Beitrags-Archiv für die Kategory 'zum Abheben'

Zehn Gründe, warum ich Aufsichtsratsvorsitzender des BER werden sollte

Freitag, 2. August 2013 10:25

In diversen Pressemeldungen, die man wegen des Leistungsschutzrechts nicht mehr verlinken kann oder sollte oder darf, liest man, dass der von M. Platzeck bald geräumte Posten des BER-Aufsichtsratsvorsitzenden noch immer vakant ist. Eigentlich bin ich der ideale Kandidat:

Erstens: Ich bin Fliegerei begeistert! Das ist wohl eine Grundvoraussetzung. Während andere, nachrangige Flughafenmitarbeiter  eher schienengeführt durch die Vergangenheit reisten, würde ich am liebsten fliegen können. Grundsätzliches Verständnis für die Fliegerei habe ich theoretisch (ist klar als Maschinenbau-Ing.) und praktisch durch Modellfliegerei. Außerdem bin ich schon mehrfach in Flugzeugen mitgeflogen, wo ich vorn, und nicht zur Seite hinausgucken konnte.

Zweitens: Ich bin politisch nicht vorbelastet. Ich bin in keiner Partei und lege mich für jede Wahl neu fest, wer am wenigsten meine Interessen mit Füßen tritt. Das macht mich unangreifbar. Ich kann von keinen Ämtern zurücktreten. Gegen mich laufen derzeit keine Strafverfahren und ich habe keine Steuerschulden. Das muss ich turnusmäßig gegenüber meiner IHK nachweisen zur Verlängerung meiner öffentlichen Bestellung und Vereidigung, die mich ohnehin als loyalen, unbescholtenen Bürger mit gutem Leumund kennzeichnet.

Drittens: Ich könnte mich gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung frei machen. Ich habe zwar einen Stapel Akten zu bearbeiten, aber für die paar Sitzungen und Gespräche ließe sich die Zeit freischaufeln. Wir haben im Büro sogar einen schönen Besprechungsraum, so dass man die Sitzungen gleich hier machen könnte.

Viertens: Ich kenne gute Berater, die mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen. Dazu gehören unter anderem eine erfolgreiche Bauingenieurin sowie ein Linienflugkapitän einer großen deutschen Fluggesellschaft. Beide sind in der Öffentlichkeit unverbraucht. Ich weiß, wo sie wohnen und kenne ihre Handynummern.

Fünftens: Ich kann gut zuhören. Egal, was man mir erzählt: Wenn es darauf ankommt, kann ich mir stundenlang die tollsten Geschichten anhören. Das kenne ich ja aus vielen Gerichtsverfahren. Meistens bin ich in der Lage, schon während des Zuhörens die Fallstricke zwischen den Zeilen zu erkennen und diese am Ende des Ganzen auf den Punkt zu bringen.

Sechstens: Ich scheue mich nicht, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Neulich kaufte ich eine gebrauchte Verkehrsampel (bestimmt kann man die am BER auch noch irgendwie gebrauchen). Dazu hat jeder, wirklich jeder gesagt: „Was willste denn damit?“. Außerdem war die Ampel sehr günstig. Das heißt, ich kann mit Geld umgehen. Im Gegensatz zu vielen anderen, die ihre 1, 2 und 5 ct-Münzen in Marmeladengläsern sammeln, schaffe ich es regelmäßig, diese beim Einkaufen loszuwerden.

Siebtens: Wenn es darauf ankommt, kann ich in Windeseile beim Flughafen sein. Ich kenne die Strecke auswendig, verfüge über das Wissen, die Gabe und die Berechtigung, diverse Verkehrsmittel zu nutzen. Und ich muss im Gegensatz zu vielen anderen gar nicht mehr umziehen, um in der Nähe zu sein, andererseits wohne ich nicht so dicht an einem Flughafen, dass ich in meinen Gedanken  durch Fluglärm zu stark gestört werde.

Achtens: Ich bin inzwischen Nichtraucher. Das heißt, ich war mal Raucher und weiß, wie wichtig ein effektiver Rauchabzug ist.

Neuntens: Ich habe den großen Überblick. Flughäfen sind im Grunde nichts anderes als Tankstellen. Beim BER sieht man das besonders deutlich. Das Terminal sieht nämlich aus wie eine Tankstelle. Vordergründig sollen Flugzeuge mit Fluggästen betankt werden. Manchmal sollte man ausgepowerte Fluggäste allerdings aus ankommenden Maschinen zunächst abpumpen. Dafür sind diese großen Rüssel da. Eigentlich ist das Tankstellengeschäft aber wie im automobilen Leben nur Nebensache. Denn das Terminal ist im Grunde eine verkappte Shopping-Mall, die dazu angelegt ist, den Leuten, die meinen, sie sollen in oder aus Flugzeugen steigen, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Zehntens: Ich achte darauf, dass ich beim Fliegen keine Löcher in den Socken habe. Das ist nämlich so peinlich, an der Sicherheitskontrolle, wenn man die Schuhe ausziehen muss. Vielleicht werde ich in meiner zukünftigen Position ja dabei mal von Presseleuten fotografiert.

Liebe Flughafengesellschaft, ich sehe Ihrem Ernennungsschreiben nunmehr mit Freude entgegen.

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Manntragende Tretmühle

Samstag, 13. Juli 2013 16:34

Das ist großartig!

Mit diesem Fluggerät hat das AeroVelo-Team der Uni Toronto den Sikorsky-Preis errungen: Mindenstens 60 sec in 3 Meter Höhe mit Muskelkraft auf einer Fläche von 10×10 Metern.

Toll!

via

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[Fusselflieger] Etne fliegt!

Dienstag, 11. Juni 2013 22:14

Yesss! Nach den letzten Änderungen (Tragflächenstreben, Akku noch 2 cm weiter nach vorn, EWD korrigiert), fliegt das Gerät nun. Und zwar gar nicht so schlecht!

Hab beim x-ten Erstflug mal gleich ne Kamera druntergeschnallt:


Etne

… und die gelbe Nase hab ich auch wieder drangeklebt. 🙂

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[Fusselflieger] Etne: Was gut aussieht …

Montag, 10. Juni 2013 11:12

… fliegt auch gut, sagt der fliegerische Volksmund. Aber was ist mit den Dingern, die nicht gut aussehen?

a) Die fliegen trotzdem gut.

b) Die fliegen nicht.

c) Man weiß es nicht.

Derzeit tendiere ich zu c). Ich baue nämlich gerade eine „Ente“. Das ist ein Flugzeug, bei dem die Tragfläche hinten sitzt, das Höhenleitwerk vorne. Das nennt man dann auch „Canard“, was wieder französisch für „Ente“ ist. Und weil meine Ente rückwärts fliegt, habe ich sie „Etne“ getauft: Ente rückwärts.

1Angefangen hat alles mit einer Falschlieferung. Eigentlich sollte es ein EPP-Tiefdecker werden, der sowohl flott aussieht, als auch so fliegen sollte. Gekommen sind Teile für einen hässlichen Hochdecker. Ich habe mich sofort mit dem Versender in Verbindung gesetzt, dem das auch unangenehm war. Geeinigt haben wir uns auf einen Preisnachlass. Außerdem hat er mir noch einen Brushlessmotor geschickt. Is‘ ok.

Jedenfalls hatte ich nun Teile für ein Flugzeug hier liegen, dass ich nicht wollte. Eine Ente wollte ich aber eigentlich immer schon mal haben, also hab ich die Fläche einfach mal falschrum auf den Rumpf gelegt und geguckt: Joa, könnte gehen. In meiner Bastelkiste fand ich dann noch ein Höhen- und ein Seitenleitwerk eines Easystar: Fertig! Also fast.

Der Rumpf war schnell geändert, um das Leitwerk aufzunehmen und auch die Tragflächen zu  montieren. Dabei wollte ich die Flächen gerne teilbar machen, damit das Modell möglichst geringes Packmaß bekommt. Das bedeutet auch, dass die Leitwerksteile geschraubt sein sollen.

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Den Motor habe ich in die vorgesehene Montageposition gebaut, nur eben in Schubanordnung. Alle Servos sitzen in den Flächen, so dass sie über die Stecker vom Rest getrennt werden können. Wegen der Packmaße. Das Seitenleitwerk habe ich gar nicht erst angelenkt. Braucht man (erst mal) nicht.

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Was konnte ich mir ein Gelächter anhören, bevor es zu den ersten Flugversuchen ging.

SAMSUNG CAMERA PICTURES„Das fliegt ja nie!“

„Das fliegt nur, weil es so hässlich ist, dass es von der Erde abgestoßen wird!“

„Wie, das fliegt falschrum?“

Das größte Problem war die Lage des Schwerpunkts. Bei einem normalen Flächenflieger macht man nichts falsch, wenn man den Schwerpunkt für die ersten Versuche im ersten Viertel der Tragfläche hinter der Nasenleiste annimmt. Das ist zwar wahrscheinlich etwas kopflastig, aber normalerweise erst mal gut beherrschbar. Aber bei einer Ente? Ich hatte mir ein Programm im Netz runtergeladen, mit dem man nach Eingabe der Flugzeuggeometrie den Schwerpunkt berechnen kann. Da kam was völlig absurdes raus. Demnach sollte der Schwerpunkt so weit vorn sein, dass ich den Rumpf nach vorn verlängern musste. Ganz vorne hab ich dann noch einen gelben Tischtennisball angeklebt. Damit sah das wieder etwas gewollt aus. Dass das Teil sofort auf die Nase ging und sich damit (samt Tischtennisball) in die Erde bohrte, muss ich eigentlich nicht extra erwähnen, oder? Jedenfalls klebte ich den Rumpf das erste Mal wieder zusammen. Wie man sieht, ist der Flieger dabei etwas krumm geworden. Egal, das kann man wegtrimmen.

7Und so habe ich den Schwerpunkt lustig hin- und hergeschoben, mit dem Resultat, dass das Ding irgendwann in der Luft blieb. Es flog aber insgesamt wie ein Schluck in der Kurve. Ging gar nicht! Also, Schwerpunkt wieder etwas nach vorn, dann ging’s einigermaßen. Gut fliegen war aber immer noch anders. Manchmal meine ich ja auch, dass die Höhenleitwerksfläche einfach zu groß ist. Jo. Kann sein. Wie auch immer. Nach einem kapitalen Absturz, bei dem die Tragflächen eigenartig zu flattern anfingen, musste ich den Rumpf vorn neu bauen. Dabei entschloss ich mich, den etwas zu verlängern und gleichzeitig teilbar zu machen (wegen der Packmaße). Übrigens: Nach den Abstürzen waren die Packmaße immer am kleinsten. Seufz.

Neben dem Schwerpunkt ist die Einstellwinkeldifferenz (EWD) ein weiterer Punkt, der mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Die Tragfläche und das Höhenruder stehen von der Seite betrachtet nicht ganz parallel zueinander. Ich musste mal stark auf Tiefe, mal auf Höhe trimmen, sodass ich das über den Anstellwinkel der Höhenleitwerksflosse ausgleichen muss. Aber wie viel? Auch das will erflogen werden, wobei ich den Sekundenkleber, um den Rumpf wieder und wieder zu flicken, nie weit weg lege. Immerhin ergeben sich dadurch ja auch die Innovationen wie den teilbaren Rumpf.

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Letzten Sonntag war dann wieder mal Erstflug. Mit dem längeren Rumpf wusste ich nun wieder nicht, wo der Schwerpunkt sein musste. Schon mit der ersten Sekunde merkte ich: Viel zu weit hinten! Das Problem ist dann, dass das Modell zwar erst mal irgendwie eiernd in der Luft bleibt, aber praktisch nicht auf die Ruderbewegungen reagiert. Mist: Denn Zack! stecke es in einem Baum, und zwar ziemlich weit oben. Grmpf.

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Da hatte ich es zwar relativ schnell wieder rausgeholt, und es war auch praktisch kein Schaden entstanden. Aber das Akkukabel ist leider zu kurz, um den Akku zum Einstellen des Schwerpunkts noch weiter nach vorn schieben zu können. Da muss ich noch ne Verlängerung zusammenlöten. Aber vorher muss ich mir Gedanken über Verbindung und Befestigung der Tragflächenhälften machen. Denn beim letzten Flugversuch ist „Etne“ in der Luft auseinander gebrochen und in mehreren Einzelteilen zu Boden gepurzelt. Und das weil sich die Flächenhälften von einander gelöst haben. Da muss ich noch mal bei. Dummerweise sind die Querruder einmal durch den Propeller gerattert: Weiterer Reparaturbedarf. Aber ich bleibe noch zuversichtlich, dass der Flieger irgendwann einigermaßen ordentliche Flugeigenschaften bekommt.

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Multiplex Cargo

Dienstag, 3. April 2012 10:29

Weil ich doch den Holyolli demnächst mal besuchen will und er sagt, dass man bei ihm Modellfliegen kann, will gut überlegt sein, was ich so mitnehme. Und da habe ich an meine Multiplex Cargo gedacht, die ich schon ewig nicht mehr geflogen bin.

Mutliplex Cargo

Vor allem ist mir aber ein Video wieder eingefallen, dass ich flugs bei Youtube hochgeladen habe.

#hach!

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Fliegen, fliegen popiegen

Mittwoch, 20. April 2011 21:24

Endlich mal wieder Modell geflogen. Mit Kamera. Mein neuester Flieger, ein Windrider Fox, fliegt nach ein paar Anfangsproblemen (mit derben Abstürzen, einmal musste ich seit Jahrzehnten mal wieder zur Rettung in einen Baum klettern) nun super. Gegenüber der Bauanleitung musste der Schwerpunkt deutlich weiter nach vorn. Demnächst mache ich noch ein paar Fotos vom Modell.

(Achtung, Ton leise stellen…)

Interessant finde ich ja den Effekt, den der drehende Propeller erzeugt. Übrigens ist das ein Klapppropeller, der sich mit dem Fahrtwind an den Rumpf anlegt und durch die Fliehkräfte aufklappt, wenn ich den Motor einschalte.

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Micro-Video-Heli

Samstag, 2. Oktober 2010 10:06

Micro-Heli Freunde. Pah! Neulich lungerte ich mit ein paar Freunden auf der Technorama in Hildesheim rum. Hauptsächlich geht es da um alte Autos und Motorräder, aber wo nahezu 99% Besucher männlichen Geschlechts sind, da sind auch andere Techi-Verkäufer nicht weit. Und so stand dort eben auch ein Spielzeug-Heli-Händler herum.

„Wenn ich son Ding kaufe, kriege ich Mordsärger mit der Chefin!“ meinte ich nur.

Micro-Heli„Was kosten denn drei Stück?“ fragte schon einer der Kumpels. Na prima. Eh ich mich versah, war ich im Besitz eines (weiteren) Modellflugapparats. Tja. Ich muss sagen, dass mir zwar keiner die Story so recht abgekauft hat, zumal meine Freunde selbstredend dementierten, wie Westerwelle zu Rücktrittsgerüchten, dass ich den Helikauf eigentlich abgelehnt ab.

Aber was soll ich sagen? Ich hab den Heli lieben gelernt, weil er echt richtig gut fliegt! Ich hatte schon mal son Teil, etwas kleiner, der flog auch irgendwie. Aber gezielt eine Richtung vorgeben, war nicht. Bei dem jetzigen ist (angeblich) ein Gyro-Sensor (Gyros-Sensor habe ich implementiert) eingebaut, der die Drehung um die Hochachse aussteuern soll, und das tut er auch. Wie ich inzwischen erfahren habe, gibt es die Helis aber auch ohne diesen Gier-Sensor.

Micro-HeliDas Schöne an dem Heli im Vergleich zu älteren Konstruktionen ist, dass man ihn nicht nur über den Sender aufladen kann, was nicht nur ewig dauert, sondern auch derbe auf die Senderakkus oder -batterien geht, sondern auch über ein USB-Kabel, das man je nach Belieben an einem Rechner oder eben auch an meinem iPhone-Ladegerät anstöpseln kann.

Keychain CamEs dauert allerdings nicht lange, da war mir das bloße Herumfliegen zu langweilig. Um die Lampe, untern Tisch, in die Haare, auf den Schrank: Irgendwann hat man überall Staub aufgewirbelt. Ruck-zuck hatte ich als erstes den Rumpf demontiert, um mal zu gucken, wie es darunter aussieht. Außerdem wurde der Heli dadurch einiges leichter. Sinn und Zweck der Gewichtsersparnis war aber die Montage einer meiner Keychain Cams, die neulich aus Hongkong eingeflogen kamen. Aber auch die eine Kamera musste erstmal aus Gewichtsgründen Federn, genauer ihr Gehäuse, lassen. Übrig blieb eine Platine samt Akku (Hauptbestandteil), was ich zum Schutz in Schrumpfschlauch eingeschrumpft habe.

Keychain CamDie Kamera habe ich dann mit dauerelastischem Kitt (bessere Knete) unter den Heli geklebt und bin losgeflogen. Herausgekommen sind ein paar Videos, die ich bei Youtube hochgeladen habe. So ein Rundflug durch Wohnzimmer oder Büro ist schon ganz lustig. Klar. Die Kamera wackelt und vibriert natürlich im Takt des Helis. Aber wenn man bedenkt, welche Minimaltechnik da unterwegs ist, finde ich das trotzdem bemerkenswert! Durch meine Gewichtsreduzierungsmaßnahmen wiegt der Heli nur ein paar Gramm mehr als im Auslieferungszustand. So kann man ca. 4 bis 5 Minuten in der Gegend rumschwirren, bis mangelnde Energie den Heli zu Boden zwingt.

Micro-HeliKlar fliegt man hier und dort mal gegen eine Lampe, einen Schrank, Stuhl und was immer so in der Gegend herumsteht. Aber der kleine Quirl scheint von der robusten Sorte zu sein. Jedenfalls ist bislang noch nichts kaputt gegangen, und dabei liegen sogar Ersatzrotorblätter und Heckpropeller bei. Letzterer lässt den Heli um die Querachse kippen, woraus eine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung resultiert. Seitlich schweben kann man mit dem Heli nicht. Ist vielleicht auch ganz gut so. Wenn er richtig getrimmt ist (man kann die Gierrate mit einem kleinen Rädchen am Sender einstellen), steht er wie angenagelt in der Luft. Zumindest im Werkszustand, denn wenn man den Rumpf weglässt, oder die Kamera irgendwie drunter klebt, verändert sich selbstredend die Lastigkeit, so dass er z. B. stets rückwärts fliegen will, wenn er vorn zu leicht ist.

Micro-HeliDie Fernsteuerung funktioniert mittels Infrarot. Und das ist gleichzeitig ein großer Nachteil, denn sobald die Sonne zu stark auf den Heli scheint, ist es vorbei mit fernsteuern, weil dann offensichtlich keine Fernsteuerimpulse mehr durchdringen. Draußen fliegen geht sowieso nur, wenn es absolut windstill ist. Das Teil ist so leicht, dass es schon beim kleinsten Huster abdriftet. Es scheint auch von den Sendern verschiedene Versionen zu geben, wenn ich das richtig gesehen habe. An meinem sind noch diverse Leuchtdioden, die Bereitschaft und Ladezustand der Akkus anzeigen. Bei anderen sind diese Feature anscheinend nicht eingebaut. Gleichzeitig ist dann wohl auch das Zubehör wie Ersatzrotorblätter und so nicht so reichhaltig. Wenn man z. B. bei Amazon nach „Helikopter Gyro Swift“ sucht, findet man eigentlich den Richtigen zum Preis von knapp 30 Euro.

So, und hier noch meine (bisherigen) Zimmerrundflugvideos.

(Bitte Lautstärke runterdrehen…)

Ok, die Tonqualität ist nun gar nicht so doll, aber was will man erwarten? Da sind wohl die kleinen Kameras auch alle sehr unterschiedlich. Wer dazu mehr erfahren will, sollte mal hier gucken. Der helle Wahnsinn, wie viele Typen es gibt, die alle gleich aussehen. Aber dazu vielleicht irgendwann mal ein paar nähere Infos.

😉

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flyPhone – Wenn das iPhone in die Luft geht

Dienstag, 30. März 2010 21:36

flyPhone_1flyPhone_2Ich hatte es ja angedroht: Irgendwann geht mein iPhone in die Luft. Zusammen mit meinem Mikrokopter.
Heute war es soweit: Endlich sind wir wieder in der Sommerzeit, so dass ich nach Feierabend noch mal ne Runde fliegen kann. Heute guckte mich der Mikrokopter an, der mal wieder etwas Bewegung brauchte. Aber einfach nur ein bisschen Rumgurken war mir zu langweilig. Schon länger hatte ich den Plan, das iPhone auf den Kopter zu schnallen. Und prompt fiel mir eine Autohalterung in die Hände, die zusammen mit einem Plastikwinkel und ein paar Sschrauben wie gemacht für mein Vorhaben war. Der Rest ist Kleinkram: Winkel absägen, Löcher bohren, Schrauben durch, iPhone rein: Fertig! Sieht wild aus, funktioniert aber.

Dann gleich raus auf die Wiese und die Kamera vom iPhone gestartet. Okay, das Bild wackelt ziemlich, weil die Halterung vibriert. Da besteht also noch Verbesserungspotential. Beim zweiten Film kam plötzlich reichlich Wind auf, so dass ich nicht ganz dort gelandet bin, wo ich wollte. Hauptsache, wieder heile am Boden.

Achso, es versteht sich von selbst, dass ich das iPhone in den Flugmodus versetzt habe 😉

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James-Blond-Helicopter

Mittwoch, 17. März 2010 20:47

Okay, okay. Der Titel des Beitrags ist echt unterste Schublade. Aber getreu meinem Motto: „Jeder Witz muss gemacht werden.“, fiel mir zu Wasserstoff-Peroxid eben nichts anderes als „blond“ ein. Dass man das Zeug aber auch als Antrieb für einen Hubschrauber nehmen kann, war mir bis eben neu.

Die Idee ist genial: Man erzeuge die Antriebskräfte dort, wo man sie braucht: Direkt am Rotor, möglichst weit außen. Kein Getriebe verschlingt unnötig Reibung. Na gut, ich hab keine Ahnung, wie effizient und umweltfreundlich/schädlich so ein Antrieb ist. Aber gerade bei Pionierleistungen des Erfindergeists kommt es doch erst mal darauf an, das technisch Mögliche umzusetzen (was leider nur zu oft dann von Militaristen für ihre mörderischen Zwecke missbraucht wird.)

Aber das Video ist doch scharf. Der Heli ist einfach cute. Habenwill. 🙂

[via engadget]

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Fliegen auf der Bucht

Sonntag, 7. Februar 2010 17:24

Unsere Bucht ist derweil wieder zugefroren. Schlittschuhlaufen wie im letzten Jahr ist aber schlecht wegen der dicken, verharschten Schneeschicht. Aber Modellfliegen sollte eigentlich gehen!

Darum habe ich unter meine Icon 312 provisorisch ein paar olle Ski geschnallt, die noch von meiner Depron-Piper rumflogen und los ging’s. Die Chefin hat mit der neuen Knippse ein bisschen fotografiert.

Erstmal die Startvorbereitungen. Die Räder der Icon 312 sind doch etwas kleiner als von der Piper, so dass sie unten durch die Ski zu weit durchguckten. Das verhinderte leichtgängiges Rutschen auf dem Eis, aber mit einem kleinen Schubser ging’s dann doch los.

Fliegen auf der Bucht

Der große Anstellwinkel der Ski sieht zwar behämmert aus, hat aber den Vorteil, dass die Ski beim Landen nicht mit den Spitzen im Schnee stecken bleiben (wenn man denn ordentlich landet …) Die Abspannung und Befestigung erfolgt mit Gummibändern.

Fliegen auf der Bucht

Hier eine hochgezogene Fahrtkurve vor dem Kraftwerk Klingenberg. Supi …

Fliegen auf der Bucht

Der Landeanflug sollte eigentlich aus Richtung Stralau erfolgen, aus der untergehenden Sonne heraus.

Fliegen auf der Bucht

Es kam aber anders. 🙁

Fliegen auf der Bucht

Entweder war der Akku nicht ganz voll, weil ich vorher damit mit dem Mikrokopter experimentiert hatte, oder, was wahrscheinlicher ist, die Kälte hat dem Akku zugesetzt, so dass der Motorregler wegen Unterspannung vor Ende der normalen Motorlaufzeit dichtgemacht hat. Anfängerfehler! Also musste ich mit dem nicht gerade schwachen Wind landen, was eine entsprechend hohe Geschwindigkeit über Grund bedeutete. Tja, und dann flogen die Teile auch schon durch die Gegend: Das Fahrwerk, der Propeller, die Ski und ein bisschen Kleinkram. Ist aber schon wieder repariert. Das Flugzeug hatte ich eh von Dirk und Sandra geschenkt bekommen, nachdem sich jemand draufgesetzt hatte. Daher war der Neuzustand – wie bei fast allen meinen Fliegern – schon lange nicht mehr zu erkennen. Egal. In 5 Metern Entfernung sieht man das sowieso nicht mehr! Und den Flugeigenschaften machen ein paar Schönheitsfehler nichts aus!

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