Barcampophon

21. November 2008 · Will Sagen

Auf dem Barcamp in Berlin war die Akustik ja ziemlich mies. Man konnte die Vortragenden kaum verstehen, weil die nur durch Stellwände abgetrennten „Räume“ hinsichtlich Schall so gar nicht abgetrennt waren. Wer extrem Multitasking fähig ist, konnte allerdings auch an 3 Sessions gleichzeitig teilnehmen. Ich konnte das leider nicht.

Drum hab ich mir mit dem, was es vor Ort gab ein provisorisches Barcampophon gebastelt: Ein Kaffeebecher musste dran glauben, den man sich danach wie ein Hörrohr ans Ohr halten konnte.

BarCampBerlin3_18

Das sieht natürlich etwas doof aus. Und natürlich geht das auch viel technischer, und zwar hiermit:

Das ist ein Richtmikrofon von den ???. Das gibt es z. B. für kleines Geld hier. Das funktioniert ganz prächtig. Fraglich ist vielleicht, wie sich der Referent vorkommt, wenn plötzlich pistolenartige Gegenstände auf ihn gerichtet sind. Man kann den „Lauf“, in dem sich das eigentliche Mikrofon befindet, nach unten abwinkeln. Dann wirkt es etwas friedlicher.

Okay, mit dem in dem Agentenkoffer, vulgo „Experimentierkasten“, beiliegenden Periskop (aus Pappe) kann man in vollen Sälen vielleicht die Sicht noch verbessern. Aber der Kugelschreiber mit herausziehbarem Zettel kommt leider doch ein paar Jahrzehnte zu spät. 😉

Hochformat vs Querformat: Am liebsten alles senkrecht

18. November 2008 · Will Sagen

Das wollte ich schon lange mal testen, bin aber immer darüber hinwegkommen: Monitor  im Hochformat.

Ich habe vor meiner Nase zwei Samsung SyncMaster 203B stehen. Die werden mit so einer Pivot-Software („Magic-Rotation“) ausgeliefert und haben ein Drehgelenk, so dass man sie auch im Hochformat verwenden kann. Das habe ich vor einiger Zeit schon mal ausprobiert und war nicht so recht zufrieden. Denn, wenn man unter einem ungünstigen Winkel auf den Hochkant-Bildschirm guckt, zeigt sich eine starke Helligkeitsveränderung zunächst an den Bildrändern und dann auch auf dem ganzen Bildschirm. Es ist praktisch nicht möglich, ab einem Winkel von ca. 10 oder 15° seitlich noch etwas vernünftig auf dem Bildschirm zu erkennen. Das ist auf dem Quer-Monitor längst nicht so extrem. Muss wohl mit der Polarisation der Maske zusammenhängen oder so.

Interessanterweise ist das Hochkantbild auch nicht optimal, wenn man den Bildschirm genau rechtwinklig vor der Nase stehen hat. Das hat mich bei meinen ersten Versuchen immer gestört, deswegen habe ich es auch sein gelassen und mir stattdessen in den Programmen die Tools, wenn möglich, an den (linken) Rand geschoben. Zwischenzeitlich sind wir auf Office2007 umgestiegen, und da geht das wohl nicht, diese sog. Ribbons zu verschieben (oder ich bin zu doof dazu). Jedenfalls war der Anlass gegeben, es noch einmal mit dem gedrehten Bildschirm zu versuchen. Mit einem leichten Winkel um die Hochachse nach rechts gedreht steht der linke Screen nun vor mir. Da das Desktop nach unten erweitert ist, habe ich den rechten Monitor etwas angehoben, so dass die Oberkanten bündig sind. Anfänglich hat mich das etwas andere Erscheinungsbild doch ein wenig gestört, inzwischen habe ich mich aber wohl daran gewöhnt, denn ich bin begeistert!

Da ich hauptsächlich seitenweise Papierkram im DIN A4-Hoch-Format produziere, ist es einfach ein Muss, mindestens einen Hochkantscreen zu haben. Nur so hat man den richtigen Überblick zur Seitengestaltung, finde ich. Am liebsten würde ich den zweiten Monitor auch noch drehen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass einige Filme nur auf dem rechten Schirm angezeigt werden. Klingt komisch. Is aber so.

Jazzkantine goes wild

18. November 2008 · Will Sagen

Wenn man Sonntag abends ausgeht, muss es schon einen besonderen Grund haben. Hatte es auch: Die Jazzkantine war in der Stadt und hat ihr derzeit Schwermetall haltiges Süppchen zubereitet.

Also gings am für die Arbeiterklasse späten Abend in die Kalkscheune, wo um 21.00 Uhr das Konzert beginnen sollte. Um halb neun bestieg erst die Ein-Mann-Support-Band die Bühne und sang ein paar Lieder zur Gitarre. Die Stücke fand ich jetzt nicht so toll, aber die Stimme! Wow, ziemlich dicht an Eddie Vedder, würde ich mal sagen, nur mit mehr Volumen. Und der junge Mann sollte nach seinem vorläufigen Abgang noch mehrmals in Erscheinung treten.

Dann gings mit der Jazzkantine so gegen 21.15 Uhr los. Ich muss ja gestehen, dass ich diese diversen Hard-Rock-Stücke im Original alle nicht so richtig ertragen kann. Aber wenn der Beat sich vom reinen Gehämmer auf der 1 und der 3 löst und es zu grooven anfängt, ist die Welt in Ordnung.

Wer das Album kennt, weiß, dass dort eine Menge Gastmusiker beteiligt sind, vornehmlich am Gesang: Tom Gaebel, Sam Leigh-Brown, Xavier Naidoo, Max Mutzke usw. Da fragt man sich natürlich, wie die Stücke wohl live umgesetzt werden. Denn es ist wohl klar, dass diese Leute nicht alle dabei sein können. Den Part der Gastmusiker übernahm größtenteils der oben schon erwähnte Gitarrenmann, dessen Name ich leider nicht behalten habe, Louie Soundso. Außer bei „Jump“, das auf der Platte von Sam Leigh-Brown mit ihrer sagenhaft samtigen Stimme gesungen wird, hat mir an keiner Stelle der „richtige“ Sänger gefehlt. Ich würde sogar soweit gehen, dass der „Ersatzmann“ teilweise bessere, vor allem universellere Livequalitäten hat. Also keineswegs nur eine Notlösung.

Das Programm ist bunt gemischt: Viele Stücke vom ersten Album, viele aktuelle, einige Rap/HipHop-Nummern von Tachiles und Cappuchino. Insgesamt lecker angerichtet! Mein Eindruck war, dass die Band sich nach der ersten halben Stunde erst richtig warmgespielt hatte, denn dann ging der Groove auch dem letzten in die Beine und die leider viel zu leere Kalkscheune wippte und hüpfte und tanzte.Die Jazzkantine glänzt zweifellos durch ihr musikalisches Können. Die Musiker sind allesamt echte Profis auf ihrem Gebiet, denen keiner so schnell was vormacht. Das zeigt sich allenthalben in den diversen Soli, wo jeder mal an die Reihe kam. Besonders auf den Trompeter sollte man achten… 😉

Wer wie ich ein Problem mit den musikalisch eher langweiligen und abgedroschenen Originalen hat, sie aber eben doch irgendwie kennt, ist bei der Jazzkantine gut aufgehoben. Dort werden sie frisch aufgetischt, bekömmlich serviert und liegen nicht schwer im Magen. Ja, wir wären auch hingegangen, wenn wir nicht auf der Gästeliste gestanden hätten. Und zum Schluss noch ein Beweis, wie schlecht Bild- und Tonqualität meines Handys sind. (Falls das mit dem Plugin funktioniert… Edit: Ne, geht noch nicht, ich arbeite dran. Edit2: Ich binde es jetzt über flickr ein. Das tut’s im Gegensatz zu dem wordtube-plugin.)

Fotos aus Nizza

14. November 2008 · Will Sagen

Bevor ich mich damit herumschlage, die Fotos von Nizza nachträglich in den Beitrag einzuarbeiten, gibt’s hier ne wechselnde* Auswahl aus dem flickr-Set zum Anklicken. Praktisch!

*falsch gedacht. Da wechselt nix beim Neuladen, oder? Hm…


www.flickr.com

mompl's Nizza - Nice photoset mompl’s Nizza – Nice photoset

Loriot zum 85ten: Herzlichen Glückwunsch!

12. November 2008 · Will Sagen

Zu Ehren des großen Komikers Loriot, der heute 85 Jahre alt wird, möchte ich eines seiner wegweisendsten Werke re-rezitieren und gar nicht viel mehr Worte über diesen einzigartigen Künstler verlieren. Es hätte mich gefreut, wenn er seinerzeit den Vorschlag angenommen hätte, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Ich wüsste nicht, wer geeigneter gewesen wäre. In diesem Sinne.

Melusine.

Krawehl, krawehl!

Taubtrüber Ginst am Musenhain.

Trübtauber Hain am Musenginst!

Krawehl.

Krawehl.

youtube

Funk bis zum Umfallen!

10. November 2008 · Will Sagen

Am vorletzten Wochenende (ja, ich weiß, das ist jetzt auch nimmer brandaktuell) hatten wir mal wieder Besuch aus Luxemburg. Und was macht man da Samstag Abend? Richtig, man geht in einen Laden, wo ordentliche Musik gespielt wird.

Dummerweise kann man ja nicht einfach irgendwo hingehen, sondern muss sich schon zuvor informieren. Denn, so ein Laden, wo man mal sicher gehen kann, gut (und günstig) mit Live-Musik unterhalten zu werden, habe ich leider noch nicht gefunden. Am liebsten wäre mir so eine Art Jazzkeller in Friedrichshain. Vielleicht gibt es ja sowas.

So haben wir uns die Zitty geschnappt und die Kleinanzeigen durchgewühlt. Irgendwann bin ich auf einen Programmhinweis für den Schokoladen Mitte gestoßen. Da war ich schon mal und ziemlich begeistert. Natürlich kannte ich weder die Band Rupert’s Kitchen Orchestra noch den offensichtlich für’s Rahmenprogramm zuständigen DJ Mutti. Lasst euch nicht täuschen, wenn der Name zunächst nicht verheißungsvoll klingt. Wer Black Music mag, vor allem (P-)Funk, durfte hingerissen sein!!!

Im Schokoladen liefen ein paar Leutchen rum, die irgendwie eindeutig als Funk-Musiker zu erkennen waren. Buntes Jackett, riesiger Hemdkragen, Pornobrille usw. usf. Zunächst bestieg aber noch ein anderer Geselle die Bühne, der sich an einem Rohr mit bunt leuchtenden Knöpfen zu schaffen machte und vor sich ein Laptop aufbaute, namens Onyx Ashanti. Der setzte sich einen Hubschrauberhelm auf. Dieser nahm ihm, ziemlich ins Gesicht gezogen, die Sicht, hatte aber wohl den Vorteil, dass er den Sound nun auf den Kopfhörern hatte. Welchen Sound? Den, den er aus seiner Midi-Klarinette, oder was das für ein Teil war, zauberte. Jedenfalls waberten mal Synthi-Sounds durch den Saal, dann sowas wie ein Saxophon. Er erklärte dann, dass er jetzt mal erst einen Beat-Loop einspielt und dann darauf improvisiert. In den nächsten Minuten konnte man nun live verfolgen, wie man einen Song zusammenmixt. Erstmal Bass und Groove, dann hier und da ein paar Melodieschnippsel und dann darauf eine Leadstimme spielen. So mixte da einer allein mal eben einen leckeren Cocktail aus Funk und Fusion für die Ohren. Genial!

Das ging ne Zeitlang so, bis die Rupert’s Kitchen Orchestra beinahe nahtlos weitermachte. Geniale Partymucke! Es hat wirklich Seltenheitswert, wenn eine unbekannte Band es innerhalb von drei Stücken schafft, dass der ganze Laden tanzt! So gab es ohne Pause ein Funk-Feuerwerk. Mal ein bisschen in Richtung R’n’B, auch mal Ska/Reggea, meistens aber Funk. Die Besetzung Tasten, Gitarre, Bass, Posaune, Schlagzeug und eben Gesang mit Altsax sorgte ständig für ein Groove, der in die Beine geht. Ziemlich sauber abgemischt konnte man alle Instrumente und so gut raushören.

Eins steht fest: Das war nicht das letzte Konzert von Rupert’s Kitchen Orchestra, das ich mir angehört habe.Vielleicht gibt’s da ja auch ein Wiedersehen mit Mister Onyx. Außerdem soll es wohl eine Art Konzertreihe geben, in der noch weitere Funkbands im Schokoladen spielen. Endlich habe ich auch in Berlin die Musik gefunden, die ich so gesucht habe! Yeah!

Partitionen ändern, Festplatten formatieren

10. November 2008 · Will Sagen

usw. funktioniert sehr gut mit EASEUS. Muss ich mir mal merken.

Die neue Mobile Festplatte macht „dank“ NTFS am Macbook nämlich Mucken. Der einfache Dateiaustausch zwischen zwei Rechnern, wie ich ihn früher kannte, funktioniert nimmer. Jetzt habe ich die Festplatte in mehrere 32 MB große FAT32-Partitionen unterteilt. Mal sehen, ob das nun besser funktioniert. Bislang hat nämlich die Vista-Windose immer gemeckert und so ne Dateireparatur angeschmissen, nachdem ich die Festplatte am Mac hatte. Das dauert dann mal gut ne Stunde, bis man auf die Festplatte zugreifen kann. Der Mac hat wiederum gemeckert, wenn man das Laufwerk an Windows nicht ordentlich abgemeldet, sondern nur den Stecker gezogen hat. Mal sehen, wie es nun weitergeht.

viereinhalb Tage Nizza

9. November 2008 · Will Sagen

(Fotos kommen etwas später) Hier sind die Fotos.

Manchmal hat der Beruf ja auch durchaus angenehme Seiten. Eine davon ist die jährliche Jahrestagung des europäischen Verbands der Unfallanalytiker. Diese Tagung findet reihum in verschiedenen europäischen Städten statt. Letztes Jahr Krakau, dieses Jahr Nizza.

Wetter
Zwar ist die Jahreszeit vielleicht nicht mehr unbedingt das, was man sich unter der typischen Zeit für einen Ausflug an die Cote d’Azur vorstellt, aber im November kommen die Zimmerpreise ordentlicher Hotels langsam wieder aus schwindelerregenden Höhen zurück. Außerdem ist das Wetter für uns nicht gerade temperaturmäßig verwöhnten Mitteleuropäer durchaus angenehm: Um die 17°C sind im November eine feine Sache. Auch der Regen ist wunderbar warm… Das ist uns nämlich gleich am ersten Tag widerfahren: Ein ordentlicher Regenguss, der auch nach 2 Stunden nichts an Intensität eingebüßt hatte. Dafür konnten wir beim Trocknen unserer Klamotten herrlich beobachten, wie über das Meer das gute Wetter zurückkam. Am Samstag war dann wirklich herrliches Wetter. 17°C, klarer Himmel, Sonne. Einfach herrlich für November.

Wohin
Und was macht man bei schlechtem Wetter? Richtig, man geht ins Museum. Was liegt da näher, als sich erneut mit moderner Kunst auseinanderzusetzen? Darum haben wir das Museum der modernen und zeitgenössischen Künste aufgesucht, das wir vor Beginn der „Regenzeit“ noch halbwegs trocken erreicht haben. Ansonsten hat natürlich die Altstadt gelockt und der kleine Berg mit der Zitadelle, dessen Namen ich vergessen hab.

Technisches
Frankreich ist m. E. ein Technik verliebtes Land. Das merkt man nicht nur an den alten Autos, den Apotheken-Leuchtreklamen, sondern auch an so profanen Dingen wie Schließfächern. Die Variante im Museum wartet mit Zahlenschlössern auf. Man braucht nicht eine spezielle Münze, sondern merkt sich nur eine vierstellige Zahlenkombination. Was liegt da näher, als z. B. eine Konto-PIN, die man sowieso im Kopf hat? Man kann jedenfalls auch keinen Schlüssel verlieren.  Und dabei ist die Bedienung wirklich einfach. Sachen reinpacken, gewünschte Kombination einstellen, Tür mit dem Verschlussknopf verschließen und die Zahlenkombination verstellen. Mit dem erneuten Einstellen der Zahlenkombination und Dreh am Verschlussknopf hat man seine Sachen wieder. Prima!

Museum
Das nächste positive Erlebnis wartete an der Museumskasse auf uns. Während der Reiseführer noch einen Preis von sage und schreibe 4 Euro listete, winkte man uns hinein, ohne auch nur einen müden Euro zahlen zu müssen. Ich will ja gar nicht sagen, dass man in Museen grundsätzlich freien Eintritt haben muss, aber entgegen der letzten Erfahrung war das doch sehr erfreulich! Und man muss sagen, dass die Ausstellung wirklich nicht provinziell ist. Ein großer Schwerpunkt liegt auf Werken von Niki de Saint Phalle. Als „alter Hannoveraner“ und regelmäßiger Besucher des dortigen Flohmarkts kennt man die Nanas von ihr selbstredend. Neben diversen Nana-esken Figuren sieht man auch Werke, die einen weit weniger freundlichen Charakter haben, sondern eher einer manischen Phase des Schaffens zu stammen scheinen.

Weitere Werke sind von Warhol oder auch Christo, von dem mir besonders die 2-dimensionale Ladenfassade mit unglaublich 3-dimensionaler Wirkung gefallen hat. Darüber hinaus findet man auch Studien und kleine Beispiele seiner Verpackungskunst. Eine Sonderausstellung war dem mir unbekannten Künstler Robert Long gewidmet, der neben Fotos und Installationen auch raumgreifende Wandgemälde beigesteuert hat. Gut gefallen hat mir auch eine Installation bestehend aus einem Zimmerspringbrunnen und einem langen Blechtrichter, an dem am Ende ein Lautsprecher eingebaut ist und nicht nur lustige Geräusche von sich gab, sondern auch pulsierendes Wasser tanzen ließ. Lustig! Letztlich hat sich noch der Name Yves Klein in meinen Hirnwindungen festgesetzt. Außerdem kam mir das Plattencover von US3 Hand on the torch plötzlich unglaublich bekannt vor.
Meine Chefin war ja mit, und in der Zeit, in der ich in der Tagung saß, schon beinahe traditionell mit diversen Frauen (ja, Unfallanalytiker sind fast ausschließlich männlich) unterwegs. Dabei stellte sich heraus, dass auch das Matisse-Museum kostenlos besucht werden konnte und auch Chagalls Bilder für kleines Geld anzusehen waren.

Nice (F)
Danach haben wir uns dann in die Altstadt aufgemacht. Die erinnerte mich stark an Genua. Allerdings schienen mir die engen Gassen dort noch enger und die Häuser höher zu sein. Leider fing es dann, wie oben schon erwähnt, ziemlich stark an zu regnen, so dass wir den im Hafen liegenden Superyachten viel zu wenig Beachtung schenken konnten. Beeindruckend z. B. der moderne Viermaster. Ein riesiges Gerät mit moderner Optik, aber man kann wohl tatsächlich Segel setzen. Dennoch zeugen 8 Auspuffrohre davon, dass wohl auch eine leistungsstarke Maschine eingebaut ist. Möchte gern mal wissen, welchem Angeber dieser Kahn gehört! Am Samstag haben wir dann noch ein wenig von dem bewussten Hügel auf den Hafen hinuntergeblickt. Das ist wohl das, was man als mondän bezeichnet.

Essen und Trinken
Natürlich waren wir das ein oder andere Mal auch schon Essen (und Trinken) Das Frühstück im Hotel ist, wie es wohl in Frankreich üblich ist, eher spärlich, aber dennoch o.k.. Croissants bis zum Abwinken, Kilometerweise Baguette und für uns komischen Osteuropäer ein paar Brötchen nebst gekochtem Schinken und Käse. Speck, Würstchen, Joghurt, Müsli: Alles da. Mittags und abends wird natürlich ordentlich aufgetischt. Am ersten Abend hatten wir ein ordentliches Steak mit Salat und Pommes. Sehr lecker! Auch Pizza (in Nizza) ist empfehlenswert. Nur die Pasta einen Abend später haben etwas lange gekocht. Die Sauce war demgegenüber aber sehr gut! Preislich sollte man gegenüber Berliner Preisen mit dem Faktor 2, gegenüber dem Rest der Republik mit dem Faktor 1,5 rechnen. Während Bier richtig teuer ist (0,5 Liter zwischen 6,5 und 10 Euro) ist Wein deutlich günstiger zu haben. Dabei ist in der Regel auch der günstige Wein im Restaurant oder in der Brasserie durchaus lecker.

Tagung
Jetzt sitze ich gerade in der ersten Session der Tagung und frage mich, warum der deutsche Vortragende sich für seinen Vortrag an der englischen Sprache vergeht, wo doch hinten in so kleinen Kabinchen Simultanübersetzer sitzen. So ist es mir schon gleich am Anfang vergönnt, der durchaus angenehmen Stimme der deutschen Übersetzerin zu lauschen. Allerdings scheint sich die gute Dame in ihrer Kabine noch einzurichten. Jedenfalls rumpelt es im Kopfhörer so, dass man meint, sie würde nebenbei noch ein Ikea-Regal aufbauen. Als nächstes ist ein Franzose dran, der Englisch spricht. Der kann das aber so gut, dass es mir egal ist, dem Original oder der Übersetzung zu lauschen. Erstaunlicherweise habe ich fast alle Sessions mitgenommen und mich relativ wenig im Foyer rumgedrückt, was auch daran lag, dass nur in einem sehr engen Zeitfenster Kaffee angeboten wurde. Nur einmal musste ich für anderthalb Stündchen eine Auszeit nehmen, als es mir zu theoretisch wurde. Da war das Mittagschläfchen einfach verlockender!

Drumherum
Am Donnerstag Abend hat es so dermaßen stark geregnet, dass wir uns in die nächstbeste Pizzeria gerettet haben, was kein Fehler war. In der Zwischenzeit hörte es auf zu regnen, so dass wir noch ein paar Schritte in die nahgelegene Altstadt gegangen sind, wo wir eine sehr abgefahrene Kneipe „Distillerie“ gefunden haben. Für einen Maschinenbauer wie mich gab es einiges zu gucken, ganz vorn sind die über Transmissionsriemen betriebenen Ventilatoren zu nennen.

Der Freitag Abend war dann der Abend das „Gala Dinners“. Zunächst gab es einen Aperitif. Tja, die Qual der Wahl: Eine Art Punsch mit diversen Früchten oder doch Whiskey? Ich bestelle also letzteres und wunderte mich, wie voll man in Frankreich die Gläser mit diesem hochprozentigem Gesöff fühlt. Aber ich fand die Bestätigung, dass es kein Versehen war, in dem zweiten Glas, das genauso voll war wie das erste…

Wir hatten schon beim Eintragen in die Tischlisten das Glück, in eine Art Spezialliste aufgenommen zu werden. Denn in dem Cafe des’Art war nicht für alle genug Platz, so dass wir in ein nahe gelegenes, verhältnismäßig unscheinbares Restaurant gelotst wurden. Nachher habe ich erfahren, dass in der größeren Lokalität ein Dreigängemenü geboten wurde, Suppe, Fisch als Hauptgang (es war Freitag) und abschließend ein Dessert. Da hatten wir mit unserem für die Region Nizza typischen Menü wohl mehr Glück. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es insgesamt sechs Gänge. Erst der dritte Gang war Salat Nicoise. Zu Anfang gab es ein kleines Stück einer Art Zwiebelkuchen, danach eine frittierte, essbare Blume. Dann wie gesagt der Salat. Darauf folgte ein sehr zartes Stück Rindfleisch mit Polenta. Danach bekomme ich nicht mehr alles zusammen. Ich erinnere mich zumindest noch gebackenen Ziegenkäse, an eine Tarte und zum Schluss Kaffee. Wir saßen unter anderem mit zwei britischen Kollegen zusammen, und je später der Abend und je leerer die Flaschen wurden, desto besser klappte die Kommunikation.

Apropos Kommunikation:
Internet im Hotel kostete sage und schreibe 50 ct pro Minute. Das habe ich mir dann gespart, bzw. nur sieben Minuten lang gegönnt, um was wichtiges nachzuschauen. Wie teuer der Spaß mit meinem Handy als Modem gekommen wäre, habe ich vergessen, vorher nachzusehen.

Und sonst?

Die Tagung war am Samstag Mittag zu Ende. Zum Flughafen ging es vom Hotel aus um 17.00 Uhr zurück. Da war also noch genug Zeit, um drei gefühlte Tage Urlaub nachzuholen. Bergwandern, Stadtbesichtigung, Shopping, Strandbesuch: Alles geschafft.
Tja, und was sollte mir als Auto-affinem Menschen wohl auffallen? Es gibt keine alten Autos in Frankreich (also zumindest in Nizza nicht). 2 oder 3 Enten, 2 Kastenenten, ein LN A, ein paar R4 und ein R5 aus der ersten Serie waren alles, was mir in der Zeit unter die Augen gekommen ist. Alles mehr oder weniger Gebrauchsautos. Kein schicker, restaurierter Oldtimer, nix. Traurig, traurig, wo doch die Franzosen so herrliche Autos gebaut haben.

Resümee: Nizza im November: Sehr lohnenswert!

THF ist tot.

31. Oktober 2008 · Will Sagen

THF ist tot.

Gestern Abend gingen in THF für immer* die Lichter aus.

Zu dem Thema ist alles gesagt, was gesagt werden musste, und noch viel mehr. Peinlich für den Senat, dass sich Wowi gestern Abend hingestellt hat und sagte, jetzt müsse man überlegen, was man mit dem Flughafen anstellt. Das hätte man vielleicht schon mal vor 5 Jahren machen sollen. Meine Favoriten sind übrigens nach einem Flugplatz für Geschäfts- und Sportflieger (die in Schönefeld nichts zu suchen haben) eine Autorennstrecke und ein Modellflugplatz. Wohnungen, Parks und sonstwas kann eh keiner bezahlen, bzw. gibt’s genug. Gut geeignet wäre das Gelände auch für Crashversuche.

Na, was solls.

So long. :cry:

*häufig benutzte Plattitüde.

Powerbook vs Macbook: Größenvergleich

30. Oktober 2008 · Will Sagen

Eigentlich ist mir das Powerbook von der Größe ja viel lieber gewesen. Hier mal ein Größenvergleich.

Ich denke aber, dass ich mich an die Größe des MacBooks gewöhnen werde…

Power- vs MacBook

Schick, die Leuchttasten, gell? 🙂

Power- vs MacBook

Das MacBook ist breiter.

Power- vs MacBook

Eindeutig!

Power- vs MacBook

Jupp.

Power- vs MacBook

Aber dünner.