, wer wie oft welche Werbung anguckt. Das „wie oft“ kann ich verstehen, aber bei dem „wer“ bin ich dann nicht mehr so einverstanden. Zum Abrechnen, aber auch für die vielgepriesene personalisierte Werbung werden Analyse-Techniken eingesetzt, die Seitenaufrufe zählen, woher man kommt, wie lange man bleibt und wohin man geht. Vielleicht möchte ich das aber gar nicht. Sorry, liebe Werbefinanzierten: Baut die Werbung, die ihr so dringend braucht, als euren, nicht hinzugelinkten, natürlich kenntlich gemachten Content in eure Seiten ein. Dann bekommt die Werbung jeder zu sehen, weil sie technisch nicht mal eben von anderem Content zu unterscheiden ist, aber lasst mich ansonsten mit eurer Spionage, die ihr angeblich als dringendes Mittel für eure Werbung benötigt, zufrieden.

Solange der Kompromiss nicht so aussieht: „Ich gucke mir eure Werbung an, aber ihr guckt mich dabei nicht an.“, werden wir keine Freunde. Wenn ihr das technisch nicht hinkriegen wollt, ist das nicht mein Problem. Müsst ihr halt sehen, wir ihr das anders mit euren Werbekunden abrechnet. Macht der Zeitungsverlag, der nicht weiß, wer wann wie oft in die Zeitung schaut, auch nicht. Oder der Plakatwerber doch auch nicht, jeden zu verfolgen, der das Plakat anguckt, wo er herkommt, wo er hingeht. Nur, weil das Internet eben diese Möglichkeiten bietet, meint ihr Werber und Werbefinanzierten, diese Techniken nutzen zu müssen. Geheimdienste machen ja auch alles, was technisch möglich ist.

Gern geschwungen wird an dieser Stelle ja von den Werbefinanzierten dann die „Umsonstmentalitäts“-Keule. Sowas gäbe es ja nicht, etwas kostenloses, das etwas wert ist. Bullshit! Schaut euch einfach mal um im Netz, wie viele Leute einfach aus Spaß an der Freude die tollsten Sachen aufschreiben. Das ist nämlich sowas ähnliches wie früher ™ z. B. ehrenamtliche Vereinsarbeit, wo Menschen einfach etwas zusammen auf die Beine stellen, weil sie Spaß dran haben. Geht mal in Kneipen mit „Open-Mic“-Veranstaltungen. Was meint ihr, was euch da für geniale Musik erwarten kann? Aber wer sich natürlich auch noch den kleinsten Pickel an seinem Arsch vergolden lassen will, kommt nicht darauf, dass es sowas noch gibt. Oder nimmt es vielleicht auch als selbstverständlich hin? So selbstverständlich, wie dem Straßenmusiker, den ihr gerade mit dem Handy gefilmt habt, nichts in seinen Hut zu legen? Es gibt sie eben doch, die Leute, die einfach etwas anbieten, ohne etwas zu verlangen. Der Musiker hört nicht auf zu spielen, auch wenn ihr ihm nichts gebt.

So. Und jetzt kratzt mal schön den „KEINE WERBUNG – AUCH KEINE UMSONST-ZEITUNGEN“ von eurem Briefkasten. Damit verhindert ihr ja auch Werbeeinnahmen und Minijobs. Bei uns werdet ihr den nicht finden. Und demnächst werde ich wieder für lau irgendwo stehen und Musik machen.

 

Berlin in Bildern

6. Oktober 2015 · Will Sagen

Für einen einerseits Foto- und andererseits Berlininteressierten wie mich ist diese Fotosammlung einfach der Hammer:

Wer wissen möchte, wie es in den 1980er und 1990er Jahren in Berlin aussah, wird hier fündig.

Klick.

(via)

[Fusselflieger] Fliewatüüt – Aquacopter

2. September 2015 · Will Sagen

Er fliegt, er schwimmt und er macht tüüt: Mein Tuppercopter, der nun ein Aquacopter ist. Im Urlaub konnte ich ihn erfolgreich testen, meinen Umbau mit den Schwimmern aus dem Karnevalsbedarf. Dank den Griffen der aufblasbaren Morgensterne und der ebenso aufblasbaren, superlustigen Babyfläschchen schwimmt das Biest ganz best. Selbst die Motoren können bei einer „härteren“ Landung mal kurz ins Wasser eintauchen, ohne dass es zu Problemen kommt. Die Regler werden in der Tupperdose allerdings ganz schön heiß. Zu Ausfällen ist es glücklicherweise nicht gekommen.

Hier ein paar Fotos:

Aquacopter

Aquacopter

Aquacopter

Krakow und so

Und hier noch ein Video von einem der ersten Wasserflüge.

Eigentlich ziemlich unspektakulär, aber auf dem Wasser startende und landende Copter gibt es halt noch nicht so viele. Als nächstes muss ich mal über der Heimatbucht fliegen. Erlaubt ist es ja nun.

Hologramm-Pyramide nachgebastelt

4. August 2015 · Will Sagen

In der Techniktagebuchredaktion machte André Spiegel gestern auf einen Mashable-Artikel aufmerksam. Aus einer alten CD-Hülle hatte dort jemand eine kleine Pyramide gebastelt. Die Seitenflächen bestehen aus vier gleichschenkligen Trapezen, lange Kante 6 cm, kurze Kante 1 cm, Höhe 3,5 cm. Stellt man dieses Trapez auf ein Smartphone, auf dem gerade ein entsprechendes Video abgespielt wird, sieht das toll aus!

Ich habe das nachgebaut, allerdings nicht aus einer CD-Hülle, sondern aus dem durchsichtigen Kunststoff, wie er in manche Kartonverpackungen als Sichtfenster (z. B. für große Modellautos) geklebt ist. Ruckzuck an den Kanten mit Tesa zusammengeklebt – fertig. Man kann das natürlich auch ordentlicher machen als ich …

Pyramide_bastel

Nur konnte ich nun nicht online zeigen, wie toll das aussieht, weil ich zum Fotografieren (und schnellem Hochladen der Fotos) ja mein Handy brauchte. Also habe ich den Film auf meinen Macbook aufgerufen und es mit dem Display nach oben zeigend hingelegt.

Macbook

Die Pyramide draufgestellt und los: Sieht toll aus und ist in wenigen Minuten nachgebaut!

Pyramide

 

Hier ist der Film, den ich dabei gedreht hab. Mein Handy war ja jetzt wieder verfügbar.

[Berlin] Endliche Termine im Bürgeramt zeitnah bekommen?

30. Juli 2015 · Will Sagen

Natürlich gegen Kohle, is‘ klar.

http://www.buergeramt-termine.de/

Finde ich eigentlich scheiße, ist aber konsequent. Schließlich kostet es einerseits Geld, so eine Plattform zu entwickeln und zu betreiben und andererseits wird damit auf einen unglaublichen Missstand in der Berliner Verwaltung hingewiesen. Immerhin musste ich gerade ziemlich genau 2 Monate (!!!) warten, um überhaupt einen Termin für das Beantragen eines neuen Personalausweises zu bekommen. Bis der dann da ist, wird es wieder eine Zeit dauern.

Ich werde die Jungs dann mal fragen, ob sie mir ein bisschen von ihrer Kohle abgeben, weil sie natürlich meine Idee abgekupfert haben. 😉

Elektromotorrad aufladen

13. Juli 2015 · Will Sagen

Achtung, der kommt jetzt echt flach:

Ich hab‘ ein Elektromotorrad aufgeladen.

Zero FX

Zero FX

Eine Zero FX.

Deeskalation durch antizipierte Eskalation

2. Juli 2015 · Will Sagen

… oder „Zen und die Kunst, eine Waschmaschine zu tragen.“

Sich anzuschreien ist unter Partner, Mitwohnis, Mitmenschen etc. nicht gut, manchmal aber unumgänglich, vor allem, wenn die Emotionen hochkochen oder das Adrenalin brodelt.

wamaSeitdem wir eine neue Waschmaschine haben, sind wir diesbezüglich einen bedeutenden Schritt weiter. Denn die alte wollte die Treppe hinunter, die neue Waschmaschine die Treppe hinauf getragen werden. Und wie das so ist auf einer engen Treppe geht das nicht ohne Probleme mit der Folge, dass man sich anschreit:

 

  • „Pass doch auf!“
  • „Zieh nicht so!“
  • „Schieb nicht so!“
  • „Höher, hööher!“
  • „Aua, du klemmst mir den Arm ab!“
  • „Mein Fuß, Mann!“
  • „Scheiße, schon wieder ne Macke in der Treppenstufe!“
  • „Fuck, ich kann nicht mehr halteeeeen!“
  • „Gestreift gefällt mir das Treppenhaus eh besser.“
  • „Wieso ist da noch Wasser drin?“

Inzwischen erledigen wir solcherlei Dinge so: „Wieder mit anschreien?“ – „Jo.“ – „Ok, dann los!“

Und schon geht das alles viel entspannter. Anschreien tun wir uns natürlich, aber das ist total entspannt, weil wir ja wissen, dass es nicht böse gemeint ist. Sollte man auch in anderen Bereichen des Lebens so machen.

 

Endlich legal vor der Haustür Modellfliegen

1. Juni 2015 · Will Sagen

Hach. Dieser Tag hat eine gute Nachricht gebracht:

Für Hobbymodellflieger fällt für 12 Flughäfen (nämlich die von der DFS kontrollierten internationalen Flughäfen) die Pflicht, dass man eine sogenannte Flugverkehrskontrollfreigabe einholen musste, wenn man innerhalb einer Kontrollzone (CTR, Luftraum D) fliegen wollte (siehe hier). Dass man die brauchte, weiß/wusste kaum einer, wie man sie bekam, auch nicht so recht. Ich hatte bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) mal angefragt und nur die Antwort bekommen, dass Hobbypiloten sowas nicht bekämen, allenfalls gewerbliche. Das war schon recht eigenartig. Gleichbehandlungsgrundsatz und so. Zumal ich klargestellt hatte, dass es nicht um eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung ging. Die braucht man immer noch, wenn man z. B. gewerblich genutzte Luftbilder aufnehmen möchte. Da hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.

Ich möchte aber (erst mal) nur Modellfliegen. Und das darf ich jetzt unter der Voraussetzung, dass ich nicht höher als 30 Meter fliege (ist zwar knapp, geht aber in Ordnung) und mehr als 1,5 km Abstand vom nächsten Flugplatzgelände einhalte (geht auch in Ordnung). Was ich gar nicht wusste, dass es in Berlin rund um das Regierungsviertel eine Flugverbotszone gibt (der runde Kreis im Bild unten). Das habe ich hier erfahren, wo die ganzen Zusammenhänge mit den neuen Erleichterungen sehr schön aufgedröselt werden, allerdings dort auf’s Copterfliegen bezogen. Für Fläche- oder Helifliegen gilt das alles analog. Ich will das aber alles gar nicht noch mal wiederholen. Dort ist das eh alles viel besser ausgedrückt.

fvz

Bild: http://maps.openaip.net

Glücklicherweise liegt mein (Wasser-)Flugrevier (Rummelsburger See) just außerhalb dieser Flugverbotszone, und auch meine Fliegewiese in Adlershof ist weit genug von Schönefeld entfernt. Ach, da muss ich doch gleich mal sehen, was es so an neuen Modellen auf dem Markt gibt. Wobei, die alte Icon 312 tut’s ja noch. Und ne Canadair 215 ist auch noch im Bau.

Icon 312 auf Schwimmern

Ach, und mein Tuppercopter wartet auch noch auf seinen ersten richtigen Wassereinsatz. Alles wird gut! Ich kann es kaum glauben, dass es tatsächlich mal eine Erleichterung gibt. Naja, und wenn der Rettungshubschrauber mal wieder vor der Haustür rumgurkt, muss man eben am Boden bleiben.

Start des Rettungshubschraubers

Macbook Air von Magsafe 1 auf Magsafe1+2 umfräsen

17. Mai 2015 · Will Sagen

Außer, an Adaptern und neuen Netzteilen noch mehr Geld zu verdienen, fällt mir nicht viel dazu ein, dass Apple vor einiger Zeit den Stromanschluss an den Macbooks geometrisch verändert hat. Es sei denn, sie brauchten in der Höhe mehr Platz. Könnte durchaus sein. Denn der neue Stecker (Magsafe 2) ist etwas breiter (m. E. unnötig), aber dafür dünner. Sieht man ganz gut auf diesem Bild.

Magsafe2

Oben mein teuer erkaufter Adapter mit dem Magsafe 2-Anschluss, darunter mein altes, kleines Macbook Air. Einen Adapter Magsafe2-Netzteil auf Magsafe1-Macbook gibt es nicht. Eigenartig.  Seitdem sich im Haushalt nun nicht nur zwei alte Macbooks mit dem Magsafe1-Anschluss, sondern auch ein neueres Gerät befinden, und ich die vorhandenen Netzteile je nach Einsatzort zweckmäßig verteilt habe, musste eine Lösung her, möglichst alle Netzteile für alle Macbooks verwenden zu können, zumindest aber das rund 4 Jahre alte Macbook Air mit dem neuen Netzteil. Da auf dem neuen Netzteil noch Gewährleistung ist, wollte ich den Stecker nicht ändern, was im Grunde einfacher gewesen wäre. Ein weiterer Grund war auch, dass ich befürchtete, der Stecker könnte nicht mehr so gut halten.

Die Anordnung der Kontakte und die Geometrie der Einfassung sieht passend zueinander aus. Dennoch habe ich wenigstens mal eben kurz den Durchgang der Kontakte gemessen. Nicht dass Herr Apple in den Adapter noch irgendwelche Raketentechnologie eingebaut hat, die darauf hindeutet, dass man alte Macbooks evtl. nicht mit neueren Netzteilen laden kann. Scheint nicht der Fall zu sein.

Magsafe1

Als nächstes habe ich dann verschiedene kleine Frässtifte und meinen Aldi-Dremel genommen und so lange am Aluminium meines Macbooks rumgefräst, bis der Adapter und damit ja auch der neue Stecker sitzt. Man beachte auch den Staubsauger zum Späne absaugen. Soll ja möglichst nichts im Gerät landen.

Magsafe3

Das sieht jetzt so aus:

Magsafe5

Geht doch. Und siehe da: Ich kann jetzt das neue Macbook-Netzteil anschließen …

Magsafe6

… und auch das alte. Wenn ich will, auch mit dem Adapter.

Magsafe4

Muss ich aber nicht.