Beitrags-Archiv für die Kategory 'danke es geht'

Mann macht ja quasi alles falsch

Dienstag, 28. Juli 2020 8:21

Ein ganzes Leben lang begeht man einen Fehler nach dem anderen. Im Grunde beginnt es mit der Zeugung. Da hab ich schon das falsche Geschlecht gewählt.

Hier heißt es:

„K: Ich war auch überrascht, als ich im Techniktagebuch-Redaktionschat erwähnt habe, dass ich 2019 versucht habe, zum Ausgleich für die Jahre davor möglichst viele Bücher von Frauen zu lesen. Es gab gleich so unbehagliche und kritische Kommentare von Männern: „Also, ich lese Bücher, ohne drauf zu achten, ob die von Männern oder von Frauen sind!“

H: Und zufällig sind die Bücher dann alle von Männern.

K: Genau, so ist es. Also nicht alle, aber drei Viertel oder so. Ich versteh auch diese latente Aggression, die dann aufkommt. Das ist gar nicht frauenthemenspezifisch. Das gilt für jedes Thema, wo man jemandem den Eindruck vermittelt, dass er in seinem Leben was falsch macht.“

Ich bin einer der gemeinten „Ers“ (Erst hab ich ob meiner Einfalt gar nicht gemerkt, dass dort nicht „er oder sie“ steht. Nur Männer machen was falsch). Ich mache in meinem Leben etwas falsch, weil ich nicht darauf achte, ob ein Buch dieser Schundliteratur, wie ich sie lese, von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde. Bis das im Techniktagebuch-Chat thematisiert wurde, hab ich tatsächlich nicht mal darauf geachtet, welches Geschlecht den jeweiligen Weltraumroman geschrieben hat. Ich erinnere mich an einen Text zum Making of in einem Buch aus dem „erweiterten StarWars-Universum“, von denen ich über 60 gelesen habe, wo ziemlich ausführlich beschrieben wurde, wer in welchem Redaktionsteam saß, wie es mit wem zur Zusammenarbeit mit Lucas Film kam und so weiter. Daran waren viele Frauen und Männer beteiligt. Ich habe zu keinem Zeitpunkt darüber bewusst nachgedacht, ach guck, an dieser Position sitzt eine Frau, das da macht ein Mann. Das kann man natürlich beteuern, wie man will. Die Deutungshoheit des Wahrheitsgehalts, was Männer behaupten, obliegt anscheinend vorrangig Frauen. Aber es ist ja noch viel schlimmer: Es wird nicht nur als unwahr abgekanzelt, sondern einem sogar noch als Fehler ausgelegt. Nein. Es ist kein Fehler. Es ist keine Absicht. Es ist einfach so passiert. Und vielleicht ist es auch einfach so, dass mir Bücher von Männern besser gefallen, weil sie mehr zu mich interessierenden Themen schreiben und den von mir favorisierten Duktus besser drauf haben. Was weiß ich denn? Gerade lese ich das Buch einer Frau. Ich finde es nicht so gut. Aber das ist doch überhaupt kein Grund, gleich danach nicht wieder das Buch einer Frau zu lesen, einer anderen eben.

Man macht auch unbewusst so vieles falsch. Nicht verstanden habe ich nämlich, wofür es eigentlich wichtig ist, ob nun ein Mann oder eine Frau die Geschichte ersonnen hat, an der ich hoffentlich bei der Lektüre Spaß habe. Ich achte ja auch nicht beim Einsteigen in einen Omnibus darauf, dass abwechselnd ein Mann und dann eine Frau am Steuer sitzt. Und das nicht zu tun, ist also falsch. Ich frage mich, ob man erst mal in Erfahrung bringen muss, ob überhaupt gleich viele Bücher, die mich ansprechen könnten, von Männern und Frauen geschrieben wurden, oder ob es genauso viele Busfahrerinnen wie Busfahrer gibt, und ob ich nicht nach dieser Quote Bücher und Busse auswählen müsste. Ich frage mich auch seit langem, ob das Geschlecht außer bei der Fortpflanzung wirklich ein so dermaßen wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist, zudem es so oft gemacht wird. Ein anderes großes Unterscheidungsmerkmal wie die Hautfarbe ist doch auch egal. Wenn ich dort nicht auf das Unterscheidungsmerkmal achte, ist das gut. Achtet man aber bei der Zusammensetzung im Grunde beliebiger Gruppen nicht auf die Geschlechterparität, ist das schlecht. Das heißt nicht, dass sich Männer allein über Themen unterhalten sollten, die Frauen betreffen. Aber es kann bedeuten, dass es auch einfach mal nur Männer oder nur Frauen sein dürfen, die sich über Themen auslassen, bei denen das Geschlecht keine Rolle spielt, Modelleisenbahnen oder Stricken z. B.

Leichtfertig wird einem jede Chance genommen, das Gefühl haben zu dürfen, dass die eigene Äußerung nur wenigstens mal kurz als wahr unterstellt wird.  Ah, du weinerlicher alter Sack, werden jetzt einige denken. Auf Twitter bekommt man es auch direkt um die Ohren gehauen. Genau das meine ich. Dass man auch Dinge nicht sagen darf, weil man ja zur  Zielgruppe gehört. Ich halte es nicht für eine gute Idee, die – zweifellos falsche – traditionelle, anerzogene (womit ich mich natürlich herausreden will …) Frauenfeindlichkeit gegen Männerhass zu tauschen, wie es aus meiner Sicht z. B. in unkomischer Weise in diesem  Twitter-Account passiert. Man kann so einen Account zwar einfach mit „Satire“ etikettieren. Aber verletzend ist es eben doch, weil man als Mann nun mal mitgemeint ist. Vor allem die Reaktionen der Leserinnen, die die Beiträge abfeiern, zeigen den tiefsitzenden Hass auf Männer.  Als „Typ“ hat man jedes Recht verwirkt, sowas nicht gut zu finden, weil man es ja nur deswegen nicht gut findet, weil man zu dem einen Großteil der Menschheit gehört, der jahrtausendelang den anderen Großteil nicht in gleichem Maße respektiert hat. Der Lernprozess ist leider nicht mit einem Fingerschnippen erledigt. Ich hab Zweifel, dass es ein gutes Konzept ist, gleiches mit gleichem zu vergelten. Gerade ansonsten sehr reflektiert argumentierende Personen legen plötzlich jede Sorgfalt ab und verallgemeinern, bis sie die halbe Menschheit erfasst haben. Es ist eigentlich kaum zu glauben, wenn es nicht in rascher Folge zu beobachten wäre.

Es ist gerade – wegen rechtsextremer, faschistischer politischer Ansichten – en vogue, über Menschen herzuziehen, die lautstark „Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass …“ parlieren. Tatsächlich findet entweder ein Rückzug in Echokammern statt, wie ich ihn selbst gerade erlebe, oder eine Selbstzensur auch bei Themen, von denen man glaubt, doch gar keine radikale oder extreme Auffassung zu vertreten, allenfalls eine vielleicht mal angestaubte oder unmoderne, nicht ganz dem Konsens entsprechende Meinung. Das werden AfD-Wähler auch denken. Aber zu dieser Art Mensch gehöre ich doch nicht, oder? Oder doch? Unklar. Es wäre an dieser Stelle zum Beispiel unangebracht, bestimmten Frauen vorzuwerfen, dass sie bei ihrem Verhalten froh sein sollen, nicht als Mann zur Welt gekommen zu sein. Und doch erscheinen ein paar solcher Frauen vor meinem geistigen Auge

Ich kümmere mich jetzt um mein nächstes Buch. Ich hab nachgesehen, was ich sonst nie getan habe. Aber ihr glaubt mir ja nicht. Es ist von einer Frau geschrieben. Und prompt bin ich viel kritischer, kann die paar Seiten meiner drittklassigen Science-Fiction-Kindle-unlimited-Literatur nach Feierabend vor dem Einschlafen nicht mehr so herrlich unreflektiert genießen, wie ich mir das wünschen würde. Danke für nichts.

Thema: Ach geh mir wech, danke es geht, Das Leben, das Universum und der ganze Rest, Draußen nur Kännchen | Kommentare deaktiviert für Mann macht ja quasi alles falsch | Autor:

Kreuz und quer – auch in der Luft

Mittwoch, 24. August 2016 13:48

Die Diskussion, was mit sog. Drohnen erlaubt ist, womit der Volksmund neuerdings „Multicopter mit Kamera“ meint, ist in vollem Gange. Jeder weiß es besser als der andere, aber kaum einer kennt sich mit den bestehenden Regeln aus. Dass für Multicopter als erstes mal die gleichen Regeln gelten wie für Modellflugzeuge gelten, liegt eigentlich auf der Hand.

Die Tage hatte ich den Plan, mal auf einem Modellflugplatz der Urlaubsregion fliegen zu gehen. Ich suchte mit der App „Model Airfields“ den nächst gelegenen Modellflugplatz und ließ mich dorthin navigieren. Es ging durch ein Gewerbegebiet hindurch, und plötzlich stand ich an einem Segelfluggelände. Im Hintergrund sah ich auch ein paar Modellflieger. Aber vor allem stand ich vor einem Schild, das relativ unmissverständlich sagte, dass das Überqueren bei Flugbetrieb keine gute Idee sei. Der am nahen Platzende stehende Dimona-Motorsegler und zwei in der unmittelbaren Umgebung kreisende Segelflieger zeugten eindeutig von Flugbetrieb. Dass es Modellflieger und Manntragende in unmittelbarer Nachbarschaft gibt, ist nichts neues, und kenne ich z. B. aus Achmer bei Osnabrück. Eigentlich ist Modellflug in einer Zone von 1,5 km um einen Flugplatz verboten. Will man doch mal in der Nähe eines Flugplatzes fliegen, muss man Kontakt mit der Flugleitung aufnehmen.

An einem alten Bulli saßen zwei Leute, von denen sich einer als Flugleiter zu erkennen gab. Ich grüßte freundlich und fragte erst mal, wie das hier so läuft mit parallelem Betrieb von Segelflug- und Modellfluggelände. „Alles kein Problem. Die Segelflieger hier und die Modellflieger jenseits der Platzkante. Manchmal kommen die Modellflieger aber auch ganz schön dicht hier herüber. Grüß mal schön da drüben und mache noch mal drauf aufmerksam, wo die Grenze ist.“, bekam ich mit auf den Weg.

Ich vergewisserte mich, dass gerade kein manntragender Flieger im Anflug war und setzte mich in Bewegung. Auch die Modellflieger wiesen mich kurz ein: „Nicht über die Platzkante, am besten diesseits des Platzes.“ und zeigten in die dem Segelflugplatz abgewandte Richtung. Klare Anweisung. Kein Problem, Platz war genug und der Wind blies auch so, dass es mit dem Landeanflug keine Probleme geben würde.

Ich packte also den ersten Akku in meinen neu erworbenen „Bixler“, auf dem bereits eine Kamera hockte, und flog los. Mal hier, mal dorthin, immer auf der angewiesenen Seite des Platzes. Erst landete parallel ein Segelflieger in sicherem Abstand. Schön zu sehen, wie manntragendes und Modellflugzeug parallel ihre Bahn zogen.

Plötzlich rief einer der herumstehenden Modellflieger: „Achtung, Segelflugzeug von rechts!“ Ich hatte gerade ganz gute Höhe (schätzungsweise 100 m) und war ziemlich direkt über dem Modellflugplatz, als ein Segelflugzeug von rechts quer über den Modellflugplatz unter meinem Modellflugzeug ankam, um offensichtlich direkt in Richtung Hangar zu landen. Man sieht den Höhenunterschied und die Flugrichtung ganz gut am unteren Bildrand meines kurzen Videos. Eine aufziehende Schlechtwetterfront veranlasste die Flieger, vorzeitig einzupacken. „Das machen die öfter.“, sagte einer der Modellflieger wohl als Reaktion auf meine Verwunderung, wo doch vorher alles so gut geklärt war.

Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt. Es kann sogar gut sein, dass der Pilot im Segelflugzeug mein Modellflugzeug gesehen hat und die Lage so einschätzte, dass ich genügend Höhe hatte, damit er unter mir kreuzen kann. Allerdings fliegt man mit einem Modellflugzeug schon mal Kapriolen, die man mit einem großen Flugzeug niemals fliegen würde. Ein schneller Abschwung, um mal kurz tief über den Platz zu brettern, kommt schon oft vor. Im Gegensatz zu Motorfliegern schleichen sich Segelflugzeuge auch ganz schön an, so dass man sie erst relativ spät wahrnimmt.

Was kann man nun daraus lernen? Eigentlich nicht viel, außer dass Regeln und vor allem Umsicht nicht völliger Unsinn sind. Nur dass die leidige Diskussion über verschärfte Regeln für Modellflieger unsinnig sind, das wird dadurch schon deutlich unterstrichen. Das Einhalten der vorhandenen Regeln reicht völlig.

 

Thema: danke es geht, zum Abheben | Kommentare (0) | Autor:

10 Jahre willsagen.de

Dienstag, 12. April 2016 6:54

Hurra, Geburtstag …

Naja. Viel ist hier nicht los, aber ohne willsagen.de wär’s auch doof. (Finde ich.)
Einige Beiträge, die ich früher hier gepostet hätte, landen inzwischen im Techniktagebuch. Da sind sie ja auch gut aufgehoben.

Zwischenzeitlich habe ich natürlich immer mal überlegt, das „tolle“ Design zu überarbeiten. Aber inzwischen ist es schon mehrfach aus der Zeit gefallen. Also: Nix da. Das bleibt so.

Solange ich die Seite nicht bei irgendwelchen Updates abschieße, ist also kein Ende abzusehen. Bemerkenswert finde ich nach wie vor, dass es ganz vielen Bloggern stets darum geht, möglichst große Reichweite zu erlangen. Mir ist das wurscht. Wer mitlesen möchte, kann es tun, wer nicht, lässt es eben.

So long.

 

Thema: danke es geht | Kommentare (3) | Autor:

Elektromotorrad aufladen

Montag, 13. Juli 2015 21:34

Achtung, der kommt jetzt echt flach:

Ich hab‘ ein Elektromotorrad aufgeladen.

Zero FX

Zero FX

Eine Zero FX.

Thema: cinquecentistisch, danke es geht | Kommentare (0) | Autor:

Einfach die Hände schütteln

Samstag, 31. Januar 2015 19:45

Ich bin Begrüßungs- oder Verabschiedungs-Honk.

Als Kind hat man mir beigebracht, „das schöne Händchen“ zu geben. Da ich eh Rechtshänder bin, war das einfach.

Später, als ich mehr mit Musikern und damit sowas wie Künstlern zu tun hatte, ging das Umarmen los. Noch schlimmer mit Küsschen auf die Wange geben. In Luxemburg übrigens drei. Aber wie? Links-rechts-links? Rechts-links-rechts? Keine Ahnung.

Wenn Sie mal jemanden treffen, mit dem Sie beim Versuch einer Umarmung mit dem Kopf aneinander ballern, könnte es sein, dass Sie gerade mich begrüßen. Ich habe nämlich die Begabung, garantiert mit der falschen Seite anzufangen. Schon ist die erste peinliche Situation da. Super.

Oder dieses supercoole Verabschieden, wie das die Cool People in den schlechten Autosendungen auf D-Max immer machen: High Five? Ich haue garantiert daneben. Zack, ist der kleine Finger umgeknickt. Die Fäuste leicht gegeneinander klopfen: Ich werde Ihnen die Hand geben wollen. Sich so lässig an den Handgelenken packen? Ich kratze meine Nägel in Ihre Pulsadern.

Selbst beim Händeschütteln kann man ja einiges falsch machen. Hier im Osten schüttelt man sich viel eher die Hände als im Westen, wo auch mal der Gruß mit der leicht angehobenen Hand und einem „Hi“ ausreicht. Ich gebe garantiert dem nicht die Hand, der es gerade erwartet.

Das sind Probleme! Guten Tag!

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Warum ich nicht gern demonstrieren gehe

Samstag, 10. Januar 2015 10:21

Weil meistens schlechtes Wetter ist: Regen, Sonne, kalt, heiß: Irgendwas ist ja immer.

Ne, im Ernst.
Derzeit wird ja viel zum Demonstrieren aufgerufen. Meine Teilnahmen an Demos kann man allerdings wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. Mal Menschenkette gegen Ausländerhass, 30-Mann-Demo vor dem Funkhaus von Radio ffn für den Erhalt des Frühstyxradios, gegen #Zensursula, gegen Überwachung, Anti-Atomkraft. Viel mehr kommt da nicht zusammen.

Und sehr oft (von der Frühstyxradiogeschichte und den eher stillen Menschenketten abgesehen) ging es mir ähnlich: Ich fühlte mich von den Wortführern instrumentalisiert. Da wurde eine Wortgewalt auf die Menge und in den Äther geblasen, dass mir unwohl wurde. Ich war mit der Rhetorik und den teilweise extremen Ansichten nicht einverstanden. Ich fühlte mich benutzt. Meine Anwesenheit wurde dafür missbraucht, mich mit den Äußerungen der Wortführer zu identifizieren.

Wenn es nicht ganz dicke kommt, werde ich wohl erst wieder zu einer Demo gehen, auf der ich selbst spreche. Und dit kann dauern.

 

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[Leica M9] Sensorreinigung – ich hab's wieder getan.

Donnerstag, 3. Mai 2012 10:07

Einen Moment lang war ich ja geläutert von den ganzen negativen Kommentaren und was ich doch für ein Idiot, Dilletant, Ignorant und was weiß ich noch alles bin. Da hab ich, weil eh gerade kein Fotografierwetter war und ich spontan in Osnabrück an einem alteingesessenen, mir wohl bekannten Laden vorbei kam, dort meine Kamera für 22 Stunden abgegeben, um mal wieder eine professionelle Sensorreinigung durchführen zu lassen. Der Spaß sollte diesmal (nur) 39 Euro kosten, was wohl eigentlich in Ordnung ist. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl …

Als ich die Kamera dann wieder bekam, hatte ich gerade nichts weißes zur Hand, und auch der Himmel war wolkenverhangen. Dabei ist dann dieses Bild entstanden. Örgs. Was isn das da unten rechts? Die kleinen Spots? Geschenkt! Aber dieser Riesenfussel: Den hätte ich ja doch nicht nach einer Profireinigung erwartet.

(Klick auf das Bild macht es größer, Rechtsklick –> Speichern unter gibt die volle Auflösung.)

Na gut, der sitzt an einer Stelle, die nicht so sehr stört. Mich – als Prinzipienreiter – nervte aber, dass ich mit so einem Fussel rumlaufen sollte.  Niemals! So kam es, dass mich heute morgen der Mut erneut überkam, den Bremsenreiniger aus dem Schrank zu holen. Inzwischen habe ich meine Technik auch verbessert: Ich nehme mein iPhone nicht mehr nur, um anderen die Wirkung von Bremsenreiniger zu demonstrieren, sondern um die richtige Menge auf/in den Wischern einzustellen. Wenn der Wischer nur noch ganz klitzekleine Tropfen hinter sich herzieht, die sofort verdunsten, ist alles gut. Abgesaugt wird überflüssiger Bremsenreiniger von den Wischern (es geht ja eh nur um ein paar Tropfen!) mit dem Hama-Optik-Papier, bevor es losgeht.

Schon nach dem ersten Durchgang sah es besser aus als nach der Profiwäsche. Aber ich war noch nicht zufrieden. Nach dem dritten oder vierten Durchgang hatte ich dann folgendes Ergebnis. Mit dem kann ich gut leben! Ein bisschen ärgerlich ist zwar, dass gerade oben der dickste Fussel sitzt. Den bekommt man aber mit Lightroom gut entfernt. Ab Blende 8 abwärts fällt der eh nimmer auf.

Auch hier geht’s mit dem Klick auf das Bild zur größeren Ansicht, mit Rechtsklick –> Speichern unter zur Originalauflösung.

Klar. Ich weiß nicht, wie und ob irgendwelche Sensoren beschichtet sind, was vom Bremsenreiniger angegriffen werden kann, daher kann ich meine Methode nicht bedenkenlos weiterempfehlen. Außerdem gibt es Bremsenreiniger in verschiedensten Rezepturen. Beruhigend ist für mich aber immerhin, dass meine Kunststoff-Wischer trotz intensiver Bremsenreinigerspülung keine Auflösungserscheinungen zeigen.

 

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April, April!

Freitag, 1. April 2011 8:15

Eigentlich mag ich ja Aprilscherze. Selbst bin ich schon gnadenlos drauf reingefallen, andere auf meine Scherze auch. Herrlich!

In den Gazetten ist es seit etlichen Jahren Tradition, (mindestens) einen Scherz-Artikel zu bringen (z. B. Tagesspiegel, Die Bildzeitung vergisst übrigens immer nach dem 1.4., ihren Scherz aus dem Layout zu nehmen: „Unabhängig Überparteilich“. *) Inzwischen ist das Ganze nur relativ durchsichtig geworden. Man weiß halt, dass etwas nicht stimmt. Mein Vorschlag wäre daher, dass die Zeitungen und Onlinemedien auf ihren Aprilscherz verzichten sollten. Das würde wieder etwas mehr Freude in die Lektüre der Medien am 1.4. bringen.

 

*Quelle: Radio1, heute morgen gegen6.30 Uhr. Danke.

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Ode an einen Bürostuhl

Freitag, 11. Februar 2011 15:15

Da geht er hin: Mein guter, alter Bürostuhl!
Er, den ich stundenlang, tagelang, jahrelang besessen habe.
Er den, ich mir nach eigenen Vorstellungen aus ein bisschen Sperrmüll und Autoresten gebaut habe.
Er, der mich auf meinen bislang wichtigsten Berufsjahren treu begleitet hat und mit mir sogar in die Ferne gegangen ist.

Tja. Jetzt muss ich ihn ausmustern. Die Sitzfläche steht schon wieder schief, obwohl ich sie neulich gerade ausgerichtet hatte. Irgendwo neigt sich da was im Gebälk. Außerdem ist das Untergestell schon geschweißt, ich musste einen Haltebolzen neu drehen und außerdem sackt nun auch die Höhe jedes Mal ein bisschen ab, wenn man sich draufsetzt. Das sind Anzeichen dafür, dass wohl der Gasdruckzylinder hin ist. Kein Wunder, stammt er doch eh schon aus einem ausrangierten Stuhl. Jedenfalls ist mir das insgesamt für eine Weiterbenutzung zu heikel geworden.

Der Sitz selber stammt von einem Smart Roadster, 45-kw-Variante. Die Sitze hatte ich mal gekauft, um sie in meinen Fiat einzubauen. Das habe ich dann aber doch verworfen. Viel zu schwer, und außerdem stehe ich inzwischen wieder mehr auf original. Mal sehen, ob die Sitze bei Ebay jemand haben will. Der Zustand ist ja eigentlich noch ganz gut.

Jetzt habe ich zwar einen neuen Stuhl, der auch spacig aussieht und bequem ist, aber die Idee, aus dem Smart-Sitz einen Bürostuhl zu bauen, war schon echt gut. Der Sitz war wirklich sehr bequem, gut verstellbar und ich hätte im Bedarfsfall sogar einen Sicherheitsgurt anbauen können …

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Last Xmas – my Revenge

Sonntag, 19. Dezember 2010 21:58

Das kommt dabei raus, wenn man den Sonntag Nachmittag zu Hause abgammelt. :mrgreen:

[audio:http://bigasfunk.de/wp-content/uploads/2010/12/lastxmas.mp3]

Boah, wie ich das Original hasse! Ät-zend! Darum hab ich dem Stück jetzt mein persönliches Trash-Denkmal gesetzt. Alles selbst eingespielt, bis auf den Rhythm-Track. Den habe ich aus meinem Uralt-Zoom-Drum-Computer aber immerhin selbst ausgesucht. Besonders geil finde ich persönlich ja den Megaphon-Effekt auf der Gesangsspur.

Okay, ist nicht gerade professionell. Soll es aber auch nicht sein. 😉

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