Weihnachtsfeier

9. Januar 2009 · Will Sagen

Dass man in einer guten Firma arbeitet, merkt man daran, wenn die Weihnachtsfeier nach Neujahr stattfindet. Okay, offiziell heißt es Neujahrsessen.

Es ist ja völliger Unsinn, sich mit dem Termingedränge und den verständlicherweise genervten Bedienungen in der Vorweihnachtszeit herumzuschlagen, wo doch nach Weihnachten so viel Zeit ist.

Also, gleich geht’s lecker zum Italiener in Prenzlauer Berg.  :grin:

Neues Design

9. Januar 2009 · Will Sagen

Es kann nicht alles schön sein auf dieser Welt.

Die vielen Blogs, die es so gibt: Alle ein tolles Design. Meistens ein glänzend weißer oder schwarzer Hintergrund. Sorgsam ausgesuchte Farben und Bannerbilder geschmackvoll aufeinander abgestimmt. Schriften, die dem Auge schmeicheln. Fotos an den Stellen, wo man sie vermutet.

Soll das alles sein? Nein! Hier ist der Dilletantismus zu Hause!

Ich habe von Webdesign null Ahnung. Immerhin habe ich es gestern in langwierigen Versuchen geschafft, das in die Sidebar zu kriegen, was ich dort haben will. (Btw: Mein Geflickr ist irgendwie weg…) Auch an den Farben habe ich versucht zu drehen, es passierten die tollsten Sachen. Klar, ich könnte einfach ein fertiges Theme nehmen, das schick aussieht. Aber warum immer wie die toten Fische mit dem Strom schwimmen?

Mal sehen, kann sein, dass sich das alles bald wieder ändert. Is‘ ja egal.

Urghs. Die alten Beiträge zu erreichen, ist ja nicht gerade so ganz einfach. Na, vielleicht auch nicht schlecht. Was geht mich mein Gesabbel von vorgestern an. 😉

Ich hätte gern ein neues Internet.

5. Januar 2009 · Will Sagen

Das alte (dieses hier) taugt nix mehr.

Und warum? Ganz einfach: Weil es wie alles Gute von den großen und kleinen skrupellosen Geschäftemachern zu Tode geschunden wurde.

Kleines Beispiel? Google. Ach, egal. Don’t be evil. Nimm halt irgendeine Suchmaschine und suche nach einem vorzugsweise materiellen Begriff. Nun erhältst du jede Menge Suchergebnisse. Kaufbörsen, Verbraucherbörsen, Verbraucherportale, Billigheimerseiten, e-Commerce hier, Dingens-Shop da, Produktvergleich, Preisvergleich, Rezensionen (wie sich das schon anhört!). Du wolltest eigentlich nur ein paar Informationen zu dem Begriff? Pech gehabt! Diese Information kannst du suchen wie die Stecknadel im Heuhaufen. Findest du etwas, das auf den ersten Blick nach Information aussieht, kannst du dir nicht sicher sein, ob da nicht jemand, der irgendwie irgendwo mitverdient, eine verdeckte Werbeanzeige geschrieben hat. Ach, es ist ein Blogger? Was heißt das schon. Sicherlich ist der von einem Konzern refinanziert oder versucht krampfhaft als Internethure sein Taschengeld aufzubessern. Die Perversion geht soweit, dass Leute damit ihr Geld verdienen, dass der Begriff, den sie vertreten, möglichst weit oben in der Trefferliste steht. Modernes Klinkenputzen eben. Verwerflich ist das nicht. Eher zwangsläufig.

Neuerdings ist ja nicht nur alles web2.0, sondern auch noch social. Social network, social media, social commerce. Social- dass ich nicht lache! Nichts als klare Geschäftsinteressen stehen dahinter. Niemand betreibt so eine Plattform ohne Eigennutz. Manchmal findet man noch jemanden, der einen Haufen Zeit darin investiert, dass andere ihren Spaß haben, sich mit ihrem Hobby auseinandersetzen oder Erfahrungen austauschen können. Gerade im unkommerziellen, eher handwerklichen Hobbybereich findet man das öfter als dort, wo das Hobby fest mit dem Kommerz verbandelt ist. Allerdings hat man es dann meistens mit Profis zu tun, die es verstehen, die „social“ Komponente in ihren Kommerz einzubinden. Dort, wo man weniger internet-affin ist, trifft man  eher auf einfacher gestrickte Zeitgenossen, die nicht checken, was ihnen schadet und was ihnen nützt.

Und warum ich das alles schreibe? Weil ich zu doof bin, daran mitzuverdienen. Man benutzt meine flickr-Fotos kommerziell, ohne dass ich mich dagegen wehre. Man verschwendet meine Zeit als Streitschlichter, der versucht hat, es allen recht zu machen. Jetzt bastele ich an einer informativen Internetseite, schreibe irgendwelche Reparaturanleitungen und bin zu blöd, daran zu verdienen, dass jemandem damit geholfen wird. Andere haben gar kein Problem damit, ihr Wissen zu verkaufen, für ihre Leistung Geld zu verlangen und geben sich schon gar nicht mit undankbaren Zeitgenossen ab.

Die Erfolgsgeschichte des Internet ist untrennbar mit denjenigen verbunden, die gegen alle Widerstände und nicht zu ihrem persönlichen Gewinn, sondern aus Idealismus und vielleicht auch mal ein bisschen aus Eitelkeit ihre Zeit geopfert haben, um Wissen zu mehren und anderen zu helfen. Wenn es nicht bald ein neues Internet gibt (womit nicht zu rechnen ist), kapituliere ich. Dann hat der Kommerz auch über mein soziales Engagement gesiegt. Vor denjenigen, die unermüdlich bei der Stange bleiben, ziehe ich meinen Hut.

So long.

Neue Heimat, neue Wörter #1

16. Dezember 2008 · Will Sagen

Hab ich gerade beim Jog benutzt, ein Wort, das ich erst in meiner neuen Wahlheimat Berlin kennengelernt habe.

überhelfen

Schöner kann man gar nicht ausdrücken, wenn man jemandem eine unangenehme Tätigkeit aufs Auge drückt.

Verwendung:

Ich werde ihm das Garten Umgraben überhelfen.

Er hat mir den Abwasch übergeholfen.

Tolles Wort! 🙂

Nach reiflicher Überlegung: Heide

9. Dezember 2008 · Will Sagen

Ein jahrelanger Entscheidungsprozess meinerseits hat gestern beim Amtsgericht Berlin-Lichtenberg sein Ende gefunden. Nach nicht ganz 39 Jahren habe ich eine unfreiwillig begonnene Mitgliedschaft beendet. Ich bin aus der Kirche ausgetreten.

Ganz nach Familientradition wurde ich ein paar Wochen nach meiner Geburt katholisch getauft. Das hat mich damals wohl nicht weiter gestört. Auch in den Jahren danach hat mich, außer einige zu lange Predigten, der regelmäßige Kirchgang mit meinen Eltern nicht großartig negativ berührt. Schließlich gehörte es zum Alltags- oder besser Wochentrott, falls es das Wort gibt, regelmäßig in die Kirche zu gehen. So bin ich zur Erstkommunion gekommen und auch gefirmt worden.

Das Gemeindeleben führte dazu, dass ich viele nette Leute meiner Altersgruppe über die Schulkameraden hinaus kennenlernte und so nicht nur die ein oder andere Jugendgruppe besuchte, sondern mich auch aktiv in der Jugendarbeit einbrachte. Kein Osterfeuer war seitdem vor mir und meiner Gitarre sicher. Überhaupt waren es natürlich die hohen Feiertage, vor allem Ostern und die Zeit davor, in der am meisten los war. Aber auch den regelmäßigen Jugendtreff einmal in der Woche habe ich meistens besucht. Schließlich war ich auch noch in der Redaktion des Gemeindeblättchens tätig. Ein Highlight war sicher auch die Fahrt nach Schweden zu einer 3-wöchigen Kanutour. Allerdings ließ schon damals die Frequenz der Kirchgänge extrem nach. Insgesamt war ich in meiner Jugend damit sicherlich einer der Aktiveren in der Gemeinde.

Ein Einschnitt war ohne Frage mein Studienbeginn in Hannover. Dort neue Leute in irgendeiner Gemeinde kennenzulernen, brauchte ich nicht. Es gab ja genug Kommilitonen. Und das „Katholische“ fehlt mir dann auch nicht unbedingt. So gingen die Jahre ins Land, ohne dass ich mal wieder zum eigentlich Sinn des Betens oder für einen Gottesdienst in der Kirche war.

Zwischenzeitlich hat sich die Amtskirche auch nicht gerade in die Richtung entwickelt, die mich zu einer gewissen Linientreue hätte bewegen können. Allein schon so komische Regeln wie, dass man z. B. in Italien Kirchen nicht in kurzen Hosen besuchen durfte und darf, führten bei mir nicht nur zu Unverständnis, sondern auch dazu, dass ich mir vorm Vatikan kurzerhand die mitgebrachte Schlafanzughose überstreifte, mit der ich ohne Schwierigkeiten in den Petersdom gelangte.

Aber das sind letztlich nur Banalitäten im Vergleich zu den großen Themen, die die katholische Kirche immer mal wieder aufs Tapet bringt. Sei es Verhütung, Sex vor der Ehe, die Einstellung zur Homosexualität oder auch der Zölibat. Alles das ließ sich mit meinem „aufgeklärten“ Weltbild nicht in Einklang bringen. Diese Themen sind nun aber so komplex, dass ich das hier nicht weiter ausbreiten will. Die Stellung der katholischen Kirche zu diesen Punkten ist in meinen Augen nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern teilweise auch menschenverachtend.

Mit Beginn der Berufstätigkeit kam dann die Kirchensteuerpflicht. Man kann sich gedanklich von der katholischen Amtskirche entfernen, aber man muss deswegen noch lange nicht austreten. Und so habe ich brav jahrelang meine Kirchensteuer abgetreten. Inzwischen bin ich seit meinem Umzug nach Berlin an einem Punkt angelangt, dass ich nicht einmal mehr weiß, an welche Gemeinde der (wahrscheinliche unbedeutende) Teil meiner Steuern fließt. Im Gegensatz zu der evangelischen Gemeinde, der nun meine Chefin angehört, habe ich keine Ahnung, in welche Kirche ich gehen müsste. Die könnten sich ja auch mal bei mir melden, finde ich.

An dieser Stelle kann man zurecht einwenden, dass ich ja aus der katholischen Kirche aus- und in die evangelische eintreten könnte, um mich nicht an dem zu bereichern, was bislang (zumindest teilweise) einem guten Zweck zugeflossen ist. Denn ich verkenne nicht die wichtige, karitative Arbeit, die die Gemeinden leisten. Andererseits sehe ich keinen Grund dafür, dass von meinen Kirchensteuergeldern irgendwelche Zinnen vergoldet werden. Letztlich trage ich ja doch durch gemeinsame Steuerveranlagung weiterhin mein Scherflein bei. Dem ist nicht so leicht zu entkommen.

Mit meiner Schwägerin hatte ich zum Thema Kirchenangehörigkeit neulich eine längere Diskussion, die es wörtlich „arm“ fände, aus der Kirche auszutreten. Man muss dazusagen, dass ihr der Glauben und die Kirche sehr viel bedeuten. Ich achte das auch, denke allerdings, dass ich eine christliche Einstellung zum Leben und zu meinen Mitmenschen nicht von der Zugehörigkeit zu einer Amtskirche (dieser Begriff allein schon…) machen muss. Nächstenliebe und gegenseitige Achtung sind Begriffe, die mir keineswegs nun auf einmal fremd sind. Ich bin mir sicher, dass sich durch den Kirchenaustritt meine Einstellungen in sozialen Dingen kein bisschen ändern. Der Vorteil ist vielleicht sogar, dass ich mich nun nicht mehr für irgendwelche komischen Sprüche des Papstes oder einiger deutscher Bischöfe, da gibt es ja auch ganz verschrobene Typen, rechtfertigen muss, was einem als Katholik ja mit schöner Regelmäßigkeit widerfährt. Jedenfalls fühle ich mich nun ganz wohl in meiner Haut als Agnostiker.

Wer aus der Kirche austreten will, muss zu seinem nach Wohnsitz zuständigen Amtsgericht gehen und seinen Personalausweis mitbringen. Verheiratete (so wie ich) benötigen zusätzlich eine Heiratsurkunde (meistens im Stammbuch der Familie). Einen Termin muss man vorher wohl nicht machen. In Amtsgerichten herrscht im Allgemeinen nicht gerade überbordende Betriebsamkeit.

So long.

Ich bin jetzt ein Fan von Rupert’s Kitchen Orchestra UPDATE: gewesen!

6. Dezember 2008 · Will Sagen

Grund für „gewesen“, siehe hier.

Damals in den 90ern lebte ich in Hannover. Dort gab es seinerzeit, wie es jetzt ist, kann ich nicht sagen, eine außerordentlich rege Musikszene rundum House, AcidJazz, Soul und eben Funk. Über meine Fiat-Schrauberbude lernte ich Joachim Schw. kennen, zu dem ich leider den Kontakt verloren habe. Er und sein Bruder, der seinerzeit beim Stadtmagazin Prinz als Redakteur tätig war, hatten eine unglaubliche Plattensammlung. Dabei hatte Joachim seinen Fokus auf Funk, insbesondere P-Funk (George Clinton, Bootsy Collins…) gelegt. Aber auch seine Prince-Bootlegs sind legendäres Zeug.

Durch ihn ergab sich, dass ich nicht nur mit Pressekarten z. B. zu Soundgarden und De La Soul ins Capitol kam, sondern insbesondere auch die lokale Musikszene Hannovers kennen und schätzen lernte. Neben Tom Oz and the Wet, die es damals eigentlich schon nicht mehr richtig gab, und „be“ war da auch Spice, eine Funk-Band, die genau die Gute-Laune-Musik machte, die mir einfach gut gefiel, wie ich damals merkte. Im Vordergrund stand sicherlich die dominante, tiefe, kratzige Stimme des Sängers Martin Bettinghaus. Aber auch der Rest der Band war für meinen Geschmack einfach genial. Die Jahre kamen und gingen und damit auch Spice. Seit jener Zeit weiß ich, dass es auch eine Musik, eine viel bessere nach meinem Geschmack, neben Marius Müller-Westernhagen (war ja damals voll angesagt), Bruce Springsteen, Metallica und Guns’n Roses gab, gibt und geben wird. Seitdem drehen die Scheiben von Tom Oz, Spice und so immer wieder ihre Runden in meinem CD-Player, und eben auch George Clinton oder Bootsy Collins und so Zeugs, glücklicherweise gibt es ja auch noch Jamiroquai (lebt Jay Kay eigentlich noch?)

Zwischenzeitlich gelang es mir, in meiner eigenen Band wenigstens ab und zu mal einen Funk-Song einzustreuen, z. B. Baby love von Mothers Finest oder Play that funky music von Wild Cherry (kennt die wer..?). Allerdings fand in den ersten 5 Jahren des neuen Jahrtausends in Sachen Livemusik praktisch nichts statt, was mit Funk zu tun hat. Jetzt, in Berlin, dachte ich, muss sich das doch ändern lassen. Aber, Berlin 2008 ist eben nicht Hannover in den 90ern. Das gilt wohl auch unabhängig von irgendwelchen Dekaden. Denn mein Eindruck ist, dass in Berlin 90% aller kleineren Bands, die mal hier, mal da in einem kleinen Laden spielen, irgendwelchen Hardcore-Garagenpunk-Postgrunge-Metal-Kram spielen. Schwarze Klamotten an, Emo-Trullas im Publikum und dann geht’s ab: laut, aber nicht schön (für meinen Geschmack). Dabei nimmt man sich oft so ernst, dass es schon wieder zum Lachen ist.

Jedenfalls war ich so in Berlin auf der Suche nach guter Musik (immer dazudenken: für meinen Geschmack). Funk soll es sein, am besten P(ure)-Funk. Und Gute-Laune-Funk. Durch einen glücklichen Zufall habe ich neulich, wie berichtet, Rupert’s Kitchen Orchestra kennengelernt. Eine (überwiegend) junge, lustige Truppe um einen extrovertierten Sänger (zumindest macht er auf der Bühne diesen Eindruck), dem es offenbar in die Wiege gelegt ist, die Leute mit seiner lockeren Art zu unterhalten. Zwar hat seine Gesangsstimme so gar nichts mit Martin Bettinghaus zu tun, aber dennoch ist das Ensemble in sich stimmig. Anscheinend laufen die Fäden beim Schlagzeuger zusammen, der in Neukölln ein Studio betreibt. Warum die Band unverständlicherweiser nicht hannoveraner Funk sein will, verstehe ich nicht. Mich ficht das nicht an, ich sehe sie für mich dennoch als legitimen Spice-Nachfolger. Wahrscheinlich ist aus Neuköllner/Berliner Sicht Hannover schlicht zu provinziell. Mag sein, dennoch gibt es unbestritten sehr guten groovenden Musikexport aus Hannover. Keine Ahnung, was man genau meint.

Nach dem Auftritt im Schokoladen war ich jedenfalls Feuer und Flamme, die Band möglichst schnell wieder zu hören. Die Gelegenheit ergab sich am Freitag vor einer Woche im Frannz-Club in der Kulturbrauerei. Da gab es von Sennheiser eine Newcomer Aktion. In verschiedenen Städten treten junge Bands nacheinander auf. Jeweils für eine halbe Stunde. Zwar kurz, aber egal, ich bin da jedenfalls hingefahren. 6 Euro Eintritt sind ja auch human.

Die erste Band hatte ich schon verpasst, die zweite war so la la. Ganz netter Pop-Rock-Dingens. Aber nichts, was bei mir hängengeblieben ist. Die dritte Kapelle war dann RKO. Mag sein, dass mein Blick schon subjektiv getrübt ist, aber ich hatte den Eindruck, dass diese Musik bei wesentlich mehr Leuten sofort in die Beine gegangen ist. Jedenfalls war wieder innerhalb kürzester Zeit der Laden am wippen und grooven. Zwischendurch hat Chrispy Chris, der Sänger, eine CD angepriesen, die man erstehen konnte. Da es (noch) kein wirklich professionelles Material so richtig zu kaufen gibt, habe ich mal abgewartet, bis ich ihn nach dem Gig zu „packen“ kriegte. Für 10 Euro wechselte der Silberling den Besitzer. „Ja, es fehlt aber Tasten-Torsten, das ist mehr so Straßenmusik.“ – „Egal… Und, macht weiter so!“

Ja, und seitdem habe ich die CD schon wesentlich öfter gehört, als alles Profi-Zeugs, was ich mir in den letzten Jahren gekauft habe. Das liegt selbstredend auch daran, dass man stets die netten Auftritte vor Augen (und in den Ohren und Beinen) hat. Wäre ich Silvester in Berlin (sieht im Moment nicht so aus), würde ich mich sicherlich mal ins Kaffee Burger trauen, wo die Combo die Silvesternacht bestreitet.

Also: Wer wie ich gute Musik, intelligente Musik, groovende Musik, Musik-Musik (=Funk) mag, sollte sich in seiner Stadt nach solchen kleinen Bands umsehen. Ich bin jedenfalls bei den Gigs in kleinen Läden nie enttäuscht worden. Und wer in Berlin ist, sollte sich mal einen Termin von Rupert’s Kitchen Orchestra heraussuchen. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich immer auf der Suche nach anderer guter Funk-Musik. Mit Sicherheit gibt es noch mehr Funkbands, die sich in ihren Proberäumen verstecken und vor lauter Gitarrengewummer und dunklen Gestalten sich viel zu selten auf die Bühnen der Stadt trauen. Natürlich bin ich auch stets für Empfehlungen offen. Hauptsache dere’s Funk in da House!

Yeah.

Digitalisiertes Kassettenteil

1. Dezember 2008 · Will Sagen

Hanimex Cassette PlayerSchon vor Jahrenden habe ich mal auf einem Flohmarkt für 20 Mark (sic!) ein altes Kassettenabspielgerät (ja, damals gab es das Wort <Player> noch nicht) von Hanimex für’s Auto gekauft. Das hatte ich auch mal angeschlossen mit dem Ergebnis, dass es im Prinzip funktionierte, aber ziemlich leierte. Ich habe dann sämtliche Riemen ausgebaut und mir sogar aufgezeichnet, wie das alles zusammengebaut war. Allerdings hatte ich nie den Ehrgeiz, nach Ersatzriemen zu suchen. Denn so prickelnd ist ein Kassettenteil als einziger Musik-Emitter im Auto dann auch nicht. Also lag es rum. Und rum. Und noch länger rum.

Kürzlich bin ich dann in der Oldtimer-Praxis auf einen Lesertipp gestoßen, der einen MP3-Player an ein Kassettenteil angeschlossen hatte. Das war ein Gerät, das mit so einer anderen Kassettensorte funktionierte, nicht mit den allseits bekannten Compact-Kassetten.

Hanimex Cassette PlayerEinen Monat später meldete sich jemand zu diesem Tipp, der sagte, dass der Vorschlag, den Player am Tonkopf anzuschließen nicht so optimal sei. Klang, Pegel und all das würden nicht recht stimmen. Besser sei die „heiße Seite“ des Lautstärkereglers. Außerdem könne es Probleme mit verschiedenen Massepotentialen geben. Damit hatte ich bei anderen Basteleien schon mal Erfahrungen gemacht, die sich im wahrsten Sinne des Wortes eingebrannt haben, nämlich in meinen Fingern.

Derzeit habe ich in meinem Kombi ein altes Becker-Mono-Autoradio. Das kann vor allem eins: Gut aussehen. Denn der Klang ist er solala. Außerdem ist die Beleuchtung kaputt. Da müsste ich also mal reinschauen. In der Zwischenzeit könnte ich natürlich am einfachsten auf die Schnelle irgendein anderes Radio einbauen. Oder, ja oder mein altes Hanimex-Gerät auf MP3-Betrieb umbauen.

Hanimex Cassette PlayerAlso los. Ich habe das Teil erstmal provisorisch an zwei alte Plärrboxen angeschlossen und in den Kassettenschacht so eine Adapterkassette reingesteckt, mit der man im Prinzip das, was ich vorhatte, ganz einfach verwirklich kann. Da hängt ein Kabel heraus, an das man einen MP3-Player anschließen kann. Statt Magnetband hat’s einen Tonkopf, der dem anderen Kopf im Kassettengerät gegenübersteht. Das funktioniert im Prinzip. Aber… Mein Hanimex ist ein, man höre und staune, Autoreverse-Gerät. Ohne drehende Spulen will das Teil dauernd die Richtung wechseln. Da klackert dann ständig so ein elektromagnetischer Schalter. So wird das also nichts. Außerdem dreht sich natürlich noch der Antriebsmotor vom Kassettenteil. Den habe ich mal als erstes abgelötet. Dann habe ich mich um das Autoreverse gekümmert. Die Ansteuerung läuft über Reed-Relais und kleinen Magnetscheiben, die unter den Spulenrädern angebracht sind.  Sobald die Reed-Relais wechselnde Impulse bekommen, bleibt die Autoreverse-Funktion ruhig.

Hanimex Cassette PlayerIch habe dann mal geguckt, wo die diversen Kabel so hinführen. Die gehen zu einer abgesetzten Platine. Der habe ich einfach mal die Stromversorgung geklaut und siehe da, schon war das Autoreverse stillgelegt. Das hatte zugleich noch den Nebeneffekt, dass ich die im Richtungswahlschalter integrierten Kontrolllämpchen nun als „ich-bin-eingeschaltet“-Lämpchen umfunktionieren konnte. Apropos einschalten: Normalerweise wird das Gerät natürlich dadurch eingeschaltet, dass man eine Kassette in den Schacht schiebt. Der Schalter dafür war schnell ausfindig gemacht. Um das Gerät nun auch ohne eine Kassette ein- und ausschalten zu können, habe ich einen kleinen dezenten Schiebeschalter in das Frontpanel des Geräts eingesetzt und diesen Schalter zu dem im Gerät befindlichen parallel geschaltet. Nun konnte ich das alte Hanimex schon mal von außen ein- und ausschalten.

Hanimex Cassette PlayerLangsam musste ich mich aber auch mal um den Anschluss für das Musiksignal kümmern. Der Lautstärkeregler lag direkt vor mir. Zunächst habe ich mal diverse Masseanschlüsse durchgemessen. Anscheinend arbeitet das Hanimex mit nur einem Massepotential. Da konnte ich die Masseleitung vom MP3-Playerausgang erstmal an irgendwo auf Masse halten und mit den Signalkabeln ein bisschen an den Anschlüssen des Lautstärkereglers rumspielen. Nach diversen Rückschlägen, unter anderem, weil ein Klinkenstecker innendrin kaputt war, und diversen Umlötaktionen hatte ich mich für eine Variante entschieden, die mir am sinnvollsten schien. Ich kann die Lautstärke am Gerät regeln. Der Pegel, den der MP3-Player liefert, harmoniert gut mit, was das Gerät anscheinend erwartet. Es übersteuert erst, wenn man den Player wirklich laut aufdreht. Man kann die Balance regeln (was bei meinen diversen Lötungen nicht immer der Fall war).  Nur die Klangregelung will irgendwie nicht. Naja, das ist eh nur ein Höhenkiller, also egal. Allerdings muss ich gestehen, dass ich für meine Basteleinen nicht meinen guten Fuze vom Wirren, sondern meinen ollen iPod-Shuffle, der eh nur dumm rumliegt genommen habe. Aber auch der hat keinen Schaden genommen, trotz zwischenzeitlichem Kurzschluss auf der Ausgangsseite.

Hanimex Cassette PlayerNun baumelt also ein dünnes Kabel aus dem Kassettenschacht mit kleiner Aufrollspule heraus. Am Ende hängt ein 3,5mm-Klinkenstecker, den man nun in einen beliebigen MP3-Player stecken kann. Wenn ich es mir recht überlege, könnte ich auch mein Handy anschließen. Dann sollte ich allerdings erst prüfen, ob die Masse des Kopfhörerausgangs die gleiche ist wie die des Stromanschlusses. Sonst wird’s warm.

Da mein Fuze nicht nur mp3s wiedergeben kann, sondern auch ein integriertes Radio hat (leider ohne RDS) kann ich nun wieder im Auto Radio hören. Naja, und ein iPhone kann man natürlich auch anschließen. Nur es gleichzeitig zu laden, hab ich mich noch nicht getraut. Das kann zu Problemen führen, weil Lautsprecher und Gerätemasse gleich sind.

Inzwischen habe ich das alte Beckerradio durch das Hanimex ersetzt. Nach wie vor fehlen mir die Bässe im Auto, aber dafür müsste ich erstmal unauffällig Platz dafür finden. Das kommt dann später. Bis jetzt bin ich mit dem Ergebnis gut zufrieden.

Schalala.

Dieter Thomas Kuhn: Föhnwelle reloaded

29. November 2008 · Will Sagen

Damals, Anfang der 90er war ich bei einem legendären (also fand ich zumindest) Auftritt von Dieter Thomas Kuhn im Gig am Lindener Markt in Hannover. Ich hatte keine Ahnung, was mich da erwartete. Es hieß, das ist cool. Eine gute Freundin der Chefin, die damals noch nicht meine Chefin war, hatte den schon mal irgendwo gesehen. Also sind wir, Mitwohni Andree und ich, seinerzeit dahingegangen.

Die selbstironische, völlig übertriebene Art, die deutschen Schlager, die meine Generation alle, wirklich alle, aus der Hitparade kennt („Studio 1 blablabla“) war grandios! Für mich beeindruckend war seinerzeit aber auch die Instrumentierung. Denn auch die war original 70er. Ich erinnere mich gut an Gitarren- und Bassverstärker von Ampeg mit grau-metallic schimmerndem Lautsprecherstoff und großen, verchromten Knöpfen. Auch, dass man zur Zugabe in Adidas-Trainingsanzügen auflief. Diese konsequente Umsetzung des Zeitgeists hat mit der gestiegenen Kommerzialisierung dann ziemlich nachgelassen, wie ich auf etlichen weiteren Auftritten feststellen konnte. Es ist, wie es immer ist: Am Anfang steckt viel mehr Enthusiasmus in den Musikern, auch wenn sie, wie damals im Gig, vor vielleicht 30 oder 40 Leuten gespielt haben.

Es ist dann ziemlich still um Dieter Thomas Kuhn geworden. Irgendwie hat er noch mal eine Art Comeback mit eigenen Stücken versucht. Das ist aber wohl ziemlich in die Hose gegangen. Ich habe es auch nicht mehr verfolgt.

Jetzt lese ich gerade in der Zeitung, dass er am 4.7.09 in der Waldbühne unter dem Motto „Schalala 2009“ auftritt. Wow, da hat er sich was vorgenommen. Die Waldbühne ist groß. Und hat sicherlich zugleich den Vorteil, dass man vielleicht nicht so genau sieht, dass auch Dieter Thomas Kuhn wohl sichtlich gealtert sein dürfte. Egal. Ich glaube, ich bestelle gleich mal Karten. Die kosten bestimmt irrsinniges Geld… Gerade noch vertretbar.

Telefonnummern aus Outlook wählen

27. November 2008 · Will Sagen

Nichts Nicht viel ist nerviger, als die kleingedruckten Telefonnummern aus den Outlook-Kontakten in die Telefontastatur zu hämmern, die ja auch noch ein anderes Tastaturlayout hat, als der Ziffernblock auf der PC-Tastatur.

Da mein Büro-Telefon Siemens Optipoint 500 Basic, einen USB-Anschluss hat, muss sich das ja irgendwie verbinden lassen. Nur wie? Erstmal ein Kabel angeklemmt. Da hat sich dann auch irgendwas installiert, aber so richtig ging da nichts.

Ich habe nach einigem Suchen dann erstmal die Software Callbridge TU installiert. Beim Installieren muss man die Telefonanlage und das Endgerät auswählen. Ersteres habe ich so nach Gusto gemacht, weil der richtige Typ nicht in der Liste war, aber immerhin eine Bezeichnung dicht daneben. 🙂

Beim Rechtsklick auf einen Outlook-Kontakt kann man „Kontakt anrufen“ auswählen. Es öffnet sich dann ein Fenster, in dem man eine Nummer des Kontakts anrufen kann. Um von unserer Anlage nach draußen zu telefonieren, muss man nun eine „Null“ vorwählen. Natürlich hat Outlook 2007, Windows XP oder wer auch immer hier einige Fallstricke zu bieten. Denn eigentlich sollte es über „Wählparameter“ –> „Wählregel“ –> „Bearbeiten“ möglich sein, für Orts- und Ferngespräche eine Amtskennziffer vorzugeben.  Da habe ich nun sowohl für Orts- als auch Ferngespräche zwei Nullen eingegeben. Bei Ortsgesprächen wird erstmal gar nichts hinzugefügt. Na toll. Bei Ferngesprächen funktioniert es nur dann, und ich habe es wirklich mehrmals ausprobiert, wenn die Telefonnummer nach dem Muster „+49 [Vorwahl ohne Null] [Telefonnummer]“ abgespeichert ist. Erst dann klappts mit den beiden Nullen vor der ersten „richtigen“ Ziffer der Vorwahl.

Um das auf die Schnelle bei knapp 200 Kontakten zu ändern, habe ich bei meiner Problemsuche diesen Thread gefunden, in dem auf das Freeware-Progrämmchen „EditNumbers“ hingewiesen wird. Das ist inzwischen weiterentwickelt worden und nicht mehr Freeware, heißt nun auch „Formatnumber“. Aber der User „Mambo“ hat das alte Programm in dem Thread zum Download bereitgestellt. Damit ging das alles recht flott von der Hand. Prima! Ringring.

Als Nächtes muss ich mich mal auf die Suche nach einem Add-on machen, mit dem man aus Firefox heraus Telefonnummern wählen kann.

Warum Irfanview die Windose unsterblich macht

23. November 2008 · Will Sagen

Die Apple-Welt fragt sich, was soll das sein, das da so gelobt wird? Es kann nicht sein, dass es etwas gibt, dass auf einer Windose besser geht als aufm Mac. Doch, gibt es. Und es kommt noch dicker: Es kostet nix! Ich hatte versprochen, mal darüber zu schreiben. Jetzt ist es soweit.

Es ist ein kleines, aber ungeheuer mächtiges Programm. Mit den Plugins, die man zusätzlich installieren kann, hat es etwas mehr als 5 MB, allein nur gut eins. Die Rede ist von Irfanview, dem Bildbetrachter, Bildmanager, Bilderverwalter und Mini-Bildbearbeiter.

Was soll denn an einem Windows-Bildbetrachter schon besser sein als an den „tollen“ Bildbetrachtern aufm Mac, „Vorschau“ oder „Quicklook“?  Für „Vorschau“ muss ich immer erst alle Bilder markieren, die ich ansehen will. Irfanview zeigt mir alle in einem Verzeichnis, egal in welchem Format, auch Filmchen und so. „Quicklook“ ist, wenn ich das richtig verstanden habe, diese Umblätter-Funktion im Finder. Sieht ganz nett aus, aber die Bilder werden unnötig klein dargestellt und die Auflösung stellt die Bilder matschig dar. Außerdem sind die Möglichkeiten abgesehen vom reinen Anschauen mehr als eingeschränkt. Der Automator eröffnet einem natürlich vielfältige Möglichkeiten, aber dass Bilder-Stapelverarbeitung besser geht, zeigt Irfanview. Ich werde einfach mal aufschreiben, wofür ich Irfanview meistens verwenden.

Ich halte es mit meinen Fotos so, dass ich die Dateien von der Speicherkarte (die ich bei meinem Samsung Q35-Noti im Übrigen direkt in einen integrierten Kartenleser stecken kann) auf eine mobile Festplatte kopiere. Da habe ich immer alles Wichtige dabei, außerdem lasse ich täglich im Büro ein Backup laufen. Dadurch sind die Originale erstmal sicher. Mitunter möchte ich aber mal einen Satz Fotos z. B. bei flickr hochladen. Oder ich benötige für meine Arbeit einige Bilder von einer Fahrzeugbesichtigung in einem anderen Format usw.

Was hat nun Irfanview damit zu tun? Öffnet man ein Bild in Irfanview, sieht zunächst alles so aus, wie man es von einem Bildbetrachter erwartet, allerdings ist die Menüleiste auffallend ausladend. Ich nehme mir also erstmal ein paar Bilder. Für diejenigen, die nicht wissen, wie das auf einer Windose z. B. mit Vista aussehen kann, hier ein Beispiel:

Mit einem Doppelklick öffnet sich ein Bild in Irfanview. Das sieht dann unspektakulärerweise so aus:

Oben sieht man die Menüleiste und ein paar Knöpfe. Darauf will ich jetzt erstmal gar nicht groß eingehen. Nur soviel: Man kann Ansichtsoptionen einstellen, z. B. Bild an Fenster anpassen, nur große Bilder anpassen, Vollbildmodus usw. Man kann das Bild bearbeiten (Farben, Größe u.v.m.) Mir geht es aber an erster Stelle hauptsächlich um die Batchkonvertierung.

Hinter dem unscheinbaren Menüpunkt versteckt sich ein Fenster mit den Möglichkeiten für diverse Stapelverarbeitungen.

Man sucht als erstes aus, ob man die Bilder irgendwie verändern will oder nur der Dateiname geändert werden soll, oder beides. Dann sucht man rechts oben die Dateien aus, die man bearbeiten will und schiebt sie mit „Hinzufügen“ in das Fenster unten rechts. Man kann den Zielordner auswählen. Tippt man einfach einen neuen Ordnernamen in das Feld, wird der Ordner angelegt. Interessant ist aber vor allem das Fenster, dass sich hinter „Spezial-Opt.“ versteckt.

Hier sieht man nun, was man in einem Rutsch alles mit den Bildern anstellen kann. Vergrößern, Verkleinern, Zuschneiden, Gamma-Korrektur, Helligkeit und und und. Dabei ist z. B. das Größentool so intelligent eingerichtet, dass man nicht auf Hoch- oder Querformat achten muss, sondern einfach die gewünschte Länge der langen Seite eingibt. Unbedingt hervorzuheben ist auch, dass ich die Einstellungen nicht alle wieder neu vornehmen muss, wenn ich den nächsten Stapel Bilder bearbeiten will. Alle Einstellungen bis zum verwendeten Ordner bleiben erhalten. Und das gilt für alle Einstellungen, auch in den höheren Ebenen. So richtet man sich das Programm schnell so ein, wie man es meistens braucht. Denn oft sind die Schritte, die man mit so einem Programm macht, ja stets gleich oder ähnlich.

Das „Umbenennen-„Fenster sieht so aus.

Auch das bietet alle Möglichkeiten, die man sich wünschen kann. Start-Nummer, Anzahl der Stellen, Ersatztext usw. Außerdem kann man sich aussuchen, was mit den Originaldateien passieren soll. Da ich nie mit den wirklichen Originalen arbeite, kann ich getrost die Dateien selbst verändern und umbenennen. Sollte ich mich mal zu doof anstellen, habe ich die Originale noch in der Hinterhand.

Wenn man will, kann man im nächsten Schritt noch Einfluss darauf nehmen, wie mit der Jpeg-Komprimierung, IPTC-Daten und den Exif-Daten umgegangen werden soll. Auch für gifs kann man die wichtigsten Dinge einstellen.

Drückt man als nächstes im Batch-Fenster auf den „Start“-Knopf, kann man nun den Fortschritt der Bildbearbeitung sehen, der rasch voranschreitet.

Auch ohne Stapelverarbeitung kann man die zahlreichen Funktionen anwählen, wenn man bei einem geöffneten Bild den Menüpunkt „Bild“ anwählt.

Unter „Bearbeiten“ versteckt sich noch ein kleiner Zeicheneditor, mit dem man auf die Schnelle ein paar Einzeichnungen, wie Pfeilmarkierungen oder Linien und Kästchen, vornehmen kann. Allerdings auch nicht mehr. Dieses Tool ist erst vor kurzem hinzugefügt worden, und ich könnte mir vorstellen, dass Irfan Skiljan, so heißt der Entwickler, da in Zukunft weiter dran arbeiten wird.

Selbstredend kann man auch Bildausschnitte ausschneiden oder freistellen. An dieser Stelle würde ich mir wünschen, dass man das Längen-Breiten-Verhältnis des Auswahlfensters noch einfacher vorgeben kann. Das geht zwar, aber ich vergesse immer wie.

Das war immer noch nicht alles. Mit einem Shortcut kann man das gerade angezeigte Bild in einem externen Programm, z. B. Photoshop öffnen, für die Größeneinstellung werden sinnvolle Formate vorgegeben. Gar nicht besprochen habe ich hier die zahlreichen Möglichkeiten von Irfanview-Thumbnails. Das ist eine eigene Geschichte für sich, die ich allerdings mangels Bedarf noch nicht eingesetzt habe. Da muss sich dann jeder selbt ein Bild davon machen.

So. Das ist nun im Moment das einzige Programm, das mich nach wie vor (privat) zu meiner Windose greifen lässt. Ich habe diverse Programme, meist als Testversionen, ausprobiert oder mir woanders angesehen, z. B. CocoViewX oder Grafikkonverter von Lemkesoft. Das kostet aber alles was oder ist nicht deutschsprachig, was mir wichtig ist. Alles ist nicht so überzeugend wie Irfanview. Vor allem liefen alle Anwendungen nicht so smooth wie Irfanview. Das Programm ist einfach durchdacht. Es hat sich über etliche Jahre entwickelt, wobei der Entwickler auch auf Wünsche eingeht. Es wäre geradezu ein Traum, Irfan würde sich dazu durchringen, sein Programm auch für Mac-OS X umzusetzen. Ich habe ihn gefragt, er meinte, vielleicht irgendwann. Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Selbstredend habe ich ihm eine Beteiligung überwiesen.