Das Ostkreuz im Westen

18. November 2009 · Will Sagen

Von uns zu Hause gesehen liegt das Ostkreuz etwa einen Kilometer westlich.

Praktisch jeden Tag haben wir mit der riesigen Dauerbaustelle zu tun, entweder beim Fahren mit der S-Bahn oder, vor allem morgens, wenn man sich mit dem Auto durch die Baustelle und die neue Kynaststraße quälen muss. Selbstverständlich beobachtet man den Fortgang der Arbeiten. Wenn man bedenkt, was es bedeutet, das Ostkreuz im laufenden Betrieb umzubauen, ist es schon beachtlich, was bislang geleistet wurde. Interessieren würde mich z. B., wann der Markgrafendamm wieder an die Hauptstraße angeschlossen wird.

Andere Blogger beobachten das Ostkreuz aber viel intensiver und auch künstlerischer. Ein Besuch dort lohnt sich! Wirklich tolle Fotos, vor allem auf lostkreuz. Ich hätte ja gern einen der Dachträger im Garten stehen. Ich mag diese alten Eisenbauteile.

Bei rottenrails kann man den Baufortschritt sehr schön verfolgen, ebenso beim Ostkreuzblog.

Das Rad

17. November 2009 · Will Sagen

… ist keineswegs die wichtigste Erfindung der Menschheit, sondern vielmehr die drehbare Lagerung desselben.

:cool:

Fiat 500 Ballett

7. November 2009 · Will Sagen

Im Fiat-500-Forum machte ein niederländischer Mitschrauber soeben auf einen tollen Clip bei Youtube aufmerksam.

Echt stark, wie die Rennsemmeln da um die Pisten kreiseln. Rennserien nur für 500er. Das war was damals™!

Tick Tack – Kloing

5. November 2009 · Will Sagen

Immer, wenn ich mit auf die linke Hand aufgestütztem Kinn so in die Welt starre, höre ich das Ticken meines „Russenweckers„. Das habe ich mal mit meinem iPhone aufgenommen. Besonders schön, finde ich das synkopische „Kloing“ im Hintergrund. Dreht mal lauter.
🙂

Ende der Zeitlosigkeit

4. November 2009 · Will Sagen

Poljot_3Seit einigen Jahren trage ich keine Armbanduhr mehr. Eigentlich verrückt, denn ich bin durchaus Uhrenfan, vor allem (natürlich)  von mechanischen Uhren. Am besten gefallen mir Chronographen mit allerlei Schnickschnack und Handaufzug. Automatikuhren finde ich eher langweilig.

Während meines Studiums in Hannover habe ich mir auf dem legendären Flohmarkt mal die ein oder andere Russenuhr mit Handaufzug für kleines Geld gekauft. Zweifelhafte Modelle gab es da. Mit U-Booten und Panzern auf dem Ziffernblatt. Aber auch ganz schlichte, nur mit einem roten Stern. So ein paar fliegen noch in meiner Schreibtischschublade rum.

Poljot_6Irgendwann bin ich mal über einen Chronographen mit Handaufzug gestolpert. Für, ich glaube, 70 DM habe ich den damals gekauft. Und irgendwann vergessen. Zwischenzeitlich kam noch ein neuerer Automatik-Chronograph hinzu. Der ist mir mal runtergefallen, seitdem geht die Stoppuhr nicht mehr. Dann habe ich die Lust daran verloren und keine Uhr mehr umgebunden.

Seit einiger Zeit habe ich wieder mehr Interesse an Uhren. Habe mal hier und mal da geguckt. Aber irgendwie können mich diese ganzen  Batteriedinger nicht begeistern. Und so bin ich neulich über meinen alten Russen-Chronographen gestolpert, den man hier auf den Bildern sieht. Keine Ahnung, wie alt das Teil ist. Nach dem Gehäuse zu urteilen, vielleicht aus den 1960ern – 1970ern. Aufgrund der gewissen Verschiebung im Zeitgefüge zwischen Ost und West, was sich am Design sehr deutlich zeigt, ist sie vielleicht auch jünger.

Poljot_7Es handelt sich um einen Poljot-Chronographen mit der Besonderheit einer innenliegenden Lünette (dem berühmten Drehring sog. „Taucheruhren“, hatten wir als Jungs doch alle). Die Lünette lässt sich über die linke Krone verstellen. Oder besser: Ließ sich verstellen. Denn die hängt irgendwie fest. Stattdessen schraubt man unfreiwillig die Krone heraus. Die Datumsanzeige funktioniert einwandfrei. Der Boden ist ziemlich schmucklos, aber immerhin weist das Ziffernblatt „23 Jewels“ aus. Und ein neues Armband habe ich auch schon angeschafft. Warum die Uhr nicht mit kyrillischen Buchstaben beschriftet ist, verstehe ich nicht. Vielleicht machte man das so, um internationaler zu wirken. Oder es ist ein West-Export-Modell.

Poljot_4Sie geht noch einigermaßen genau. Pro Tag hängt sie etwa eine Minute hinterher, das aber konstant. Lässt sich sicher einstellen. Ansonsten sind die Drücker, das Glas und die zweite Krone nicht mehr so schön. Daher habe ich beschlossen, sie mal einer Generalüberholung zu unterziehen. Da habe ich in Berlin einen Uhrmacher gefunden, der nach seinem Auftreten zu urteilen versiert im Umgang mit diesen Uhren sein dürfte. Da werde ich mal nachfragen und um einen Kostenvoranschlag bitten. Mal sehen.

Ob sich das lohnt? Keine Ahnung. Was mag so eine Uhr schon wert sein? Aber der ideelle Wert ist es, der zählt.

Festival of lights

25. Oktober 2009 · Will Sagen

Gestern Abend haben wir noch unseren Beinahe-Standard-Wenn-Besuch-da-ist-Spaziergang gemacht:

Hauptbahnhof, Kanzleramt/Reichstag, Brandenburger Tor, Unter den Linden, Gendarmenmarkt. Und weil gerade das Festival-of-lights im Gange war, habe ich Kamera und Stativ geschultert. Hier ein paar Bilder.

(Alle Fotos sind unbearbeitet und unbeschnitten, lediglich skaliert.)
Kätzchen
Löwenreiter
Unter den bunten Linden
Quadriga
Brandenburger Tor
Reichstag
Buntes Boot

Online-Umfrage: Fiat 500 Clubs im Fokus der Soziologie

24. Oktober 2009 · Will Sagen

Seit einigen Monaten werden wir -die Berliner Fiat 500 Fahrer- von einer Gruppe Soziologiestudenten der Berliner Technischen Universität „beobachtet“. Ich finde ja schon interessant, dass die TU ein Institut für Soziologie hat! Es geht ganz grob um Gruppen und Gemeinschaften, die sich mit einer bestimmten Sorte Autos beschäftigen. Inzwischen bin ich von den Studies schon interviewt worden, und nun haben sie eine Online-Umfrage gestartet.

Wer sich als Leser meines Blogs angesprochen fühlt, kann sich die Umfrage ja mal ansehen und sich gut 15 min Zeit nehmen.

Hier geht’s zur Umfrage.

Hier noch ein paar weitere Informationen (die ich von den „Sozis“ geklaut habe):

Untersuchungsziele:
Die Entstehung und Verbreitung von produkt- und markenbezogenen Gemeinschaften stellt speziell im automobilen Bereich ein bedeutendes Phänomen dar. Unzählige Clubs, Stammtische, Vereine, Interessengemeinschaften, Internet-Foren usw. existieren im Rahmen dieses Themenfeldes – sowohl online als auch offline.
In Anbetracht der weiten Verbreitung solcher Automobil-Gemeinschaften, scheint es verwunderlich, dass die Komplexität und Spezifiät dieses Phänomens bislang kaum Gegenstand umfassender und fundierter wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen ist.
Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes an der TU Berlin versuchen wir nun diesem Phänomen durch die Erforschung der „Fiat 500 Markengemeinschaft“ näher zu kommen.

Durch unsere qualitativen Studien konnten wir bereits einen guten Überblick und Eindruck über die Fiat 500 Markengemeinschaft gewinnen. Die zusätzliche quantitative Befragung zielt nun darauf ab, sowohl Einstellungen von Clubmitgliedern in Bezug auf verschiedene Themen, sowie die soziostrukturelle und -kulturelle Zusammensetzung dieser Gemeinschaft zu erforschen.

Datenschutz:
Die Regeln des Datenschutzes werden von uns selbstverständlich stets eingehalten. Sämtliche Daten (Namen, E-Mail-Adressen usw.) werden nicht an Dritte weitergegeben, die mit dem Forschungsprojekt nicht unmittelbar zu tun haben. Personenbezogene Informationen und Datensatz werden vor der Auswertung getrennt, um zu vermeiden, dass von den Aussagen auf die Person geschlossen werden kann. Die Rohdaten, also die Antworten auf spezifische Fragen, werden ausschließlich von den Projektmitarbeitern verarbeitet. Dritte erhalten allenfalls die anonymisierten Daten, die keine Rückschlüsse auf einzelne befragte Personen zulassen.
Alle Personen, die mit personenbezogenen Informationen und den Rohdaten in Kontakt kommen, sind in den Datenschutzregeln unterwiesen und haben sich schriftlich zur strikten Vertraulichkeit verpflichtet.
Das Institut für Soziologie an der TU Berlin hat langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Personendaten, da wir jedes Jahr wissenschaftliche Umfragen auf Grundlage von E-Mail-, Telefon- oder Einwohnermeldeamtsstichproben durchführen.

Institut für Soziologie Technische Universität Berlin Franklinstr. 28/29 D-10587 Berlin

Krawatten-Will: "Energie!"

9. Oktober 2009 · Will Sagen

Da schrob ich doch neulich, was ich von der sog. Businesskleidung halte und auch, dass ich mich selber diesem eigenartigen System zwangsläufig anpassen muss. Das hatte zur Folge, dass ich kürzlich zwei neue Hemden nebst einer Krawatte erstanden habe.

Krawatten haben m. E. nur den einzigen Sinn, hässliche Hemdknöpfe zu verdecken. Ansonsten sind sie schlicht unnütz. Sie baumeln im Kaffee, in den Akten, wehen einem beim kleinsten Gegenwind im Gesicht herum usw. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat man die Krawatte nicht einfach abgeschafft, sondern ein weiteres Utensiel erfunden, die Krawattennadel oder Krawattenklammer.

Ich hatte bislang eine recht alte mit einem „Abarth“-Emblem, die hat sich gerade der junge Kollege für einen Gerichtstermin geliehen, der den Umgang mit derartigen Klamotten ebenso schätzt wie ich.

Nun war der Wunsch nach einer weiteren Krawattennadel geweckt, damit ich sowohl zu Hause als auch im Büro eine „Terminkluft“ griffbereit halten kann. Erst dachte ich, eine Klammer mit technischem Ausdruck wäre gut: Ein Schraubenschlüssel, ein Messschieber, eine Reihe Muttern. Aber am Ende war mir das entweder zu abgegriffen oder zu klischeehaft.

Krawakla

Dann bin ich auf die Lösung gestoßen: Startrek-Krawattennadeln. Yesss! Davon habe ich mir dann gleich zwei bei so nem Ebay-Seller bestellt. Jetzt kann ich zwischen einer unauffälligen schlichten und einer etwas aussagekräftigeren Variante wählen. Es hätte auch noch den Klingonen-Dreizack in rot-emailliert gegeben.  :razz:

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass in einem meiner ersten größeren Berliner Fälle eine Schöffin eine Startrek-Brosche trug. Da hatten wir in den Verhandlungspausen ein schönes Gesprächsthema! ;-)

Riesen-in-Berlin-Soundtrack gesucht

4. Oktober 2009 · Will Sagen

Riesen-in-Berlin_46Eben haben wir noch die Gelegenheit genutzt, und uns die beiden Riesen von der französischen Theatergruppe „Royal de Luxe“ angeguckt, die seit ein paar Tagen durch Berlin gekarrt werden. Irgendwie wirklich toll gemacht. Nur waren für meinen Geschmack zu viele Leute da.

Riesen-in-Berlin_15Was mich aber brennend interessiert ist, wo man den Soundtrack zu dem Spektakel bekommen kann. Das groovte vielleicht mal! Die Band heißt angeblich „Les Balayeurs du Desert“. Von denen habe ich drei Download-Alben gefunden, aber irgendwie nichts, was sich genauso anhörte wie die echt coole Begleitmusik von vorhin.

Hier hat’s noch ein paar mehr Fotos.

Zwerg mit Hut

4. Oktober 2009 · Will Sagen

Endlich mal wieder ein gelungener Schnappschuss, wie ich finde. Geknippst mit meiner „aus-dem-Handgelenk-Kamera“ Samsung D60.

Zwerg mit Hut

Aufgenommen im Hof der Elias-Gemeinde am Göhrener Ei.