Die großen drei Missverständnis der E-Mobilität

Fehler, die aus meiner Sicht derzeit dauernd bei der Betrachtung von Elektroautos gemacht werden:
  • „Bei der Stromerzeugung entsteht auch CO2“
    Die Elektroenergie kann sicherlich klimaschädlich hergestellt werden, es gibt aber eben C02-neutrale oder sogar schonende Methoden. Bei Verbrennungsprozessen entsteht immer CO2.
  • „Die Erzeugung elektrischer Energie verursacht auch jede Menge giftige Abgase“
    In Ballungsgebieten ist es nicht egal, wo Schadstoffe ausgestoßen werden. Selbst wenn E-Autos nicht klimaschonend betrieben werden, ist der Betrieb in Innenstädten immer noch besser, als dort Verbrennungsgase zu erzeugen.
  • „Die Herstellung von E-Autos und deren Komponenten ist viel giftiger als die herkömmlicher Verbrennerautos“
    Die Produktion der gesamten E-Komponenten steckt im Vergleich zum Verbrennungsauto noch in den Kinderschuhen. Zunächst sieht man in klassischen Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Fertigungsprozessen zu, überhaupt etwas herzustellen, dann wird die Effizienz gesteigert und dann die Umweltverträglichkeit. Heutzutage laufen die letzten beiden Punkte aber schon Hand in Hand, früher keineswegs. Wenn man die gleiche Gesamtentwicklungszeit wie in Verbrennungstechnologie investiert hat, wird aus heutiger Sicht die E-Mobilität unter Garantie besser dastehen als Verbrennertechnologie. Man muss nur Geduld haben. Derzeit sind wir maximal in der Phase der E-Mobilität, als man für Verbrennerautos den Sprit gerade nicht mehr in der Apotheke kaufen musste.

Second Life für Magsafe 1 #rp16 – Kaputte Netzteile gesucht!

Ich habe für die re:publica 2016 eine Workshop-Session eingereicht. Und zwar möchte ich zusammen mit Andrea vom Techniktagebuch die Reparatur von Magsafe-Netzteilen (Typ 1) vorstellen. Ob die Session angenommen wird, erfahre ich wohl in etwa 6 Wochen.

Magsafe-Netzteile für Macbooks haben häufig nur ein kurzes Leben. Während Trafo/Spannungswandler meistens noch funktionieren, leiden die Kabel z. B. unter falscher Wickeltechnik oder Materialermüdung und brechen entweder am Stecker oder am Netzteilgehäuse. Bevor man sie in den Elektroschrott gibt, lohnt es sich aber, wenigstens einen Reparaturversuch zu starten.

FullSizeRenderZuerst hat mir Kathrin Passig ihre umfangreiche Sammlung kaputter Magsafe1-Netzteile zur Verfügung gestellt, an denen ich ein bisschen üben konnte. Das hat eigentlich ganz gut geklappt. Dann habe ich zusammen mit Andrea das Netzteil ihres Macbooks repariert. Dabei hat es sich als sehr hartnäckig herausgestellt, so dass wir viel über die Fallstricke gelernt haben, die die kleinen Mistviecher bereithalten können.

Zu Beginn der Session sollen die typischen Beschädigungen vorgestellt werden. Es gibt Fehler, die sich einfacher als andere reparieren lassen, womit sich die Reparaturwürdigkeit einstufen lässt. Wir zeigen, wie man die Fehlerquellen freilegt und was man für die Reparatur braucht. Wenn es sich einrichten lässt, sollen gleich Netzteile von Session-Teilnehmern unters Messer kommen. Eine Erfolgsgarantie können wir natürlich nicht geben.

Spoiler: Ohne Lötkolben geht’s nicht.

Nun ist es aber so, dass die bislang zur Verfügung stehenden Netzteile noch nicht ausreichen, um die Reparaturmethoden verfestigen und durchstrukturieren zu können. Und darum können wir noch ein paar Netzteile gebrauchen. Kathrin hat mir angeboten, ihre Coworking-Space-Adresse als Sammelpunkt zu verwenden.

Ihr könnt (wg. Kabelbruch) kaputte Magsafe-Netzteile – bitte nur die mit den magnetischen Steckern – ausreichend frankiert schicken an:

Weserland Coworking
Kathrin Passig
Weserstr. 21

12045 Berlin

Meinetwegen könnt ihr auch einen Namen oder besser eine E-Mail-Adresse draufschreiben (Edding, Folienschreiber, Aufkleber). Sollten sie reparabel sein – was nicht feststeht! – könntet ihr sie ggf. bei der re:publica 16 wiederbekommen*. Einen Rücksendeservice können wir nicht anbieten.  Sorry. Denn es ist auch denkbar, dass Netzteile beim Reparaturversuch unrettbar kaputt gehen oder nur ein paar Ersatzteile gebraucht werden.

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*Hast du kein Ticket, können wir uns vor der Tür treffen oder so.

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Zzzzzzzzzisch …

i3-011Ich bin eben BMW i3 gefahren. Bloggerkollege Thomas Gigold, der natürlich viel fleißiger, fundierter und ausdauernder über Autos bloggt, stellte den Kontakt zu BMW Berlin her, um mich zu einer Proberunde mit dem i3 einzuladen.  Das ist das erste reine Elektroauto von BMW. Gleich vorweg: Fährt super! Wenn man gemein ist, und das bin ich ja, könnte man sagen, der fährt so super, wie er furchtbar aussieht. Ich komme nicht drumherum, aber ich muss da noch ein bisschen drauf rumreiten. Ich verstehe BMW an der Stelle einfach nicht. Für mich – ich fahre ja selbst einen (älteren) BMW – steht die Marke BMW für dynamische, sportliche Fahrzeuge. Weniger für Vernunftkisten, die auch so aussehen. BMW hat in der Vergangenheit ja schon öfter Mut zu auffälligem Design bewiesen, dabei aber für meinen Geschmack nicht unbedingt ein glückliches Händchen gehabt. Lange Zeit übersetzten alte Fans der Marke BMW mit „Bangle muss weg“. Bis vor kurzem war Chris Bangle ja der Chefdesigner, der z. B. solche Unglücke wie das 6er Coupé mit dem Kofferraumdeckelgeschwür zu verantworten hat. (Beim Z3 hat er sich zum Glück noch nicht so richtig getraut.)

i3-012wi3-001Egal. Mit dem i3 hat Bangle m. W. nichts zu tun. Es fehlen auch die typischen hängenden Linien und konkaven Blechflächen. Stattdessen folgt man hier dem Trend, dass die Designelemente eines Fahrzeugs für mindestens drei Modelle ausreichen. So ähnlich hat Mercedes das ja mit der A-und B-Klasse vorexerziert. Auch da: Von allem zuviel. Ich hätte mir den i3 im Interesse dessen, wofür BMW steht, dynamischer gewünscht. Für meinen persönlichen Geschmack auch gern als kombihaftes Coupé. Ich habe vorhin mal mit Photoshop rumdilettiert. Ich hab davon echt keine Ahnung und kann allenfalls Pickel wegmachen oder Farben anpassen. Jedenfalls habe ich mal stumpf ein paar Markierungen ausgeschnitten und woanders eingefügt. Die Gürtellinie samt Dach insgesamt etwas tiefer, die Schießscharten seitlich hinten nach unten gezogen, den Schweller durchgängig schwarz und so. Wenn das jetzt gut gemacht wäre, sähe das von der Seite schon mal besser aus. Hinten müsste man dann auch noch was machen. Die Heckscheibe würde mit der Unterkante sicherlich die Seitenlinie der Fenster aufnehmen. Oder so.

i3-008Der i3 will ja ein Stadtauto sein. Und in der Stadt biegt man häufig rechts ab. Was macht man da? Richtig, man versucht nach hinten rechts Radfahrer zu orten. Da hat man dann diesen Blick. Das ist schon arg wenig, was man da sieht. Bei meiner Lösung hätte man schon ein etwas größeres Sichtfeld, und damit ein wichtiges Argument, das man als Sicherheitsfeature für das gemeinschaftliche Auskommen im Verkehr mit schwächeren Verkehrsteilnehmern bringen könnte. Stattdessen folgt man leider dem Trend, die Gürtellinie hinten hochzuziehen. Dabei finde ich diese riesigen hinten hochgezogenen Blechflächen mit den schmalen Sehschlitzen an der Seite alles andere als schön und eben auch aus meiner beruflichen Sicht schlecht. Für Kinder sind die runtergezogenen Fenster in den Fondtüren natürlich schön zum Rausgucken.

Sonst sitzt man natürlich gut. Man hat eine leicht erhöhte Sitzposition, die vielen ja so wichtig ist und sich daher gleich einen panzerspähwagenesken SUV zulegen, mit dem sie dann die Gören 500 Meter weit zur Kita befördern und dabei so viel Platz einnehmen, auf der woanders 10 Leute wohnen. An dem Erfolg dieser Fahrzeuggattung zeigt sich auch, dass man hierzulande über Wirtschaftlichkeit keine Autos verkaufen kann. Denn so ein SUV ist ja nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern verbraucht auch mehr Sprit als ein „normales“ Auto. Zudem braucht man häufig auch fettere Reifen und so. Alles teurer. Also: Die Karre muss was hermachen, damit sie gekauft wird. Vielleicht wäre BMW gut beraten gewesen, dem i3 ein martialischeres Äußeres zu geben. Aber der i3 ist -wenn man sich mit seinen Linien anfreunden kann- dafür zu nett. So wie der Audi A2. Dem fehlte auch das Bissige. Erst die Gebrauchtwagenkäufer haben dessen wirklichen Qualitäten erkannt.

i3-005Hinten hat der i3 auch ne Sitzbank. Der Fußraum hat keinen fetten Mitteltunnel. Das ist toll, weil man viel besser durchrutschen kann. Meine DS hatte ja auch einen glatten Wagenboden, und aus Kindertagen ist mir das vom Citroën GS Break meiner Eltern noch gut in Erinnerung. Die Türen hinten sind „Selbstmördertüren“, also hinten angeschlagen. Man kann sie nur öffnen, wenn die vordere Tür auch offen ist. Hm. Weiß nicht. Dem kann ich nicht viel abgewinnen. Ist ein netter Gag, benötigt aber viel Stabilität in den Strukturen drumherum, weil man keine B-Säule hat. Bestimmt gewöhnt man sich aber dran, wenn man seine Aktentasche hinter den Sitz stellen will, erst die Fahrertür und dann die Fondtür zu öffnen. Man muss ja eh beide Türen auf- und zumachen, auch bei nem anderen Viertüren, wenn man etwas hinten unterbringen will.

i3-009Im Kofferraum merkt man, dass man irgendwo Technik unterbringen musste. Der Kofferraum ist nämlich kein tiefes Loch wie bei anderen Autos heutzutage, sondern erinnert mich an meinen Fiat 500 Kombi, bei dem die Ladekante mit dem Kofferraumboden eine Ebene bildet. Andere Autoblogger wissen ja immer gleich, wie viel in den Kofferraum reinpasst. Ich weiß das nicht. Ich finde die Größe daher ok. Der Wocheneinkauf würde reinpassen und auch noch ein paar Kisten Pils extra für Vatti, wenn man die Sitze umklappt. Was will man mehr? Vielleicht einen Fahrradträger. Ich glaube, ne Anhängerkupplung gibt es für den i3 nicht. Aber BMW hat bestimmt ne Zubehörlösung, um den Transport der beiden Hippster-Fixies zu bewerkstelligen.

i3-007Das weitere Innendesign finde ich großartig! Das Holz ist geöltes Eukalyptus, was ja besonders schnell nachwächst. Vorsichtig sollte man dann sein, wenn man einen Koala im Haushalt hat. Der sollte hinten sitzen, nicht dass er vorne die Verkleidungen anknabbert. Die Armaturenbrett- und Türverkleidungen sehen aus wie aus einem dunklen recyceltem Fasermaterial. Das hat mir auch sehr gut gefallen, weil es hier im positiven Sinne die Andersartigkeit unterstreicht. Statt eines Tachos hat man ein Display vor sich, das man gut ablesen kann. Außerdem noch einen mittig angebrachten Bildschirm mit allerlei weiteren Infos wie Navi, Radio und so.

Mir ist die Geschwindigkeitsanzeige allerdings zu träge. Denn der i3 geht im Stadtverkehr so ab, dass die Anzeige, das ist kein Witz, mit der Geschwindigkeit hinterher hinkt. So ist es mir ein paar Mal passiert, dass ich mich jenseits der 60 km/h wiedergefunden habe, obwohl ich nur auf knapp über 50 beschleunigen wollte. Kurven konnte ich nicht so ausgiebig testen. Der Schwerpunkt liegt wohl recht tief, so dass die Fuhre sicherlich auch gut ums Eck geht. Auch hier kann ich nur sagen, dass die Form diese Dynamik gern auch nach außen transportieren dürfte. So sieht es wohl eher ein bisschen unbeholfen aus, wenn der Kasten, der höher als breit ist, um die Ecke gerauscht kommt. Der Wendekreis ist noch kleiner als der meines Z3, und das will was heißen (echt jetzt!).

i3-013Woran man sich schnell gewöhnt, ist die Funktion des GasStrompedals. Wenn man nicht gerade scharf bremsen muss (wie ich, weil ein Radfahrer bei roter Ampel in falscher Richtung die Straße überquert), braucht das Bremspedal praktisch nicht. Nimmt man den Fuß vom Gas, hat man eine sehr wirkungsvolle Motorbremse. Dabei wird die Energie nicht wie beim herkömmlichen Bremsen in Feinstaub und Wärme umgewandelt, sondern in elektrische Energie zurück in den Akku gestopft. Das ist super! Ich schätze die Verzögerung auf etwa 2 bis 3 m/s2. Das merkt man dann schon. Viel stärker bremst man im normalen Verkehr höchstens, wenn relativ plötzlich ne Ampel auf rot umspringt. Ich habe mich allerdings gefragt, was das Auto macht, wenn die Griffigkeit nicht gegeben ist, also bei Straßenglätte. Dann müsste wohl dauernd das ESPDSC regeln oder so.

i3-004Der freundliche BMW-Mann hat mir auch noch das Aufladen mit den verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, zu Hause (mit einem Wandladegerät, langsames Aufladen bei den Schwiegereltern über die Schukosteckdose, oder Schnellladen an einer öffentlichen Ladesäule. Letztere hatte irgendwie einen doofen Stecker, der nicht richtig einrasten wollte. Daran merkt man, dass man es hier mit einer Technik zu tun hat, die noch in den Kinderschuhen steckt. Überhaupt das Aufladen. Das dauernd natürlich schon seine Zeit. 80% hat man zwar relativ schnell wieder drin (ich glaube, das war ne Dreiviertelstunde), die letzten 20% dauern dann aber noch mal so lange. Das bringt diese Akkutechnologie eben so mit sich.

i3-003Im Grunde müsste man jede Gelegenheit, bei der man anhält, zum Laden nutzen können. Das ist aber kaum praktikabel, weil man ja nicht ständig mit der Kabeltrommel irgendwo nach Strom betteln will. Öffentliche Ladestationen gibt es zu wenige, und ob einem die Reichweite reicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich halte die realistischen gut 100 km, es mögen auch 130 km sein, für zu wenig. Zwar ist es richtig, dass man meistens weniger am Tag fährt. Aber allein in meinem Beruf kann es schon mal sein, dass ich morgens erst ins Büro, dann zu einer Fahrzeugbesichtigung nach Tegel fahre, danach noch eine Unfallstelle in Grünau angucke, dann wieder ins Büro und später nach Hause. Da komme ich dann vielleicht gerade noch mit dem letzten Elektron an, aber das wäre mir zu stressig. Eine Gesamtreichweite, bei der bei den Benzinkarren fast schon die Reserveleuchte kommt, halte ich für schlecht vermittelbar, um so ein Auto wirklich an den Ottonormalverbraucher zu bringen. Da sollte es schon eine Tagesetappe eines Wochenendausflugs sein, sagen wir 500 km. Das wäre so die Zahl, wo die Leute zu überlegen anfangen würden, ob die Elektrogurke was für sie wäre. Und im Grunde haben sie ja auch alle Recht, wenn sie sagen: „Ich kann beim ferngesteuerten Auto meines Sohnemanns die Akkus auch tauschen. Warum geht das hier nicht?“ Die Tankstelle als Akkuwechselstube. DAS muss man den Leuten erstmal klar machen, warum das nicht geht. M. E. wäre das immer noch zu überlegen, würde aber bedeuten, dass sich die Hersteller miteinander weltweit ins Benehmen setzen. Kannste vergessen. Man kann ja froh sein, dass man den ganzen Kofferraum nicht mit Steckeradaptern füllen muss.

i3-010Aus beruflicher Sicht interessiert mich natürlich auch die Sicherheit oder die Wege der Kaltverformung. Das ist bei einem Auto, das aus neuartigen Werkstoffen gebaut ist, ja so eine Sache. Wie für die Kanzlerin nach vielen, vielen Jahren das Internet noch Neuland ist, ist das ja mit neuen Werkstoffen im Autobau auch so. Ist man in einen Unfall verwickelt und nicht unbedingt schuld, kommt das Auto ja nicht gleich in die Reparatur, sondern ein Schadensachverständiger schätzt erst mal die Schadenhöhe. Mal ein Beispiel: Jeder (oder?) weiß, dass ein Auto einen Anprall an einer festen Barriere mit bis zu 4 km/h ohne Schaden übersteht. Soweit die Theorie. Denn in der Praxis mag der Schaden noch so klein sein: Wenn sich am Thermoplastbauwerk, der Stoßfängerverkleidung, auch nur die kleinste Aufwölbung zeigt, ist ne neue fällig. Und weil die Gutachter keinen Röntgenblick haben, wird – oft auf Verdacht – der Querträger samt Pralldämpfern darunter gleich mit aufgeschrieben. Ein Bekannter berichtete von einem Fall mit einem Rennrad aus Carbon. Das hatte einen Kratzer am oberen Rahmenrohr abbekommen, bei dem ein paar Fasern gerissen waren. Irreparabel. Neuer Rahmen. Wenn nun nach einem Unfall sich irgendwo ein kleiner Spliss in der Kohlefaser zeigt, oder auch nur der Verdacht besteht, dass es eine solche Belastung gegeben haben könnte, möchte ich wetten, dass da viele teure Reparaturen kalkuliert werden, weil man es eben nicht so genau weiß. Ist ja Neuland, so ein Auto. Und misslungene Unfallreparaturen, bei denen die einstmalige berechnete Crashsicherheit nicht mehr gegeben ist, sind leider keine Seltenheit. Dieses Problem betrifft aber nicht nur den i3, sondern auch andere Fahrzeuge mit Verbundwerkstoffen in den tragenden Strukturen. Der i3 ist halt gerade ein sehr prominenter Vertreter auf dem Markt, und BMW wirbt ja auch mit den Vorteilen dieser Technologie, die man zweifellos nicht in Abrede stellen kann.

i3-002Nichtsdestotrotz: Ich finde den i3 toll, habe mich aber trotzdem einmal dabei erwischt, wie ich fast gedacht hätte: „Na hoffentlich erkennt dich keiner in dem Ding!“ Aber die Form ist natürlich Geschmackssache. Darüber darf man ja angeblich nicht streiten. Ich bin mir sicher, dass sich BMW mit einem ästhetischeren Auto, das mehr Dynamik verkörpert, einen größeren Gefallen getan hätte. Denn so muss man die inneren Werte wahrhaftig erfahren, damit man auf den Geschmack kommt. Elektroautofahren ist toll! Echt jetzt. Das ist so dermaßen elegant, quasi geräuschlos dahinzugleiten, dass man sich fragt, warum man den Irrweg über den Zerknalltreibling überhaupt eingeschlagen hat. Denn, wenn man die gleiche Forschung wie in Verbrennungskraftmaschinen in die Elektro- vor allem die Akkutechnik gesteckt hätte, würde man heute mit einem Auto wie dem i3 wohl 1000 km und mehr am Stück fahren und die Akkus in 5 Minuten aufladen können.

Also, danke BMW, für die Probefahrt, aber sorry, dass ich doch ein paar Kritikpunkte aufzählen musste. Wer sich selbst ein Bild vom i3 machen möchte, und das sollte man, wenn man an innovativen Autos interessiert ist, kann man sich als Berliner oder Speckgürtler hier melden: bmwi3berlin. Da läuft gerade eine Aktion bis Ende Juni.

Nachtrag:

Der supernette Probefahrermann, mit dem ich mich echt gut unterhalten habe, dessen Namen ich aber leider vergessen habe, hatte mich vorher gefragt, ob ich beim Fahren fotografiert werden darf, daraus würde dann ein Film zusammengeschnitten. Den kann man hier sehen. Ich kann versichern, dass man eigentlich normal sitzt, und nicht mit dem Kopf nach unten. Außerdem bohre ich mir nicht dauernd in der Nase, sondern stütze meine schwere Rübe mit dem Arm auf der bequemen Mittelarmlehne ein bisschen ab. 🙂

Elektroautos werden nun doch aus Umweltzonen ausgesperrt

Derzeit geht ein elektrisierender Aufschrei durch die Onlinewelt. Thema: Schmutziger Strom!

Es hat sich herausgestellt, dass es für den Betrieb eines Elektrofahrzeugs nun doch extrem auf die Reinheit des Stroms ankommt. Wissenschaftler eines namhaften Kernforschungslaboratiums mit Sitz in Obervolta haben herausgefunden, dass Strom nicht nur aus bewegten Elektronen besteht. Bisher nahm man an, dass Stromfluss allein zunächst keine Emissionen entwickelt. Mit einer neuen Lirpa-Resonanztechnologie (Version 1.4) ist es nun aber gelungen, einen Effekt zu zeigen, bei dem sich kleinste Teilchens, so genannte Amperions, an den Elektronen anlagern. Sie „ernähren“ sich mittels eines Dynamoeffekts, bis ihre Ladung so groß geworden ist, dass sie von den Elektronen abgestoßen werden. Zuvor werden sie durch die Herzschen (Benannt nach dem kürzlich verstorbenen Hochstromelektro-Wissenschaftler Sigmund Cäsar Herz) Bindungskräfte daran gehindert.

Die Amperions sind dabei dennoch so klein, dass sie durch Isolationen diffundieren können. Dadurch kann es auch zu einer Verfärbung der Stromkabel kommen. Bei Ladekabeln bleibt es aber bei diesem Effekt, da man es hier mit Wechselstrom zu tun hat. Die Amperions wechseln mit der Stromrichtung auch die Diffusionsrichtung innerhalb der Isolation.

Problematisch wird es nun aber bei Gleichstrom, wie wir ihn in Akkus finden, die unsere Elektrofahrzeuge antreiben. Dort wandelt sich die Richtung des Stroms nicht um. Allenfalls wird der Strom gepulst. Statt des „Pump“-Effekts wie beim Wechselstrom werden die Amperions nun aus der Isolation herausgeschossen. Die zur Umwelt größere Ladungsdifferenz führt dann zu einem Verklumpen zunächst zu Mega- und dann zu Giga-Amperions. Diese Ladungsträger haben nun eine Partikelgröße, die mit denen der typischen Feinstäube vergleichbar ist.

Bislang hielt man „Elektrosmog“ mehr für eine Erfindung aus dem Reich der Esoterik, nun nimmt er zunehmend greifbare Substanz an. Fast könnte man meinen, dass einige Hersteller ihre Kunden durch die Namensgebung ihrer Modelle darauf vorbereiten wollen, dass es mit der Umweltverträglichkeit doch nicht so weit her ist, wie z. B. der Name „i-Mief“ eines japanischen Herstellers vermuten lässt. Dort konnten sich die Marketingspezis in letzter Sekunde nur noch  mit einem „v“ statt einem „f“ durchsetzen. Immerhin!

Postwendend hat die Nachricht vom „schmutzigen“ Strom gleich die Umweltministerkonferenz auf den Plan gerufen, um wie schon zuvor im vorauseilenden Gehorsam, allerdings immer noch frei von jeglicher Kompetenz, Elektrofahrzeuge aus Umweltzonen zu verbannen.

TechnoClassica 2010 – Lecker Essen

Wahrscheinlich hätte ich mich diesmal gedrückt, wenn ich mir nicht schon vor einigen Wochen zumindest das Ticket für die Hinfahrt nach Essen gekauft hätte. Je näher der Termin rückte, desto mehr drängelte sich um das TC-“Wochenende“. Vor allem ein von unserm Büro ausgerichtetes Seminar am Samstag und Sonntag drückte auf meine Zeitplanung. Hinzu kam dann noch ein wichtiger Termin im Büro am Freitag Nachmittag. Es blieben mir also der Mittwoch für die Hinfahrt, Donnerstag zum geselligen Beisammensein und der Freitag für die Rückfahrt. Besser als nichts!

TC10_006Im Gegensatz zum Vorjahr wollte ich die Reise allerdings deutlich entspannter angehen. Keines meiner Autos wurde für den Stand benötigt, so dass ich beruhigt mit der Bahn fahren konnte. Damit ich beim Standaufbau wenigstens noch ein bisschen mithelfen konnte, musste ich schon um 5.00 Uhr aufstehen, um rechtzeitig im Zug zu sitzen. Da stellte ich dann (mal wieder) fest, dass in den ICEs mitnichten an jedem Platz eine Steckdose ist. Die Platzreservierung habe ich dann verworfen und mich doch an einen Tisch gesetzt. Die Plätze mag ich ja nicht so. Oft genug hat man Pech und ist ungewollt vierter Mann einer Skatrunde und kann sich zudem mit dem Beinen des Gegenübers arrangieren. Ich hatte aber Glück: Der Platz mir gegenüber blieb frei. Prima. Und weil ich eben schon am Ostbahnhof, und nicht erst am Hauptbahnhof eingestiegen bin, hatte ich die einzige Steckdose in erreichbarer Nähe für mich und wurde mir auch nicht streitig gemacht. So konnte ich auch mal wieder feststellen, dass man das Surfen über UMTS/Edge und auch das Telefonieren im Zug getrost vergessen kann. Also arbeitete ich ein wenig an einem Vortrag, schnitt ein paar Audio-Dateien und guckte mir einen mitgebrachten Startrek-Film an. Das war ok!

TC10_026In Essen angekommen erwartete mich strahlender Sonnenschein mit äußerst angenehmen Temperaturen. Erst mal noch eine Kleinigkeit Eessen, bevor ich mich in ein Taxi Richtung Messe gesetzt habe. Dort holte mich Klaus am Eingang Süd ab, und nach kurzer Zeit fiel mein Blick dann auch schon auf den Stand unseres Forums und vor allem auf das tolle, 9 Meter lange Panorama vom Bremer Treffen 2007, wie wir irgendwann herausgefunden haben. Auch Axel und Christian tummelten sich schon mit Teppichmesser, Akkuschrauber und Gaffatape bewaffnet auf dem Stand. Ich brauchte nur zu helfen, ein paar Restarbeiten zu erledigen. Der Großteil war schon fertig. Vor allem die bereits auf der Bremer Messe erstmalig eingesetzte Bude war eine prima Sache zum Unterbringen von allerlei Vorräten und so. Ich habe dann auch gleich meinen Antrag auf Ehrenmitgliedschaft im neu gegründeten Fiat500-Forum-Verein eingereicht, nachdem man das von mir verlangt hatte. Ich dachte zwar, dazu wird man ernannt, aber wenn die nicht wollen…

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Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ich von der Messe fast nichts gesehen hatte, ich hatte nicht mal Zeit und Gelegenheit, wenigstens einen kleinen Rundgang zu machen, wollte ich  nun doch etwas mehr sehen. Der strahlende Sonnenschein lud ein, das Fahrzeugangebot auf den Freiflächen zu begutachten. Ochjo… son paar kleine luftgekühlte Autochen hätte ich wohl dort gefunden. Besonders angetan hatte es mir ein mocca-brauner 911 SC mit beigefarbener Innenausstattung und Schiebedach. Herr-lich. 😉

Zu bewundern gab es auch zwei DS-Cabriolet. Besonders das erste, ich würde es mal auf Zustand 2 schätzen, war ein verführerisches Angebot zu einem Preis, den man in ländlichen Gefilden für ein kleines Einfamilienhaus hinlegen muss: 147.000 Euro sollte das Auto kosten. Da war das zweite Angebot mit 87.000 Euro ein wahres Schnäppchen dagegen und machte nicht mal einen schlechteren Eindruck. Überhaupt waren die Preise – für die TC üblich – mitunter mehr als phantasievoll. Ein Gummibalg-Stoßstangen-911er für 149.000 Euro. Hallo, geht‘s noch? Egal. Manchmal stehen vielleicht auch solche Preise an den Autos, damit nicht jemand ernsthaft Interesse entwickelt. Interessant auch, an wie vielen Autos schon kurz nach Messeeröffnung „Verkauft“-Schilder hingen. Wenn das mal alles so stimmt.

TC10_022Der erste Messetag ist der sogenannte „Fachbesuchertag“. Weil die Messe für das Publikum erst um 14.00 Uhr öffnet, geht sie abends auch bis 20.00 Uhr. An den übrigen Tagen ist um 18.00 Uhr Schluss. Doch der erste Tag verläuft stets ziemlich ruhig, so dass noch genügend Zeit ist, den Stand „in Betrieb zu nehmen“, z. B. Udos von Klaus elektrifizierten Felgengrill mit dank Wagenheber stufenlos verstellbarem Rost. Gut gefüllt mit allerlei Grillwürstchen, die wir darauf gebrutzelt hatten, brachte mich Christian freundlich wie immer zu meiner Übernachtungsstätte, einem Freund aus Studienzeiten, der in Essen wohnt. Dort holte er mich auch am nächsten Morgen wieder ab. Prima! Besten Dank dafür.

TC10_027Pünktlich um 10.00 Uhr am Donnerstag Morgen öffnete man dann die Schleusen für die Besuchermassen. Wirklich erstaunlich, wie viele Leute schon am ersten offiziellen Messetag kamen. Und das sogar zu uns Kellerkindern, die wir in Halle 1a doch relativ weit abgeschlagen von der bunten Glitzerwelt der zahlenden Aussteller unser Dasein fristeten. Egal. Inzwischen kennt man sich sogar ein bisschen, waren wir doch am gleichen Platz wie letztes Jahr. Hinter uns die Bismarck-Brothers, die u. a. eine 98er in einem einzigartigen Scheunenfundzustand ausgegraben hatten. So schööön verrostet hatte ich lange kein Motorrad mehr gesehen. Mit vereinten Kräften konnten wir dann auch unseren Nachbarn überzeugen, das Motorrad nicht zu restaurieren, sondern nur technisch in einen funktionstüchtigen Zustand zu versetzen. Immerhin fuhr es sogar. Soviel Arbeit ist das vielleicht gar nicht.

Vormittags hatte ich mit Klaus den Stand betreut. Nach ein paar weiteren Grillwürstchen bin ich dann aber auch mal losgezogen. Und zwar allein. Ich bin ziemlich kreuz- und quer durch die Hallen gestromert. Schon lange habe ich auf solchen Veranstaltungen nicht mehr den Ehrgeiz, jeden Gang abgeklappert haben zu müssen. So bin ich dann auch mehr zufällig über Frank am IKM-Stand gestolpert. Wirklich beachtenswert, wie er sich nach wie vor mit großer Leidenschaft und Ausdauer für die Anerkennung des Automobils als Kulturgut einsetzt. Ich verfolge da eher eine andere Denkweise. Das ändert aber nichts daran, dass ich seinen Einsatz bewundere!

TC10_050An einem Modellautostand erhaschte ich dann plötzlich einen bekannten Anblick: In leicht mattem Orange leuchtete mir ein etwa 30 cm langes Kunststoffmodell eines Mercedes C111 entgegen. Genau so ein Modell hatte ich als Kind! Und war zugleich Auslöser für den Beginn meines leicht gestörten Verhältnisses zur Stuttgarter Marke mit dem Stern, wie ich später durch Selbstanalyse eruiert habe. Denn genau so ein Modell habe ich im Anflug geistiger Umnachtung mit einem Hammer zerkloppt. Da muss ich so 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein. Noch Jahre später habe ich immer mal wieder die markante Rückleuchtenblende gefunden. Jetzt war es soweit: Niemand konnte mich bremsen, also habe ich zugeschlagen und das Modell für, wie ich finde, moderate 30 Euro erstanden! Und das Beste war, dass das Original ebenfalls auf der Messe zu besichtigen war, nämlich auf dem riesigen Mercedes-Stand in Halle 1. Da musste ich am Donnerstag Abend noch schnell ein spontanes Foto-Shooting einlegen, als die Besucher langsam aber sicher wieder aus den Hallen strömten und Platz zum Fotografieren war. Nun werde ich das Modell mit Sicherheit  an einem schönen Platz verwahren. Wer weiß, vielleicht fahre ich ja sogar irgendwann Mercedes. (Obwohl ich nicht so richtig wüsste, welchen.)

TC10_047Auf einen Hinweis im Fiat-Forum von Mitschrauber Andreas bin ich dann nach kurzer Rückkehr zum Stand noch schnell zum Stand der Firma Broedersdorff & Koenzen gegangen, jene Firma, die sich schon vor etlichen Jahren mit dem Umbau eines Porsche 912 auf Elektroantrieb in meinem Hirn eingebrannt hatte. Vor allem hatte man dort begriffen, dass es nichts bringt, mit so einem Auto nur irgendwie elektrisch zu fahren. Sondern es soll auch Spaß machen, so dass die Fahrleistungen entsprechend sein müssen. Wenngleich meine Kostenplanung ein weiteres Mal nach oben ausgedehnt werden könnte, gefielen mir die Ideen zum Umbau doch etwas besser, als bei meinen bisherigen Gesprächen in der Richtung. Insbesondere der Umstand, mit höheren Spannungen zu fahren, gefiel mir gut, nimmt damit doch die Stromstärke ab, was insgesamt z. B. dünnere Kabel ermöglicht. Überhaupt schien mir mein Gesprächspartner sehr viel flexibler zu sein, was die Umrüstung betrifft, fand er doch einige meiner Ideen z. B. zur Fahrzeugheizung und Anordnung der Komponenten recht überzeugend. Damit konnte ich vorher nicht punkten. Aber besonders interessant wurde es, als es nicht nur darum ging, einen Fiat 500 umzurüsten. Das hatte man sich ohnehin gerade überlegt, schließlich wird einem 500er einfach immer noch überall die größte Sympathie entgegengebracht, so dass so ein E-500er ein sehr gutes Werbezugpferd wäre. Außerdem wäre man gern auch irgendwie in Berlin präsent. Na, wenn sich da mal nicht was einstielen lässt. Aber dennoch kann man es drehen und wenden wie man will: Das Geld für den Umbau schenkt mir so schnell keiner. Daran kann das Projekt immer noch scheitern, oder anders ausgedrückt: Es ist im Moment immer noch nicht sehr wahrscheinlich, dass das was wird. Schauen wir mal.

TC10_053Der Abend sollte mit den Mitstreitern beim Italiener in Rüttenscheid begangen werden. Ich bin ja nicht so der Gourmet, und daher konnte ich mit einigen Speiseangeboten auf der Karte nicht viel anfangen. Selbst den Ober zu fragen, scheiterte daran, dass ich nicht recht wusste, wie man das aussprach, was mir interessant zu sein schien. Aber die Bewirtung war wirklich sehr freundlich, und so wurde alles bereitwillig erklärt. Interessanterweise gab es bei dem Italiener keine Pizza! Eigentlich ganz gut so, da kann man schließlich auch mal was anderes probieren. Obwohl, eines der wirklich nicht ganz günstigen Fleischgerichte habe ich mir verkniffen. Schließlich sind die Italiener auch Beilagen betreffend nicht unbedingt freigiebig. So waren meine Pasta mit einer leckeren Soße mit hohem Fleischanteil mit Sicherheit eine gute Wahl.

Grüne MännchenNachdem wir uns kugelrund gefuttert hatten, wofür ich ja nicht lange brauche, hatten Christian und Moni für uns (Jürgen, Andrea und ich) noch einen schönen Programmpunkt ausgewählt. Klaus, Martin und Ingrid verabschiedeten sich, da sie noch zu einem späteren Zeitpunkt Gelegenheit haben würden, das Parkleuchten im Essener Gruga-Park zu bewundern.  Ähnlich wie beim Berliner Festival of Lights werden Bäume und Skulpuren, Hecken und andere Arrangements bunt erleuchtet oder mit interessanten Lichteffekten versehen. Ich war einer der wenigen mit Kamera, aber ohne Stativ. Egal: Die 1600 ASA hatten sich bei meiner Nikon D5000 (über die ich demnächst mal was schreiben muss) schon öfter bewährt, und so konnte ich doch einige, wie ich finde, ganz gelungene Fotos aus der Hand schießen. Klar, bei Belichtungszeiten von mehr als einer Achtelsekunde ist das vielfach nur noch Glückssache, und man muss die Blende schon ganz aufmachen: Aber es geht!

ParkleuchtenWieder hat Christian mich danach „zu Bett gebracht“. Nach rührenden Abschiedsszenen habe ich mir bei Übernachtungsgastgeber André noch ein Feierabendbier gegönnt, André kam allerdings erst etwas später, sichtlich angeheitert vom Test-Abend in einer neuen „Weinschenke“ um die Ecke zurück. Dennoch war er Willens und in der Lage, mich morgens zum Essener Bahnhof zu bringen. Das gemeinsame Frühstücken habe ich ihm aber erspart. Ich nehme mal an, dass er sich noch mal wieder hingelegt hat.  Also hatte ich genügend Zeit für Kaffee und Brötchen am Bahnhof und sitze nun hier im Zug (ohne Steckdose), wo ich in Ruhe auf Fabis Befehl Anregung hin einen Text über meinen Kurzausflug zur TC10 schreibe. Aber in Gedanken bin ich schon bei dem Termin, der mich gleich erwartet, beim Seminar, das Samstag/Sonntag stattfindet und am Montag Vormittag noch etwas nachdieseln wird, bei meinem Vortrag, den ich in zwei Wochen oder so halten muss, und den ich eigentlich besser jetzt weiter gebastelt hätte, anstatt die Zeit mit Sinnlosem Schöneren zu vergeuden. So bin ich halt.