Ein Schweizer Messer

11. Januar 2010 · Will Sagen

Das war was, damals ™, als meine Brüder und ich von einem Groß-Onkel jeder ein Schweizer Messer geschenkt bekamen. Ich habe meines heute noch, und alles funktioniert noch. Nur den Zahnstocher habe ich wohl verloren.

Wie alles andere kann man Schweizer Messer auch bei Amazon kaufen. Wer sich mal ein hübsches Viertelstündchen gönnen möchte, sollte sich mal die Rezensionen durchlesen. Köstlich!

Ein Beispiel?

Als ich mir damit die Nasenhaare trimmen wollte, gabs einen Kurzschluss zwischen dem integrierten Flux-Kompensator und der eingebauten Urananreicherungsanlage. Seither hängt mein linkes Nasenloch im Jahr 1808 fest. DANKE WENGER!

Noch eins:

Das Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant ist rundum ein hervorragendes Gerät für jede Gelegenheit. Ein paar kleine Mängel muss ich jedoch anführen:

– In der mitgelieferten Schatulle sollen angeblich Schlafmöglichkeiten für bis zu 6 Personen vorhanden sein. Vorsicht: Dem ist nicht so, bei unserer letzten Gartenparty gab es daher Probleme, alle Gäste unterzubringen. Das führt uns auch direkt zum nächsten Problem:
– Zwar bot der integrierte Holzkohlegrill genügend Rostfläche, um alle Partybesucher zu versorgen. Es ist mir allerdings ein Rätsel, warum Wenger den begehbaren Kühlschrank, in dem wir das Grillfleisch lagerten, nicht in Grillnähe, sondern knapp 40 Meter weiter hinter dem Holodeck platziert hat. Unnötig weite Wege sind so vorprogrammiert.
– Bei diesem Preis sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass der Schneepflug auch ohne die Aktivierung des Mini-LHC bei jedem Wetter voll funktionsfähig ist.

Dennoch muss ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen – gerade die kompakte Intergration diverser Haushaltshilfen (Wasch- & Spülmaschine, Staubsauger) sowie die Fußbodenheizung möchte ich nicht mehr missen.

Oder auch:

Der integrierte Universaltranslator übersetzt „Schnarsilationsbenidendül“ nicht korrekt ins Nausikanische! Das kann einem bei Verkettung ungünstiger Umstände bis zu 462 mal „lebenslänglich“ in den Polymerminen auf Arkel 5 einbringen. Also Vorsicht und mit dem Kauf vielleicht bis zum nächsten Firmware-Update abwarten.

[via]

Schilda-Recycling

4. Januar 2010 · Will Sagen

Über Silvester waren wir in Essen. Vor dem Haus unseres Freundes André erblickte ich ein Schild. Obwohl der Silvesterabend mir nicht nur noch etwas in den Knochen, sondern auch im Kopf steckte, erkannte ich, dass etwas komisch war.

Schild-Recycling1

Auf dem Kopf sieht das Schild dann so aus.

Schild-Recycling2

Das gab’s wohl mal irgendwo billig. 😉

Neujahr

2. Januar 2010 · Will Sagen

Durch seine Einzigartigkeit ist Neujahr zugleich der verkorksteste und schönste Tag des frisch angebrochenen Jahres.

Frohes Neues..!

Last Christmas

24. Dezember 2009 · Will Sagen

Ja, ich bin erklärter „Last Christmas“-Hasser. Glücklicherweise spielt mein „Haussender“  RadioEins das Lied nur in Notfällen. Genossen habe ich es, wie Professor Fladt dort im Radio kürzlich dieses Stück Musikfolter hinsichtlich seiner Banalität und textlichen Schwachsinnigkeit auseinander genommen hat.

Aber auf Youtube gibt es eine Version, die ist einfach nur genial. Schaut und hört sie euch an. Ich war so begeistert, dass ich das Lied eben selbst zur Gitarre gespielt habe. Und das will was heißen!

Wünsche erfrischende Weihnachten allerseits!

24. Dezember 2009 · Will Sagen

Schnell noch den Baum schmücken…

Apropos Baum.

Den haben wir bei -15°C gekauft, was ein Fehler war: Das Teil war steif gefroren, hätten wir die Äste mal runtergebogen, um zu sehen, wie der Baum aussieht, wären sie wahrscheinlich gleich abgebrochen. Außerdem nadelt das Teil schon wie verrückt. Ein Stern ist wohl schon runtergefallen, weil keine Nadeln als Widerhaken mehr dran waren. Wahrscheinlich ist der noch vom letzten Jahr übrig geblieben, so krumm wie der ist.

Na, was solls. Fliegt eh bald wieder raus. 😉

Update: Hab bei Marco gesehen, dass es so eine Art Blogparade gibt. Mal sehen, ob ich noch ein Trackback dorthin schicken kann. 🙂

Foto-Jahresrückblick

19. Dezember 2009 · Will Sagen

Eigentlich eine schöne Idee von Patrick: So ein Foto-Rückblick. Frei nach dem Motto „besser gut geklaut, als schlecht selbst ausgedacht“ habe ich in meinem flickr-Fotostream mal geschaut, was ich im (fast) vergangenen Jahr so geknippst habe. Qualitativ kann ich mit dem Hamburger sicherlich nicht mithalten. Für mich sind die Fotos oft eher Erinnerungsstütze.

Und gleich im Januar fängt das Problem an. Ich war nämlich total fotofaul. Darum greife ich auf ein Foto aus dem Februar zurück, das aber ein Geburtstagsgeschenk zeigt. Und Geburtstag habe ich schließlich Ende Januar. Schon lange hatte ich mir diesen verchromten Hubschrauber gewünscht, der nun seit fast einem Jahr auf meiner Schreibtischlampe im Büro parkt.

a birthday present

Und nun ein Foto von Ende Februar. Da war es endlich soweit, dass das Resultat aus 50 Siegessäulenumkreisungen publik gemacht wurden.

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Im März hat mich (auch) der Jog mit einem Hubschrauber erfreut. Hat inzwischen einen Stammplatz im Wohnzimmer ergattert.

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Für den April fällt die Auswahl schwer. Ein Highlight war sicherlich unser Stand auf der Techno-Classica. Fotomäßig war da allerdings nicht so viel drin. Ich nehme einfach mal ein Foto, das ich mit meinem alten Handy in der Nähe meiner ersten Berliner Behausung in der Gormannstraße aufgenommen habe. Die Farben sind so schön retromäßig, dass sie herrlich zu dem C-Rekord passen. Wenn da nicht der alberne Schilderwald wäre.

Schilda

Im Mai hat’s ne Menge neue Fotos gegeben. 1. Mai,  Bremer Fiat-500-Treffen, und die Gärten laden wieder zum Fotografieren ein. Darum mal ein Bild mit zwei augenscheinlich glücklichen Fröschen.

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Im Juni war mein Hals so angeschwollen, dass ich mir zusammen mit einigen anderen auf der Anti-Zensursula-Mini-Demo meinem Ärger Luft gemacht habe.

Zensursula_13

Im Juli geht die Sonne überm Ostkreuz unter. Das liegt nämlich von uns aus gesehen im Westen.

Ostkreuz

Ein Highlight im August war das „Kieler“ Fiat-500-Treffen. Das heißt nur so, weil es der Kieler Club ausrichtet. Das Treffen selbst ist direkt hinterm Deich in Heidkate. Ein schöner Kurzurlaub!

Kiel09_089

Nachdem wir in den vergangenen Jahren im Sommer meist umgezogen sind, war dieses Jahr mal wieder ein längerer Urlaub (immerhin 2 Wochen!) dran. Wir waren im September in Slowenien, und das war auch gut so!

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Im Oktober war erste Fotografenpflicht der Besuch des Festival-of-Lights. Zurückgefahren sind wir mit der U-Bahn, s. u.. Warum das Foto oben und unten schwarze Balken hat, ist mir rätselhaft. Im Oktober hätte ich ebenso gut an den Besuch der Riesen in Berlin erinnern können. Auch ein echter Höhepunkt!

U2 Stadtmitte

Seit November habe ich einen neuen kleinen Dekogegenstand im Büro. Außerdem fliegt mein Mikrokopter endlich so, wie ich mir das vorstelle.

flying kopter1

Tja. Und schon ist das Jahr um. Jetzt noch Weihnachten und so. Und zum Glück scheint die Sonne bald wieder länger. Im Dezember geht sie für uns über der Halbinsel Stralau unter.

Rummelsburger Bucht

Das war 2009.

The incredible Photos of Vivian Maier

1. Dezember 2009 · Will Sagen

Beim StyleSpion bin ich vor einiger Zeit auf eine sagenhafte Geschichte gestoßen. John Maloof, ein Fotograf, hat etliche Tausend Negative und Filme ersteigert, deren Herkunft zunächst niemand kannte. Mit der Zeit stieß er darauf, dass die Fotos von Vivian Maier stammen. Die Fotos stammen aus den 1950er bis 1970er Jahren. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht Maloof nun einige der Fotos im eigens eingerichteten Blog. Ich hab ja keine Ahnung von Fotografie. Aber für meinen Geschmack sind darunter echte Preziosen.

Grunau Baby IIb

24. November 2009 · Will Sagen

Grunau BabyIch habe schon ewig einen Hang zur Fliegerei: Ob Modell oder manntragend: Egal. Das liegt wohl an einigen Kindheitserinnerung, war und ist ein Onkel von mir doch aktiver Privatpilot und hat uns, meine beiden Brüder und mich, des öfteren mal in einer Cessna 172, einer Piper PA28, Robin und wie sie alle heißen mitgenommen. Auch hatte er mal Anteile an einem offenen Doppeldecker, einer „Great Lakes“ Nachbau (D-EGPW). Das war natürlich das Größte, sitzt man als Passagier doch auch noch vorn!

Grunau BabyMein ältester Bruder ist seit ewigen Zeiten Segelflieger. Am Flugplatz Achmer gab es schon in den 1980er Jahren, ein paar Flieger, die sich mit Flugzeugoldtimer beschäftigten. Darum hat sich besonders ein Typ in mein Hirn eingebrannt: Das Grunau Baby II b D-5221.  Dieses Segelflugzeug ist seitdem für mich der Inbegriff des Vintage Gliders. Berühmt-Berüchtigt waren auch die jährlichen „Babytreffen“, zu denen sich Flieger aus ganz Europa mit ihren „Babys“ trafen. Ich war auch ein paar mal dabei. Erstaunlich, dass ich mich noch an das Treffen in Hoya an der Weser erinnern kann…

Grunau BabySeit ich aktiver Modellflieger bin, ist ein Grunau Baby latenter Wunschkandidat Nummer 1 bei Großseglern gewesen. An einen Eigenbau war aber mangels Zeit, Können und Ausdauer nicht zu denken, obwohl es von Krick sehr schöne Bausätze gibt. Nun habe ich eines. Und das ist leider in weiten Zügen eine tragische Geschichte.

In meinem damaligen Verein in der alten Heimat gab es etliche Modellbauer, die diese Bezeichnung wirklich verdient hatten. Vorne weg Christoph. Ein netter Kerl, der mit beiden Beinen im Leben zu stehen schien. Ich war noch nicht lange in Berlin, als mich ein anderer Vereinskamerad anrief und mir mitteilte, dass sich Christoph das Leben genommen hatte. Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Langsam erfuhr ich aber Details, die mir zeigten, dass er leider größere Probleme hatte, als einer wie ich hätte erkennen können.

Grunau BabyIm Laufe der letzten Monate wurde ein Teil seiner Flugzeuge verkauft. In erster Linie gingen seine Modelle an Vereinsmitglieder. Auf einem kurzen Umweg ist sein Grunau Baby, das ich schon ein paar Mal bewundert hatte, bei mir gelandet und hängt nun (erstmal) in meinem Büro. Es ist ein Modell im Maßstab 1:4, das wie das Achmeraner Baby in Holzoptik gehalten ist. Es hat ein paar „Gebrauchsspuren“, die mich nicht im geringsten stören. Im Gegenteil: Es zeigt seine Geschichte. Ich werde es mit Sicherheit in Ehren halten in Gedenken an meinen Fliegerkollegen. Ich hoffe, dass ich es mal schaffe, ein paar schöne Flüge mit dem „Baby“ zu machen, wobei ich dann meinen Gedanken nachhängen kann.

Mikrokopter: Feuertaufe bestanden!

23. November 2009 · Will Sagen

Koptercam dImage X31Inzwischen hat mein Kopter das Fliegen erfolgreich gelernt. Auch die Kamerasuche ist erstmal beendet. Es ist eine Konica Minolta dImage X31 geworden, die nun mit meinem Kopter durch die Gegend fliegen darf.

Damit ich sie per Fernsteuersender auslösen kann, habe ich sie erstmal geöffnet und an die Auslöserplatine ein paar Drähte angelötet. Wenn man das gelbe an das rote Kabel hält, wird der Fokus betätigt, hält man das dritte Kabel an die anderen beiden, wird ein Foto aufgenommen. Hält man alle drei Kabel gleichzeitig aneinander, stellt die Kamera erst scharf und löst dann aus. Prima. Außerdem hat die Kamera einen 3-Volt-Eingang, der demnächst für die Stromversorgung herhalten muss. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Kamera jedesmal nach dem Einschalten verlangt, dass man das Datum einstellen soll, sobald die Akkus mal nicht eingelegt waren. Vielleicht hängt das mit der Knopfzelle auf der Auslöserplatine zusammen.

Koptercam dImage X31Als nächstes habe ich die Kamerahalterung für die Minolta etwas modifiziert und den Akku versetzt, damit der Schwerpunkt einigermaßen passt. Der Kopter kann das zwar ziemlich problemlos (bis zu einem gewissen Grad) ausbalancieren. Wenn der Schwerpunkt in der Mitte ist, hat man aber die Gewähr, dass die Motoren etwa gleich belastet werden. Ansonsten muss einer der Motoren immer schwerer arbeiten als die anderen.

flying kopter1An das Fliegen habe ich mich zwar noch nicht so richtig gewöhnt, bislang ist aber alles heil geblieben. Zumindest, nachdem ich den Kopter nun richtig flugfertig habe. Denn es gab doch noch einen herben Rückschlag. Ich hatte gelesen, dass man die Platinen der Motorregler mit Platinenschutzlack gegen Feuchtigkeit schützen soll. Selbst bei feuchter Witterung und Nebel hat es schon Schwierigkeiten mit den Reglern durch Feuchtigkeit gegeben. Ich habe es nur etwas zu gut gemeint und die Hauptplatine gleich mit versiegelt. Das mochten nur leider die Gyro-Sensoren nicht. Die haben offene Gehäuse (wie ich inzwischen weiß). Da ist dann wohl etwas von dem Lack eingedrungen und hat deren Funktion so gestört, dass an kontrolliertes Fliegen nicht zu denken war. Das ist inzwischen zum Glück Geschichte. Das Ding schwebt nun wunderbar. Dennoch ist das Fliegen im Vergleich zu meinen Flächenfliegern schon ziemlich anders. Im Moment kann ich nur hin- und her bzw. vor- und zurück schweben. Die Position, die ich anfliegen möchte, erreiche ich. Nur, ein Rundflug mit Kurven und so? Daran ist noch nicht zu denken. Ich übe noch, und werde das auch noch schaffen.

Irgendwo in BrandenburgImmerhin ist inzwischen das erste Luftbild einer Straßenkreuzung entstanden, das nun noch (geringfügig) entzerrt und dann mit einem CAD-Programm skaliert wird. Anstatt die gesamte Kreuzung vermessen zu müssen, damit man einen Unfall richtig rekonstruieren kann, mussten nur die Abstände der vier beliebig aufgemalten Markierungen zueinander ausgemessen werden. Das ist schnell gemacht. Damit hat der Kopter seine Feuertaufe bestanden.

Besten Dank an Dirk A. und Markus N., ohne die ich nie so weit gekommen wäre!

Tilt-Shift-Fotos

22. November 2009 · Will Sagen

Vor einiger Zeit bin ich schon mal auf Tilt-Shift-Fotos aufmerksam geworden, dieser Effekt, der Fotos so erscheinen lässt, als hätte man eine Modelleisenbahnanlage fotografiert. Jetzt hat mich Andreas wieder darauf gestoßen, so dass ich mich mal ein bisschen informiert habe. Erst dachte ich, ich müsste sicherlich etliche Knöpfe im Photoshop drücken, bin dann aber über diesen informativen Beitrag beim Photo-Spion gestolpert. Und so habe ich einfach mal schnell den Tilt-Shift-Maker mit einem meiner Nizza-Fotos getestet.

Beim Tilt-Shift-Maker lädt man zunächst ein Foto hoch und kann dann an verschiedenen Einstellungen drehen, wobei man gleichzeitig ein bisschen kennenlernt, worin der Tilt-Shift-Effekt liegt: Im Wesentlichen ist es ein schmales Schärfeband im Foto. Man kann die Höhe des Schärfebereichs im Bild und seine Ausdehnung einstellen, hat Einfluss auf die Härte des Übergangs von scharf zu unscharf und noch ein paar Kleinigkeiten. Danach lässt man den Maker ein bisschen rechnen und lädt das fertige Foto dann herunter.

Nach 2 Minuten hatte ich mein erstes Tilt-Shift-Bild erstellt. Tolle Sache! Das werde ich mal häufiger ausprobieren.

Original:
Nizza_106

„Fälschung“:
Tilt-Shift Nizza