TechnoClassica 2010 – Lecker Essen

11. April 2010 · Will Sagen

Wahrscheinlich hätte ich mich diesmal gedrückt, wenn ich mir nicht schon vor einigen Wochen zumindest das Ticket für die Hinfahrt nach Essen gekauft hätte. Je näher der Termin rückte, desto mehr drängelte sich um das TC-“Wochenende“. Vor allem ein von unserm Büro ausgerichtetes Seminar am Samstag und Sonntag drückte auf meine Zeitplanung. Hinzu kam dann noch ein wichtiger Termin im Büro am Freitag Nachmittag. Es blieben mir also der Mittwoch für die Hinfahrt, Donnerstag zum geselligen Beisammensein und der Freitag für die Rückfahrt. Besser als nichts!

TC10_006Im Gegensatz zum Vorjahr wollte ich die Reise allerdings deutlich entspannter angehen. Keines meiner Autos wurde für den Stand benötigt, so dass ich beruhigt mit der Bahn fahren konnte. Damit ich beim Standaufbau wenigstens noch ein bisschen mithelfen konnte, musste ich schon um 5.00 Uhr aufstehen, um rechtzeitig im Zug zu sitzen. Da stellte ich dann (mal wieder) fest, dass in den ICEs mitnichten an jedem Platz eine Steckdose ist. Die Platzreservierung habe ich dann verworfen und mich doch an einen Tisch gesetzt. Die Plätze mag ich ja nicht so. Oft genug hat man Pech und ist ungewollt vierter Mann einer Skatrunde und kann sich zudem mit dem Beinen des Gegenübers arrangieren. Ich hatte aber Glück: Der Platz mir gegenüber blieb frei. Prima. Und weil ich eben schon am Ostbahnhof, und nicht erst am Hauptbahnhof eingestiegen bin, hatte ich die einzige Steckdose in erreichbarer Nähe für mich und wurde mir auch nicht streitig gemacht. So konnte ich auch mal wieder feststellen, dass man das Surfen über UMTS/Edge und auch das Telefonieren im Zug getrost vergessen kann. Also arbeitete ich ein wenig an einem Vortrag, schnitt ein paar Audio-Dateien und guckte mir einen mitgebrachten Startrek-Film an. Das war ok!

TC10_026In Essen angekommen erwartete mich strahlender Sonnenschein mit äußerst angenehmen Temperaturen. Erst mal noch eine Kleinigkeit Eessen, bevor ich mich in ein Taxi Richtung Messe gesetzt habe. Dort holte mich Klaus am Eingang Süd ab, und nach kurzer Zeit fiel mein Blick dann auch schon auf den Stand unseres Forums und vor allem auf das tolle, 9 Meter lange Panorama vom Bremer Treffen 2007, wie wir irgendwann herausgefunden haben. Auch Axel und Christian tummelten sich schon mit Teppichmesser, Akkuschrauber und Gaffatape bewaffnet auf dem Stand. Ich brauchte nur zu helfen, ein paar Restarbeiten zu erledigen. Der Großteil war schon fertig. Vor allem die bereits auf der Bremer Messe erstmalig eingesetzte Bude war eine prima Sache zum Unterbringen von allerlei Vorräten und so. Ich habe dann auch gleich meinen Antrag auf Ehrenmitgliedschaft im neu gegründeten Fiat500-Forum-Verein eingereicht, nachdem man das von mir verlangt hatte. Ich dachte zwar, dazu wird man ernannt, aber wenn die nicht wollen…

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Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ich von der Messe fast nichts gesehen hatte, ich hatte nicht mal Zeit und Gelegenheit, wenigstens einen kleinen Rundgang zu machen, wollte ich  nun doch etwas mehr sehen. Der strahlende Sonnenschein lud ein, das Fahrzeugangebot auf den Freiflächen zu begutachten. Ochjo… son paar kleine luftgekühlte Autochen hätte ich wohl dort gefunden. Besonders angetan hatte es mir ein mocca-brauner 911 SC mit beigefarbener Innenausstattung und Schiebedach. Herr-lich. 😉

Zu bewundern gab es auch zwei DS-Cabriolet. Besonders das erste, ich würde es mal auf Zustand 2 schätzen, war ein verführerisches Angebot zu einem Preis, den man in ländlichen Gefilden für ein kleines Einfamilienhaus hinlegen muss: 147.000 Euro sollte das Auto kosten. Da war das zweite Angebot mit 87.000 Euro ein wahres Schnäppchen dagegen und machte nicht mal einen schlechteren Eindruck. Überhaupt waren die Preise – für die TC üblich – mitunter mehr als phantasievoll. Ein Gummibalg-Stoßstangen-911er für 149.000 Euro. Hallo, geht‘s noch? Egal. Manchmal stehen vielleicht auch solche Preise an den Autos, damit nicht jemand ernsthaft Interesse entwickelt. Interessant auch, an wie vielen Autos schon kurz nach Messeeröffnung „Verkauft“-Schilder hingen. Wenn das mal alles so stimmt.

TC10_022Der erste Messetag ist der sogenannte „Fachbesuchertag“. Weil die Messe für das Publikum erst um 14.00 Uhr öffnet, geht sie abends auch bis 20.00 Uhr. An den übrigen Tagen ist um 18.00 Uhr Schluss. Doch der erste Tag verläuft stets ziemlich ruhig, so dass noch genügend Zeit ist, den Stand „in Betrieb zu nehmen“, z. B. Udos von Klaus elektrifizierten Felgengrill mit dank Wagenheber stufenlos verstellbarem Rost. Gut gefüllt mit allerlei Grillwürstchen, die wir darauf gebrutzelt hatten, brachte mich Christian freundlich wie immer zu meiner Übernachtungsstätte, einem Freund aus Studienzeiten, der in Essen wohnt. Dort holte er mich auch am nächsten Morgen wieder ab. Prima! Besten Dank dafür.

TC10_027Pünktlich um 10.00 Uhr am Donnerstag Morgen öffnete man dann die Schleusen für die Besuchermassen. Wirklich erstaunlich, wie viele Leute schon am ersten offiziellen Messetag kamen. Und das sogar zu uns Kellerkindern, die wir in Halle 1a doch relativ weit abgeschlagen von der bunten Glitzerwelt der zahlenden Aussteller unser Dasein fristeten. Egal. Inzwischen kennt man sich sogar ein bisschen, waren wir doch am gleichen Platz wie letztes Jahr. Hinter uns die Bismarck-Brothers, die u. a. eine 98er in einem einzigartigen Scheunenfundzustand ausgegraben hatten. So schööön verrostet hatte ich lange kein Motorrad mehr gesehen. Mit vereinten Kräften konnten wir dann auch unseren Nachbarn überzeugen, das Motorrad nicht zu restaurieren, sondern nur technisch in einen funktionstüchtigen Zustand zu versetzen. Immerhin fuhr es sogar. Soviel Arbeit ist das vielleicht gar nicht.

Vormittags hatte ich mit Klaus den Stand betreut. Nach ein paar weiteren Grillwürstchen bin ich dann aber auch mal losgezogen. Und zwar allein. Ich bin ziemlich kreuz- und quer durch die Hallen gestromert. Schon lange habe ich auf solchen Veranstaltungen nicht mehr den Ehrgeiz, jeden Gang abgeklappert haben zu müssen. So bin ich dann auch mehr zufällig über Frank am IKM-Stand gestolpert. Wirklich beachtenswert, wie er sich nach wie vor mit großer Leidenschaft und Ausdauer für die Anerkennung des Automobils als Kulturgut einsetzt. Ich verfolge da eher eine andere Denkweise. Das ändert aber nichts daran, dass ich seinen Einsatz bewundere!

TC10_050An einem Modellautostand erhaschte ich dann plötzlich einen bekannten Anblick: In leicht mattem Orange leuchtete mir ein etwa 30 cm langes Kunststoffmodell eines Mercedes C111 entgegen. Genau so ein Modell hatte ich als Kind! Und war zugleich Auslöser für den Beginn meines leicht gestörten Verhältnisses zur Stuttgarter Marke mit dem Stern, wie ich später durch Selbstanalyse eruiert habe. Denn genau so ein Modell habe ich im Anflug geistiger Umnachtung mit einem Hammer zerkloppt. Da muss ich so 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein. Noch Jahre später habe ich immer mal wieder die markante Rückleuchtenblende gefunden. Jetzt war es soweit: Niemand konnte mich bremsen, also habe ich zugeschlagen und das Modell für, wie ich finde, moderate 30 Euro erstanden! Und das Beste war, dass das Original ebenfalls auf der Messe zu besichtigen war, nämlich auf dem riesigen Mercedes-Stand in Halle 1. Da musste ich am Donnerstag Abend noch schnell ein spontanes Foto-Shooting einlegen, als die Besucher langsam aber sicher wieder aus den Hallen strömten und Platz zum Fotografieren war. Nun werde ich das Modell mit Sicherheit  an einem schönen Platz verwahren. Wer weiß, vielleicht fahre ich ja sogar irgendwann Mercedes. (Obwohl ich nicht so richtig wüsste, welchen.)

TC10_047Auf einen Hinweis im Fiat-Forum von Mitschrauber Andreas bin ich dann nach kurzer Rückkehr zum Stand noch schnell zum Stand der Firma Broedersdorff & Koenzen gegangen, jene Firma, die sich schon vor etlichen Jahren mit dem Umbau eines Porsche 912 auf Elektroantrieb in meinem Hirn eingebrannt hatte. Vor allem hatte man dort begriffen, dass es nichts bringt, mit so einem Auto nur irgendwie elektrisch zu fahren. Sondern es soll auch Spaß machen, so dass die Fahrleistungen entsprechend sein müssen. Wenngleich meine Kostenplanung ein weiteres Mal nach oben ausgedehnt werden könnte, gefielen mir die Ideen zum Umbau doch etwas besser, als bei meinen bisherigen Gesprächen in der Richtung. Insbesondere der Umstand, mit höheren Spannungen zu fahren, gefiel mir gut, nimmt damit doch die Stromstärke ab, was insgesamt z. B. dünnere Kabel ermöglicht. Überhaupt schien mir mein Gesprächspartner sehr viel flexibler zu sein, was die Umrüstung betrifft, fand er doch einige meiner Ideen z. B. zur Fahrzeugheizung und Anordnung der Komponenten recht überzeugend. Damit konnte ich vorher nicht punkten. Aber besonders interessant wurde es, als es nicht nur darum ging, einen Fiat 500 umzurüsten. Das hatte man sich ohnehin gerade überlegt, schließlich wird einem 500er einfach immer noch überall die größte Sympathie entgegengebracht, so dass so ein E-500er ein sehr gutes Werbezugpferd wäre. Außerdem wäre man gern auch irgendwie in Berlin präsent. Na, wenn sich da mal nicht was einstielen lässt. Aber dennoch kann man es drehen und wenden wie man will: Das Geld für den Umbau schenkt mir so schnell keiner. Daran kann das Projekt immer noch scheitern, oder anders ausgedrückt: Es ist im Moment immer noch nicht sehr wahrscheinlich, dass das was wird. Schauen wir mal.

TC10_053Der Abend sollte mit den Mitstreitern beim Italiener in Rüttenscheid begangen werden. Ich bin ja nicht so der Gourmet, und daher konnte ich mit einigen Speiseangeboten auf der Karte nicht viel anfangen. Selbst den Ober zu fragen, scheiterte daran, dass ich nicht recht wusste, wie man das aussprach, was mir interessant zu sein schien. Aber die Bewirtung war wirklich sehr freundlich, und so wurde alles bereitwillig erklärt. Interessanterweise gab es bei dem Italiener keine Pizza! Eigentlich ganz gut so, da kann man schließlich auch mal was anderes probieren. Obwohl, eines der wirklich nicht ganz günstigen Fleischgerichte habe ich mir verkniffen. Schließlich sind die Italiener auch Beilagen betreffend nicht unbedingt freigiebig. So waren meine Pasta mit einer leckeren Soße mit hohem Fleischanteil mit Sicherheit eine gute Wahl.

Grüne MännchenNachdem wir uns kugelrund gefuttert hatten, wofür ich ja nicht lange brauche, hatten Christian und Moni für uns (Jürgen, Andrea und ich) noch einen schönen Programmpunkt ausgewählt. Klaus, Martin und Ingrid verabschiedeten sich, da sie noch zu einem späteren Zeitpunkt Gelegenheit haben würden, das Parkleuchten im Essener Gruga-Park zu bewundern.  Ähnlich wie beim Berliner Festival of Lights werden Bäume und Skulpuren, Hecken und andere Arrangements bunt erleuchtet oder mit interessanten Lichteffekten versehen. Ich war einer der wenigen mit Kamera, aber ohne Stativ. Egal: Die 1600 ASA hatten sich bei meiner Nikon D5000 (über die ich demnächst mal was schreiben muss) schon öfter bewährt, und so konnte ich doch einige, wie ich finde, ganz gelungene Fotos aus der Hand schießen. Klar, bei Belichtungszeiten von mehr als einer Achtelsekunde ist das vielfach nur noch Glückssache, und man muss die Blende schon ganz aufmachen: Aber es geht!

ParkleuchtenWieder hat Christian mich danach „zu Bett gebracht“. Nach rührenden Abschiedsszenen habe ich mir bei Übernachtungsgastgeber André noch ein Feierabendbier gegönnt, André kam allerdings erst etwas später, sichtlich angeheitert vom Test-Abend in einer neuen „Weinschenke“ um die Ecke zurück. Dennoch war er Willens und in der Lage, mich morgens zum Essener Bahnhof zu bringen. Das gemeinsame Frühstücken habe ich ihm aber erspart. Ich nehme mal an, dass er sich noch mal wieder hingelegt hat.  Also hatte ich genügend Zeit für Kaffee und Brötchen am Bahnhof und sitze nun hier im Zug (ohne Steckdose), wo ich in Ruhe auf Fabis Befehl Anregung hin einen Text über meinen Kurzausflug zur TC10 schreibe. Aber in Gedanken bin ich schon bei dem Termin, der mich gleich erwartet, beim Seminar, das Samstag/Sonntag stattfindet und am Montag Vormittag noch etwas nachdieseln wird, bei meinem Vortrag, den ich in zwei Wochen oder so halten muss, und den ich eigentlich besser jetzt weiter gebastelt hätte, anstatt die Zeit mit Sinnlosem Schöneren zu vergeuden. So bin ich halt.

flyPhone – Wenn das iPhone in die Luft geht

30. März 2010 · Will Sagen

flyPhone_1flyPhone_2Ich hatte es ja angedroht: Irgendwann geht mein iPhone in die Luft. Zusammen mit meinem Mikrokopter.
Heute war es soweit: Endlich sind wir wieder in der Sommerzeit, so dass ich nach Feierabend noch mal ne Runde fliegen kann. Heute guckte mich der Mikrokopter an, der mal wieder etwas Bewegung brauchte. Aber einfach nur ein bisschen Rumgurken war mir zu langweilig. Schon länger hatte ich den Plan, das iPhone auf den Kopter zu schnallen. Und prompt fiel mir eine Autohalterung in die Hände, die zusammen mit einem Plastikwinkel und ein paar Sschrauben wie gemacht für mein Vorhaben war. Der Rest ist Kleinkram: Winkel absägen, Löcher bohren, Schrauben durch, iPhone rein: Fertig! Sieht wild aus, funktioniert aber.

Dann gleich raus auf die Wiese und die Kamera vom iPhone gestartet. Okay, das Bild wackelt ziemlich, weil die Halterung vibriert. Da besteht also noch Verbesserungspotential. Beim zweiten Film kam plötzlich reichlich Wind auf, so dass ich nicht ganz dort gelandet bin, wo ich wollte. Hauptsache, wieder heile am Boden.

Achso, es versteht sich von selbst, dass ich das iPhone in den Flugmodus versetzt habe 😉

James-Blond-Helicopter

17. März 2010 · Will Sagen

Okay, okay. Der Titel des Beitrags ist echt unterste Schublade. Aber getreu meinem Motto: „Jeder Witz muss gemacht werden.“, fiel mir zu Wasserstoff-Peroxid eben nichts anderes als „blond“ ein. Dass man das Zeug aber auch als Antrieb für einen Hubschrauber nehmen kann, war mir bis eben neu.

Die Idee ist genial: Man erzeuge die Antriebskräfte dort, wo man sie braucht: Direkt am Rotor, möglichst weit außen. Kein Getriebe verschlingt unnötig Reibung. Na gut, ich hab keine Ahnung, wie effizient und umweltfreundlich/schädlich so ein Antrieb ist. Aber gerade bei Pionierleistungen des Erfindergeists kommt es doch erst mal darauf an, das technisch Mögliche umzusetzen (was leider nur zu oft dann von Militaristen für ihre mörderischen Zwecke missbraucht wird.)

Aber das Video ist doch scharf. Der Heli ist einfach cute. Habenwill. 🙂

[via engadget]

Metropolis

13. Februar 2010 · Will Sagen

MetropolisIch hatte es natürlich verpeilt, erstens rechtzeitig Karten für die neuerliche Uraufführung des Stummfilmklassikers „Metropolis“ im Friedrichstadtpalast zu ergattern, und auch das „Public Viewing“ vorm Brandenburger Tor hatte ich verdrängt. Also blieb der heimische Fernseher und das Programm von arte.

Der Film hatte mich schon länger in seinen Bann gezogen. Doch irgendwie fand ich es unbefriedigend, einen Film zu gucken mit dem Wissen, dass ein erheblicher Teil fehlt. Was wäre denn beispielsweise StarWars Episode IV, wenn der Angriff auf den Todesstern durch den Schacht an der Oberfläche fehlen würde? Daher löste die Nachricht, dass nunmehr nur noch wenige Minuten bis zur Originalfassung fehlen würden, echte Begeisterung aus! Und die neue Uraufführung hatte dabei noch den besonderen Reiz, von einem großen Orchester begleitet zu werden. Interessanterweise wurde die Originalfassung des Films unter anderem anhand der Partitur der Filmmusik zusammengepuzzelt.

Warum selbst für einen wie mich dieser Film interessant ist, ist ja klar: Unter Oldtimerfreunden sind die Szenen, in denen einige der Rumpler Tropfenwagen verbrennen, weltberühmt oder sogar berüchtigt, existieren doch heute nur noch zwei Exemplare dieses ebenso wie der Film zu fortschrittlichen Stücks Geschichte. Ein Wagen steht im Deutschen Museum in München, und einer in Berlin im Technikmuseum.

Rumpler

In dieser Szene wird aus mehreren Rumpler Tropfenwagen ein Scheiterhaufen gebildet, auf dem die „Hexe“, die Menschmaschine, verbrannt werden soll.

Metropolis

Immer mehr Tropfenwagen kommen angefahren und rumpeln aneinander.

Metropolis

Fliegen auf der Bucht

7. Februar 2010 · Will Sagen

Unsere Bucht ist derweil wieder zugefroren. Schlittschuhlaufen wie im letzten Jahr ist aber schlecht wegen der dicken, verharschten Schneeschicht. Aber Modellfliegen sollte eigentlich gehen!

Darum habe ich unter meine Icon 312 provisorisch ein paar olle Ski geschnallt, die noch von meiner Depron-Piper rumflogen und los ging’s. Die Chefin hat mit der neuen Knippse ein bisschen fotografiert.

Erstmal die Startvorbereitungen. Die Räder der Icon 312 sind doch etwas kleiner als von der Piper, so dass sie unten durch die Ski zu weit durchguckten. Das verhinderte leichtgängiges Rutschen auf dem Eis, aber mit einem kleinen Schubser ging’s dann doch los.

Fliegen auf der Bucht

Der große Anstellwinkel der Ski sieht zwar behämmert aus, hat aber den Vorteil, dass die Ski beim Landen nicht mit den Spitzen im Schnee stecken bleiben (wenn man denn ordentlich landet …) Die Abspannung und Befestigung erfolgt mit Gummibändern.

Fliegen auf der Bucht

Hier eine hochgezogene Fahrtkurve vor dem Kraftwerk Klingenberg. Supi …

Fliegen auf der Bucht

Der Landeanflug sollte eigentlich aus Richtung Stralau erfolgen, aus der untergehenden Sonne heraus.

Fliegen auf der Bucht

Es kam aber anders. 🙁

Fliegen auf der Bucht

Entweder war der Akku nicht ganz voll, weil ich vorher damit mit dem Mikrokopter experimentiert hatte, oder, was wahrscheinlicher ist, die Kälte hat dem Akku zugesetzt, so dass der Motorregler wegen Unterspannung vor Ende der normalen Motorlaufzeit dichtgemacht hat. Anfängerfehler! Also musste ich mit dem nicht gerade schwachen Wind landen, was eine entsprechend hohe Geschwindigkeit über Grund bedeutete. Tja, und dann flogen die Teile auch schon durch die Gegend: Das Fahrwerk, der Propeller, die Ski und ein bisschen Kleinkram. Ist aber schon wieder repariert. Das Flugzeug hatte ich eh von Dirk und Sandra geschenkt bekommen, nachdem sich jemand draufgesetzt hatte. Daher war der Neuzustand – wie bei fast allen meinen Fliegern – schon lange nicht mehr zu erkennen. Egal. In 5 Metern Entfernung sieht man das sowieso nicht mehr! Und den Flugeigenschaften machen ein paar Schönheitsfehler nichts aus!

Mein schönstes Ferienerlebnis

2. Februar 2010 · Will Sagen

Früher musste man nach den Ferien immer einen Aufsatz schreiben. Heute bloggt man freiwillig. Verrückt aber auch!

Gestern Abend sind wir aus dem Rentnerparadies von der angenehm temperierten Insel Teneriffa nach Hause gekommen. Man fragt sich zurückblickend: Was war das schönste in den paar Tagen Urlaub?

Ok, die Landschaft ist toll, das Klima herrlich. Wir haben etliche schöne Ausflüge gemacht, und die Chefin hat mich immer wieder zu neuen, nie für möglich gehaltenen wanderischen Höchstleistungen gebracht! Da ist es praktisch gar nicht möglich, ein einzelnes Highlight herauszupicken.

Was mich aber, als Freund der Fliegerei, besonders beeindruckt hat, das waren die Paraglider an der Steilküste, die direkt vor unserem Hotel vorbei schwebten. Starten auf einer kurzen, steilen Wiese direkt über eine Straße hinweg und landen unten am Strand. Zwischendurch die Hangthermik nutzen, die die Passatwinde hervorrufen, bis es langweilig wird.  Sowas Lässiges habe ich lange nicht gesehen! Willichauch!

Zwei kurze Filmchen habe ich mit dem iPhone aufgenommen. Wenn ich meine Fotos hochgeladen habe, was noch ein bisschen dauern wird, gibt’s noch einen Nachschlag.

Play that funky music

17. Januar 2010 · Will Sagen

So schlecht waren wir gar nicht. Nur die Chemie stimmte nicht, wie man so schön sagt.

Vorhin hab ich ein paar Mitschnitte ausm Proberaum wiedergefunden. Aufgenommen mit nem ganz einfachen Stereomikrofon und GarageBand. Hier und da hakte es noch ein wenig. Und es rauscht, wie in alten Tagen…

[audio:http://bigasfunk.de/wp-content/uploads/2010/01/probe_stitched_up2.mp3]

Wir waren schon ein bisschen funky … Tja, das ist Geschichte.

[audio:http://bigasfunk.de/wp-content/uploads/2010/01/play_that_funky_music.mp3]

Sie fehlt mir, die funky music!

Aso, falls sich einer fragt, was ich beigetragen habe: Bass und ein bisschen Background-Gesang.

Was sind schon 5 km/h?

14. Januar 2010 · Will Sagen

Angeregt durch einen Beitrag in Gillys Blog kann ich meine Leser nun endlich mal wieder mit etwas Beruflichem schocken: Einem Weg-Zeit-Diagramm!

Er hat dort einen sehr anschaulichen Film, der einem vor Augen führt, was ein Unterschied von nur 5 km/h bei Bremsbeginn bei einer anschließenden Kollision für Auswirkungen haben kann. Da ich dort schlechterdings Bilder einbinden kann (ich weiß jedenfalls nicht wie), mache ich das hier in einem eigenen Beitrag.

In den man in ein solches Diagramm die parabelförmigen Verläufe von zwei Bremsvorgängen, die am gleichen Punkt beginnen, einzeichnet, kann man relativ einfach zeigen, was der anfänglich geringe Unterschied von 5 km/h ausmacht.

Das Diagramm beginnt oben links und verläuft nach unten rechts. Die Krümmung zeigt schon an, dass der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit (senkrechte Achse) und dem Weg (waagerechte Achse) nicht linear ist. Und so sieht man auch schnell, dass der Bremsweg des langsameren Autos (schwarze Linie) gut 17 m beträgt. An der gleichen Stelle ist das Fahrzeug mit der nur um 5 km/h höheren Ausgangsgeschwindigkeit noch 25 km/h schnell.

Verdammter quadratischer Zusammenhang zwischen Weg und Geschwindigkeit aber auch! Die Physik kann alles vermasseln!

Wer jetzt noch nicht genug hat, dem sei noch Folgendes mit auf den Weg gegeben: So eine Vollbremsung ist normalerweise ja die Reaktion auf eine Gefahrensituation. Das bedeutet, dass dem Bremsbeginn noch eine Reaktionsphase vorgelagert ist, in der man nur eines macht: Nichts. Erst nach Ablauf dieser „Verlustzeit“ setzt die Bremsung ein. Für solche Weg-Zeit-Betrachtungen kann man die Verlustzeit ganz gut mit einer Sekunde ansetzen, wenn danach gleich die Vollbremsung einsetzt. Dann wird das Ganze von oben noch dramatischer:

Dann fährt das schnellere Auto noch 30 km/h an der Stelle, wo das nur anfänglich 5 km/h langsamere Auto schon steht.

Meine Werte für die Kollisionsgeschwindigkeiten können von denen im Film leicht abweichen. Das hängt davon ab, was man für eine Verzögerung für die Vollbremsung ansetzt. Meine 8 m/s² sind auf trockenerer Straße durchaus realistisch.

Schutzgeldkatze

13. Januar 2010 · Will Sagen

Vor Jahren gab es mal einen Tatort aus München, der im China-Restaurant-Milieu spielte. Dort hatten einige Restaurantbetreiber von freundlichen Zeitgenossen ein Aquarium bekommen, in dem erst wenige, dann immer mehr Fische schwammen. Nach der Anzahl der Fische richtete sich das Schutzgeld, das „erhoben“ wurde.

SchutzgeldkatzeNun habe ich diese Aquarien in den China-Restaurants, wo ich mal so gewesen bin, seltener gesehen. Dafür hat sich allgemein in asiatischen Restaurants aber diese winkende Katze angesiedelt. M. E. ist auch das ein Zeichen für eine gewisse Schutzgeldproblematik. Da macht man sich schon so seine Gedanken, wenn besonders viele dieser kitschigen Teile rumstehen. Vielleicht ist auch die Größe ein Zeichen, oder die Winkfrequenz. Wer weiß… Man liest, dass so eine Katze „Wohlstand bringen oder Besucher anziehen soll“. Tja, da fügt sich eins und eins zusammen!

Ich konnte jedenfalls gestern an so ner Schutzgeldkatze nicht vorbeigehen und musste mir für schmale 4,50 Euro (mit Batterie!) eine ins Büro auf mein Spielwarenregal stellen. Mal sehen, wem ich sie mal „schenke“.
:mrgreen: