eBook-Reader-Hülle: Kindle inside
Seit kurzem lese ich elektronisch. Natürlich haben mich diese eBook-Reader schon länger gereizt, aber wenn, dann wollte ich einen, der einen nicht anstrahlt, den man aber auch bei schlechter Beleuchtung verwenden kann. Der Kindle Paperwhite kann das. Und so einen habe ich jetzt.
Der Lieferumfang ist ja ziemlich mager. Gerät, bisschen Papier, ein Kabel, rin in den Karton: Das war’s. Kein Ladegerät, keine Hülle. Und die braucht man ja doch, wenn man das Leseding mitnehmen will. Guckt man sich dann an, was es so gibt, ist das entweder ziemlich hässlich und bieder oder teuer (oder beides). Was liegt also näher, als sich eine Hülle selbst zu bauen?
Die Idee: Ein Buch soll den Kindle aufnehmen. Ist bestimmt nicht neu, aber trotzdem individuell. Also hab ich mir erst mal den Bestand an Büchern in unserem Haushalt angesehen, der von der Größe her in Frage kommt. Da fiel mir Stephen Hawkings „Eine kurze Geschichte der Zeit“ in die Hände. Ich dachte, och, das wird den Herrn Hawking nicht stören, wenn ich in sein Buch ein Stück „Zukunft“ einbaue.
Lustigerweise fand ich in der hinteren Reihe Bücher (ja, die stehen doppelreihig im Regal, was nicht gut für das Wiederfinden ist) noch eine Ausgabe desselben Buchs. Damit war die Entscheidung endgültig gefallen. Wobei ich mich nicht erinnern kann, weder das eine, noch das andere Buch gelesen zu haben…
Mal so aufeinander gelegt: Ja, das könnte wohl passen. In der Breite ist es etwas knapp, aber in der Höhe ist auf jeden Fall Luft genug. Also, ran ans Werk.
Als erstes hab ich mal angefangen, die Seiten in der Mitte nahe der Bindung (oder besser Klebung, da Taschenbuch) durchzutrennen. Vorher habe ich noch nach Augenmaße die Dicke ausgelotet, die ich an Seiten aufschneiden müsste. Wichtig ist, einen scharfen Cutter zu nehmen. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Ding beim Schneiden von Papier stumpf wird. Wenn man sich’s überlegt, kommen ja auch ein paar Meter Schnittlänge zusammen.
Das Herausschneiden der Seiten hat dann schon ziemlich lange gedauert. Schließlich wollte ich ja auch vermeiden, die dünnen Stege der jetzt entstehenden Rahmen zu verletzen. Letztlich ist wie vieles, was ich so bastle, die Optik etwas auf der Strecke geblieben. Eine richtig saubere Kante durch mehr als 100 Seiten (glaube ich) habe ich dann doch nicht zuwerke gebracht. Aber für mich und mein Fusselbasteltum ist es ok.
Als nächstes habe ich das Buch mit den beschnittenen Seiten drei Mal, mit je einer Kante in den Schraubstock eingespannt und die Innenkante mit Weißleim eingepinselt, den ich mit Wasser verdünnt hatte. Vor dem Umspannen auf die nächste Kante habe ich den Leim etwa eine Stunde lang trocknen lassen.
Tja, und was soll ich sagen? Das Ergebnis sieht aus wie ein Buch. Und wenn man es aufklappt, ist ein Kindle darin. Sieht alles nicht supertoll aus, weil ich zunächst versucht hatte, die Seiten mit Sekundenkleber, angefangen in den Ecken, zu verkleben. Und eben die schiefen Schnittkanten. Ist halt ein Prototyp. Dabei sitzt der Kindle da recht stramm drin, lässt sich aber auch relativ gut wieder herausnehmen. Die Frage ist jetzt natürlich noch, wie lange das Werk hält. Denn das Buch wird ja jetzt immer an der gleichen Stelle aufgeklappt. Egal. Ich teste das jetzt erst mal. Dass ich als erstes Buch einen Science-Fiction-Roman geladen hab, muss ich nicht erwähnen, oder? 😉
Sonntag, 21. Juli 2013 18:03
Hmm, das Buch hätte ich hier auch noch stehen… 😕
P.S.: Captchas sind aber auch irgendwie nicht mehr so ganz trendy.
http://www.admartinator.de/2011/01/27/antispam-bee-hilft-gegen-spam-und-captchas/
Sonntag, 21. Juli 2013 18:07
Nicht trendy? Dann passt’s ja prima zu mir. 😉
Naja. Hilft halt ein bisschen gegen Spam.