Beitrags-Archiv für die Kategory 'zum Abheben'

Mein schönstes Ferienerlebnis

Dienstag, 2. Februar 2010 11:02

Früher musste man nach den Ferien immer einen Aufsatz schreiben. Heute bloggt man freiwillig. Verrückt aber auch!

Gestern Abend sind wir aus dem Rentnerparadies von der angenehm temperierten Insel Teneriffa nach Hause gekommen. Man fragt sich zurückblickend: Was war das schönste in den paar Tagen Urlaub?

Ok, die Landschaft ist toll, das Klima herrlich. Wir haben etliche schöne Ausflüge gemacht, und die Chefin hat mich immer wieder zu neuen, nie für möglich gehaltenen wanderischen Höchstleistungen gebracht! Da ist es praktisch gar nicht möglich, ein einzelnes Highlight herauszupicken.

Was mich aber, als Freund der Fliegerei, besonders beeindruckt hat, das waren die Paraglider an der Steilküste, die direkt vor unserem Hotel vorbei schwebten. Starten auf einer kurzen, steilen Wiese direkt über eine Straße hinweg und landen unten am Strand. Zwischendurch die Hangthermik nutzen, die die Passatwinde hervorrufen, bis es langweilig wird.  Sowas Lässiges habe ich lange nicht gesehen! Willichauch!

Zwei kurze Filmchen habe ich mit dem iPhone aufgenommen. Wenn ich meine Fotos hochgeladen habe, was noch ein bisschen dauern wird, gibt’s noch einen Nachschlag.

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Mikrokopter: Feuertaufe bestanden!

Montag, 23. November 2009 8:48

Koptercam dImage X31Inzwischen hat mein Kopter das Fliegen erfolgreich gelernt. Auch die Kamerasuche ist erstmal beendet. Es ist eine Konica Minolta dImage X31 geworden, die nun mit meinem Kopter durch die Gegend fliegen darf.

Damit ich sie per Fernsteuersender auslösen kann, habe ich sie erstmal geöffnet und an die Auslöserplatine ein paar Drähte angelötet. Wenn man das gelbe an das rote Kabel hält, wird der Fokus betätigt, hält man das dritte Kabel an die anderen beiden, wird ein Foto aufgenommen. Hält man alle drei Kabel gleichzeitig aneinander, stellt die Kamera erst scharf und löst dann aus. Prima. Außerdem hat die Kamera einen 3-Volt-Eingang, der demnächst für die Stromversorgung herhalten muss. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Kamera jedesmal nach dem Einschalten verlangt, dass man das Datum einstellen soll, sobald die Akkus mal nicht eingelegt waren. Vielleicht hängt das mit der Knopfzelle auf der Auslöserplatine zusammen.

Koptercam dImage X31Als nächstes habe ich die Kamerahalterung für die Minolta etwas modifiziert und den Akku versetzt, damit der Schwerpunkt einigermaßen passt. Der Kopter kann das zwar ziemlich problemlos (bis zu einem gewissen Grad) ausbalancieren. Wenn der Schwerpunkt in der Mitte ist, hat man aber die Gewähr, dass die Motoren etwa gleich belastet werden. Ansonsten muss einer der Motoren immer schwerer arbeiten als die anderen.

flying kopter1An das Fliegen habe ich mich zwar noch nicht so richtig gewöhnt, bislang ist aber alles heil geblieben. Zumindest, nachdem ich den Kopter nun richtig flugfertig habe. Denn es gab doch noch einen herben Rückschlag. Ich hatte gelesen, dass man die Platinen der Motorregler mit Platinenschutzlack gegen Feuchtigkeit schützen soll. Selbst bei feuchter Witterung und Nebel hat es schon Schwierigkeiten mit den Reglern durch Feuchtigkeit gegeben. Ich habe es nur etwas zu gut gemeint und die Hauptplatine gleich mit versiegelt. Das mochten nur leider die Gyro-Sensoren nicht. Die haben offene Gehäuse (wie ich inzwischen weiß). Da ist dann wohl etwas von dem Lack eingedrungen und hat deren Funktion so gestört, dass an kontrolliertes Fliegen nicht zu denken war. Das ist inzwischen zum Glück Geschichte. Das Ding schwebt nun wunderbar. Dennoch ist das Fliegen im Vergleich zu meinen Flächenfliegern schon ziemlich anders. Im Moment kann ich nur hin- und her bzw. vor- und zurück schweben. Die Position, die ich anfliegen möchte, erreiche ich. Nur, ein Rundflug mit Kurven und so? Daran ist noch nicht zu denken. Ich übe noch, und werde das auch noch schaffen.

Irgendwo in BrandenburgImmerhin ist inzwischen das erste Luftbild einer Straßenkreuzung entstanden, das nun noch (geringfügig) entzerrt und dann mit einem CAD-Programm skaliert wird. Anstatt die gesamte Kreuzung vermessen zu müssen, damit man einen Unfall richtig rekonstruieren kann, mussten nur die Abstände der vier beliebig aufgemalten Markierungen zueinander ausgemessen werden. Das ist schnell gemacht. Damit hat der Kopter seine Feuertaufe bestanden.

Besten Dank an Dirk A. und Markus N., ohne die ich nie so weit gekommen wäre!

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Wind, Wind blase…

Dienstag, 18. August 2009 9:14

… doch nicht stets und ständig so heftig.

Als Modellflieger habe ich immer einen Blick auf das Wetter. Ich kann mich noch erinnern, als ich vor ein paar Jahren (wieder) mit der Modellfliegerei begonnen habe, müsste so 2003 oder 2004 gewesen sein, da hatten wir einen Sommer, von dem man nur träumen konnte. Seinerzeit hatte ich als Flugobjekt einen „Skysurfer“ von G-Con/Graupner. Das ist so ein Fallschirm mit Motorgondel. Weil das Teil kein Höhenruder hat, kann man die Höhe nur mit mehr oder weniger Gas regulieren. Das hat aber den Nachteil, dass das Fliegeding stets steigt, wenn man gegen den Wind fliegen will. Bläst der Wind zu kräftig, hat man mitunter keine Chance, zum Startplatz zurückzukommen. Darum war mein nächster Flieger auch schon bald ein richtiges Flugzeug, ein Multiplex Easystar.

Multiplex EasyStarMeine Begeisterung für die Modellfliegerei hat aber eben auch maßgeblich mit den schnellen Erfolgserlebnissen mit dem Skymaster zu tun. Das Teil fliegt mehr oder weniger von selbst und es war eben unheimlich oft windstill. Herrliche Abende, an denen man mit dem Flieger über die Wiese schleichen konnte.

Und das ist irgendwie vorbei. Nicht nur, dass mir der Modellflugplatz in unmittelbarer Nähe fehlt. Das ist nicht das größte Problem. Aber nach meinem Empfinden ist es insbesondere in diesem Sommer extrem windig. So windig, dass das Fliegen mit meinen kleinen Modellen entweder gar nicht geht oder keinen Spaß macht. Man kann zwar mühsam gegen die Wind fliegen, dreht man dann in den Wind hinein, ist das Modell in Nullkommanix wieder da, und das Spielchen geht von vorn los. Schön fliegen ist anders.

Aqua-PiperUnd nicht einmal abends, wo doch eigentlich „mit der Sonne auch der Wind schlafen geht“, wird es besser, wenn ich überlege, wie in der letzten Nacht die Fenster auf- und zugeflogen sind, weil es etwas durchzog im Haus.

Ist das anderen auch schon aufgefallen, oder bilde ich mir das nur ein? Ist das Folge des Klimawandels?

:shock:

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Mikrokopter #1: Jetzt geht's los!

Dienstag, 14. Juli 2009 21:06

Als Modellflieger und Unfallanalytiker versucht man natürlich, Hobby und Beruf miteinander zu verbinden. Für ordentliche Unfallanalysen braucht man Skizzen von Unfallstellen. Sehr schön sind aber auch Luftbilder. Die bekommt man für das Stadtgebiet Berlin in schöner Qualität über Google Earth Pro. Aber Fremder, wehe es kracht in Brandenburg! Brandenburg ist aus der Luft gesehen eine ziemlich grüne Soße. Straßen sind nur schemenhaft zu erkennen. Die gängigen Luftbilder taugen nicht für Unfallrekonstruktionen. Man kann zwar auch Fotos über das Landesvermessungsamt anfordern, aber oft muss man eh zur Unfallstelle und ein paar besondere Maße nehmen, da wäre es praktisch, wenn man dabei gleich selbst ein paar schöne Fotos aus der Luft machen könnte.

Mit meinen diversen Modellflugzeugen habe ich das schon praktiziert. Sagen wir es mal so: Die Fotos sind landschaftlich ganz nett, aber für obige Zwecke nicht zu gebrauchen. Ortho-Fotos müssen her! Also, Fotos, die genau senkrecht aufgenommen wurden.

Dafür bieten sich entweder Hubschrauber an, die aber immer noch relativ schwierig zu fliegen sind, oder Schwebeplattformen. Das sind Dinger mit mehr als 2 Rotoren, die elektronisch so ausgestattet sind, dass sie sich selbst stabilieren.

Besonders sticht ein Open-Source-Projekt heraus: Der Mikrokopter. Um das Teil gibt es inzwischen eine ziemlich große Fangemeinde. Und ich habe das Glück, dass nicht nur ein ehemaliger Arbeitskollege schon son Teil gebaut hat (übrigens mit Videodownlink und Cyberspacebrille zu fliegen!), sondern zudem einen Elektronikkumpel hat, der mir auch die nötigen Elektronikteile zusammengestellt hat, was die Angelegenheit und nicht mein Konto deutlich erleichtert.

mk_001Also habe ich nun losgelegt. Inzwischen hatte ich besagten Elektronikkram bekommen und mir auch diverse weitere Kleinteile zugelegt: Motoren, Propeller, Kabel, Schrauben, Aluprofile: Was man so braucht. Der Mikrokopter besitzt eine Art Kern in der Mitte, in dem die Elektronik etc. angebracht ist und auch die Kamera angehängt wird, sowie vier Ausleger mit den Motoren. Ein Problem ist wohl anfangs, dass einem das Teil doch mal unsanft aufkommt.

mk_003Dann gehen schnell die Propeller kaputt. Darum habe ich die vier Ausleger erstmal etwas länger gelassen, sodass die Fuhre beim Nicht-senkrecht-Landen zuerst mit dem Ausleger auftitscht. Mal sehen, ob das funzt. An die Enden kommen wahrscheinlich noch Tischtennisbälle, damit die Ausleger nicht im Boden einhaken. Wenn das mit den überlangen Auslegern nichts taugt: Absägen geht immer noch.

mk_004Die Ausleger waren schnell zugesägt, die Bohrungen angerissen, gekörnt und gebohrt, sodass ich das Kreuz montieren konnte. Ein Ausleger fehlt noch. Den habe ich auf Anraten der Bauanleitung lackiert, denn irgendwo ist schließlich auch vorne bei dem Teil, und das sollte man schon erkennen können. Als nächstes habe ich die drei Motoren montiert. Der vierte kommt, wenn der Lack getrocknet ist.

mk_007Dann habe ich angefangen, durch einen Ausleger die je drei Kabel zu einem Motor zu fädeln. Ziemlich mühsam, aber mit Silikonspray geht es ganz gut. Wenn ich alle Kabel drin habe, werde ich mir überlegen, wohin die Motorregler (Platinen mit der Drehzahlregelelektronik) kommen, und als nächstes mich um Anschluss der Hauptplatine kümmern. Im Moment fehlt mir noch der passende Empfänger, der ist aber in Mache.

mk_005Über den weiteren Baufortschritt werde ich von Zeit zu Zeit berichten, und natürlich auch, wie das Teil fliegt. Zu den Luftaufnahmen kommen wir dann, wenn ich mit dem Mikrokopter einigermaßen umgehen kann. Dafür muss ich dann erstmal eine Kamerahalterung bauen und mir überlegen, wie ich die Bilder auslösen kann. Aber das kenne ich ja schon von meinen anderen fliegenden Kameras und sollte daher nicht das Problem sein.

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Tempelhof soll leben: Als Modellflugplatz!

Mittwoch, 1. Juli 2009 10:04

DC-3_Tempelhof_23Im Tagesspiegel las ich, dass einzelne Sportvereine Zugang zum Tempelhofer Feld bekommen sollen. Diese Chance darf man sicht nicht entgehen lassen. oder?

Also schreibe ich nun an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Tagesspiegel habe ich gelesen, dass Sportvereine in Kürze Zugang zu Plätzen auf dem Tempelhofer Feld bekommen sollen.

Ich bitte zu prüfen, ob es möglich wäre, einen Modellflugplatz auf dem Tempelhofer Feld zu realisieren. Es gibt zahlreiche Modellflieger in Berlin, die sich nach einem zentral gelegenen, geeigneten Gelände im Stadtgebiet sehnen. Mangels Platz sind die meisten nicht in einem Verein organisiert, was sich dann mit Sicherheit ändern würde.

Zahlreiche Modellflugplätze im Berliner Umland sind für Jugendliche nur schwer zu erreichen, weil man auf das Auto angewiesen ist. Im Berliner Stadtgebiet ist das nicht der Fall.

In etlichen Vereinen, die typischerweise bislang hauptsächlich im ländlichen Bereich angesiedelt sind, findet intensive Jugendarbeit statt. Das Modellfliegen ist traditionell ein Sport, der die Kreativität und die Teamfähigkeit fördert. Darüber hinaus werden motorische Fähigkeiten und räumliche Vorstellungskraft neben physikalischen Kenntnissen geschult. Kurzum: Es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Ferner könnte man auch mit Fug und Recht behaupten, dass die Luftfahrt weiterhin in Tempelhof ansässig ist. Letztlich hat das Bauen und Fliegen von Flugmodellen erst zur Entwicklung der Großfliegerei geführt. Denn Modellflugzeuge funktionieren nach den gleichen physikalischen Gesetzen wie Großflugzeuge (sog. manntragende Flugzeuge).

Die Investitionen wären absolut überschaubar. Zum Modellfliegen braucht man nur eine gemähte Wiese, ggf. auch eine kurze Hartpiste, wobei man z. B. einen bisherigen Taxiway nehmen könnte. Außerdem müsste man einen Fangzaun aufstellen. Das wäre alles als Vereinsleistung realisierbar. Über eine Beschränkung auf Elektroflugzeuge mit einem max. Abfluggewicht von 5 kg könnte man nachdenken. Elektroflugzeuge sind sehr leise und emissionsfrei.

Für eine wohlwollende Prüfung wäre ich dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Ich meine, probieren kann man es ja mal. 🙂

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Modellfliegen galore

Sonntag, 21. Juni 2009 21:24

Heute war ich endlich mal wieder „draußen“ zum Modellfliegen. Vier verschiedene Flugzeuge am Start, eines davon hab ich seit über 2 Jahren nimmer geflogen:

Icon 312,

Toro300
Gerlitzen_34

Swift-Racer
FSK Swift Racer

und die kleine P-47.

Ergebnis. Viel Spaß gehabt, leichter Sonnenbrand und ein abgebrochenes Fahrwerksbein. Das ist aber reparabel. 😉

Hier noch ein Flugvideo, aufgenommen mit meiner kleinen Yakumo-Kamera auf dem Toro300.

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Drive-in Kirche in Oberfrohna – die "Auflösung"

Freitag, 24. April 2009 14:17

Gerade habe ich von fabi einen Hinweis auf einen Artikel im Tagesspiegel bekommen, wonach der Fahrer, der in die Kirche in Oberfrohna gebrettert ist, lt. Gutachten 139 km/h gefahren sein soll. Wie bei Strafsachen üblich, dürfte damit die untere Grenze, also die Mindestgeschwindigkeit gemeint sein (ich hätte das ja auf 140 km/h gerundet…).

Da lag ich mit meiner „Berechnung“ ja gar nicht so schlecht. 123 km/h (gerundet 120 km/h) hatte ich mit meinen Überlegungen herausklamüsert. Und dabei habe ich die Abmessungen, vor allem den Rampenwinkel,  nur geschätzt. 😉

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Germanwings: Tuning durch Weglassen?

Sonntag, 29. März 2009 18:17

Am Donnerstag sind wir von Berlin nach München geflogen. Also genauer gesagt, von einem Flughafenplatz in Brandenburg (Schönefeld) zu einem Flughafen irgendwo zwischen Landshut und München.

Gut, in Schönefeld wird ja gebaut. Das ist auch dringend erforderlich, denn die Leichtbauhalle, das sog. Terminal D, ist dann doch nicht sooo repräsentativ. Wir sind mit Germanwings geflogen, also so nem Billigflieger. Mag ja sein, dass ich da etwas zu genau hingesehen habe. Irgendwie heißt es immer, dass natürlich die gleichen Sicherheitsstandards wie bei „richtigen“ Fluggesellschaften gelten.

scharnier_fehltAber ich fand es doch etwas beunruhigend, dass an einer Landeklappe der linken Tragfläche des Airbus A319 die Scharnierabdeckung fehlte. Gut, ich bin Ingenieur genug, um mir vorstellen zu können, dass man auch ohne so ne komische Abdeckung fliegen kann. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass an dem Flugzeug noch viel, viel mehr Teile verbaut sind, die man nicht unbedingt zum Fliegen braucht. Dennoch wird man andererseits nicht sonderlich viele Teile an so nem Flugzeug finden, die nutzlos und überflüssig sind. Somit blieb doch ein fahler Beigeschmack.

Als wir dann in die Kabine kamen, konnte ich erstmal eine leere Colaflasche vom Sitz kicken, bevor ich in dem dann doch großzügiger als erwartet ausgerichteten Gestühl versank. Vielen Dank auch an die Damen und Herren Mitflieger, die ihre Koffer und Taschen bereits in die vorhandenen Gepäckfächer gestopft hatten, so dass für unsere Brocken (kleiner Rucksack und ne Umhängetasche) kein Platz mehr war. Armselige, egoistische Geschöpfe.
Dann folgte das Stewardessen-Ballett. Wie gehabt wurden irgendwo weiter vorn (wir saßen in der drittletzten Reihe) die Funktionen von Gurten und Sauerstoffmasken erklärt, und es wurden auch die Markierungen auf dem Boden angesprochen, wo man zu den Notausstiegen entlang krabbeln sollte. Ich habe geguckt und gesucht und geguckt, aber nichts gefunden. Keine Streifen, keine Lampen, kein gar nichts. Ist das jetzt vielleicht neu, dass man die Dinger erst kurz vor dem Aufschlag sieht? Schon eigenartig.

Neu war für mich auch die Anweisung, dass man bei Start und Landung die Sonnenblenden öffnen soll. Die Begründung dafür und auch für das Ausschalten der Kabinenbeleuchtung bei Start und Landung findet man aktuell gerade beim Bloggerkollegen Patrick.

So war ich doch irgendwie froh, als wir wohlbehalten irgendwo in der Nähe von München gelandet sind. Da wir in die Innenstadt nach München wollten, sind wir mit der S-Bahn gefahren. In München muss es eine Kommission geben, die dafür zuständig ist, das Streckennetz möglichst undurchschaubar zu gestalten. Es war an den Automaten in akzeptabler Zeit nicht möglich, herauszufinden, welche Karten wir denn nun brauchten. Gut, wir brauchten natürlich die teuersten, was wir uns gleich hätten denken können. Das haben wir aber erst gecheckt, nachdem wir einen verhältnismäßig unscheinbaren, vergilbten Plan in einem abseits gelegenen Schaukasten gefunden hatten. Für die Fahrt mussten wir dann auch pro Nase 9,20 bezahlen. Schon ein stolzer Preis für eine S-Bahn-Fahrt. Gut, man hat auch etwas davon, denn immerhin ist man vom Flughafen München bis zum Hauptbahnhof auch ungefähr ne Dreiviertelstunde unterwegs. Dafür sind die Bahnen etwas schicker und nicht so abgerockt wie in Berlin. Ein Transrapid wäre ne tolle Sache… :mrgreen:

Interessant fand ich ja, dass unser Koffer auf dem Hinflug 23 kg, aber auf dem Rückflug nur noch 20 kg wiegen durfte. Das stand der Entwicklung unserer Gepäckmasse ziemlich diametral gegenüber. Schließlich kommen irgendwie immer einige Sachen dazu, in meinem Fall vor allem ein dicker Ordner mit Tagungsunterlagen. Das Mehrgewicht sollte dann 47,50 Euro kosten. Die Logik, dass man das aber ohne Mehrkosten ins Handgepäck umpacken kann, war mir nicht recht zugänglich.

Btw: Auf dem Rückflug habe ich an den Sitzen weit unten so kleine Lämpchen für den Weg zu den Notausgängen gesehen und eine Scharnierabdeckung hatte dieses Flugzeug auch.

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Superduper Blechhubschrauber

Sonntag, 22. März 2009 15:21

Jog hatte mich neulich besucht, und wie es sich für braven Besuch gehört, hatte er ein Gastgeschenk dabei.

Vom Sperrmüll habe er es und es läge schon lange bei ihm rum. Und weil er wisse, dass ich ja mit Spielzeughubschraubern rummache, habe er an mich gedacht.Toll. Er hat mir nämlich diesen herrlichen alten Blechhubschrauber mitgebracht. Ist das Teil nicht eine Wucht?

Nach dem Aufdruck ist der Heli von der Firma Arnold aus dem Jahr 1956 und in wirklich gutem Zustand. Der Form nach stellt er sehr wahrscheinlich einen Sikorsky S-55 dar. Hier ist ein Bild, das wohl tatsächlich ein Vorbild der belgischen Fluglinie Sabena zeigen.

Ein paar Schrammen lassen sein Alter erkennen, aber es ist alles dran und funktionsfähig. Heli und  Antriebskurbel sind über eine biegsame Welle wie beim miteinander verbunden. Man stellt den Heli irgendwo hin, dreht gefühl- und gleichzeitig kraftvoll an der Kurbel, und der Hubschrauber hebt tatsächlich ab. Ist das geil?

Ich hab mich riesig gefreut! Er hat nun einen repräsentativen Platz im Wohnzimmer gefunden.

tin_heli_3

tin_heli_8

tin_heli_1

Und hier das Teil in Aktion:

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Drive-in Kirche in Oberfrohna

Dienstag, 27. Januar 2009 11:26

oder:

Wie schnell muss man sein, damit man mit seinem Auto in einem Kirchendach landet? Diese Frage beschäftigt die Nation (oder auch nicht).

Berufsbedingt habe ich allerdings schon eine gewisse Neugier, wie schnell das Auto wohl war. Technisch gesehen ist das Problem eigentlich recht einfach zu beschreiben. Ein Objekt rollt/rutscht über eine schiefe Ebene und fliegt danach ein Stück. Eigentlich nichts anderes als ein „schiefer Wurf“. Die wesentlichen Eckdaten aus den Pressemeldungen: Einschlaghöhe: 7 m, Flugweite 30 bis 35 m. Damit kann man zumindest mal überschlägig rechnen. Und da haben wir auch schon das erste Problem: Für die Berechnungen muss man den Winkel der Böschung kennen, wo das Auto hochgefahren ist. Nehmen wir einfach mal 20° an. Dabei sollte man noch prüfen, ob man nach einer Strecke von 30m und einem Winkel von 20°  überhaupt 7 m Höhe erreichen kann. Da kommt ein minimaler Winkel von 13° heraus. Reicht also. Tatsächlich bewegt sich das Auto auf einer Bahnkurve, die nicht exakt einer Parabel entspricht. Da das Auto durch Luftwiderstand langsamer wird, ist die Abstiegphase kürzer als der Aufstieg. Das lassen wir aber alles beiseite. Und weil mir die Formeln für den schiefen Wurf zu kompliziert sind, probiere ich es erstmal mit einer Energiebilanz:

Erste Überlegung:

Wieviel Energie benötige ich, um ein Auto 7 m hoch zu werfen?

Ganz einfach: Wkin = Wpot

1/2*m*v² = m*g*h. Da kürzt sich die Masse des Autos schon mal raus. Prima!

v = √(2*g*h)

v = 11,7 m/s (= 42,2 km/h)

Das ist jetzt aber nur die Geschwindigkeit in vertikaler Richtung. Der Anteil von der Geschwindigkeit auf der Rampe ergibt sich durch den Sinus.

vges = v/sin20° = 123 km/h

Wer Lust hat, mit dem schiefen Wurf zu testen, kann sich hier eine Excel-Tabelle runterladen. Damit komme ich auch auf etwas über 120 km/h. Ohne genauere Angaben zu der Rampe etc. ist es aber letztlich Kaffeesatzleserei. Vielleicht war er auch schneller. Viel langsamer aber eher nicht, vermute ich.

Als quick-n-dirty-Computersimulation mit der Software mit dem herrlichen Namen „PC-Crash“ sieht das dann so aus (am Ende der Bewegung muss man sich ne Kirche denken):

(Anfangsgeschwindigkeit v=120km/h, Rampenwinkel 20°)

car_curch

Oder als Filmchen:

[MEDIA=7]

(alle Angaben ohne Gewähr…)

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