Future Restoration Syndrome

Donnerstag, 7. September 2006

Anglizismen sind ja so eine Sache. Aber manchmal sind englischsprachige Begriffe einfach treffender als eine ebenso kurze deutsche Übersetzung. „Zukunfts-Restaurations-Syndrom“ finde ich jedenfalls anstrengend.

Der Begriff wurde in einem Kommentar zu diesem flickr-Foto gepostet:

(c)   Auto Exposure Canada (flickr-nick)I’d almost bet it’s another case of Future Restoration Syndrome – Parking a Corvette with the dream of one day restoring it while in the meantime the elements are taking their toll on it. No way to treat a classic Sting Ray.“

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Tja, viel treffender kann man wohl nicht beschreiben, wie es vielen geht: Erstmal wegstellen und dann in den nächsten 5 bis 10 Jahren fertig machen. Hehehe… 😉 Wenn ich da so an meine Gamine denke… Aber da bin ich ja mit der Restauration schon fast fertig! Yeah.

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Raduno nel Parco

Dienstag, 5. September 2006

Glück gehabt!

Da steh‘ ich nun mit meinen zwei platten Rädern auf dem Standstreifen kurz vor einer Baustelle auf der A3, etwa 25 km vor der Abfahrt Neuwied, als erst zwei 500er und dann ein LT nebst Anhänger und geschultertem 500er an mir vorbeirauschen.

Nachdem die Luft vorn links plötzlich und aus dem Reserverad wohl schon länger entwichen war, hatte ich zunächst mal versucht, Günni zu kontaktieren. Der ging aber nicht an sein Handy. Hm, die Pannenhelferliste hatte ich mir natürlich nicht ausgedruckt. Warum auch…? Ist ja nicht so, dass ich damit irgendwas zu tun hätte…

Raduno_nel_parco_02 Na, egal. Die Viertelstunde, bis die Kieler an mir vorbeirauschten, habe ich in der brütenden Hitze im Siebengebirge gerade noch ausgehalten und schon mal das kaputte Rad abgebaut. Guido und Anja hatten ein paar Meter weiter angehalten und mir das Reserverad aus ihrem 5er zur Verfügung gestellt. Nach ein paar Minuten gings weiter, um die anderen auf dem nächsten Rastplatz einzufangen. Danach gings ohne Schwierigkeiten bis zum bislang unbekannten Treffenplatz, der sich schon recht gut gefüllt hatte. Jedenfalls waren die Plätze mit der schönsten Aussicht leider schon vergeben.
Dann ging’s ans Zeltaufbauen. Grmpf. Ich hatte aufgrund des kleineren Packmaßes und vermeintlich leichteren Aufbaus das alte Zelt mitgenommen. Damit waren wir mal in Monza im Wolkenbruch abgesoffen, und seitdem ist der Boden nicht mehr ganz dicht. Aber ich dachte, wird schon gehen! Was ich vergessen hatte, war, dass auch die Zeltstangen nicht mehr den stabilsten Eindruck machten und zudem aus mehr Einzelteilen bestanden, als der Zelthersteller und ich das so gedacht hatten. Damit hatte ich dann auch erstmal verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, wie man diese Elendsstangen einfädeln konnte. Nun, schlussendlich stand das Zelt irgendwann und ich konnte den halben Hausrat, den ich mal wieder in meiner Blechdose durch die Weltgeschichte kutschiert hatte, ausräumen. Notebook, Modellflugzeug nebst Senderkoffer, Fotoausrüstung, drei paar Schuhe, ne Motorrad- und dünne Jacke, mehrere Liter Getränke ohne und mit wenig (!) Alkohol, zwei Isomatten, eine Thermarest, eine Tasche mit Klamotten, ein Klappstuhl, Teile zum Hökern, Werkzeug, zwei Rollen Chips und ne Tüte Weingummi nebst mir (nicht zu unterschätzen) wollten zuvor in der Schüssel untergebracht werden. Hab ich schon den Schlafsack, eine weitere Bettdecke (ja, ich dachte, es würde kalt) und das Kopfkissen erwähnt?

Raduno_nel_parco_05Nachdem ich die meisten Sachen vom Auto in das inzwischen stehende Zelt umgeladen hatte, gings erstmal auf eine Begrüßungsrunde, als Günni zurückrief. So konnten die notwendigen Ersatzschläuche geordert werden. Moment, SchläuchE? Ja genau, denn auch Volker hatte zwischenzeitlich einen Platten, allerdings hinten rechts. Mit fachmännischer Anleitung wurden dann noch abends die neuen Schläuche eingezogen und die Räder wieder zurückgetauscht und angeschraubt. (Dabei zeigten sich m. E. auch die kürzlich im Forum diskutierten Vorteile eines kleinen Scherenwagenhebers).

 Nach dem freundlichen Hinweis, die 500er doch bitte in den Wald zu fahren, taten wir das dann auch. Ich habe wohl etwas verstört geguckt, weil ich annahm, dass die Wiese, der Ausrichtungsort sei. Bis auf die Schafsköddel war das nämlich sehr nett. O.k., irgendwann störte (mich) die Anzahl der Wohnmobile, aber das ist nunmal heutzutage so.
Raduno_nel_parco_10Im Wald, das hatte ich vorher noch gar nicht gesehen, fand sich dann eine Ansammlung diverser Gebäude, darunter eine kleine Festhalle, ein Sanitärhaus und – nicht zu vergessen – eine Bierbude. Prima, selbst schlechtes Wetter hätte einem geselligen Treffen nichts anhaben können.
So wurde der Freitag Abend langsam aber sicher an der Bierbude mit einigen kühlen Getränken eingeleitet. Bis zum Essen geläutet wurde. Wow, nicht schlecht, was da an Leckereien aufgefahren wurde. Und vor allem alles, wie angekündigt, italienischer Provenience! Was für eine Arbeit. Wirklich bewundernswert!

Der Abend und das Bier plätscherten dann so dahin, geistreiche Benzingespräche, sinnfreies Nachdieseln, ganz so, wie es sich für einen Treffenabend gehört. Am nächsten Tag habe ich dann nach dem Frühstück, zu dem italienische Spezial-Pannini gereicht wurden, meine paar Teile zum Hökern ausgepackt. Naja, der Umsatz war nicht berauschend, aber ein neues Zelt werde ich mir davon gönnen! So verstrich der Vormittag mit hier-mal-gucken, da-mal-gucken, und ruckzuck war es Mittag und die Ausfahrt nahte.

Raduno_nel_parco_29 Tja, was soll ich sagen? Schöne Gegend, tolles Ziel, gut ausgesuchte Strecke. Aber mal ehrlich: Diese Art abzusperren und die darauffolgenden Überholorgien sind nichts (mehr) für mich. Man mag das ja alles belächeln, solange es gut geht. Eigentlich wollte ich gar nicht mitfahren, habe es mir dann aber doch anders überlegt, zumal man sich ja extra die Vorbereitungsarbeit gemacht hat. Gerade auf Bundesstraßen (Stopschilder haben manchmal schon ihren Sinn, weil die Sicht schlecht ist) muss man eben doch mit Geschwindigkeiten rechnen, die dazu führen, dass sich mal jemand nicht an das Sichtfahrgebot hält. Ich möchte es wahrlich nicht erleben!
Naja, es ist ja alles gut gegangen.

Raduno_nel_parco_34 Ziel war dann Erpel. Oder so. Doch, ich glaube, das stimmt. Jedenfalls kamen wir an einem Aussichtspunkt an, von dem man raus auf den Rhein (super Wortspiel) gucken kann. Da sah man eine Stadt. Und was dunkles, gemauertes. Ein Brückenkopf? Ach. Das also ist Remagen! Da wollte ich immer schon mal hin. 😉 Nachdem ich ausgiebig geguckt hatte, habe ich an dem Kistenwühlspiel dann doch nicht mehr teilgenommen. Ich bin lieber allein zurück zum Platz gefahren und habe dabei das Rheintal als lonely Freerider, der ich ja wohl bin, genossen.

Raduno_nel_parco_56 Dort angekommen war der Platz keineswegs leer. Nein, eine „Meute“ 500er und ein 600er aus Köln waren gekommen, um ihre automobilen Pretiosen vorzustellen. Naja, über Geschmack kann man streiten. Teilweise gefielen mir die Autos, teilweise nicht. Was mir aber überhaupt nicht gefiel, war die Tatsache, dass zwei Autos mit der gleichen 07er Nummer unterwegs waren. Das sind doch genau die Leute, die vielen, vielen anderen auf Dauer die Möglichkeit nehmen, auf legalem Wege mal das eine, mal das andere Fahrzeug ihrer Sammlung zu bewegen. Naja, aber wenn man die Experten nun anschwärzt, wird eben ein Missbrauch mehr aktenkundig. So muss man sie wohl gewähren lassen. Toll. Und die klopfen sich wahrscheinlich vor Lachen auf die Schenkel. 

Raduno_nel_parco_13 Der Nachmittag neigte sich gen Abend. Zeit, wie schon am Freitag mein Flugzeug auszupacken und ne Runde zu fliegen. Natürlich hatte ich auch wieder die kleine Kamera aufgeschnallt. So drehte ich ein paar Runden, bis ein paar Zuschauer dazukamen. Auch Micha flog noch ein paar Minuten mit seiner (gar-nicht-mehr-so-) Neuerwerbung. Später lud Brandse mich zum Grillen ein. Der Einladung bin ich selbstredend gern gefolgt. Ich glaube, den Grill hatte Klausi angeschmissen. Besten Dank!

Raduno_nel_parco_22 Für den Abend hatte ich mir ein „Moderatoren-Gespräch“ vorgenommen, schließlich waren bis auf fabi alle anderen anwesend, nämlich Arturo und Brandse. Nachdem ich mich ja wieder gefangen hatte, was die Zukunft des Fiat-500-Forums betrifft, hatte ich mich mit 500LKlaus verabredet, der am Samstag gekommen war, mal über mögliche Programmiertätigkeiten seinerseits zu sprechen. Wir wurden uns eigentlich schnell einig, und so ist er jetzt als „Datenbank-Beauftragter“ mit im Boot. Prima! Eine große Last fällt von mir, denn das machte mir schon große Sorgen, dass ich niemanden hatte, der sich so richtig um die Softwareseite des Forums kümmern kann. Damit wäre das also auch geklärt. Ich würde mich freuen, wenn die Zusammenarbeit lange Bestand hat. Im Laufe des Abends wurden dann noch einige neue Kontakte geknüpft und alte gepflegt. Nicht zu vergessen die Mitternachtslasagne! Bestens! Genauso wie der Kuchen, den Martin gewonnen hatte.

Raduno_nel_parco_66 Am nächsten Morgen packte ich meine Sachen wieder in die blaue Dose und baute mein Zelt ab, das nun postwendend zu Hause entsorgt wird. Renate bot mir noch zwei Scheiben Brot und eine Tasse Kaffee an, sodass ich mich auch nicht um das Frühstück kümmern musste. Wie praktisch! Auch hierfür noch einmal besten Dank. Nach dem Frühstück schnell noch eine Abschiedsrunde gedreht, bevor es zusammen mit Renate, Volker, Anja und Guido auf die Heimreise ging. Gerade auf der Autobahn angekommen fing es auch schon an zu regnen und hörte bis zu Hause auch nicht wieder auf. Bis auf nicht unerhebliche Mengen Wasser, die sich den Weg durch allerlei Ritzen in mein Auto suchten, klappte trotz des schlechten Wetters alles hervorragend, so dass ich Sonntag Mittag wieder zu Hause war. Ein rundum gelungenes Treffenwochenende lag hinter mir. Vielen Dank an all‘ die fleißigen Helferinnen und Helfer! Das waren so viele, dass ich sie namentlich nicht alle nennen kann, man will ja auch niemanden vergessen! Darum gibts ein Dickes Danke an alle!

 

 

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Schlimmer Finger.

Mittwoch, 2. August 2006

Ich habe mich verletzt. Mit einem meiner geliebten Modellflugzeuge. Aus Unachtsamkeit bin ich während der Startvorbereitungen an den Gashebel des Senders gekommen und habe in einer Reflexreaktion dem Modell meine rechte Hand entgegen gestreckt. Resultat: Zeigerfinger etwas onduliert, Mittelfinger eingeschnitten. Aua.

Vor allem tippt es sich nicht so sonderlich gut. Endlich habe ich ne Ausrede gefunden, warum es in meinem Blog nicht so recht voran geht. Dabei ist mein Zeigerfinger inzwischen nur noch in ein Pflaster eingewickelt, und der Mittelfinger bekommt schon wieder frische Luft. Dennoch ist das Tippen noch schmerzhaft. Es liegt wohl daran: Ich glaub´ ich bin kein Blogger.

Ouch! 

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Paketdienste und die Versandversicherung: 6 Euro Lehrgeld

Dienstag, 27. Juni 2006

Neulich wollte ich meiner (gar nicht mehr so) neuen Kamera etwas Gutes tun und mit einem UV-Filter das Objektiv schützen. Gesagt, getan, bei Ebay gabs schon was Passendes ab 1 Euro. Zuzüglich 5 Euro für den versicherten Versand. O.k., wenn ich jetzt losfahre, egal wohin, bin ich auch mit mindestens 6 Euro dabei. Also habe ich gleich zugeschlagen.

Bislang habe ich eigentlich keine schlechten Erfahrungen mit Paketdiensten gemacht. Innerhalb von maximal 4 Tagen ist eigentlich alles unversehrt angekommen, ob mit oder ohne Versandversicherung. Die Versicherung habe ich dabei meist auch so verstanden, dass der gesamte Verlust der Sendung versichert sei. Wenn mal in dem Paket etwas beschädigt werden sollte, ist der Nachweis doch recht schwer zu führen, dass das wirklich während des Transports entstanden sei.

Irgendwie hatte ich in meiner Naivität aber auch gedacht, dass es im Zweifelsfall das Problem des Versenders oder aber des Paketdienstes sei, wer im Falle einer Beschädigung aufkommen muss. Dumm wie ich als Vorauszahlender bin, ist es aber bedeutend schwieriger, sein Geld zurück zu bekommen, als es am besten gar nicht erst zu zahlen.

Der geneigte Leser kann sich schon denken was passiert ist:
Richtig, der Filter kam zerstört bei mir an. Dabei halte ich die Beschädigung, dass sogar der Ring verbogen ist, typisch dafür, dass darauf ein anderes Paket abgestellt wurde und auch der Filter dabei irgendwie nicht flächig auflag. Kann beim Transport halt passieren.

Ich habe natürlich gleich ein paar Bilder ins Netz gestellt:

Broken UV-Filter Broken UV-Filter Broken UV-Filter

Als nächstes habe ich dem Versender von der Beschädigung berichtet. Der hat sich wiederum an GLS, den Paketdienst, gewendet, die die Ansprüche mit einem Textbaustein abschmetterten.Von dort kam die Antwort, dass der Empfänger die ordnungsgemäße Übergabe des Pakets durch seine Unterschrift ohne Vorbehalt dokumentiert hat.
Tja, nun muss man wissen, dass ich die Lieferung gar nicht in Empfang genommen habe. Ich lasse mir solche Sendungen normalerweise an meine Arbeitsstelle schicken, leider schauen längst nicht alle Ebayer nach, ob eine besondere Versandadresse angegeben wurde. Diesmal wurde sie, wie so oft, bei Nachbarn abgegeben.
Damit konnte ich jetzt aber mal so richtig auftrumpfen und GLS mitteilen, dass sie dann ja wohl die Sendung weder bei der richtigen Adresse, noch dem richtigen Empfänger ausgeliefert haben. Und es sei ja wohl selbstverständlich, dass meine Nachbarin aufgrund des Briefgeheimnisses die Versandtasche nicht geöffnet hatte.

Lange Rede, kurzer Sinn: GLS hat sich natürlich nicht erweichen lassen. Ich habe Ihnen noch mit auf den Weg gegeben, beizeiten das Wort „Kulanz“ in ihren Wortschatz aufzunehmen. Das nämlich hat der Versender verstanden: Der hat mir -zwar einen gebrauchten- aber immerhin Ersatzfilter geschickt!

Noch soviel: Ich werde in Zukunft den GLS-Onkel so lange warten lassen, bis ich das Paket in Empfang genommen, geöffnet und auf unversehrten Inhalt überprüft habe. Ich habe GLS auch mitgeteilt, dass ich die mir unterstellten Mitarbeiter angewiesen habe, genauso zu verfahren.
Damit mache ich mich jetzt wahrscheinlich schuldig, dass der GLS-Onkel dann versucht, während der Fahrt mit seinem übermotorisierten Sprinter die Zeit wieder herauszuholen und dabei Unfälle provoziert.

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Neu-Amerikanisch

Freitag, 19. Mai 2006

Vorhin habe ich auf Einslive einen Bericht gehört, in dem es um deutsche Begriffe in der englischen/amerikanischen Sprache ging. Ok, Kindergart(d)en kennt jeder, aber interessanterweise ist es dort wohl hip, hier und da mal ein deutsches Wort einzustreuen, was u. a. als gebildet gilt. So scheint sich „über-“ in der Bedeutung  von „mega-“ als Ausdruck von Besonderem zu etablieren, wobei die Aussprache durchaus für Erheiterung sorgen kann. Andere Begriffe sind „Schadenfreude“, „Fingerspitzengefühl“ oder auch „Fahrvergnügen“. Grundsätzlich sind wohl Begriffe mit Umlauten besonders funny.

Das beruhigt mich ja ein bisschen, dass unsere Sprache nicht nur amerikanisiert, sondern es auch eine Gegenentwicklung gibt.

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Shift-lock: Das Ende!

Donnerstag, 11. Mai 2006

Heute war es soweit: Ich habe endlich die Shift-Lock-Taste aus der Tastatur herausgerissen.

Etwa 100 Fehldrückungen stand eine gewünschte Nutzung gegenüber. Das hat gereicht! Schluss damit.

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25. Bremer Fiat 500 Treffen – was kommt und was war?

Montag, 8. Mai 2006

Am vergangenen Wochenende war ich auf dem 25. Bremer Fiat 500 Treffen. Demnach war das erste also 1981. Wow, gerade mal 6 Jahre, nachdem die letzten Neuwagen in Deutschland verkauft wurden.

Das Jubiläum war offensichtlich nicht nur Anlass zur Freude. Wurden in den vergangenen Jahren meist bereits Vorankündigungen für das nächste Treffen verteilt, blieb das diesmal aus. Man überlegt, dieses (zumindest in Deutschland) wohl traditionsreichste Fiat 500 Treffen – ja was? – sterben zu lassen? auszusetzen? Irgendwas in der Richtung.

Klar, wenn man praktisch keine Arbeit mit der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Treffens hat, schaut man verständnislos in die Runde. Warum ein Erfolgsmodell sterben lassen?
Nun, schauen wir mal genauer hin:

Das Treffen hat drei tragende Säulen: Harald, Ulrike und Axel. Ich glaube, ich liege schon richtig, wenn ich behaupte, dass Harald und Ulrike wirklich die meiste Arbeit haben und dabei auf ihre ganz eigene Art ein Treffen fabrizieren, das seines Gleichen sucht. Das Bremer Treffen war nie eine Konsum-Veranstaltung. Man musste immer sehen, dass man sich zumindest weitgehend selbst versorgt, ohne Bierbude und Grillstand, wo man andererorts rund um die Uhr versorgt wird. Es wird inzwischen beinahe eine Zeltstadt und Wagenburg aufgebaut, um möglichst auch schlechtem Wetter trotzen zu können. Inzwischen wird sogar am Freitag Abend frisch Pizza gebacken. Und das mitten auf einer Wiese! Ein Wahnsinnsaufwand!
Dann ist da Axel, der traditionell für die ganze Sippe am Samstag abend ein Essen mit allem Zipp und Zapp kocht. Was das allein für die Vorbereitung Tage vor dem Treffen bedeutet, wird einem wohl erst klar, wenn man mal richtig drüber nachdenkt, dass nicht nur Rezepte ausgewählt werden wollen, sondern auch teilweise exotische Zutaten zu beschaffen sind. Allein die Menge, Essen für ca. 100 Leute zuzubereiten, ist schon eine nicht mehr ganz triviale Aufgabe.

Natürlich sind außer den Dreien noch weitere Helfer tätig. Da sind erstmal die weiteren Bremer 500er Fahrer, deren PartnerInnen, aber auch andere, die hauptsächlich an den Treffentagen selbst z. B. beim Kochen helfen. Ich hoffe, ich tue niemand Unrecht, wenn ich die drei oben aufgezählten besonders hervorhebe.

Und daran erkennt man schon das Dilemma. Auf die Dauer sind drei Leute zu wenig, um „hauptamtlich“ so ein Treffen zu schultern. Vor allem, wenn auch Kritik nicht immer ausbleibt. Beinahe solange, wie Axel seine Kochkünste unter Beweis stellt, muss man am Samstag Abend damit leben, dass es erst zum Einbruch der Dunkelheit etwas zu Essen gibt. Klar lohnt sich das Warten, nur ist es eben schon eine ganz schön lange Durststrecke, selbst wenn man spät frühstückt. Denn (ziemlich) pünktlich um 13.00 Uhr beginnt die Ausfahrt, die den Nachmittag in Anspruch nimmt, so dass vielen ein Mittagessen fehlt.
Trotz reichlichem Kuchenbüfett knurrt bei der Rückkehr am Platz der Magen. Früher – es gab ja nichts – hat man brav gewartet, bis aus dem Küchenzelt zum Essenfassen gerufen wird. In Zeiten von Begleitfahrzeugen, Wohnmobilen, geräumigen Anhängern und Wohnwagen springen überall auf dem Platz kleine Zelt- und Wagenburgen wie Pilze aus dem Boden. Dort wird dann nach der Rückkehr erstmal der Grill angeworfen, so dass der erste Hunger – man isst sich selbstverständlich satt – gestillt ist. Schließlich will auch der Nachwuchs rechtzeitig verpflegt werden, bevor es Tränen gibt.

Schon hat man die Situation, dass die freudige Erwartung auf Axels lecker Essen gar nicht mehr so groß ist, weil die Mägen schon gefüllt sind. Und es ist doch schade, wenn so viel Arbeit vergebens ist.

Wenn ich mich in die Situation der Treffenausrichter versetze, wäre mir Anerkennung und Zuspruch sehr wichtig, damit der Spaß am Treffen überwiegt. Und den Spaß bringen doch eigentlich nur glückliche Gesichter der freudigen Besucher. Davon gibt es eine ganze Menge, und es würden auch immer wieder – vor allem der harte Kern – viele Leute zum Bremer Treffen kommen. Dennoch ließe sich das samstägliche Mahl besser als Begegnungsstätte nutzen, wenn man die Grüppchenbildung zumindest zeitweise etwas aufweichen könnte. Hierfür wäre es angebracht, die zeitliche Abfolge der Aktionen am Samstag zu überdenken.

Wenn ich das richtig beobachtet habe, hat sich mit der Zeit der Vorbereitungsaufwand deutlich erhöht. Zum einen, um den steigenden Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden, zum Anderen steckt da aber auch eine Eigendynamik hinter, dass man nicht nur den Aufwand vom Vorjahr wiederholt, sondern sich noch zusätzlich etwas Neues einfallen lässt. Das lässt sich aber nur bewerkställigen, wenn die Zahl der freiwilligen Helfer ebenso steigt. Das Gegenteil ist aber eher der Fall.

Was also tun? Das Treffen in dieser Form einschlafen lassen? Zurück zu den Wurzeln, Selbstversorgung bis ins Letzte? Konsumorientierung durch Bier- und Pizzabude?
Letzteres wohl kaum. Das wäre kein „Bremer Treffen“ mehr. Aber über eine Reduzierung des Aufwands und eine neue Logistikplanung sollte man nachdenken, wenn grundsätzlich bei den Hauptverantwortlichen noch die Bereitschaft besteht, das Treffen weiterhin auszurichten. Ich würde mich – wie viele andere auch – freuen, wenn es nach wie vor den festen Termin am ersten Wochenende nach dem 1. Mai gäbe!

Denn kommen wir mal zum letzten Treffen:
Das Wetter war natürlich bestens! Das ist immer Glückssache und trägt viel dazu bei, dass die gesamte Stimmung gut ist. Und so habe zumindest ich den Eindruck, dass es ein sehr harmonisches Treffen war.

Schon die Anreise zusammen mit netten Leuten aus Wuppertal, Dortmund und dem Ahlener Raum gelang ohne weitere Schwierigkeiten.

Auf dem Platz dann sofort viele alte Bekannte wieder getroffen, Ulrike, Harald, die Kinder(, die Hunde…), Andreas und Astrid, Arturo war auch schon da und so weiter und so fort. Schnell (?) das Zelt aufgebaut und mal kurz ne Runde geflogen, da wurden nach den ersten Gesprächen auch schon die Spaghetti mit leckerer Dortmunder Soße aufgetischt. Das wichtigste auf nem Treffen ist ja zwangsläufig das „Treffen“ der Leute, die man länger nicht gesehen hat. Hier und da ein Schlückchen Wein und schwupps, Hoppla, das war wohl zuviel des Guten. Das rächte sich dann auch am nächsten Morgen, der sich eher bis zum Mittag hinzog, dank eines vorgestrigen Brötchens von Renate aber auch zu überstehen war. Mal kurz über den Teilemarkt geschlendert, die bestellten Sachen von Günni abgeholt, aber auch einen Blick auf die Auslage von Karsten, Martin etc. geworfen.

Dann ist es ja auch schon Zeit für die Ausfahrt. Ich fand es nicht weiter schlimm, dass die Fahrtstrecke diesmal nicht so lang war und zu dem der m. E. gefährliche Kolonnenverkehr mit dem Absperren von Kreuzungen und Einmündungen größtenteils ausblieb, da es endlich mal wieder nach Bremen reinging.
Diesmal zum Straßenbahndepot in Sebaldsbrück, wobei ich gleich an (500L)Klaus denken musste, der doch kürzlich erst nähere Bekanntschaft mit der Straßenbahn gemacht hatte… So fand ich die Rundfahrt mit der „Elektrischen“ durch die Hansestadt recht entspannend und schon gar nicht langweilig. Zeit genug, den leckeren Kuchen zu verdauen. Zu verdauen hatten auch ein paar der Treffenteilnehmer ein Geburtstagständchen.
Leider hatte Barbara nach der StraBaTour Pech, weil sie sich bei einem Sturz verletzt hat und mit dem Rettungswagen abtransportiert werden musste. Die restliche Zeit des Treffens war sie ob ihrer zweistichigen Naht damit beschäftigt, wie sie das ihren italienischen Geschäftspartnern am Dienstag erklären würde. Aber ich denke, wenn sie ein paar Mal „Cinquecento“ und sowas fallen lässt, wird sie ein Schmunzel und Zuspruch ernten. Alles Gute von dieser Stelle!

Zurück auf dem Platz, der Magen knurrt, was tun? Tja, auch ich habe mich dem Lockruf der mitgebrachten Würstchen nicht entziehen können und so war ich etwas entspannter, was das Warten auf Axels Abendessen betraf, so dass schnell noch einmal der Flieger gestartet wurde.

Axel hatte wieder alles gegeben und ein zusammen mit vielen weiteren HelferInnen einmal mehr ein Highlight gesetzt. Das Lagerfeuer – gut bedient von Hans und Detlef – war wie eh und je zentrale Beratungsstelle für kleine und große Probleme. Von der kaputten LiMa-Kohle bis zur Vergabe von Diplomarbeiten wurde wohl so ziemlich alles besprochen.

Am Sonntag wollte ich zügig los, die Pflicht (die Akten) riefen. Darum war nach dem Frühstück schnell Aufbruchstimmung angesagt. Schnell das Zelt und die restlichen Siebensachen in den Mini der Liebsten verfrachtet und dann solo ohne weitere Komplikationen die knapp 200 km nach Hause gekullert. Der Rückenwind tat sein Übriges, der im Westfälischen allerdings zum Sturm mutierte. Das war also das 25. Bremer Treffen. Rundum eine gelungene Veranstaltung.

Danke allen Beteiligten!

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Nachwuchs!

Donnerstag, 4. Mai 2006

Am Gartenhaus der Nachbarn haben sie einen ruhigen Nistplatz gefunden.

Und in das Nest wurden sogar neueste Materialien eingearbeitet!

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Möchte jemand meinen schönen MG kaufen?

Donnerstag, 4. Mai 2006

Der steht jetzt bei Bodo van Juechems in Münster.

Das vollständige Inserat gibts hier.

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Fliegende Digitalkamera

Donnerstag, 4. Mai 2006

Morgen beginnt das 25. Bremer Fiat 500 Treffen. Schon im letzten Jahr hatte ich meinen Toro300 mit aufgesetzter Kamera dabei, um ein paar Impressionen aus der Luft einzufangen. Leider war aufgrund der herrschenden Windstärke die Ausbeute nicht so toll. Dieses Jahr probiere ich es wieder. Dafür musste ich eben ein paar Reparaturen vornehmen und ein paar Kabel neu anlöten. Danach bin ich dann mal kurz testen gefahren/geflogen. Ergebnis: Funktioniert. Das Treffen kann kommen.

Das Foto oben auf der Seite habe ich natürlich auch auf diese Weise geknippst.

Testbild:

Dieses Bild ist vom letzten Herbst:

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