Paketdienste und die Versandversicherung: 6 Euro Lehrgeld

Neulich wollte ich meiner (gar nicht mehr so) neuen Kamera etwas Gutes tun und mit einem UV-Filter das Objektiv schützen. Gesagt, getan, bei Ebay gabs schon was Passendes ab 1 Euro. Zuzüglich 5 Euro für den versicherten Versand. O.k., wenn ich jetzt losfahre, egal wohin, bin ich auch mit mindestens 6 Euro dabei. Also habe ich gleich zugeschlagen.

Bislang habe ich eigentlich keine schlechten Erfahrungen mit Paketdiensten gemacht. Innerhalb von maximal 4 Tagen ist eigentlich alles unversehrt angekommen, ob mit oder ohne Versandversicherung. Die Versicherung habe ich dabei meist auch so verstanden, dass der gesamte Verlust der Sendung versichert sei. Wenn mal in dem Paket etwas beschädigt werden sollte, ist der Nachweis doch recht schwer zu führen, dass das wirklich während des Transports entstanden sei.

Irgendwie hatte ich in meiner Naivität aber auch gedacht, dass es im Zweifelsfall das Problem des Versenders oder aber des Paketdienstes sei, wer im Falle einer Beschädigung aufkommen muss. Dumm wie ich als Vorauszahlender bin, ist es aber bedeutend schwieriger, sein Geld zurück zu bekommen, als es am besten gar nicht erst zu zahlen.

Der geneigte Leser kann sich schon denken was passiert ist:
Richtig, der Filter kam zerstört bei mir an. Dabei halte ich die Beschädigung, dass sogar der Ring verbogen ist, typisch dafür, dass darauf ein anderes Paket abgestellt wurde und auch der Filter dabei irgendwie nicht flächig auflag. Kann beim Transport halt passieren.

Ich habe natürlich gleich ein paar Bilder ins Netz gestellt:

Broken UV-Filter Broken UV-Filter Broken UV-Filter

Als nächstes habe ich dem Versender von der Beschädigung berichtet. Der hat sich wiederum an GLS, den Paketdienst, gewendet, die die Ansprüche mit einem Textbaustein abschmetterten.Von dort kam die Antwort, dass der Empfänger die ordnungsgemäße Übergabe des Pakets durch seine Unterschrift ohne Vorbehalt dokumentiert hat.
Tja, nun muss man wissen, dass ich die Lieferung gar nicht in Empfang genommen habe. Ich lasse mir solche Sendungen normalerweise an meine Arbeitsstelle schicken, leider schauen längst nicht alle Ebayer nach, ob eine besondere Versandadresse angegeben wurde. Diesmal wurde sie, wie so oft, bei Nachbarn abgegeben.
Damit konnte ich jetzt aber mal so richtig auftrumpfen und GLS mitteilen, dass sie dann ja wohl die Sendung weder bei der richtigen Adresse, noch dem richtigen Empfänger ausgeliefert haben. Und es sei ja wohl selbstverständlich, dass meine Nachbarin aufgrund des Briefgeheimnisses die Versandtasche nicht geöffnet hatte.

Lange Rede, kurzer Sinn: GLS hat sich natürlich nicht erweichen lassen. Ich habe Ihnen noch mit auf den Weg gegeben, beizeiten das Wort „Kulanz“ in ihren Wortschatz aufzunehmen. Das nämlich hat der Versender verstanden: Der hat mir -zwar einen gebrauchten- aber immerhin Ersatzfilter geschickt!

Noch soviel: Ich werde in Zukunft den GLS-Onkel so lange warten lassen, bis ich das Paket in Empfang genommen, geöffnet und auf unversehrten Inhalt überprüft habe. Ich habe GLS auch mitgeteilt, dass ich die mir unterstellten Mitarbeiter angewiesen habe, genauso zu verfahren.
Damit mache ich mich jetzt wahrscheinlich schuldig, dass der GLS-Onkel dann versucht, während der Fahrt mit seinem übermotorisierten Sprinter die Zeit wieder herauszuholen und dabei Unfälle provoziert.

Neu-Amerikanisch

Vorhin habe ich auf Einslive einen Bericht gehört, in dem es um deutsche Begriffe in der englischen/amerikanischen Sprache ging. Ok, Kindergart(d)en kennt jeder, aber interessanterweise ist es dort wohl hip, hier und da mal ein deutsches Wort einzustreuen, was u. a. als gebildet gilt. So scheint sich „über-“ in der Bedeutung  von „mega-“ als Ausdruck von Besonderem zu etablieren, wobei die Aussprache durchaus für Erheiterung sorgen kann. Andere Begriffe sind „Schadenfreude“, „Fingerspitzengefühl“ oder auch „Fahrvergnügen“. Grundsätzlich sind wohl Begriffe mit Umlauten besonders funny.

Das beruhigt mich ja ein bisschen, dass unsere Sprache nicht nur amerikanisiert, sondern es auch eine Gegenentwicklung gibt.

25. Bremer Fiat 500 Treffen – was kommt und was war?

Am vergangenen Wochenende war ich auf dem 25. Bremer Fiat 500 Treffen. Demnach war das erste also 1981. Wow, gerade mal 6 Jahre, nachdem die letzten Neuwagen in Deutschland verkauft wurden.

Das Jubiläum war offensichtlich nicht nur Anlass zur Freude. Wurden in den vergangenen Jahren meist bereits Vorankündigungen für das nächste Treffen verteilt, blieb das diesmal aus. Man überlegt, dieses (zumindest in Deutschland) wohl traditionsreichste Fiat 500 Treffen – ja was? – sterben zu lassen? auszusetzen? Irgendwas in der Richtung.

Klar, wenn man praktisch keine Arbeit mit der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Treffens hat, schaut man verständnislos in die Runde. Warum ein Erfolgsmodell sterben lassen?
Nun, schauen wir mal genauer hin:

Das Treffen hat drei tragende Säulen: Harald, Ulrike und Axel. Ich glaube, ich liege schon richtig, wenn ich behaupte, dass Harald und Ulrike wirklich die meiste Arbeit haben und dabei auf ihre ganz eigene Art ein Treffen fabrizieren, das seines Gleichen sucht. Das Bremer Treffen war nie eine Konsum-Veranstaltung. Man musste immer sehen, dass man sich zumindest weitgehend selbst versorgt, ohne Bierbude und Grillstand, wo man andererorts rund um die Uhr versorgt wird. Es wird inzwischen beinahe eine Zeltstadt und Wagenburg aufgebaut, um möglichst auch schlechtem Wetter trotzen zu können. Inzwischen wird sogar am Freitag Abend frisch Pizza gebacken. Und das mitten auf einer Wiese! Ein Wahnsinnsaufwand!
Dann ist da Axel, der traditionell für die ganze Sippe am Samstag abend ein Essen mit allem Zipp und Zapp kocht. Was das allein für die Vorbereitung Tage vor dem Treffen bedeutet, wird einem wohl erst klar, wenn man mal richtig drüber nachdenkt, dass nicht nur Rezepte ausgewählt werden wollen, sondern auch teilweise exotische Zutaten zu beschaffen sind. Allein die Menge, Essen für ca. 100 Leute zuzubereiten, ist schon eine nicht mehr ganz triviale Aufgabe.

Natürlich sind außer den Dreien noch weitere Helfer tätig. Da sind erstmal die weiteren Bremer 500er Fahrer, deren PartnerInnen, aber auch andere, die hauptsächlich an den Treffentagen selbst z. B. beim Kochen helfen. Ich hoffe, ich tue niemand Unrecht, wenn ich die drei oben aufgezählten besonders hervorhebe.

Und daran erkennt man schon das Dilemma. Auf die Dauer sind drei Leute zu wenig, um „hauptamtlich“ so ein Treffen zu schultern. Vor allem, wenn auch Kritik nicht immer ausbleibt. Beinahe solange, wie Axel seine Kochkünste unter Beweis stellt, muss man am Samstag Abend damit leben, dass es erst zum Einbruch der Dunkelheit etwas zu Essen gibt. Klar lohnt sich das Warten, nur ist es eben schon eine ganz schön lange Durststrecke, selbst wenn man spät frühstückt. Denn (ziemlich) pünktlich um 13.00 Uhr beginnt die Ausfahrt, die den Nachmittag in Anspruch nimmt, so dass vielen ein Mittagessen fehlt.
Trotz reichlichem Kuchenbüfett knurrt bei der Rückkehr am Platz der Magen. Früher – es gab ja nichts – hat man brav gewartet, bis aus dem Küchenzelt zum Essenfassen gerufen wird. In Zeiten von Begleitfahrzeugen, Wohnmobilen, geräumigen Anhängern und Wohnwagen springen überall auf dem Platz kleine Zelt- und Wagenburgen wie Pilze aus dem Boden. Dort wird dann nach der Rückkehr erstmal der Grill angeworfen, so dass der erste Hunger – man isst sich selbstverständlich satt – gestillt ist. Schließlich will auch der Nachwuchs rechtzeitig verpflegt werden, bevor es Tränen gibt.

Schon hat man die Situation, dass die freudige Erwartung auf Axels lecker Essen gar nicht mehr so groß ist, weil die Mägen schon gefüllt sind. Und es ist doch schade, wenn so viel Arbeit vergebens ist.

Wenn ich mich in die Situation der Treffenausrichter versetze, wäre mir Anerkennung und Zuspruch sehr wichtig, damit der Spaß am Treffen überwiegt. Und den Spaß bringen doch eigentlich nur glückliche Gesichter der freudigen Besucher. Davon gibt es eine ganze Menge, und es würden auch immer wieder – vor allem der harte Kern – viele Leute zum Bremer Treffen kommen. Dennoch ließe sich das samstägliche Mahl besser als Begegnungsstätte nutzen, wenn man die Grüppchenbildung zumindest zeitweise etwas aufweichen könnte. Hierfür wäre es angebracht, die zeitliche Abfolge der Aktionen am Samstag zu überdenken.

Wenn ich das richtig beobachtet habe, hat sich mit der Zeit der Vorbereitungsaufwand deutlich erhöht. Zum einen, um den steigenden Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden, zum Anderen steckt da aber auch eine Eigendynamik hinter, dass man nicht nur den Aufwand vom Vorjahr wiederholt, sondern sich noch zusätzlich etwas Neues einfallen lässt. Das lässt sich aber nur bewerkställigen, wenn die Zahl der freiwilligen Helfer ebenso steigt. Das Gegenteil ist aber eher der Fall.

Was also tun? Das Treffen in dieser Form einschlafen lassen? Zurück zu den Wurzeln, Selbstversorgung bis ins Letzte? Konsumorientierung durch Bier- und Pizzabude?
Letzteres wohl kaum. Das wäre kein „Bremer Treffen“ mehr. Aber über eine Reduzierung des Aufwands und eine neue Logistikplanung sollte man nachdenken, wenn grundsätzlich bei den Hauptverantwortlichen noch die Bereitschaft besteht, das Treffen weiterhin auszurichten. Ich würde mich – wie viele andere auch – freuen, wenn es nach wie vor den festen Termin am ersten Wochenende nach dem 1. Mai gäbe!

Denn kommen wir mal zum letzten Treffen:
Das Wetter war natürlich bestens! Das ist immer Glückssache und trägt viel dazu bei, dass die gesamte Stimmung gut ist. Und so habe zumindest ich den Eindruck, dass es ein sehr harmonisches Treffen war.

Schon die Anreise zusammen mit netten Leuten aus Wuppertal, Dortmund und dem Ahlener Raum gelang ohne weitere Schwierigkeiten.

Auf dem Platz dann sofort viele alte Bekannte wieder getroffen, Ulrike, Harald, die Kinder(, die Hunde…), Andreas und Astrid, Arturo war auch schon da und so weiter und so fort. Schnell (?) das Zelt aufgebaut und mal kurz ne Runde geflogen, da wurden nach den ersten Gesprächen auch schon die Spaghetti mit leckerer Dortmunder Soße aufgetischt. Das wichtigste auf nem Treffen ist ja zwangsläufig das „Treffen“ der Leute, die man länger nicht gesehen hat. Hier und da ein Schlückchen Wein und schwupps, Hoppla, das war wohl zuviel des Guten. Das rächte sich dann auch am nächsten Morgen, der sich eher bis zum Mittag hinzog, dank eines vorgestrigen Brötchens von Renate aber auch zu überstehen war. Mal kurz über den Teilemarkt geschlendert, die bestellten Sachen von Günni abgeholt, aber auch einen Blick auf die Auslage von Karsten, Martin etc. geworfen.

Dann ist es ja auch schon Zeit für die Ausfahrt. Ich fand es nicht weiter schlimm, dass die Fahrtstrecke diesmal nicht so lang war und zu dem der m. E. gefährliche Kolonnenverkehr mit dem Absperren von Kreuzungen und Einmündungen größtenteils ausblieb, da es endlich mal wieder nach Bremen reinging.
Diesmal zum Straßenbahndepot in Sebaldsbrück, wobei ich gleich an (500L)Klaus denken musste, der doch kürzlich erst nähere Bekanntschaft mit der Straßenbahn gemacht hatte… So fand ich die Rundfahrt mit der „Elektrischen“ durch die Hansestadt recht entspannend und schon gar nicht langweilig. Zeit genug, den leckeren Kuchen zu verdauen. Zu verdauen hatten auch ein paar der Treffenteilnehmer ein Geburtstagständchen.
Leider hatte Barbara nach der StraBaTour Pech, weil sie sich bei einem Sturz verletzt hat und mit dem Rettungswagen abtransportiert werden musste. Die restliche Zeit des Treffens war sie ob ihrer zweistichigen Naht damit beschäftigt, wie sie das ihren italienischen Geschäftspartnern am Dienstag erklären würde. Aber ich denke, wenn sie ein paar Mal „Cinquecento“ und sowas fallen lässt, wird sie ein Schmunzel und Zuspruch ernten. Alles Gute von dieser Stelle!

Zurück auf dem Platz, der Magen knurrt, was tun? Tja, auch ich habe mich dem Lockruf der mitgebrachten Würstchen nicht entziehen können und so war ich etwas entspannter, was das Warten auf Axels Abendessen betraf, so dass schnell noch einmal der Flieger gestartet wurde.

Axel hatte wieder alles gegeben und ein zusammen mit vielen weiteren HelferInnen einmal mehr ein Highlight gesetzt. Das Lagerfeuer – gut bedient von Hans und Detlef – war wie eh und je zentrale Beratungsstelle für kleine und große Probleme. Von der kaputten LiMa-Kohle bis zur Vergabe von Diplomarbeiten wurde wohl so ziemlich alles besprochen.

Am Sonntag wollte ich zügig los, die Pflicht (die Akten) riefen. Darum war nach dem Frühstück schnell Aufbruchstimmung angesagt. Schnell das Zelt und die restlichen Siebensachen in den Mini der Liebsten verfrachtet und dann solo ohne weitere Komplikationen die knapp 200 km nach Hause gekullert. Der Rückenwind tat sein Übriges, der im Westfälischen allerdings zum Sturm mutierte. Das war also das 25. Bremer Treffen. Rundum eine gelungene Veranstaltung.

Danke allen Beteiligten!

Fliegende Digitalkamera

Morgen beginnt das 25. Bremer Fiat 500 Treffen. Schon im letzten Jahr hatte ich meinen Toro300 mit aufgesetzter Kamera dabei, um ein paar Impressionen aus der Luft einzufangen. Leider war aufgrund der herrschenden Windstärke die Ausbeute nicht so toll. Dieses Jahr probiere ich es wieder. Dafür musste ich eben ein paar Reparaturen vornehmen und ein paar Kabel neu anlöten. Danach bin ich dann mal kurz testen gefahren/geflogen. Ergebnis: Funktioniert. Das Treffen kann kommen.

Das Foto oben auf der Seite habe ich natürlich auch auf diese Weise geknippst.

Testbild:

Dieses Bild ist vom letzten Herbst:

Maikäfer

Pünktlich zum 1. Mai kam auch der erste Maikäfer vorbei gebrummt.

Der Käfer erinnerte mich an Geschichten, die meine Mutter öfter mal erzählt. Darunter nicht nur, dass sie die Käfer schuhkartonweise an die Hühner verfüttert haben (übrigens in Osnabrück 50m vom Neumarkt…), sondern es schwirrte in meinem Hirn auch der Begriff „Schornsteinfeger“ herum, und dass es noch andere Bezeichnung gab, je nach Erscheinungsbild der Krabbeltiere. Also mal kurz gegoogelt und siehe da: Hier wird das bestens beschrieben! Danke dorthin.

Männlichkeitsprothese

Lange hat´s gedauert, aber nun konnte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen: Ich habe mir ein BMW Z3 Coupé angeschafft. Genau, so ein Angeberauto, fahrender Turnschuh, Schwanzverlängerung, Z3 Kombi oder als was das Auto sonst noch so tituliert wird.

Mir egal. Schon bei meinem Porsche ist mir das nicht anders ergangen. Wer nicht versteht, dass man sich für ein Auto interessieren kann, weil man es besonders schön findet und es einen tollen Motor oder eine interessante Technik bietet, soll mit seinem Einheitsgefährt, dass ihn/sie zuverlässig von A nach B bringt, glücklich werden.

„Autos“ sind mein Hobby, also warum soll ich mein Hobby nicht ausüben, wenn ich mich sowieso von A nach B bewegen muss?

Schon 1998, als ich das Z3 Coupé das erste Mal wahrgenommen hab, war der Wunsch entflammt und schwehlte über die Jahre vor sich hin. Meist flammte er besonders dann kurz auf, wenn mir wieder die Prospekte in die Hand fielen oder ich eins auf der Straße sah. Naja, inzwischen sind die QPs in Preisregionen angekommen, so dass ich es mir erlauben kann. Und was soll ich sagen? Das Auto ist einfach toll. Wobei ich es nicht weiter schlimm finde, dass es den Kombi im Gegensatz zu den „Planwagen“ (Roadstern) nicht mit einem Nähmaschinenmotor gab. Nun wird es schon seit 3 Jahren nicht mehr produziert und ist auf dem besten Weg zum Liebhaberfahrzeug. Na denn. Brumm Brumm.

 

Spielzeug- oder Modellflugzeug?

Häufig werde ich angesprochen Ich wurde angesprochen, wie das eigentlich mit diesen Billigflugzeugen ist, die man z. B. bei Real kaufen kann. Um es vorweg zu nehmen: Die billigsten müssen nicht schlechter als die teureren sein, aber richtig Modellfliegen kann man damit nicht. Es gibt von Silverlit ein Reihe, die sich X-Twin nennt. Das sind wirklich langlebige kleine Flieger aus einem nahezu unkaputtbaren Material. Damit kann man 15 Minuten am Stück rumeiern und Spaß haben. Problem: Man kann nicht gegen den Wind fliegen, wenn der zu stark – und das ist nicht viel – bläst, denn das Flugzeug hat kein Höhenruder. Konzept bedingt werden die meisten Billig-Flieger nur über die beiden Motoren gesteuert. Linkskurve: Rechter Motor läuft schneller als der linke. Rechtskurve: Umgekehrt. Steigen: Mehr Gas. Fallen: Weniger Gas. Und da ist das Problem: Will man gegen den Wind fliegen, muss man Gasgeben. Dann steigt das Flugzeug aber, anstatt Fahrt aufzunehmen, und irgendwann ist es weg. Darum kann man damit auch nicht richtig fliegen lernen, weil ein Leitwerks gesteuertes Flugzeug sich anders verhält.

Komisch, irgendwie muss ich gerade an Der Flug des Phönix denken, der neulich zum x-ten Mal wiederholt wurde. Ein toller Film, in dem Hardy Krüger als der Modellflugzeugkonstrukteur Dorfmann die Mannen einer Ölbohrfirma rettet, indem er aus dem Flugzeugwrack, mit dem sie gestrandet sind, ein neues baut. Mc Gyver lässt grüßen. Ach, und die Neuverfilmung habe ich noch nicht gesehen.

Was mir gerade noch einfällt: Neuerdings sind sämtliche Modellflugzeuge Haftpflicht versicherungspflichtig! Egal wie klein! Meist sind Modellflugzeuge aus der Privathaftpflicht ausgenommen, so dass eine Extra-Versicherung abgeschlossen werden muss.