Beitrags-Archiv für die Kategory 'Neues aus der Bastelbude'

Fernseherreparatur: Ende der Eigenwilligkeit

Montag, 4. Januar 2016 20:03

Zentraler Einrichtungsgegenstand in unserem Wohnbereich ist der Gegenüber vom Sofa steht bei uns ein Fernseher. Es ist ein Samsung LE40B530. Der ist so ca. 5 Jahre alt, vielleicht auch etwas älter. Vor einiger Zeit fing er an, sich über unsere Programmauswahl zu mokieren. Auch die von uns eingestellte Lautstärke gefiel ihm nicht mehr. Also schaltete er von selbst um und machte mal ganz leise, mal ganz laut.

Früher(tm) half es häufig, leichte Fernseherdefekte wie Zuckungen in der Bildröhre durch Ausblasen mit Pressluft zu reparieren. Dadurch wurden Kriechströme verhindert, die zuvor durch den Staub wanderten. Nun enthält so einer flacher Fernseher praktisch nicht mehr viel, was man ausblasen könnte, im Gegensatz zu den alten Kisten mit Bildröhren.

Nach einigem Gegugel stieß ich auf den Hinweis, dass „unser“ Fehler mit den Bedientasten seitlich am Gerät zu tun haben könnte. Die sind über ein Kabel und einen kleinen Stecker mit dem Rest der Elektronik verbunden. Stecker ab: Gerät verhält sich ganz normal. Stecker dran: Das Spielchen mit Umschalten und Lautstärke Verstellen geht wieder los. Leider hat auch das Durchspülen mit Elektronik-Reinigungsspray und Bremsenreiniger sowie Durchpusten mit Druckluft nichts gebracht. Dafür bin ich bei ebay auf ein (hoffentlich) passendes Ersatzteil gestoßen. Solange wird der Fernseher ohne die Tasten betrieben. Geht auch. Macht man meistens eh nicht anders.

tasten

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Hologramm-Pyramide nachgebastelt

Dienstag, 4. August 2015 16:01

In der Techniktagebuchredaktion machte André Spiegel gestern auf einen Mashable-Artikel aufmerksam. Aus einer alten CD-Hülle hatte dort jemand eine kleine Pyramide gebastelt. Die Seitenflächen bestehen aus vier gleichschenkligen Trapezen, lange Kante 6 cm, kurze Kante 1 cm, Höhe 3,5 cm. Stellt man dieses Trapez auf ein Smartphone, auf dem gerade ein entsprechendes Video abgespielt wird, sieht das toll aus!

Ich habe das nachgebaut, allerdings nicht aus einer CD-Hülle, sondern aus dem durchsichtigen Kunststoff, wie er in manche Kartonverpackungen als Sichtfenster (z. B. für große Modellautos) geklebt ist. Ruckzuck an den Kanten mit Tesa zusammengeklebt – fertig. Man kann das natürlich auch ordentlicher machen als ich …

Pyramide_bastel

Nur konnte ich nun nicht online zeigen, wie toll das aussieht, weil ich zum Fotografieren (und schnellem Hochladen der Fotos) ja mein Handy brauchte. Also habe ich den Film auf meinen Macbook aufgerufen und es mit dem Display nach oben zeigend hingelegt.

Macbook

Die Pyramide draufgestellt und los: Sieht toll aus und ist in wenigen Minuten nachgebaut!

Pyramide

 

Hier ist der Film, den ich dabei gedreht hab. Mein Handy war ja jetzt wieder verfügbar.

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Macbook Air von Magsafe 1 auf Magsafe1+2 umfräsen

Sonntag, 17. Mai 2015 17:07

Außer, an Adaptern und neuen Netzteilen noch mehr Geld zu verdienen, fällt mir nicht viel dazu ein, dass Apple vor einiger Zeit den Stromanschluss an den Macbooks geometrisch verändert hat. Es sei denn, sie brauchten in der Höhe mehr Platz. Könnte durchaus sein. Denn der neue Stecker (Magsafe 2) ist etwas breiter (m. E. unnötig), aber dafür dünner. Sieht man ganz gut auf diesem Bild.

Magsafe2

Oben mein teuer erkaufter Adapter mit dem Magsafe 2-Anschluss, darunter mein altes, kleines Macbook Air. Einen Adapter Magsafe2-Netzteil auf Magsafe1-Macbook gibt es nicht. Eigenartig.  Seitdem sich im Haushalt nun nicht nur zwei alte Macbooks mit dem Magsafe1-Anschluss, sondern auch ein neueres Gerät befinden, und ich die vorhandenen Netzteile je nach Einsatzort zweckmäßig verteilt habe, musste eine Lösung her, möglichst alle Netzteile für alle Macbooks verwenden zu können, zumindest aber das rund 4 Jahre alte Macbook Air mit dem neuen Netzteil. Da auf dem neuen Netzteil noch Gewährleistung ist, wollte ich den Stecker nicht ändern, was im Grunde einfacher gewesen wäre. Ein weiterer Grund war auch, dass ich befürchtete, der Stecker könnte nicht mehr so gut halten.

Die Anordnung der Kontakte und die Geometrie der Einfassung sieht passend zueinander aus. Dennoch habe ich wenigstens mal eben kurz den Durchgang der Kontakte gemessen. Nicht dass Herr Apple in den Adapter noch irgendwelche Raketentechnologie eingebaut hat, die darauf hindeutet, dass man alte Macbooks evtl. nicht mit neueren Netzteilen laden kann. Scheint nicht der Fall zu sein.

Magsafe1

Als nächstes habe ich dann verschiedene kleine Frässtifte und meinen Aldi-Dremel genommen und so lange am Aluminium meines Macbooks rumgefräst, bis der Adapter und damit ja auch der neue Stecker sitzt. Man beachte auch den Staubsauger zum Späne absaugen. Soll ja möglichst nichts im Gerät landen.

Magsafe3

Das sieht jetzt so aus:

Magsafe5

Geht doch. Und siehe da: Ich kann jetzt das neue Macbook-Netzteil anschließen …

Magsafe6

… und auch das alte. Wenn ich will, auch mit dem Adapter.

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Muss ich aber nicht.

 

 

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[Arduino] BloqQloq

Sonntag, 29. März 2015 17:13

BloqQloq01Eine Uhr musste her. Eine Uhr, die nicht, wie das Ikea-Billigteil zum Mond geht und dauernd gestellt werden will, und die vielleicht auch ein bisschen sophisticated daherkommt. Freunde haben in ihrem Haus eine Qlocktwo hängen, also diese Uhr, auf der man die Uhrzeit als ganzen Satz liest: „ES IST ZEHN NACH ZWÖLF“ und so. Wow, toll! Aber auch teuer. Und vor allem aufgrund ihres Formats für den bei uns vorgesehenen Platz, einen etwas breiteren Wandvorsprung, nicht geeignet. Aber sowas in der Art wäre schon toll! Ich gugelte erst einmal in der Gegend herum und fand auch einige Anleitungen, wo Leute die Qlocktwo nachgebaut haben. Allerdings nützte mir das nicht viel, und einfach irgendetwas nachbauen? Ne, das war mir zu profan.

Das Format musste für unseren Zweck ein aufrechtes Rechteck sein. Damit wurde die Anordnung von Zahlen und Buchstaben auf 6 Spalten á 16 Zeichen festgelegt. Ganz unten würde es noch 4 Punkte geben für die Minuten zwischen den Fünferschritten, die die Uhr im Klartext anzeigt. Im Gegensatz zur Qlocktwo würde unsere Uhr von oben nach unten und dann von links nach rechts zu lesen sein. Das liegt schon daran, dass z. B. das Wort „Viertel“ sieben Zeichen umfasst und damit nicht in eine meiner 6er-Zeilen passen würde. Die originale Qlocktwo ist so gestaltet, dass sich zwar keine anderen Wörter als die für die Uhrzeit aufdrängen, die Anordnung der Buchstaben aber auch nicht unästhetisch wirkt. Also tüftelte ich ein bisschen herum, bis mir der Entwurf gefiel.
BloqQloq_01Die Programmierung der Uhr und die Ansteuerung des LED-Panels würde ich mit einem Arduino machen, das war klar. Ich besorgte mir zwei verschiedene Uhrenbausteine, die man mit dem Arduino verheiraten kann, und lernte erst mal kennen, wie man die Uhrzeit dort ausliest. Letztlich habe ich einen DS3232-Uhrenbaustein verwendet. Diese Bausteine sollen hochgenau arbeiten. Toi toi toi. Also fing ich erst mal an, zu programmieren und parallel dazu mir zu überlegen, wie ich die LEDs ansteuern würde. Ich bestellte nicht nur 100 einzelne LEDs im Farbton „warmweiß“, sondern sah mich schon für jede LED eine eigene Transistorstufe zusammenlöten, weil der Arduino keineswegs so viele LEDs gleichzeitig direkt ansteuern kann. Es würde ein zu großer Strom fließen, der den Arduino zerstören würde. Was für ein Aufwand. Der nächste Gedanke war, die LEDs für jedes einzelne Wort der Uhrzeitanzeige zusammenzufassen. Das war dann schon etwas übersichtlicher. So richtig viel Lust hatte ich allerdings dazu nicht.

BloqQloq_02Als nächstes besorgte ich mir LED-Band. Also LEDs von der Rolle zum Aufkleben. Die hätte ich allerdings auch wieder einzeln ansteuern müssen. Um die diversen Wörter aufleuchten lassen zu können, schaffte ich zwar noch einen Arduino Mega an, der mehr Ausgänge besitzt als der „normale“ Arduino Uno oder der kleine Nano. Aber ich verfolgte das Projekt nur noch halbherzig. LEDs auf Rollen, Transistoren, Widerstände: Alles flog erst mal in die Ecke. Das war eindeutig eine Sackgasse.

BloqQloq_06Eine glückliche Fügung war dann die Bestellung eines Probe-Abos der aus „c’t-Hacks“ hervorgegangenen Zeitung „Make“ aus dem Heise-Verlag. Darin wurde neben einem LED-Kuchen ein selbst zu bauendes „Tetris“-Spiel Namens „Make:Block“ vorgestellt, das als Grundlage auf einem LED-Raster aufbaut. Das musste ich mir näher ansehen, weil sich einerseits eine ähnliche Anwendung wie bei meiner Uhr abzeichnete, aber andererseits sich die ganze abgebildete Verkabelung extrem in Grenzen hielt, ganz anders als das, was sich mit meinen einzelnen LEDs, Widerständen und Transistoren anbahnte. Die c’t-Leute hatten ein LED-Band mit „Schieberegister“ verwendet. Fragezeichen in meinen Augen. Aber das legte sich schnell: Nicht nur, dass man die LEDs einzeln ansteuern kann, man muss im Grunde nur so was wie „LED 56,57 und 58: LEUCHTEN!“ programmieren, man kann sogar die Farbe in engen Schritten wählen, sodass es ein Leichtes war, einen angenehmen Weißton einzustellen. Die Uhr könnte auch blau oder rot leuchten. Muss aber nicht sein. Auch die Helligkeit ist variabel, sodass meine Uhr beim Einschalten als Gimmick erst mal mit ein paar LEDs „atmet“. Kennt man vielleicht von den auf- und abschwellenden LEDs an den Macbooks. In Anlehnung an die Qlocktwo und das Maker-Spiel Block habe ich meine Uhr „BloqQloq“ getauft. Yeah!

BloqQloq_10Mit diesen LEDs nahm mein Uhrenprojekt wieder Fahrt auf. Die Anzeige der Uhrzeit wurde einfach auf die aufleuchtenden Nummern der LEDs umgestellt. Es traten natürlich noch ein paar zu umschiffende Klippen auf, wie dass es ja heißt: „ES IST EIN UHR“, aber „ES IST VIERTEL VOR EINS“, also noch ein „S“ am Ende von EIN(S). Außerdem habe ich in meinem Display nicht das Wort „ZWANZIG“ untergebracht. Statt „ES IST ZWANZIG NACH ZWEI“ heißt es bei meiner Uhr „ES IST ZEHN VOR HALB DREI“. Und Uhrzeiten, wie man sie z. B. in Berlin kennt wie „ES IST VIERTEL DREI“ würde es natürlich bei mir nicht geben! (Wo kämen wir da hin?)

Als nächstes musste ich mir überlegen, wie ich das Display baue. Die LEDs kommen mit Klebeschicht von der Rolle. Sie klebte ich in sechs Längs- und einer Querreihe aus vier LEDs auf eine MDF-Platte. Darüber sollte ein Platte aus Styrodur kommen, in der die 100 Löcher für die LEDs gefräst werden musste. Das war eine der schwierigsten Aufgaben, weil ich keine geeignete Fräse dafür hatte. Ich habe das dann mit einem Oberfräsenaufsatz für so eine kleine Proxxon-Bohrmaschine gemacht. Naja. Das ging damit leidlich.

BloqQloq_09Die Deckplatte ist eine Milchglasscheibe aus Plexiglas (von Modular am Moritzplatz), die ich mir dort gleich in der passenden Größe zuschneiden lassen konnte. Die Buchstaben sollten dann als Folie aufgeklebt werden, die an den entsprechenden Stellen ausgeschnitten ist. Nachdem ich mit Inkscape eine entsprechende Datei angelegt hatte, bin ich damit zu Neitworx an der Torstraße gestapft, die mir schon häufiger Folien geplottet oder T-Shirts bedruckt hatten. Da wir eine grüne Uhr haben wollten, musste die Folie in zwei Schichten geklebt und dann geschneidplottet werden. Zwei Schichten deswegen, weil grün allein durchscheinen würde. Darum musste noch eine Schicht schwarze Folie darunter. Nach ein paar Tagen konnte ich die Folie abholen. Man hatte mir noch angeboten, die Folie für einen kleinen Aufpreis auf die Milchplexiglasscheibe zu kleben. Das hätte ich auch angenommen, allerdings hatte die Folie noch ein Übermaß, weil ich die genau Anordnung der Folie zur Scheibe nicht in die Datei übertragen hatte und das lieber hinterher abschneiden wollte. Ich hätte das mal vorher genauer machen sollen, weil wir die Folie natürlich nicht komplett blasenfrei aufgeklebt bekommen haben. Nun ja. Die nächste Uhr wird besser.

BloqQloq_05Beim Prototyp meiner BloqQloq sind Display und Rechner mit einem Kabel verbunden. Der Arduino ließe sich zwar auch im Display-Kasten unterbringen. Da die Uhr aber am Vorsprung einer Leichtbauwand hängt, konnte ich den Kasten dahinter verstecken, wo ich auch Zugriff auf den Stromanschluss habe. Außerdem müsste ich zum Stellen noch ein paar Knöpfe an der Uhr anbringen. Die sind jetzt eben auch in dem kleinen Kasten. Kann man alles anders machen, wenn es sein muss. Für uns ist es so besser. Die originale Qlocktwo ist eine Funkuhr. Lässt sich auch machen. Später vielleicht. Eine weitere Option ist auch noch eine Energiespar-Funktion. Die Uhr muss ja nicht immer leuchten. Man kann natürlich einfach die Versorgungsspannung abschalten. Beim Einschalten hat sie die richtige Zeit gleich wieder, weil das Uhrenmodul Batterie gepuffert ist. Ich habe aber schon gedacht, ob ich einen Geräuschsensor einbaue, der die Uhr abschaltet, wenn es ganz leise ist. Auch hier gilt: Mal sehen.

Tja, und jetzt hängt das gute Stück da erst mal. Eigentlich ist die Uhr allerdings noch nicht ganz fertig, weil sie noch richtig gerahmt werden soll. Zunächst war sie erst mal mit billigen Kunststoff-U-Profilen eingefasst. Inzwischen ist der Kunststoff einem hübschen, schlichten Aluprofilrahmen aus dem Künstlerbedarf gewichen.

 

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eBook-Reader-Hülle: Kindle inside

Freitag, 14. Juni 2013 9:52

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Seit kurzem lese ich elektronisch. Natürlich haben mich diese eBook-Reader schon länger gereizt, aber wenn, dann wollte ich einen, der einen nicht anstrahlt, den man aber auch bei schlechter Beleuchtung verwenden kann. Der Kindle Paperwhite kann das. Und so einen habe ich jetzt.

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Der Lieferumfang ist ja ziemlich mager. Gerät, bisschen Papier, ein Kabel, rin in den Karton: Das war’s. Kein Ladegerät, keine Hülle. Und die braucht man ja doch, wenn man das Leseding mitnehmen will. Guckt man sich dann an, was es so gibt, ist das entweder ziemlich hässlich und bieder oder teuer (oder beides). Was liegt also näher, als sich eine Hülle selbst zu bauen?

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Die Idee: Ein Buch soll den Kindle aufnehmen. Ist bestimmt nicht neu, aber trotzdem individuell. Also hab ich mir erst mal den Bestand an Büchern in unserem Haushalt angesehen, der von der Größe her in Frage kommt. Da fiel mir Stephen Hawkings „Eine kurze Geschichte der Zeit“ in die Hände. Ich dachte, och, das wird den Herrn Hawking nicht stören, wenn ich in sein Buch ein Stück „Zukunft“ einbaue.

pass_0004_Foto 5Lustigerweise fand ich in der hinteren Reihe Bücher (ja, die stehen doppelreihig im Regal, was nicht gut für das Wiederfinden ist) noch eine Ausgabe desselben Buchs. Damit war die Entscheidung endgültig gefallen. Wobei ich mich nicht erinnern kann, weder das eine, noch das andere Buch gelesen zu haben…

pass_0005_Foto 6Mal so aufeinander gelegt: Ja, das könnte wohl passen. In der Breite ist es etwas knapp, aber in der Höhe ist auf jeden Fall Luft genug. Also, ran ans Werk.

Als erstes hab ich mal angefangen, die Seiten in der Mitte nahe der Bindung (oder besser Klebung, da Taschenbuch) durchzutrennen. Vorher habe ich noch nach Augenmaße die Dicke ausgelotet, die ich an Seiten aufschneiden müsste. Wichtig ist, einen scharfen Cutter zu nehmen. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Ding beim Schneiden von Papier stumpf wird. Wenn man sich’s überlegt, kommen ja auch ein paar Meter Schnittlänge zusammen.

pass_0006_Foto 7Das Herausschneiden der Seiten hat dann schon ziemlich lange gedauert. Schließlich wollte ich ja auch vermeiden, die dünnen Stege der jetzt entstehenden Rahmen zu verletzen. Letztlich ist wie vieles, was ich so bastle, die Optik etwas auf der Strecke geblieben. Eine richtig saubere Kante durch mehr als 100 Seiten (glaube ich) habe ich dann doch nicht zuwerke gebracht. Aber für mich und mein Fusselbasteltum ist es ok.

pass_0008_Foto 9Als nächstes habe ich das Buch mit den beschnittenen Seiten drei Mal, mit je einer Kante in den Schraubstock eingespannt und die Innenkante mit Weißleim eingepinselt, den ich mit Wasser verdünnt hatte. Vor dem Umspannen auf die nächste Kante habe ich den Leim etwa eine Stunde lang trocknen lassen.

pass_0007_Foto 8Tja, und was soll ich sagen? Das Ergebnis sieht aus wie ein Buch. Und wenn man es aufklappt, ist ein Kindle darin. Sieht alles nicht supertoll aus, weil ich zunächst versucht hatte, die Seiten mit Sekundenkleber, angefangen in den Ecken, zu verkleben. Und eben die schiefen Schnittkanten. Ist halt ein Prototyp. Dabei sitzt der Kindle da recht stramm drin, lässt sich aber auch relativ gut wieder herausnehmen. Die Frage ist jetzt natürlich noch, wie lange das Werk hält. Denn das Buch wird ja jetzt immer an der gleichen Stelle aufgeklappt. Egal. Ich teste das jetzt erst mal. Dass ich als erstes Buch einen Science-Fiction-Roman geladen hab, muss ich nicht erwähnen, oder? 😉

 

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[LeicaM9] Daumending selbst gebaut

Dienstag, 3. April 2012 12:40

Ich würde mal sagen, die Ergonomie der Leica M9 ist hinsichtlich dessen, wie man sie mit einer Hand halten kann, verbesserungsfähig. Es gibt dafür z. B. so ein kleines Dingelchen, das man in den Blitzschuh stecken kann. Das nennt sich ThumpsUp und kostet erstaunliche 98 Euro. Als Leica-Besitzer wird man hinsichtlich Zubehör (von der Anschaffung der Kamera und Objektiven sprechen wir jetzt mal nicht) eh ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Das geht mit so kleine Knöpfen, die man in den Auslöser schrauben kann, los, über Taschen und Umhängeriemen gern für 3-stellige Preise bis eben zu so nem Daumending. Nach dem Motto: Wer Rolls Royce fahren will, muss auch Rolls Royce bezahlen können. Tja. Dumm gelaufen in meinem Fall.

Nun bin ich ja Heimwerker. Was liegt da näher, als son Teil selber zu bauen?

(Ab hier jetzt bitte die „Zugeschaut-und-mitgebaut-Musik“ vorstellen.)

Man nehme also zuerst ein Stückchen Alu Flachmaterial und säge davon etwas ab:

Als  nächstes sägt man eine Ecke heraus und probiert, ob das Teil in den Blitzschuh passt.

Dann um 90° abwinkeln, etwas kürzen, vorn eine Kerbe hineinfeilen und eine Rundung biegen:

Damit bin ich dann erst mal einen Tag rumgelaufen. Ist ganz angenehm.

Zum Schluss habe ich die Form noch etwas angepasst und mit schwarzem Kräusel-Lack lackiert. Dabei habe ich die Stellen links, rechts und unten am Blitzschuh abgeklebt. Fertig!

 

Ok. Sieht nicht ganz so aus, wie das Original. Das gibt’s vor allem auch mit durchgeschleiftem Blitzschuh (nochmal 30 Euro teurer).

Reicht mir erst mal. Das nächste feile ich dann aus dem vollen, und außerdem wollte ich immer schon mal ausprobieren, wie man selbst eloxiert. 😉

 

 

 

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Digitalisiertes Kassettenteil

Montag, 1. Dezember 2008 21:22

Hanimex Cassette PlayerSchon vor Jahrenden habe ich mal auf einem Flohmarkt für 20 Mark (sic!) ein altes Kassettenabspielgerät (ja, damals gab es das Wort <Player> noch nicht) von Hanimex für’s Auto gekauft. Das hatte ich auch mal angeschlossen mit dem Ergebnis, dass es im Prinzip funktionierte, aber ziemlich leierte. Ich habe dann sämtliche Riemen ausgebaut und mir sogar aufgezeichnet, wie das alles zusammengebaut war. Allerdings hatte ich nie den Ehrgeiz, nach Ersatzriemen zu suchen. Denn so prickelnd ist ein Kassettenteil als einziger Musik-Emitter im Auto dann auch nicht. Also lag es rum. Und rum. Und noch länger rum.

Kürzlich bin ich dann in der Oldtimer-Praxis auf einen Lesertipp gestoßen, der einen MP3-Player an ein Kassettenteil angeschlossen hatte. Das war ein Gerät, das mit so einer anderen Kassettensorte funktionierte, nicht mit den allseits bekannten Compact-Kassetten.

Hanimex Cassette PlayerEinen Monat später meldete sich jemand zu diesem Tipp, der sagte, dass der Vorschlag, den Player am Tonkopf anzuschließen nicht so optimal sei. Klang, Pegel und all das würden nicht recht stimmen. Besser sei die „heiße Seite“ des Lautstärkereglers. Außerdem könne es Probleme mit verschiedenen Massepotentialen geben. Damit hatte ich bei anderen Basteleien schon mal Erfahrungen gemacht, die sich im wahrsten Sinne des Wortes eingebrannt haben, nämlich in meinen Fingern.

Derzeit habe ich in meinem Kombi ein altes Becker-Mono-Autoradio. Das kann vor allem eins: Gut aussehen. Denn der Klang ist er solala. Außerdem ist die Beleuchtung kaputt. Da müsste ich also mal reinschauen. In der Zwischenzeit könnte ich natürlich am einfachsten auf die Schnelle irgendein anderes Radio einbauen. Oder, ja oder mein altes Hanimex-Gerät auf MP3-Betrieb umbauen.

Hanimex Cassette PlayerAlso los. Ich habe das Teil erstmal provisorisch an zwei alte Plärrboxen angeschlossen und in den Kassettenschacht so eine Adapterkassette reingesteckt, mit der man im Prinzip das, was ich vorhatte, ganz einfach verwirklich kann. Da hängt ein Kabel heraus, an das man einen MP3-Player anschließen kann. Statt Magnetband hat’s einen Tonkopf, der dem anderen Kopf im Kassettengerät gegenübersteht. Das funktioniert im Prinzip. Aber… Mein Hanimex ist ein, man höre und staune, Autoreverse-Gerät. Ohne drehende Spulen will das Teil dauernd die Richtung wechseln. Da klackert dann ständig so ein elektromagnetischer Schalter. So wird das also nichts. Außerdem dreht sich natürlich noch der Antriebsmotor vom Kassettenteil. Den habe ich mal als erstes abgelötet. Dann habe ich mich um das Autoreverse gekümmert. Die Ansteuerung läuft über Reed-Relais und kleinen Magnetscheiben, die unter den Spulenrädern angebracht sind.  Sobald die Reed-Relais wechselnde Impulse bekommen, bleibt die Autoreverse-Funktion ruhig.

Hanimex Cassette PlayerIch habe dann mal geguckt, wo die diversen Kabel so hinführen. Die gehen zu einer abgesetzten Platine. Der habe ich einfach mal die Stromversorgung geklaut und siehe da, schon war das Autoreverse stillgelegt. Das hatte zugleich noch den Nebeneffekt, dass ich die im Richtungswahlschalter integrierten Kontrolllämpchen nun als „ich-bin-eingeschaltet“-Lämpchen umfunktionieren konnte. Apropos einschalten: Normalerweise wird das Gerät natürlich dadurch eingeschaltet, dass man eine Kassette in den Schacht schiebt. Der Schalter dafür war schnell ausfindig gemacht. Um das Gerät nun auch ohne eine Kassette ein- und ausschalten zu können, habe ich einen kleinen dezenten Schiebeschalter in das Frontpanel des Geräts eingesetzt und diesen Schalter zu dem im Gerät befindlichen parallel geschaltet. Nun konnte ich das alte Hanimex schon mal von außen ein- und ausschalten.

Hanimex Cassette PlayerLangsam musste ich mich aber auch mal um den Anschluss für das Musiksignal kümmern. Der Lautstärkeregler lag direkt vor mir. Zunächst habe ich mal diverse Masseanschlüsse durchgemessen. Anscheinend arbeitet das Hanimex mit nur einem Massepotential. Da konnte ich die Masseleitung vom MP3-Playerausgang erstmal an irgendwo auf Masse halten und mit den Signalkabeln ein bisschen an den Anschlüssen des Lautstärkereglers rumspielen. Nach diversen Rückschlägen, unter anderem, weil ein Klinkenstecker innendrin kaputt war, und diversen Umlötaktionen hatte ich mich für eine Variante entschieden, die mir am sinnvollsten schien. Ich kann die Lautstärke am Gerät regeln. Der Pegel, den der MP3-Player liefert, harmoniert gut mit, was das Gerät anscheinend erwartet. Es übersteuert erst, wenn man den Player wirklich laut aufdreht. Man kann die Balance regeln (was bei meinen diversen Lötungen nicht immer der Fall war).  Nur die Klangregelung will irgendwie nicht. Naja, das ist eh nur ein Höhenkiller, also egal. Allerdings muss ich gestehen, dass ich für meine Basteleinen nicht meinen guten Fuze vom Wirren, sondern meinen ollen iPod-Shuffle, der eh nur dumm rumliegt genommen habe. Aber auch der hat keinen Schaden genommen, trotz zwischenzeitlichem Kurzschluss auf der Ausgangsseite.

Hanimex Cassette PlayerNun baumelt also ein dünnes Kabel aus dem Kassettenschacht mit kleiner Aufrollspule heraus. Am Ende hängt ein 3,5mm-Klinkenstecker, den man nun in einen beliebigen MP3-Player stecken kann. Wenn ich es mir recht überlege, könnte ich auch mein Handy anschließen. Dann sollte ich allerdings erst prüfen, ob die Masse des Kopfhörerausgangs die gleiche ist wie die des Stromanschlusses. Sonst wird’s warm.

Da mein Fuze nicht nur mp3s wiedergeben kann, sondern auch ein integriertes Radio hat (leider ohne RDS) kann ich nun wieder im Auto Radio hören. Naja, und ein iPhone kann man natürlich auch anschließen. Nur es gleichzeitig zu laden, hab ich mich noch nicht getraut. Das kann zu Problemen führen, weil Lautsprecher und Gerätemasse gleich sind.

Inzwischen habe ich das alte Beckerradio durch das Hanimex ersetzt. Nach wie vor fehlen mir die Bässe im Auto, aber dafür müsste ich erstmal unauffällig Platz dafür finden. Das kommt dann später. Bis jetzt bin ich mit dem Ergebnis gut zufrieden.

Schalala.

Thema: cinquecentistisch, Kapla!, Neues aus der Bastelbude | Kommentare (4) | Autor: