Beitrags-Archiv für die Kategory 'zum Abheben'

Kreuz und quer – auch in der Luft

Mittwoch, 24. August 2016 13:48

Die Diskussion, was mit sog. Drohnen erlaubt ist, womit der Volksmund neuerdings „Multicopter mit Kamera“ meint, ist in vollem Gange. Jeder weiß es besser als der andere, aber kaum einer kennt sich mit den bestehenden Regeln aus. Dass für Multicopter als erstes mal die gleichen Regeln gelten wie für Modellflugzeuge gelten, liegt eigentlich auf der Hand.

Die Tage hatte ich den Plan, mal auf einem Modellflugplatz der Urlaubsregion fliegen zu gehen. Ich suchte mit der App „Model Airfields“ den nächst gelegenen Modellflugplatz und ließ mich dorthin navigieren. Es ging durch ein Gewerbegebiet hindurch, und plötzlich stand ich an einem Segelfluggelände. Im Hintergrund sah ich auch ein paar Modellflieger. Aber vor allem stand ich vor einem Schild, das relativ unmissverständlich sagte, dass das Überqueren bei Flugbetrieb keine gute Idee sei. Der am nahen Platzende stehende Dimona-Motorsegler und zwei in der unmittelbaren Umgebung kreisende Segelflieger zeugten eindeutig von Flugbetrieb. Dass es Modellflieger und Manntragende in unmittelbarer Nachbarschaft gibt, ist nichts neues, und kenne ich z. B. aus Achmer bei Osnabrück. Eigentlich ist Modellflug in einer Zone von 1,5 km um einen Flugplatz verboten. Will man doch mal in der Nähe eines Flugplatzes fliegen, muss man Kontakt mit der Flugleitung aufnehmen.

An einem alten Bulli saßen zwei Leute, von denen sich einer als Flugleiter zu erkennen gab. Ich grüßte freundlich und fragte erst mal, wie das hier so läuft mit parallelem Betrieb von Segelflug- und Modellfluggelände. „Alles kein Problem. Die Segelflieger hier und die Modellflieger jenseits der Platzkante. Manchmal kommen die Modellflieger aber auch ganz schön dicht hier herüber. Grüß mal schön da drüben und mache noch mal drauf aufmerksam, wo die Grenze ist.“, bekam ich mit auf den Weg.

Ich vergewisserte mich, dass gerade kein manntragender Flieger im Anflug war und setzte mich in Bewegung. Auch die Modellflieger wiesen mich kurz ein: „Nicht über die Platzkante, am besten diesseits des Platzes.“ und zeigten in die dem Segelflugplatz abgewandte Richtung. Klare Anweisung. Kein Problem, Platz war genug und der Wind blies auch so, dass es mit dem Landeanflug keine Probleme geben würde.

Ich packte also den ersten Akku in meinen neu erworbenen „Bixler“, auf dem bereits eine Kamera hockte, und flog los. Mal hier, mal dorthin, immer auf der angewiesenen Seite des Platzes. Erst landete parallel ein Segelflieger in sicherem Abstand. Schön zu sehen, wie manntragendes und Modellflugzeug parallel ihre Bahn zogen.

Plötzlich rief einer der herumstehenden Modellflieger: „Achtung, Segelflugzeug von rechts!“ Ich hatte gerade ganz gute Höhe (schätzungsweise 100 m) und war ziemlich direkt über dem Modellflugplatz, als ein Segelflugzeug von rechts quer über den Modellflugplatz unter meinem Modellflugzeug ankam, um offensichtlich direkt in Richtung Hangar zu landen. Man sieht den Höhenunterschied und die Flugrichtung ganz gut am unteren Bildrand meines kurzen Videos. Eine aufziehende Schlechtwetterfront veranlasste die Flieger, vorzeitig einzupacken. „Das machen die öfter.“, sagte einer der Modellflieger wohl als Reaktion auf meine Verwunderung, wo doch vorher alles so gut geklärt war.

Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt. Es kann sogar gut sein, dass der Pilot im Segelflugzeug mein Modellflugzeug gesehen hat und die Lage so einschätzte, dass ich genügend Höhe hatte, damit er unter mir kreuzen kann. Allerdings fliegt man mit einem Modellflugzeug schon mal Kapriolen, die man mit einem großen Flugzeug niemals fliegen würde. Ein schneller Abschwung, um mal kurz tief über den Platz zu brettern, kommt schon oft vor. Im Gegensatz zu Motorfliegern schleichen sich Segelflugzeuge auch ganz schön an, so dass man sie erst relativ spät wahrnimmt.

Was kann man nun daraus lernen? Eigentlich nicht viel, außer dass Regeln und vor allem Umsicht nicht völliger Unsinn sind. Nur dass die leidige Diskussion über verschärfte Regeln für Modellflieger unsinnig sind, das wird dadurch schon deutlich unterstrichen. Das Einhalten der vorhandenen Regeln reicht völlig.

 

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[Fusselflieger] Von der Lichtgrenze zum Klappkopter

Dienstag, 5. Juli 2016 21:52

Klappkopter_01Mich trieb schon länger die Idee um, mir einen Copter zu bauen, der nicht so sperrig ist, wie mein Aquacopter. Mit 450 mm Diagonalabstand der Motoren ist der relativ ausladend. Klar, er wird etwas kleiner, wenn man die Propeller abnimmt, aber wer hat dazu schon immer Lust (ich nicht). So winzig wie diese Race-Copter sollte er für meine müden Augen aber auch nicht sein. Also etwas zum Zusammenklappen. Bis zur Umsetzung dauerte es dann aber doch noch recht lange. Die Idee gärte bestimmt zwei Jahre in mir.

Vor ein paar Wochen legte ich dann los. Wie immer ™ sollte das ganze Werk natürlich nicht viel kosten. Motorabstand ca. 400 mm, Motoren kamen aus einer FPV-Racecopter-Gruppe bei Facebook, als Flightcontrol (also die Rechenplatine) fiel die Wahl auf eine Naze32, 25A-Motorregler, die damit zurechtkommen via Ebay. Die Auslegerstangen, Kohlefaserrohre, stammen von der 25-Jahres-Jubiläumsaktion zum Mauerfall in Berlin am 9.11.2014, der sog. Lichtgrenze. Ich hatte ein paar Aufpasser gefragt, was denn mit den alten Dingern passiert. „Eigentlich müssen die fachgerecht recycelt werden. Aber nimm‘ bloß mit. Was weg ist, ist weg.“ Und dann habe ich eben ein paar Kohlefaserrohre mitgenommen, die nun zu fliegendem Material geworden sind.

Klappkopter_05

Als erstes musste mal die Klappmimik her. Als Arretierung dienen Schellen, in die man bei Aufputzelektroinstallationen die Kabelleerrohre klippt. An die Auslegerrohre habe ich quer dünnere Kohlefaserrohre geklebt (erst mit Sekundenkleber, dann mit 5-Minuten-Epoxy, nach dem zweiten Absturz mit Sekundenkleber und Kohlefaserrovings), durch die erst 6mm, nach dem zweiten Absturz 4mm-Nylonschrauben (als Sollbruchstellen – funktionierte mit 6mm eher so gar nicht) gesteckt werden.Klappkopter_04

Verschraubt ist das ganze mit einem Kreuz aus Aluminiumprofilen, die ich mit der sog. Reibetechnik mit Lötzinn verlötet habe. Nach dem zweiten Absturz habe ich das Kreuz dann allerdings aus Kunststoff-U-Profil noch einmal neu gebaut. Durch die Rohre konnte ich prima die Leitungen für die Motoren verlegen. Die werden dann aus dem Profil heraus zu den Motorreglern geführt. Im Bild am fertigen Copter zu sehen.

Klappkopter_13

Als nächstes war der „Rumpf“ dran, also das Teil, das Akku und Elektronik aufnimmt. Dafür nehme ich gern so Bastelplatte aus dem Baumarkt (4 bis 5 mm dick), wohl ein festeres Schaumzeugs oder so, das man mit dem Teppichmesser schneiden kann (in mehreren Zügen). Das ist nicht superstabil, aber einigermaßen leicht und gut zu verarbeiten. Klar, Kohlefaserplatten wären schöner, aber dafür müsste erst mal eine CNC-Fräse her. Also Baumarktzeugs.Klappkopter_06

 

Mit Abstandhaltern sind zwei Platten parallel angeordnet, so dass die vorgesehenen Akkus (3s, 2400 mAh oder 2200 mAh) dazwischen passen. Hinten arretiert den Akku ein Gummiband, vorne wird er durch ein Blech vorm Rausrutschen gehindert, das gleichzeitig als Kühlkörper für den Videosender dient. Auf dem Bild sieht man schon eine kleine Kamera. Die soll später mal für FPV-Fliegen dienen. (First Person View, also Modellfliegen mit Video-Downlink und VR-Brille). So weit ist es aber noch nicht.

Klappkopter_09Hier sieht man den Rohbau schon ganz gut. Die Motoren sitzen auf kleinen Kohlefaserplatten, die ich für kleines Geld bei Ebay gekauft habe (beinahe hätte ich „ersteigert“ geschrieben, aber das macht man ja praktisch nicht mehr). Klappkopter_08 Die Platten habe ich erst mit 5-Minuten-Epoxy angeklebt, was nur so mittelgut hielt. Jetzt mit Heißkleber und Kabelbindern. Geht.

Auf der oberen gelben Platte sitzen erst der Empfänger und darauf die Flightcontrol. Darauf läuft die „Cleanflight“-Software. Da kann man verdammt viel einstellen. Ich stehe gerade erst am Anfang der ganzen Parameterspielereien. Die ersten Flüge haben gezeigt, dass der Copter etwas schneller gieren könnte. Das werde ich wohl irgendwo verbessern können. Demnächst. Klappkopter_07

Tja, und nach dem Verteilen der Kanäle war der Copter dann erst mal so weit für die ersten Flüge fertig. Zusammengeklappt sieht das dann ganz kompakt aus, finde ich. Die ersten zwei Akkus habe ich gemütlich auf dem Sportplatz am alten Knast bei uns in Rummelsburg leergeflogen. Ging wunderbar! Als „Landegestell“ habe ich mit Magneten eine aufblasbare Ziffer „0“ unter dem Copter befestigt. Das federt schön, ist leicht und man kann die Fluglage gut erkennen. Sowas hängen sich Leute wohl ansonsten zu runden Geburtstagen mit einer weiteren Ziffer davor an die Tür oder in die Partylocation.

Klappkopter_02Allerdings sollte noch eine LED-Bar ans Heck. Die könnte blinken, Bremslicht imitieren, Copter „scharf“ oder „gesichert“anzeigen (Motoren drehen beim Gasgeben oder eben nicht) und so Spielereien. Dafür muss der Empfänger der Flightcontrol aber statt eines PWM-Signals für jeden Kanal einzeln ein PPM-(Summen)-Signal liefern. Dafür hatte ich noch so einen kleinen Adapter rumliegen, der bislang problemlos seine Arbeit verrichtete. Also dran damit und die LEDs programmiert. Im Trockenlauf sah das alles super aus. Allerdings ist mir dann beim ersten richtigen Flug der Copter aus 2 m Höhe abgestürzt. Alle Motoren schlagartig auf „aus“, und das, obwohl „langsames Sinken“ mit 20 sec Motornachlauf als Fail Safe (keine sinnvollen Signale vom Empfänger) eingeschaltet war. An dem Adapter konnte es eigentlich nicht liegen. Also alle Kabel noch mal gecheckt, die geringen Schäden vom Absturz beseitigt und noch mal los. Die ersten paar Minuten ging wieder alles super.Klappkopter_10

Dann wieder plötzlich: Alle Motoren Stop. Schöner Mist, weil die Absturzhöhe nun geschätzt 10 Meter waren. Alle Ausleger abgebrochen (natürlich nicht an den dafür vorgesehenen Sollbruchstellen), Motoren lose, Kreuz verbogen und gerissen. Glücklicherweise war der Einschlag in einer Wiese. Das hält ja dann doch noch einiges ab. Also bin ich noch mal fast zurück auf „Los“ gegangen, (ohne 4000 Mark einzuziehen) und habe ein neues Kreuz gebaut, diesmal allerdings aus Kunststoff, weil das mit dem Löten doch zu nervig war und auch nicht so super hielt. Muss ich vielleicht noch mal üben. Die LED-Bar wieder demontiert, den PPM-Adapter weggelassen und alles wieder auf den Zustand zurückgebaut wie bei den ersten beiden Flügen.

Klappkopter_11Tja, und siehe da: Alles super. Fliegt wirklich schön und ist dabei so kompakt, dass er bequem in einen kleinen Rucksack passt. Sieht halt nur bekloppt aus, der Klappkopter. Aber das ist bei meinen Fluggeräten ja nichts neues. Statt der LED-Bar habe ich nun ein paar dauerleuchtende LEDs in gelb und blau an das Kreuz geklebt. Ist dann auch ein bisschen bunt beim Fliegen. Und als nächstes beschäftige ich mich dann mal mit FPV-Fliegen. Wenn nicht ein Gyrocopter dazwischenkommt …

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[Fusselflieger] Sonic Fighter

Donnerstag, 12. Mai 2016 21:47

Vor einiger Zeit habe ich für kleines Geld bei ebay einen Sonic Liner von Multiplex ersteigert. Das ist eines der ersten Modelle aus dem sogenannten Elapor, einem elastischen Schaumwerkstoff, der aus der Nähe wie Styropor aussieht, aber eben nicht so leicht zerbröselt. Ein super Werkstoff für Modellflugzeuge, wie ich bei meinen ersten GehFlugversuchen mit meinem Easy Star (ebenfalls von Multiplex und aus Elapor) erfahren habe.

Der Sonic Liner ist eigentlich ein Fantasie-Flugzeug. Es ist in Entenbauweise ausgelegt, also mit dem Höhenleitwerk („Canards“) vorn, und den Tragflächen hinten. Dadurch ergibt sich einerseits eine interessante Optik, andererseits gutmütige Flugeigenschaften. Der Sonic Liner soll das Passagierflugzeug der Zukunft darstellen und sieht eigentlich so aus:

Sonic Liner

Vorne ein Cockpit, dahinter die Canards, dann Rumpf mit Fenstern für die Passagiere und hinten Tragflächen sowie Seitenleitwerk.

Nun hatte ich irgendwann mal im Netz ein Foto von einem Sonic Liner gesehen, der zu einer Art „Fighter“ umgebaut war. Das hatte es mir angetan, und ich wollte meinen, der aus der Nähe „dank“ einiger Bruchstellen, Schrammen und Macken nicht so gut aussah, etwas aufhübschen. Das Ganze sollte im StarWars-Look daher kommen. Erst mal hab ich mir eine Kabinenhaube auf gut Glück besorgt (leider weiß ich nicht mehr, was das für eine ist, denn ich hätte aufgrund eines Sekundenkleberunfalls (nach den Fotos) gern eine neue. Seufz …). Die Haube passte auf Anhieb ganz gut. Außerdem kam noch ein Pilot unter die Haube. Der guckt etwas doof aus der Wäsche. Würde ich aber auch, wenn jemand so fliegt wie ich. Dank Atemmaske sieht man das nicht so. Tja. Und dahinter sieht man schon die R2-Einheit, die in einem StarWars-Fighter ja nicht fehlen darf.

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Image_5Image_6Das Cockpit hab ich dann noch grau ausgepinselt und dem Rest des Sonic Fighters einen (mehr oder weniger gelungenen …) StarWars-Look gegeben. Ok, da muss ich noch üben. Egal. Mir gefällt’s.

Damit das Ding auch etwas besser abgeht, habe ich die alten Bürstenmotoren aus der 400er Klasse gegen bürstenlose Exemplare ersetzt, was ja heute Standard ist. Zur Montage eignen sich diese Röhrchen von den Vitaminpillen sehr gut. Die fliegen jetzt ohne Röhrchen rum.

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Tja, und so sieht das Gerät jetzt aus. Ich hätte ja gern noch Bilder im Flug, nur Fliegen und Fotografieren will mir noch nicht recht gelingen.

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Das Flugbild vom Sonic Fighter ist jedenfalls außergewöhnlich. Mir gefällt es sehr gut. Dadurch ist das Gerät derzeit mein Lieblingsflieger.

 

 

 

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[Fusselflieger] Fliewatüüt – Aquacopter

Mittwoch, 2. September 2015 21:38

Er fliegt, er schwimmt und er macht tüüt: Mein Tuppercopter, der nun ein Aquacopter ist. Im Urlaub konnte ich ihn erfolgreich testen, meinen Umbau mit den Schwimmern aus dem Karnevalsbedarf. Dank den Griffen der aufblasbaren Morgensterne und der ebenso aufblasbaren, superlustigen Babyfläschchen schwimmt das Biest ganz best. Selbst die Motoren können bei einer „härteren“ Landung mal kurz ins Wasser eintauchen, ohne dass es zu Problemen kommt. Die Regler werden in der Tupperdose allerdings ganz schön heiß. Zu Ausfällen ist es glücklicherweise nicht gekommen.

Hier ein paar Fotos:

Aquacopter

Aquacopter

Aquacopter

Krakow und so

Und hier noch ein Video von einem der ersten Wasserflüge.

Eigentlich ziemlich unspektakulär, aber auf dem Wasser startende und landende Copter gibt es halt noch nicht so viele. Als nächstes muss ich mal über der Heimatbucht fliegen. Erlaubt ist es ja nun.

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Endlich legal vor der Haustür Modellfliegen

Montag, 1. Juni 2015 18:52

Hach. Dieser Tag hat eine gute Nachricht gebracht:

Für Hobbymodellflieger fällt für 12 Flughäfen (nämlich die von der DFS kontrollierten internationalen Flughäfen) die Pflicht, dass man eine sogenannte Flugverkehrskontrollfreigabe einholen musste, wenn man innerhalb einer Kontrollzone (CTR, Luftraum D) fliegen wollte (siehe hier). Dass man die brauchte, weiß/wusste kaum einer, wie man sie bekam, auch nicht so recht. Ich hatte bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) mal angefragt und nur die Antwort bekommen, dass Hobbypiloten sowas nicht bekämen, allenfalls gewerbliche. Das war schon recht eigenartig. Gleichbehandlungsgrundsatz und so. Zumal ich klargestellt hatte, dass es nicht um eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung ging. Die braucht man immer noch, wenn man z. B. gewerblich genutzte Luftbilder aufnehmen möchte. Da hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.

Ich möchte aber (erst mal) nur Modellfliegen. Und das darf ich jetzt unter der Voraussetzung, dass ich nicht höher als 30 Meter fliege (ist zwar knapp, geht aber in Ordnung) und mehr als 1,5 km Abstand vom nächsten Flugplatzgelände einhalte (geht auch in Ordnung). Was ich gar nicht wusste, dass es in Berlin rund um das Regierungsviertel eine Flugverbotszone gibt (der runde Kreis im Bild unten). Das habe ich hier erfahren, wo die ganzen Zusammenhänge mit den neuen Erleichterungen sehr schön aufgedröselt werden, allerdings dort auf’s Copterfliegen bezogen. Für Fläche- oder Helifliegen gilt das alles analog. Ich will das aber alles gar nicht noch mal wiederholen. Dort ist das eh alles viel besser ausgedrückt.

fvz

Bild: http://maps.openaip.net

Glücklicherweise liegt mein (Wasser-)Flugrevier (Rummelsburger See) just außerhalb dieser Flugverbotszone, und auch meine Fliegewiese in Adlershof ist weit genug von Schönefeld entfernt. Ach, da muss ich doch gleich mal sehen, was es so an neuen Modellen auf dem Markt gibt. Wobei, die alte Icon 312 tut’s ja noch. Und ne Canadair 215 ist auch noch im Bau.

Icon 312 auf Schwimmern

Ach, und mein Tuppercopter wartet auch noch auf seinen ersten richtigen Wassereinsatz. Alles wird gut! Ich kann es kaum glauben, dass es tatsächlich mal eine Erleichterung gibt. Naja, und wenn der Rettungshubschrauber mal wieder vor der Haustür rumgurkt, muss man eben am Boden bleiben.

Start des Rettungshubschraubers

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[Fusselflieger] Tuppercopter

Freitag, 7. November 2014 22:42

tuppercopter_01 In der Zwischenzeit hat mein Mikrokopter eine gewisse Metamorphose durchlebt. Das Mikrokopter-Board (eine ältere Version, die Versionsummer weiß ich nicht genau) hat mich mit Temperaturdrift genervt, man musste beim Fliegen ständig das Wegdriften wegtrimmen. Der Gaui, den ich zwischendurch hatte, war mir zu hibbelig. Irgendwann entdeckte ich die KK-Boards bei ebay für kleines Geld. Einziger Nachteil gegenüber dem Mikrokopter: Keine Höhenregelung. Ansonsten flog sich das Ding besser. Am Ende passte allerdings meine ultraleichte Haube nicht mehr drauf. Zeit, etwas zu ändern.

tuppercopter_07Inzwischen bin ich ja zum Wasserflieger avanciert. Eigentlich ne ganz gute Gelegenheit, den Copter wasserflugtauglich zu machen. Dafür muss erst mal die Elektronik verpackt werden, hier in eine (natürlich nicht originale) Tupperdose (wobei sich die abgebildete kurz darauf als zu groß herausstellte: Die Propeller drehten sich frei. Von Anschlag zu Anschlag … Wer misst, misst Mist.) Also noch mal die Schubladen in der Küche durchgewühlt und eine zweite, kleinere hervorgezaubert. Die musste natürlich auch gleich dran glauben, jedenfalls wurde der Deckel schnell perforiert, um Kabel durchführen und Schrauben durchdrehen zu können.

tuppercopter_03Außerdem gefiel mir schon ziemlich lange die Schwimmnudel als Landegestell nimmer. Die ist zwar echt praktisch, sieht aber so klobrillenmäßig aus. Und dann noch die Farbe! Zeit für was anderes. Schon mal bei ebay nach „aufblasbar“ gesucht? Da gibt’s Sachen! Da läuft man schon beim Durchscrollen rot an. Aber da gibt’s auch Sachen, die man als Landegestell und gleichzeitig Schwimmer verwenden kann, so der Plan, z. B. als Scherz- oder Party-Artikel (haha, gut, dass ich nicht zu Partys muss, wo man mit sowas konfrontiert wird und lustig finden muss) angebotene Morgensterne. Jedenfalls gibt’s die Dinger für ein paar Euro im 4er Pack. Ok, die Kugel hab ich abgeschnitten.

tuppercopter_07

Mitfliegen soll demnächst auch die Sony Actioncam, die rund 1/3 einer Gopro gekostet hat und irgendwie nicht viel schlechter ist. Hier habe ich die mit zwei Alublechen am Rahmen befestigt. Die Elektronik ist in der nun kleineren Tupperdose untergebracht, samt Akku. Meine Befürchtung ist ja, dass der ganze Kram in der Dose, vor allem die vier Motorregler und der Akku, zu warm werden. Wird sich zeigen. Jedenfalls sieht der ganze Copter jetzt ungefähr 1 my weniger scheiße aus, oder? ODER?

tuppercopter_05

 

Die „Schwimmer“ sind jetzt nicht so super professionell angebaut. Aber das geht schon so.

 

 

 

tuppercopter_06

 

 

 

 

 

tuppercopter_09Mal sehen, wie das Teil jetzt fliegt. Vor allem die Wasserflugtauglichkeitserprobung wird spannend. Ich weiß ja gar nicht, wie viel Wasser die Propeller hochwirbeln und so. Vielleicht sinkt das Teil auch zu tief ein. Dann baue ich noch die beiden restlichen Morgensternknüppelschwimmer an. Schau’n wir mal.

Nachtrag:

tuppercopter_10Eben hab ich den Copter mal in der Badewanne zu Wasser gelassen. Zu viel Tiefgang. Da sind sofort die Motoren überflutet. Das macht denen zwar so eigentlich nicht viel aus, aber auf Dauer können die Lager eben anfangen zu gammeln. Das wäre dann blöd. Ich werde dann wohl mal das zweite Paar Morgensternknüppel unterbauen.

 

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e-volo: Mal wieder etwas, worauf es sich zu sparen lohnt!

Samstag, 23. November 2013 15:56

Großartiges Gerät!

Damit zu Hause auf dem Hausdach starten und innert 5 Minuten zum Büro fliegen (und dort wieder auf dem Dach landen)

e-volo Crowdfunding bei Seedmatch from Volocopter on Vimeo.

Viel Erfolg den Erfindern und Erbauern! Irgendwie kann man sich auch daran beteiligen. Wenn man Kohle übrig hat, versteht sich.

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Zehn Gründe, warum ich Aufsichtsratsvorsitzender des BER werden sollte

Freitag, 2. August 2013 10:25

In diversen Pressemeldungen, die man wegen des Leistungsschutzrechts nicht mehr verlinken kann oder sollte oder darf, liest man, dass der von M. Platzeck bald geräumte Posten des BER-Aufsichtsratsvorsitzenden noch immer vakant ist. Eigentlich bin ich der ideale Kandidat:

Erstens: Ich bin Fliegerei begeistert! Das ist wohl eine Grundvoraussetzung. Während andere, nachrangige Flughafenmitarbeiter  eher schienengeführt durch die Vergangenheit reisten, würde ich am liebsten fliegen können. Grundsätzliches Verständnis für die Fliegerei habe ich theoretisch (ist klar als Maschinenbau-Ing.) und praktisch durch Modellfliegerei. Außerdem bin ich schon mehrfach in Flugzeugen mitgeflogen, wo ich vorn, und nicht zur Seite hinausgucken konnte.

Zweitens: Ich bin politisch nicht vorbelastet. Ich bin in keiner Partei und lege mich für jede Wahl neu fest, wer am wenigsten meine Interessen mit Füßen tritt. Das macht mich unangreifbar. Ich kann von keinen Ämtern zurücktreten. Gegen mich laufen derzeit keine Strafverfahren und ich habe keine Steuerschulden. Das muss ich turnusmäßig gegenüber meiner IHK nachweisen zur Verlängerung meiner öffentlichen Bestellung und Vereidigung, die mich ohnehin als loyalen, unbescholtenen Bürger mit gutem Leumund kennzeichnet.

Drittens: Ich könnte mich gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung frei machen. Ich habe zwar einen Stapel Akten zu bearbeiten, aber für die paar Sitzungen und Gespräche ließe sich die Zeit freischaufeln. Wir haben im Büro sogar einen schönen Besprechungsraum, so dass man die Sitzungen gleich hier machen könnte.

Viertens: Ich kenne gute Berater, die mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen. Dazu gehören unter anderem eine erfolgreiche Bauingenieurin sowie ein Linienflugkapitän einer großen deutschen Fluggesellschaft. Beide sind in der Öffentlichkeit unverbraucht. Ich weiß, wo sie wohnen und kenne ihre Handynummern.

Fünftens: Ich kann gut zuhören. Egal, was man mir erzählt: Wenn es darauf ankommt, kann ich mir stundenlang die tollsten Geschichten anhören. Das kenne ich ja aus vielen Gerichtsverfahren. Meistens bin ich in der Lage, schon während des Zuhörens die Fallstricke zwischen den Zeilen zu erkennen und diese am Ende des Ganzen auf den Punkt zu bringen.

Sechstens: Ich scheue mich nicht, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Neulich kaufte ich eine gebrauchte Verkehrsampel (bestimmt kann man die am BER auch noch irgendwie gebrauchen). Dazu hat jeder, wirklich jeder gesagt: „Was willste denn damit?“. Außerdem war die Ampel sehr günstig. Das heißt, ich kann mit Geld umgehen. Im Gegensatz zu vielen anderen, die ihre 1, 2 und 5 ct-Münzen in Marmeladengläsern sammeln, schaffe ich es regelmäßig, diese beim Einkaufen loszuwerden.

Siebtens: Wenn es darauf ankommt, kann ich in Windeseile beim Flughafen sein. Ich kenne die Strecke auswendig, verfüge über das Wissen, die Gabe und die Berechtigung, diverse Verkehrsmittel zu nutzen. Und ich muss im Gegensatz zu vielen anderen gar nicht mehr umziehen, um in der Nähe zu sein, andererseits wohne ich nicht so dicht an einem Flughafen, dass ich in meinen Gedanken  durch Fluglärm zu stark gestört werde.

Achtens: Ich bin inzwischen Nichtraucher. Das heißt, ich war mal Raucher und weiß, wie wichtig ein effektiver Rauchabzug ist.

Neuntens: Ich habe den großen Überblick. Flughäfen sind im Grunde nichts anderes als Tankstellen. Beim BER sieht man das besonders deutlich. Das Terminal sieht nämlich aus wie eine Tankstelle. Vordergründig sollen Flugzeuge mit Fluggästen betankt werden. Manchmal sollte man ausgepowerte Fluggäste allerdings aus ankommenden Maschinen zunächst abpumpen. Dafür sind diese großen Rüssel da. Eigentlich ist das Tankstellengeschäft aber wie im automobilen Leben nur Nebensache. Denn das Terminal ist im Grunde eine verkappte Shopping-Mall, die dazu angelegt ist, den Leuten, die meinen, sie sollen in oder aus Flugzeugen steigen, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Zehntens: Ich achte darauf, dass ich beim Fliegen keine Löcher in den Socken habe. Das ist nämlich so peinlich, an der Sicherheitskontrolle, wenn man die Schuhe ausziehen muss. Vielleicht werde ich in meiner zukünftigen Position ja dabei mal von Presseleuten fotografiert.

Liebe Flughafengesellschaft, ich sehe Ihrem Ernennungsschreiben nunmehr mit Freude entgegen.

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Manntragende Tretmühle

Samstag, 13. Juli 2013 16:34

Das ist großartig!

Mit diesem Fluggerät hat das AeroVelo-Team der Uni Toronto den Sikorsky-Preis errungen: Mindenstens 60 sec in 3 Meter Höhe mit Muskelkraft auf einer Fläche von 10×10 Metern.

Toll!

via

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[Fusselflieger] Etne fliegt!

Dienstag, 11. Juni 2013 22:14

Yesss! Nach den letzten Änderungen (Tragflächenstreben, Akku noch 2 cm weiter nach vorn, EWD korrigiert), fliegt das Gerät nun. Und zwar gar nicht so schlecht!

Hab beim x-ten Erstflug mal gleich ne Kamera druntergeschnallt:

Etne

… und die gelbe Nase hab ich auch wieder drangeklebt. 🙂

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